… tiefe Erkenntnis Nr. 5267…

Es könnte sein, dass viele Menschen es als üblich, angemessen, selbstverständlich, normal usw. ansehen, andere Menschen, die in ihrer Nähe agieren, in Ihre Wahrnehmungen, Reflexionen, Interpretationen usw. einzubeziehen. – Ich empfinde das als Bedrohung oder gar Angriff und jedenfalls mentalen Übergriff…

Zu dieser Einsicht gelange ich nun mit knapp 60 und nach drei entweder dialektischer oder paradoxer Weise sowohl freudlosen als auch freudvollen Versuchen mit Anna Lyse auf der Couch… So kommt man zu nix im Leben!

(… aber das liegt natürlich daran, dass ich in der Tiefe unerreicht bin, wenn nicht überhaupt unerreichbar, weil ein Psychopath… alles klar…)

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4 Antworten zu … tiefe Erkenntnis Nr. 5267…

  1. Eva (der Appelboom) sagt:

    „die in ihrer NÄHE agieren“? Das ist, fürchte ich, ein weltweites Phänomen, siehe Facebook ….

    • Herr Koske sagt:

      (… ich bin stolz und froh, offensichtlich mal wieder nicht ganz richtig verstanden worden zu sein…)

      (… möglichst unbrexitiertes Wochenende wünscht Ost-Koske…)

      • Eva (der Appelboom) sagt:

        ich denke schon, daß ich dich richtig verstandne habe, nur unter Umständen habe ich nicht ganz so reagiert wie das gedacht war, vom Inhalt deiner Sätze her … also, andersherum ausgedrückt (ich hoffe, so ist es besser): Ich bin ganz deiner Meinung und empfinde das ähnlich, und es scheint nicht nur normal etc zu sein bezüglich Menschen „die in der Nähe agieren“ sondern dem Facebook Phänomen nach, bezüglich Menschen nah und fern, wer auch immer das Facebook posting liest … anscheinend reichen „Menschen in der Nähe“ nicht, diese moderne Sucht zu befriedigen andere in die eigenen „Wahrnehmungen, Reflexionen, Interpretationen usw. einzubeziehen“ … und wenn man da nicht „mitmacht“ (bzw das nicht abkann) aus was immer für Gründen, ist man halt nicht so wie das heutige „normal“ eben zu sein scheint … aber, entgegen dem was du in deinem letzten Satz schriebst, denke ich daß man genau SO zu was kommt im Leben, in dem man akzeptiert, daß man (oder in diesem Falle Frau) sowas eben NICHT also normal betrachtet … Im „Haus der ewigen Kindheit“ ist einem genau diese angebliche „Normalität“ ja schier eingebleut worden … das macht es aber noch lange nicht richtig … ich hoffe das war jetzt nicht total kryptisch ..

        • Herr Koske sagt:

          Erstaunlich, wie subjektiv Wahrnehmung ist. Das habe ich jetzt nicht ironisch oder so gemeint. „Der Klient entdeckt den Reiz der Selbstwahrnehmung als autonome Einheit ohne symbiotische Verschmelzung“. – Das war jetzt je ein Löffelchen Sarkas- und Zynismus. Ich kann nicht anders, sorry…

          Was ich glaubte, sagen zu wollen, ist Folgendes. Die meisten Menschen scheinen andere Menschen, insbesondere die in vor allem räumlicher Nähe, derart wahrzunehmen, dass sie sozusagen „einfach mit ihnen rechnen“, erwarten, dass diese sichtbar werden, sich zeigen, sich ins Gespräch bringen usw.

          Da ist bei mir „Ebbe“… Ich wünsche, nicht in Betracht zu kommen. Ich bin eventuell „im Text“ zu erleben, unter anderem oder vor allem. In der sogenannten Realität bin ich wie ein Schauspieler ohne Rolle, der quasi „keinen Text hat“. Das hat, what a surprise, yeah, sinngemäß Thomas Mann geschrieben, aber passt schon. Vor allem aber die universitätlich philosophisch qualifizierte Frau Palmen bringt es auf den Punkt…

          Was Du meinst, scheint mir wieder was Anderes… Das kann wohl manchmal wie ’ne Sucht rüber kommen, ist es aber nach meiner Erfahrung meist nicht. Wenn Ottilie Normalverbraucherin etwa postet, bei Twitter oder Facebook usw., „Bin in der Tram. Scheiß Dauerregen!“ und dgl., dann ist das was ganz Anderes als „Katzenkontent“. Es geht um, igitt, sich zeigen und gesehen werden. Ich muss immer an die A(nonymen Selbsthilfe)-Gruppen denken. Nicht nur ich habe mich gefragt, was das denn jetzt solle, in den Raum hinein monologisieren ohne Kommentar, Kritik, Feedback usw. Ja – wieder typisch! Ich sehe nur den Inhalts-, nicht den Beziehungsaspekt. Da sitzen ja Leute und hören zu, sehen mich. – Was für eine Bedrohung, genau!

          Das, was (nicht nur) Du als suchtartig wahrzunehmen scheinst an dieser permanenten öffentlichen Selbstdarstellung bis in die banalsten alltäglichen Verrichtungen hinein, scheint mir darauf zurückzuführen, dass (wieder einmal) sozusagen über den Umweg der Technologie tiefe emotionale Bedürfnisse zu befriedigen versucht werden. Sehr viele Menschen scheinen schon oder erst recht in der frühen Prägungsphase nicht im eigenem Recht gesehen worden zu sein – das kann man ganz vielleicht im Netz nachzuholen versuchen. Bla.

          Hier aber wird es ganz paradox, indem Vertreter der „therapeutischen Richtung“, die dieses sich Zeigen und gesehen Werden in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen („Sie sind nicht sichtbar geworden, Herr Koske, kommen Sie in die Tanztherapie!“, bla bla bla) diese eben von mir erörterten Zusammenhänge nicht sehen und eventuell nicht sehen wollen…

          Außerdem (ich bin gleich fertig) – „An wen richtet man sich, wenn man schreibt?“, Dr. R., Teilzeit-Chassid, 1985. Ich bin ein lebendes Fossil, indem ich Text absondere in der Art, wie es vor 150 Jahren „üblich“ gewesen scheint, indem man gar artig ins Blaue brabbelnd kritzelte. Plötzlich aber gehen da reale Jetztmenschen im Blog drauf ein, indem sie das quasi an einen „Weltgeist“ Gerichtete konkret und persönlich nehmen, hihi. Gipfel der Verwirrung! Der Schizotype ist verstört und muss jemanden anrufen, is‘ aber keiner da, uäääh…

          So. Das war jetzt mal (fast) ohne Geblödel. Hähä.

          Möge das Große Energiefeld mit Dir sein! Vielen Dank für die Bereitschaft, die Wortmassen des K. zu rezipieren! Häff ä neisz Szandeh!

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