… wie relativ alles ist…

Wieder einmal habe ich im Zuge der steten Verbreiterung meiner Viertelbildung beim von Link zu Link Hangeln etwas gefunden, das mich in den geistigen Zustand versetzt hat, den man Aufmerken zu nennen pflegt. – Hätte ich das etwas weniger geschraubt ausdrücken können? Nö! Will ich auch nicht! Ph. – Jedenfalls und immerhin und überhaupt hätte ich solche Crunch Times gern einmal erlebt und vielleicht sogar regelmäßig…

Ich weiß, dass ich jetzt dergleichen sehr wahrscheinlich eh‘ nicht mehr durchstehen würde. – Hatte ich dieses Ziehen hinten links erwähnt? Lassen wir das! Ist altersadäquat! Dem Klienten geht es gut, er sitzt am Schreibtisch! – Aber ich entsinne mich, dass ich vor über anderthalb Jahrzehnten zumindest eine Ahnung davon bekommen habe, wie sich das anfühlen könnte. Ich habe eine mittelgroße Website für eine mittelgroße medizinische Einrichtung erstellt und hatte eine Ahnung vom gewissermaßen Rausch wirklicher Arbeit.

Der Höhep… – das Highlight war, als ich eines Nachmittags von fünfzehn Uhr bis gegen zehn Uhr des nächsten Tages an der Homepage gebastelt habe. Dann bin ich buchstäblich mit meinem irreführend, weil offenbar immer wieder zu viel versprechend markantem Schädel auf die Tastatur geknallt, hihi. Ich will nicht sagen, dass ein Meisterstück entstanden ist, zumal ich meine eigentliche Grundidee für die Website nicht umsetzen konnte, die ich heute noch gut finde und die ich bisher in keiner Website einer ähnlichen Einrichtung realisiert gefunden habe. Aber es war ein Gesellenstück und durchaus vorzeigbar. Die Website war dann auch etliche Monde im bösem autistisch und einsam machendem Netz.

Ich habe intensives learning by doing erlebt und zehre noch heute davon, insbesondere, was HTML und CSS angeht. Ich habe die Homepage nicht mit Dreamweaver oder einem derartigem Web-Editor erstellt, sondern als diebisch vergnügter Purist den gesamten Code in den guten alten Windows-Editor oder gar in ein Büro-Schreibprogramm wie Word gekloppt, hoho! Aber wie gesagt – bei dergleichen Kompakt-Übungen kommen eingestaubte Gehirnwindungen in Fahrt, Alter… Man sieht zudem hier auch wieder, welcher Art meine Arbeitsscheu ist, aharhar. Auch chronische Unterforderung kann offenbar geradezu krank machen. Aber ich bin selbst schuld, ich habe das so hergestellt und das ist was ganz Altes usw., bla. Da ist viel Wut, da ist viel Wut! Bringen Sie das in die Gruppe!!! … *hüstel*… Sorry! Muaha.

Von den Damenschaften und Herrschaften, deren Arbeit ich mit meiner Arbeit online präsentieren wollte, hat kaum jemand etwas von den eben oben angedeuteten Vorgängen mitbekommen. – „Sie sind nicht sichtbar geworden, Herr Koske, kommen Sie in die Tanztherapie!“ Das wird es sein! Wenn man nach 20 Jahren nicht geschnallt hat, dass meine Schreiberei meine Art des sichtbar Werdens ist, dann weiß ich auch nicht weiter. – Man wollte und konnte nicht verstehen, dass das Internet eine neue Art des als Mensch in der Welt Seins ist und nicht nur eine neue Technologie. Ich habe das schon einmal angedeutet.

Nun ist mir beim Lesen des Beitrags über die Entwickler von „The Last of Us“ ausgerechnet eine sehr verehrte Lehrerin wieder eingefallen. Keine Namen! Es geht ums Prinzip, boah! Die hat sich des Öfteren vor die Klasse gestellt und geradezu philosophische Betrachtungen auch abseits des Lehrstoffes in einem Ton präsentiert, als wünsche sie das Gesagte „weiter zu geben“.

Heute scheint mir immer wieder, dass etliche Leute derartige „Präsentationen“ anbrachten in der Hoffnung, das Gesagte würde weiter gemeldet. Sie könnten nämlich wahrgenommen haben, dass mindestens eines meiner Elternteile bei denen war. Nur ich habe es nicht bemerkt, süüüß! Nützlicher Idiot. Gehört doch in die Einrichtung, echt…

Die Lehrerin hatte sehr lange Beine und diese beängstigend ausladenden Hüften. – „Opaaa?!!!“ – Okay, okay – schon gut! Ein Schmankerl aus meiner körperlichen Pubertät zur Auflockerung! – Die Lehrerin erzählte, dass sich Künstler eines großen Berliner Kulturbetriebes auf vertrackte Weise quasi beschwert hätten. Sie hätten Kollegen aus dem nicht sozialistischem Wirtschaftsgebiet erlebt und wären fassungslos gewesen. Diese Kollegen hätten nämlich 12, 14 und mehr Stunden geackert, bis etwa Proben als zufriedenstellend beendet worden wären.

