2020

(… er würde gern wollen können, soll aber nicht dürfen…)

17. Dezember 2020

Allein, hat K. heute Nacht die Prüfung bestanden?

K. war in einer Art Unterrichtsraum, und er ahnt zumindest, wofür der steht. Ganz demnächst kommt eine Einladung in ein Coaching-Projekt, yeah. Vielleicht findet auch K. nach jahrzehntelangem chaotischem umher Schlottern hienieden doch einen Ort, sich nützlich zu machen, ohne sich vornehmlich im metaphorischen, manchmal aber auch im wörtlichen Sinne selbst zu schädigen.

Es ging hoch her, wie in der Schulpause; ein paar männliche Vertreter der rezenten Hominiden des dritten Planeten balgten sich scherzhaft-freundschaftlich. Wie Männchen eben so sind, nich‘, har har; das geht auch mit Weltraumtechnik nicht weg.

K. aber, und niemand war darüber mehr überrascht als er selbst, bemerkte gelassen amüsiert: „Ist denn schon Silvester?!“ „Es brach aus ihm heraus und er spürte es!“, hätten manche Jack-London-Übersetzer geschrieben.

„Stürmisches beifälliges Gelächter“. K. war, man glaubt es kaum, schon im Traum sprachlos. Das ist auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass er viele hunderte Male in solchen von wem und wo auch immer gesendeten Träumen schon nach wenigen Augenblicken buchstäblich aus dem Kontakt gefallen ist, geschweige denn, dass eine derartig eindeutige und heftige positive Reaktion einer Gruppe erfolgt wäre wie heute im Traum…

Schöne Bescherung!(?) – Was das betrifft, war K. offenbar nicht artig…

(… Neues von neuerdings im doppeltem Sinne unten…)

1. Dezember 2020

Die Traum-Prüfung der heutigen Nacht war denn auch einzigartig. Ich kenne sogenanntes laut Werden von Gedanken, das ein psychotisches Symptom darstellen könnte, wie Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse versichern. Am Schluss eines Traumes sagte heute einer der drei mir gegenüber stehenden Typen, denn ich hatte erstaunlicherweise zumindest eine Zeit lang ohne Ein- und Ausbrüche in einer Gruppe agiert, „Professor oder Reporter?“

Ich habe geantwortet, und auch das brach aus mir heraus: „Das schließt sich nicht aus!“ Während ich das gesagt habe, habe ich es laut gesprochen in die sogenannte Realität hinein und bin dabei aufgewacht. Auch das hatten wir noch nicht!

Tja… Was soll das? Wohin führt das? Wer macht das? – Nichts Genaues weiß man nicht, doch wir bleiben dran!

(… weitere Nachtarbeitsversuche des vierfach verhartzten K….)

16.November 2020

Eine Art Sanatorium! Ja ja, wieder ein mannhafter Beitrag, „Hier ist ‚Einfried‘, das Sanatorium!“ usw.* Nicht typisch für unsere postsozialistischen Menschen! Ich bin im und vor einem rundum sanierten und modernisierten palaisartigem Gebäude aus spätestens dem 19. Jahrhundert. Prächtige Parkanlagen erstrecken sich um das Rekonvaleszenten-Schlösschen, aus- und einladend, dicht bepflanzt mit sorgfältig gepflegten Blumenbeeten, Hecken, Sträuchern und Baumgruppen wie auf einer historischen Postkarte.

Das Übliche… Streckenweise muss ich mich durch die geradezu Massen hindurch kämpfen, die durch die Gänge, Treppenhäuser und Säle strömen, wie in einer Schulpause. Die vorbei strömenden Menschinnen und Menschen sind jedoch ausnahmslos Erwachsene, die meisten sind schon älter.

Es kommt keinerlei Kontakt zustande; ich bin quasi unsichtbar. Mich beutelt das Gefühl eigentlich in Worten kaum zu erfassenden verlassen Seins, das ich aus der Vorschul-Kindheit kenne, wenn mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre mich im Wald hat stehen lassen, oder aus der späteren Kindheit, wenn mein märchenhaftes Stiefmütterchen die Haustür nicht aufgeschlossen hat, weil ich statt um 20.00 Uhr erst um 20.10 Uhr erschienen bin und ich dann die ganze Nacht lang durch die Stadt „spaziert“ bin.

