… ‚Dichtitt doch nich‘, dichtitt doch nich’…

Was ich jedoch eigentlich sagen will, ist, dass ich wieder einmal etwas Text abgesondert habe. Auch der ist noch lange nicht fertig, der ist erst einmal hin gehauen. Aaaber! Mit 58 habe ich nun die wesentlichen, äußerlich wahrscheinlich banal erscheinenden Episoden meines Lebens aufgeschrieben, halbwegs nachvollziehbar verständlich, hoffe ich„Kannst doch cool schreiben, schreib doch mal ’n Roman!“… bla… bla bla…

‚Schreibt wieder Memoiren!‘‚Stasischwein!‘‚Wende verpennt!‘‚Lächerlich, der Typ!‘‚Weilla Tagebuch schreibt‘… – So geht es per Mental-Funk seit Stunden. Auch hier wieder die urgemütliche und urgesunde Mischung aus Dichtung und Wahrheit – das mit dem „nicht Dichten“ ist ja, leider, zutreffend. Aber besser als nichts! Besser dies tun als nix, zefix! Das reimt sich sogar, obwohl es eine Ungereimtheit beschreibt. Besonders auf den Zeiger geht mir das mit dem „Tagebuch führen“. Ich schreibe schon seit Jahren nicht mehr wirklich Tagebuch, Ihr Vollpfosten genialen In-Vivo-Therapeuten, wer und wo auch immer ihr seid…

Ich habe seit Wochen immer wieder den Gedanken, mir doch noch einmal Smarties verschreiben zu lassen, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass die „Stimmen“ davon nicht weg gehen. Das ist nicht psychotisch, das ist gemacht. Bla. Auch habe ich einmal im Haus der ewigen Kindheit mit einem Hebephrenen gesprochen, der das Zwanzigfache meiner Dosis eingepfiffen hat. Ich glaube, es war Perazin; ich weiß es nicht mehr. Der junge Mann erklärte, die Stimmen wären durch die Dröhnung nicht weg, sondern „nur noch“ im Hintergrund brabbelnd. Das habe ich doch aber seit 33 ½ Jahren, was soll der Scheiß?! Zumal meist tatsächlich Leute reden, ich höre „nur“ einen auf mich bezogenen Text, obwohl mir rational klar ist, dass das gar nicht sein kann. Das macht mich ja so misstrauisch, unter anderem das. Das funktioniert wie der Chor in der antiken Tragödie, der im Hintergrund die Handlung zusammen fasst usw. Dauerhaft kommentierende virtuelle Diensteinheit (DAUKOVIDI). Gute Arbeit! Irgendwann wird sich das alles klären – paar Jährchen mache ich wohl noch, hä hä… … böse Hobbitse, böse Hobbitse

(… ich habe Schiss, logisch… außerdem habe ich mit einiger Mühe und über einige Monde hinweg ca. 15 Kilo abgeworfen… das kann ich dann wieder knacken – die Dreckspillen hochwertigen atypischen Neuroleptika schwemmen auf… aber ich bin endlich ein nützlicher Bürger – ich trage zur Steigerung des Umsatzes der pharmazeutischen Industrie bei… ist doch was, Alter, aharhar… – erst mal kieken, ob Einer kiekt…)

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