Bei ihnen, den Berliner Vertretern der mit der siegreichen Arbeiterklasse verbündeten fortschrittlichen künstlerischen Intelligenz, wäre dergleichen gar nicht möglich, weil zum Beispiel die Gewerkschaft Rabatz gemacht hätte. Das wäre dann zudem zum Fortschritt umgedeutet worden. Unsere Menschen würden unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten usw.

Es bliebe jedoch die Frage offen, die sich immer mehr Kollegen stellen würden, ob man das überall beschworene Weltniveau erreichen und halten könne, wenn man gewissermaßen nur mit halber Kraft fahren würde, während die Kollegen aus dem NSW im mehrfachem Sinne immer wieder an die Grenzen gehen und dadurch verständlicherweise weltweit Triumphe mit ihren künstlerischen Darbietungen feiern könnten und würden. Etwa beim Leistungssport wäre das anders, da würde man auch und gerade in der DaDaeR nach internationalen Standards ackern…

So die Lehrerin…- Sinngemäß, wie gesagt! – Es ist immer wieder erstaunlich, was sich mein Unbewusstes quasi hinter meinem Rücken gemerkt hat, in der Tat!

Immer wieder fällt mir auf, dass es in der DaDaeR sehr wohl Leute gegeben hat, die zumindest eine Ahnung davon gehabt zu haben scheinen, wie der Hase lief und warum die Karre an die Wand gefahren wurde. Das finde ich auch oder gerade mit dem Abstand von Jahrzehnten erstaunlich und – tragisch. Diese Leute sind „irgendwie nicht durchgedrungen“ mit ihren Wahrnehmungen… Bla. – Ja, ich will die Welt retten und ich bin ein Nestbescheißer, bla bla. Ich kann mein Gehirn nicht abschalten – oder hatte ich das schon erwähnt?

Aber noch etwas – der berühmte oder berüchtigte Lauf der Dinge zeigt sich wohl überall und offenbar auch bei Spiele-Entwicklern. „Naughty Dog sucht auch bewusst nach Mitarbeitern, die diesen Arbeitsstil haben möchten. Die motiviert sind und ihr ganzes Herzblut in ein Spiel stecken. Doch die Angestellten werden älter, gründen eine Familie, bekommen Kinder.“ Der sozusagen Zwang der Normalität auch oder gerade in der aktuellen Branche, die vielleicht am dichtesten am Zeitgeist ist. Das ist… – ich weiß auch nicht! Irgendwie traurig?

Aber das geht mich eigentlich alles nichts an, denn ich bin Universal-Marginalperson und werde eh‘ nicht mehr in die dynamische Postmoderne integriert, heule heule heule.

Allein, ich habe mich hiermit neuerlich aufs Sozialste zu entladen vermocht. – Das hat auch was, wir berichteten…

In diesem Sinne – bla.

(… ‚Er dichtet doch nich‘, er dichtet doch nich“‚Komm, gib auf, geh‘ wieder arbeiten!‘‚Ist aussichtslos!‘‚Tut doch nur so, als wenn er Bewerbungen schreibt!‘… usw. usw. usf… allerdings ist quasi der Ton runter gedreht… mir ist eben aufgefallen, immerhin, dass ich jetzt schon seit einigen Stunden ohne was in den Ohren brutal in die Tasten haue… Aber – Das! Nervt!… Allein, ich mache noch ’ne Weile, liebe dauerhaft kommentierende virtuelle Diensteinheit [DAUKOVIDI]… oder hatte ich das schon gesagt…)

PS: 1200 Worte. – Ich mache das ganz demnächst, 10 000 Worte am Tag, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt! – Wie immer abgesehen davon, dass ich immer das mache, was ich gegessen habe! – Wäre ja noch gelachter… – Hammermäßig, Alter! Michael Crichton! Hallelujah! – In höchstens zehn Jahren aber werde ich dann richtige Geschichten schreiben und erfolgreich als junger Autor an die sogenannte Weltöffentlichkeit treten… – Was bleibt mir weiter übrig? Man will mich ja nicht einmal als Briefträger, obwohl ich beim Online-Test alle Items korrekt abgearbeitet habe. – Das ist auch wieder typisch tragikomisch! Seit Jahrzehnten werden Prüfungen in meine Träume gesendet und dann bestehe ich in der sogenannten Realität mal ’ne Prüfung und dann?! Drauf defäkiert! – Was soll ich auch unter den Briefträgern?! Ich kante mich doch sowieso wieder selbst raus, weil ich nicht gruppenfähig bin… bla…

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2 Antworten zu … wie relativ alles ist…

  1. Gisela Schall sagt:

    Freitag:

    Herr Koske!
    Prüfung bestanden: sehr gut!

    Lernziel mit Bravour erreicht!:
    doing by doing

    Kommen Sie gut ins Wochenende!

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