Ebenfalls aus der sogenannten Realität bekannt ist dieses permanente Hinter- oder Untergrundgefühl elender Rotzkotzscheißpiss-Traurigkeit, für das nirgends Platz zu sein scheint, auch nicht im Freudeskreis Anna Lyse. Stattdessen funktioniere ich der jeweiligen Situation entsprechend, auch oder gerade im Traum.

Des Weiteren unwohlbekannt ist, dass am Anfang alles freundlich und entspannt läuft. Ich scheine in einer Gruppe halbwegs angekommen; mehr ist wahrscheinlich eh‘ nicht drin, „Bindungsloser Psychopath!“, O-Ton vox populi. Dann verlasse ich, wiederum Klappe, die x+erste, mit einem Auftrag mein Zimmer und finde nicht mehr zurück.

Ich irre durch die Gänge. Einige Dutzend Meter vom Rehabilitationspalast entfernt stehe ich vor einer Art Amphitheater, das wie ein Krater in den Boden gebaut ist. An der gegenüberliegenden Seite hängen zwischen unzähligen Papierschlangen und Luftballons offenbar liebevoll von Kinderhänden gemalte, schreiend bunte Plakate mit den Aufschriften: „Offiziere“, „Unteroffiziere“ usw. Das könnte natürlich ein Tagesrest sein, der sich auf die Fußnote dieses Postings bezieht, stehnsebequem!

An einer Hausecke drückt mir eine ältere Frau ein Baby in die Arme, das mich förmlich anstrahlt, glucksend, gackernd und kichernd, als ich es hoch nehme und ansehe. Ich bin völlig verblüfft – ich bin doch ein Monstrum! Mehrere Umstehende, unter anderem die Frau, sind gänzlich aus dem Häuschen. Ich schließlich auch, aber da ist dieses Hintergrundgefühl, das alles positive Erleben vergiftet.

War das wieder eine sozusagen Konfiguration des inneren Kindes? Das wäre ja ’n gutes Zeichen, denn das Menschlein war geradezu euphorisch?!

In der Tat war ich in den letzten Tagen recht heftig am in die Tasten tasten, wenngleich ich immer noch nicht wirklich schöpferisch war oder nur in sparsam-dürftigen Ansätzen; ich habe immer noch nicht richtig gedichtet, gesponnen, phantasiert, *jammer jammer*. Die frustrierte Hausfrau neigt zum präorgastischem Jammern, man kennt das…

Plötzlich ist das Baby weg. Es zeigt sich, dass es hinter mir auf dem Sessel lag, als ich mich in seltener Sprachlosigkeit auf diesen setzte. Das Kindchen scheint nicht erdrückt zu sein, vielmehr ist es plötzlich eine Art Lumpen-Puppe. Die Szene löst sich in der Weise auf, wie ich es gleichfalls schon unzählige Male erlebt habe; eine Art Ausblenden wird getätigt.

Natürlich nicht bestanden. – So vergehen die Tage, bzw. Nächte, die auf dem dritten Planeten des Systems mir gegeben sind. Ach, schöner Schmerz…

* Thomas Mann, „Tristan“, in „Sämtliche Erzählungen“, S. Fischer 1963, Seite 170, tandaradei! – Wie kann man nach Thomas Mann überhaupt noch deutsche Prosa schreiben? – Man wird das ja wohl noch sagen dürfen…‚Siehta sich wieda als Nachfolga von Thomas Mann, hähä!‘ – Schon im Vorab herzlichen bzw. galligen Dank für die zu erwartende Rückmeldung, Ihr Obenseelenmeister!

(… der Absolvent der DaDaeR fühlt sich angesprochen…)

14. November 2020

Ausufernde, bunte, lebendige Träume! Ich frage mich immer erneut und auch hier schon wieder, wo diese Phantasie im sogenannten Wachzustand ist. Zudem bin ich etwas beunruhigt von dem Eindruck, dass ich wieder in den Trott falle, denn nach meiner Verortung als Lingguist waren die Träume fast alle weg, während ich mich heute an zumindest einige Sequenzen zu erinnern vermag.

