… manchmal noch ein bisschen Wut…

Ein kurzes Aufbäumen, und dann war es das wieder. 1986 habe ich nach dem Aufwachen aus solchen Träumen etwas an die Wand geklatscht, männlich-herb, harzig-holzig. Niemand hat mich für „irre“ gehalten. Wahrscheinlich hat es gar keiner bemerkt, gnihi! Das könnte auch wieder erstaunlich erscheinen über meine, ach, welke schon immer und nun auch welkende Persönlichkeit hinaus. Oh schöner Schmerz, *hüstel*…

Ja. Na ja. – Schon im Aufwachen hatte ich den Gedanken, dass da etwas aus „Vergiss mein nicht“ quasi parodiert wurde. Sich verbergen in einer Erinnerung, die keiner kennt. Ja ja, der Hysterische und neuerdings Histrionische spielt wieder Rollen nach, bla bla, blubb blubb. In diesem Traum musste oder sollte oder wollte ich mich an Orte oder in Situationen begeben, die ich in der sogenannten Realität nicht erreicht oder nicht erlebt hatte. Hat aber, what a surprise, nicht geklappt. Wie schon tausende Male hatten die Szenen in Iron Hut City statt. Das bedarf keiner Deutung. Das letzte Traumbild ist verschwommen, die Farben verschwinden nach und nach. Dann kommt wieder dieses Pfeifen, wie man einem Hund pfeift. Ich habe es dieses Mal gar nicht bemerkt, dass ich im Begriff war, mich davon zu machen, wuff, rrrrrrr…

Nun gut, so weit wieder das orgastische Gejammer der frustrierten Hausfrau. „Ich muss darüber quatschen!“

‚Führ Tagebuch!‘ kommt seit Tagen per Mental-Funk. Was also werde ich tun? – Nicht Tagebuch führen. Ich werde so lange Widerstand leisten, wie immer ich kann. Ich mache diesen Scheiß nicht mit!

Letztens kam ‚Der Doc hat Angst vor Dir!‘ War der Doc gemeint, bei dem ich jetzt einen neuerlichen Versuch der Therapie in der, igitt, Gruppe versuche? Kann ich mir gar nicht vorstellen. – Als ich letztens da war, hatte ich völlig vergessen bzw. „vergessen“, dass ich nach lecker Smarties fragen wollte. Das war völlig weg, als ich neben der Couch gesessen bin. Ist ja auch sinnlos! Ich bin mir sicher, dass hochwertige Neuroleptika nichts ändern würden. Ich bin nicht psychotisch. Das ist künstlich erzeugt und aufrecht erhalten. Bla.

So. – Ein kleines Textchen aus dem kleinem Leben eines Kleinbürgers…

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4 Antworten zu … manchmal noch ein bisschen Wut…

  1. Gisela Schall sagt:

    „Ich werde so lange Widerstand leisten, wie immer ich kann. Ich mache diesen Scheiß nicht mit!“

    Ziemlicher Kraftaufwand? Wenn Du kein Tagebuch schreiben willst, dann mach es nicht. Einfach. Oder?

    Einen nicht allzu stürmischen und dennoch freundlichen Sonntag!

    • Herr Koske sagt:

      … ach, Schwester Gisela… ach, ach… unermüdlich treue Seele…

      Ja. Na ja… – Dann… ähm… angenehm, aua, schallenden („Ooopa?!!!“) Start in die siebte Woche dieses unseres Jahres in diesem unserem Lande… als ich noch körperlich pubertiert habe, war man sich sicher (man, nicht [nur] ich), dass jetzt bereits etwelche Leute auf dem Mond Gurken pflanzen würden… irgend etwas ist schief gelaufen… – aber dafür haben wir keinen Klimawandel, ha…

      In diesem Sinne: WIR GEBEN IHREM ELEND EIN ZUHAUSE!!!! – Ihre globalen Vorsitzenden

  2. Gisela Schall sagt:

    „als ich noch körperlich pubertiert habe, war man sich sicher (man, nicht [nur] ich), dass jetzt bereits etwelche Leute auf dem Mond Gurken pflanzen würden… irgend etwas ist schief gelaufen… – aber dafür haben wir keinen Klimawandel, ha…“

    Tja. nun ja… erst mal auf dem Heimatplaneten aufräumen…

    Gute Gesundheit und guten Wochenstart!

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