Mein Vater spielte mit; er erwartete mich an einer Stelle, an der ich schon einmal war. Womöglich ging es wieder um einen Auftrag. Natürlich habe ich nicht mehr an diesen Ausgangspunkt zurückgefunden, natürlich habe ich damit die Prüfung nicht bestanden. Eines der Motive in meinen Träumen! Ich muss an einen Ort zurück, an dem ich im Traum schon einmal gewesen bin, manchmal sogar in der sogenannten Realität, und ich kriege es nicht gebacken, verlaufe mich wie ein Vierkäsebreit usw.

In diesem Traum jedoch scheint die Verbindung zwischen sogenannter Realität und Traum besonders augenfällig. Diese vom Vater ausgehende Erwartung, dass ich irgendetwas tun oder sagen müsste, das für den Vater selbstverständlich scheint, das ich aber gar nicht wissen kann, habe ich als magerer Vorschuljunge -zig Male sogenannt real erlebt. Der Vater schien nach einem Drehbuch zu handeln, das nur er kannte, erwartete aber unsinnigerweise von mir, dass ich gewissermaßen meinen Text kennen würde. Das war heute auch ganz deutlich im Traum, bla.

(… K. versteht diesen Widerspruch echt nicht…)

12. November 2020

In den Traumprüfungen geht es wieder und immer noch um diverse Unterbringungen. Mit der Technik, die K. mittelkürzlich bereits zu beschreiben versucht hat, sendet zudem eine nicht ganz im Sinne Umberto Ecos gemeinte semiotische Guerilla zahlreiche Zeichen, die noch weniger als die Traumprüfungen mit der sogenannten Realität kongruieren. Auf unerklärliche, aber viele hunderte Male von ihm erlebte Weise erhält K. Mitteilungen, Tipps, Fingerzeige, Wegweiser usw. im wörtlichen und im übertragenen Sinne, indem in einem Text eine Stelle sozusagen heraus sticht in einer Art, die K. zwingt, sein Augenmerk darauf zu richten.

(… K. scheint weiter gekommen in seiner Emanzipation als DaDaeR-Absolvent, denn er spricht nicht von „Hauptaugenmerk“, was eindeutig DDR-Sprech wäre… dies am Rande und nebenbei…)

Ja, das ist lustig für außenstehende Leutinnen und Leute, denkt es neuerlich in K.! Man sage ihm, pflegt er zu sagen, wie er aus dem Budenzauber aussteigen kann, und er wird es tun.

(… wahrscheinlich… gnihi… die Frage nämlich, die in diesem Kontext seit Langem in ihm umgeht, ist, was denn wäre, wenn der Budenzauber weg wäre… hä hä… der Anschiss lauert überall…)

(… nach unten wegtreten…)

10. November 2020

Wieder ein „militärischer“ Traum. „Wieder“, weil dergleichen schon einmal zu erleben war. Sowohl Orte als auch Gruppen kommen mir bekannt vor, ich kann sie jedoch weder im Traum noch im Wachen identifizieren. Eine größere Menge Soldaten, mehr als eine Kompanie, muss sich mühsam über eine Straße kämpfen, die bis über Gürtelhöhe mit Schlamm bedeckt ist.

(… das war ziemlich leicht… ist ja wohl selbst für Ottilie Normalverbraucherin eindeutig, die nix mit Zücho-Scheiß zu tun haben will… aber danke, liebe zuständige Abteilung des Büros der Weltgeistin… natürlich hat die Weltgeistin ’n Büro, hoho…)

Ich drücke mich erfolgreich, indem ich mich am Rand der Schlammlawine von Hauseingang zu Hauseingang hangele. Es sind übrigens repräsentative Gründerzeitbauten; wenigstens etwas Erfreuliches. Diese Szene ist sehr unrealistisch, weil ich es beim Militär in der sogenannten Realität nie gepackt habe, an wirklich wichtigen Stellen „Norm 18 a“ anzuwenden; „Verpissen im Gelände ohne Aufsicht eines Vorgesetzten“, har har.

Einige Dutzend Feldwebel stehen plötzlich derart dicht gedrängt, wie es in der sogenannten Realität nicht möglich wäre, als eine Art amorphe Masse am Anfang der Straße. Sie höhnen lautstark über die sich durch den Schlamm wühlenden Massen, so dass ich schon im Traum an einen gewissen Präsidenten denken muss. Bezeichnenderweise erkenne ich diese Feldwebel als solche durch ihre Schulterstücke mit silbernen Sternen, so dass es sich wohl um Berufsunteroffiziere der NVA gehandelt haben dürfte. Dass es keine… äh… Vertreter früherer… äh… militärischer Organisationen waren, ist jedoch eindeutig.

Offensichtlich, Überraschung, habe ich die Traumprüfung nicht bestanden. Dann kommt aber noch eine Art „Standbild“, wie ich es aus -zig Träumen kenne.

Ich merke schon im Traum, dass die semiotische Guerilla mich wieder zwingt, auf eine bestimmte Stelle mit einem bezeichnenden Bild, einer Aufschrift usw. zu sehen, worauf das Bild oder die Aufschrift scharf wird, als hätte jemand das Objektiv einer Kamera neu justiert. Das passiert auch unvermittelt immer wieder in der sogenannten Realität, indem mir mit Satzfetzen oder einzelnen Worten „Rückmeldungen“ gegeben werden, die ich seltsamerweise meist gut einzuordnen vermag. Ja ja, Symptome! Bzw. – „Er spielt den Simulanten!“

„Semiotische Guerilla“ ist vom Schöpfer dieses Begriffs, Umberto Eco, vorsichtig formuliert, in etwas anderem Sinne verwendet worden, aber in meiner typischen Arroganz finde ich den Begriff passend und lease ihn halt, ha!

Mein Blick fällt auf eine Art Pergamentrolle, sehr groß, größer als etwa eine Zimmertür. Darauf steht in passend altertümlichen Lettern etwas wie „Genossenschaft von Männern“ und dann noch Etliches, was auf ein Kloster hindeutet.

Muss man das erörtern? Es ist wohl ebenfalls eindeutig, obgleich gewisse Vertreter des Freudeskreises Anna Lyse hier heftig intervenieren würden mit Textbausteinen wie etwa: „Herr Koske, für was steht das Kloster?“ usw. Diese Vertreter, sorry, können mich mal. Natürlich weiß ich, dass kleiner Arsch schnell geleckt ist, aber… – trotzdem, ph!

Eines der Phänomene des Budenzaubers, das mich seit dessen Beginn beschäftigt, aufregt, erheitert, verblüfft, und, mit Verlaub, ankotzt. Die Budenzauberer sind gewissermaßen immer ganz woanders, als ich in der sogenannten Realität zu stehen scheine.

In letzterer habe ich gestern am Meeting des ersten Stockwerks der WG teilgenommen. Im ersten und zweiten Stock wohnen je sieben Menschinnen oder Menschen und im Dachgeschoss zwei, unter anderem gaaanz hinten im vortrefflich spitzwegigen Stübchen der Schreiber dieser Zeilen, ha! Im Hochparterre ist ein unter anderem mit einer riesigen Küche ausgestattetes Werkstattcafé, das jedoch separat von der WG arbeitet.

Ich hatte Schiss vor dem Meeting, was ich aber für mich behalte. Es war jedoch zu meiner Verblüffung, ohne Ironie gesagt, voll cool, Alter! Ich bin sogar, ohne Ironie usw., zu meiner Verblüffung, igitt, nett willkommen geheißen worden von der Bürgerin, die immer am Fenster raucht. Das mit dem Rauchen hatte ich angesprochen und hatte, ohne Ironie usw., zu meiner Verblüffung einen Lacherfolg. Ich werde nie ein Gruppen-Mensch; ich werde nie kapieren, was da abgeht, *heule heule*.

Kurzum lief es in der sogenannten Realität echt recht gut, während die Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) wieder ganz woanders ist. Bei der ist „Landeversuch“ im Kloster dran. Na ja, macht man weiter; ich mache auch weiter.

In diesem Sinne – häff fann, oder wie die Großbritannier sagen.

PS: Herr K. hat Angst vor einem Bürgerkrieg in den Staaten, aber das behält er ebenfalls für sich. Leider hat es noch nicht geklappt mit einer Indianerin als Präsidentin, aber dass Kamala Harris als erste Frau Vize-Präsidentin wird, lässt hoffen, ohne Ironie usw. gesagt.

(… K. wartet nun auf den Evakuierungsbefehl…)*

30.Oktober 2020

Har har, lustich! Gnade der späten Geburt, he he! K. glaubt wahrscheinlich erst an den Umzug, wenn er vollzogen ist. Aber das geht nicht mehr weg und das macht auch nix; es gibt Schlimmeres, bla.

Dementsprechend sind auch die an ihn gesandten Träume. Heute wieder sogenannte alternative Szene. K. ist in einem besetzten Haus oder dgl. auf einem zweiten oder dritten Hinterhof, sehr wahrscheinlich in Big B.

K. sucht einen Mitschüler der von 1980 bis 1981 absolvierten Militärschule. Er fragt nach Karl Valentin. Die angesprochene Frau sagt ganz im Ernst, dass sie den hier hätten. Sie sitzt mit Dutzenden anderen bunten Gestalten, und dies nicht nur im Sinne von bunt gekleidet, auf langen Bänken an langen Tischen. Sowohl Bänke als auch Tische sind grob gezimmert aus massivem Holz.

Dieses Traumbild enthält mehrere Details aus der sogenannten Realität. Die Bänke und Tische sind die im Ferienlager 1973, erinnern aber auch gewissermaßen atmosphärisch an das Haus der ewigen Kindheit. Außerdem könnte die Szenerie etwas mit dem zu tun haben, was K. letztens in den Online-Ausgaben von Printmedien über die Räumung in der Rigaer Straße 94 in Big B. gelesen hat.

Schließlich haben diese Traumbilder etwas von Kibbuzim. Diese Assoziation hat K. immer wieder beim Ansehen der Serie Rezipieren des audiovisuellen Kommunikats „The Walking Dead“. K. darf das, er ist schizotyp. Gemeint ist aber, Klischee-Alarm, das Kibbuz in den goldenen Zeiten, als der ehemalige Germanistik-Professor aus Breslau neben dem ehemaligen Schuhmacher aus Brooklyn Steine aus der Wüste gesammelt hat, um sie urbar zu machen usw.; die Wüste, nicht die Steine. Da hätte K. gern mit getan, ach! Sie nannten ihn „Mr. Tolate“, yeah.

K. ist sich der Tragikomik der seelischen Schieflage durchaus bewusst, in der er sich befindet. Eigentlich müsste er happy sein, weil er in einigen Tagen in dieses spitzwegige Dachstübchen ziehen kann, das in seiner Situation und nach seiner Vorgeschichte besser ist als eine Wohnung.

Allein, K. hat Todesängste, glaubt nicht wirklich daran, dass er dorthin zieht usw. usf. Er wird gebeutelt von dem Gefühl, dass alles zu Ende geht, er quasi eingesperrt wird in eine irreversible Situation usw. Das ist schier idiotisch, wie K. auch weiß, denn er zieht zwar in eine WG, aber die ist voll locker vor allem im Vergleich mit bisher erlebten WGs.

K.’s Empfinden ist irrational und er bemerkt das auch und will wahrscheinlich für diese erstaunlich adäquate Selbstwahrnehmung gelobt werden. Sein Unbewusstes aber sucht fieberhaft nach sozusagen Ausweichmöglichkeiten. Lustich, har har!

* K. hält es für angemessen, wenn nicht sogar notwendig (er muss erst mit seiner inneren Gruppe darüber arbeiten), darauf hinzuweisen, dass sich diese gar garstige Formulierung auf Königsberg/Kaliningrad, kurz Kjonig, bezieht; wir bitten um angemessenes Unverständnis.

(… ‚Sieht nich‘ ein, dissa völlig unbegabt is‘!’…)

27. Oktober 2020

Das Nicht-Bestehen aller Traumprüfungen gestaltete sich heute derart chaotisch-katastrophal wie von K. gleichfalls seit längerer Zeit nicht mehr erlebt. Ein halbes Dutzend Male ist K. in die falsche Richtung gelaufen, nicht an einem Ort angekommen, an dem anzukommen einer bestandenen Prüfung oder zumindest einem halbwegs erledigten Auftrag entsprochen hätte. Usw. usw. usf. Ewig grüßen Bataillone von Murmeltieren fürwahr!

K. ahnt zumindest, um welchen Ort es sich handeln könnte, tandaradei! Da er im Vollzug feindlich-negativer Beeinflussung schon vor der Wende Dr. Daniel Casriels aus immensen praktischen Erfahrungen als Therapeut resultierende theoretische Überlegungen gelesen hat, weiß K., dass der emotional Gesunde sich seiner Wahlmöglichkeiten bewusst ist.

(… das waren Zeiten… da haben erfahrene und verantwortungsbewusst über die Zäune ihrer Insellösungs-Inseln blickende Therapeuten sozusagen öffentlich geträumt von Absolventen erfolgreicher Therapien in den höchsten Führungsfunktionen… jetzt aber wütet doch wieder ein klassisches Hordenführermännchen im Weißen Haus… alles ist eitel und Haschen nach Wind…)

(… in der Tat wünscht K. neuerlich die Welt zu retten – wir bitten um Unverständnis…)

K. hat sich, weil diese Ausführungen Casriels halbwegs verinnerlicht habend, nach etlichen Möglichkeiten der Beherbergung seiner prekären Person umgetan und ist unter anderen auf das Angebot gestoßen, um das es in der heutigen Traumsendung gegangen zu sein scheint. Nach üblichem und offenbar schwer oder gar nicht therapierbarem Hakenschlagen zieht K. in einigen Tagen nun doch da hin, wo er eigentlich schon seit einigen Tagen sein sollte. Natürlich ist das tragikomisch und für Außenstehende erheiternd und natürlich ist sich K. auch dessen bewusst.

Er kann es selbst nicht glauben und glaubt es auch nicht wirklich. ‚Was willa denn da nun noch?!‘, kommt per Mentalfunk. Mit anderen Worten wurde die entsprechende Traumprüfung K. längst gesendet und von ihm nicht bestanden.

Klischee-Alarm! Der arme Poet im Dachstübchen usw.! K. scheint in der Tat anachronistisch, wenn nicht ein rezentes Fossil.

Bla.

PS: Vor einigen Tagen aber wurde K. ein Traum gesendet, in dem die Stammesälteste der Ammoniten ihm die Hand schüttelte und zum Geburtstag gratulierte…
 
Ha! K. hatte fast auf den Tag genau vor zwei Monden B-Day, yeah. Hat er bestanden??? Ist er geboren worden? K. hat bei der hartnäckigen Akkumulation seiner Viertelbildung auch die sinngemäße Aussage von Psychotherapieforschern gefunden, dass von mentalen Irritationen des schizoformen Spektrums Betroffene gewissermaßen nicht zu Ende geboren wären. K. scheint jedoch immer wieder, dass er zu Ende geboren worden ist, bei seiner Montagswende 1986. Der aus Gründen notorisch Bindungsunfähige und Bindungsunwillige wurde in eine Bindung gezwungen, der er nicht entkommen kann.
 
(… „Ich habe ihm ein Angebot gemacht, dass er nicht ablehnen konnte!“… *hüstel*…)
 
Gute Arbeit, von wem auch immer, wie K. immer wieder zuzugeben bereit ist.
 
(… ‚Bilditt sich ein, er wird vonna Stasi hüpposiert, höhö!‘… kam nicht jetzt, aber kommt des Öfteren sinngemäß bis wörtlich per Mentalfunk…)

(… es wird eng auf der Asymptote, die K.’s Lebensweg beschreibt…)

13. Oktober 2020

Har har. – Heute aber wurde K. insofern Erfreuliches geträumt, als es dergestalt zu einer Art Kommunikation kam, dass Figuren seiner Träume mit K. im Traum mehrere sinnvolle Sätze wechselten und die Szenen nicht gleich abgebrochen werden mussten, weil Kontaktversuche auf groteske Weise scheiterten oder gar keine Versuche unternommen wurden.

Einmal fuhr K. eine Art Feldweg entlang und es könnte sich neuerlich um einen Weg östlich des Eisenhüttenstädter Ortsteils Diehlo gehandelt haben. Vor einigen Monden wurde K. schon einmal von diesem Areal geträumt. Auch gibt er trotz zweier gescheiterter quasi Notlandeversuche nicht auf, daran zu glauben, dass er seinen, igitt, letzten Lebensabschnitt in, yeah, Iron Hut City wohnend, lebend, arbeitend und zuweilen versonnen am Präputium zupfend verbringen wird. Immerhin ist K. in diesem kommunalen Kontext der Gedanke gekommen, dass E-Stadt 1993 mit Diehlo einen neuen Ortsteil bekommen hat. Und so, nich‘. Ach… Lawitz wäre auch ’ne Option, obwohl kein Ortsteil von Hütte.

K. hat jemandem zugerufen, dass hinter ihm ein PKW kommen würde. Die Szene war für K.’s ewiges Traumprüfungskarussell ungewöhnlich freundlich und entspannt. K. fuhr sehr wahrscheinlich Fahrrad. Darauf deutete eine weitere Szene hin, in der K., siehe eben oben, mehrere sinnvolle Sätze mit einer ihm zugewandten Traumfigur wechselte. Es ging um ein Fahrrad und K. bemerkte etwas in der Art, das hätte ja die Farbe der daneben stehenden Blechkiste. Diese Kiste war orange.

So weit, so gut, und was soll daran bitteschön ungewöhnlich sein?

Nun, am frühen Nachmittag dieses Tages nach den eben oben angedeuteten Träumen hatte K. ein kurzes Gespräch mit dem Mitbewohner seiner zweizimmrigen Boardinghauswohnung.

K. schien erleichtert, weil erleuchtet. Als er den Nachbarn mit einem Fahrradschloss in der Hand betraf, hatte K. endlich den Gedanken, diesen Nachbarn zu fragen, ob der nicht ein Fahrrad im Angebot hätte. Der Nachbar arbeitet bei einer Räumungs-, Entrümpelungs-, Unzugs- und Entsorgungsfirma. D. h., K. hatte in diesem Augenblick nicht den Gedanken, sondern hat ihn in diesem Moment endlich ausgesprochen; er ging ihm schon des Öfteren durch die Gehirngänge. K. scheint, nicht zuletzt altersbedingt, auch mental zunehmend schwerfällig.

Der Nachbar hatte im Angebot. Er zeigte K. ein unten vor dem Hause stehendes Rad, das K. erwerben zu wollen erklärte. Dieses Rad war – orange…

Ha! – Warum aber scheint es, so fragt sich K. immer wieder und erneut, völlig unmöglich, (noch) nicht Bebudenzauberten derlei in dieser Art mittlerweile tausende Male erlebte Abläufe begreiflich zu machen als nicht hysterisch oder gar psychotisch phantasiert????? – Nichts Genaues weiß man nicht, doch der K. bleibt dran!

Einige Minuten nach der Besichtigung und dem mündlich vereinbarten Kauf des Rades kam schließlich, was K. sehr überraschen musste und denn in der Tat auch überraschte, per Mental-Funk: ‚Willa wieda Fahrradkurier werden!‘ In der Tat hatte K. auch diesen Gedanken schon des Öfteren.

„Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als Eure Schulweisheit sich träumen lässt.“, „Hamlet“. Der sich in der durch den Au-Toren dieses Postings vorgenommenen Hervorhebung durch Fettdruck zeigende Größenwahn ist störungsspezifisch und kann daher im Grunde vernachlässigt werden.

(… ‚Höhöhö, ’n Prophet, höhöhö!‘… diese Rückmeldung wurde jetzt nicht rückgemeldet, kommt aber sinngemäß mit einiger Sicherheit noch… bla…)

(… früher wurden Dichter „Seher“ genannt…)

06. Oktober 2020

„… diese Individuen, die, zu schwach, sich selbst Gesetze zu geben und sie zu halten, ihm ihr Vermögen ausliefern, um sich von seiner Strenge stützen lassen zu dürfen.“ (Thomas Mann, „Tristan“)

Die Novelle hat der Große Lübecker Wortsetzmeister 1901 geschrieben; lange, bevor Arbeit in Gruppen insbesondere in psycho- und sozialtherapeutischen Kontexten auch nur theoretisch konzipiert wurde.

Die heutigen Prüfungsträume waren noch krasser als gewohnt. Es ging nicht um die Bindung an eine Tätigkeit, sondern an Personen, wohl an eine ganze Gruppe. Ich ahne, welche Gruppe gemeint sein könnte; nicht die Therapiegruppe, die immer Mittwoch stattfindet. Schon Prof. Freud hat den ersten Freudeskreis Anna Lyse immer mittwochs abgehalten, *kraftvollst hüstel*. Ich habe auch im Wortsinn alle Leute weg geschlagen und eines Raumes verwiesen, der mir in für meine Träume typischer Weise bekannt vorkam, ohne dass ich ihn im Traum oder im Wachen identifizieren konnte.

Zwei Frauen habe ich gar an den Haaren aus dem Zimmer geschleift. Im Traum bin ich der gewalttätig reaktionäre Macho, den ich in der sogenannten Realität hinter der, ha, Maske des klageweiblich schriftlich delirierenden Möchtegerne-Interlecktuellen verberge??? Ich hab‘ mich doch durchschaut, Frau Dr. Anna Lyse!

Anmerkungen darüber, ob ich die Prüfung bestanden habe, erübrigen sich noch mehr als „gewöhnlich“.

Reit am Inn? Muaha.

23. September 2020

Das steht auf dem Richtungsanzeiger auf einem Bahnsteig. Oder etwas in dieser Art. Es scheinen wieder mehrere Namen aus der sogenannten Realität vermischt. Das Motiv des im Wortsinne in den falschen Zug Steigens und in die falsche Richtung Fahrens ist in meinen Träumen bereits viele Dutzende Male variiert worden. Zur Deutung dieser Variationen bedarf es keiner freudigen Schulung bei Anna Lyse.

Ich bin im Zug eingeschlafen und über München hinaus gefahren. Dann aber kommt mir die Landschaft bekannt vor. Zunächst erinnert sie mich an den Landkreis PAF. Jedoch ruft mir jemand aus einem auf dem gegenüberliegendem Bahnsteig haltendem Zug in einem Ton zwischen Bedauern und leisem Spott etwas zu und benutzt dabei meinen Spitznamen aus der Gruppe, in der ich am längsten in meinem Leben zumindest körperlich anwesend war, der vierten bis zehnten Klasse. Demnach bin ich wohl doch wieder oder zumindest auch in Hütte, ach.

Anmerkungen darüber, ob ich die Traum-Prüfung bestanden hätte, erübrigen sich völlig, mehr oder weniger geschätzte, völlig zu Recht zahlreiche mehr oder weniger Abwesende. Es zerfällt und zerfasert wieder alles, die Situation und ihre Bilder lösen sich quasi auf wie bei diesen Monitor-Wallpapers, die in ihre Pixel zerfallen. Möglicherweise werde ich nie und nirgends landen. Und? Es gibt Leute, die sitzen im Rollstuhl usw., und die jammern auch nicht.

Es ist kein Jammern. Offenbar wird von vielen Leutinnen und Leuten schon der Versuch genauer und gründlicher Benennung seelischer Sachverhalte abgewertet, obwohl es sich um die eigentlich menschlichen Kategorien handelt. Mir ist nicht hinreichend klar, ob man das „dialektisch“ oder „paradox“ nennen sollte.

(… endlich mal Mainstream, boah…)

22. September 2020

Jede Menge Szenen; alle nicht bestanden, alle „vergessen“, ach… Am Ende aber, kurz vor halb sechs Uhr morgens, kam Horror nicht nur im übertragen-metaphorischem, sondern im konkretem Sinn. Das erlebe ich ganz selten, wie ich gar nicht selten erwähnt habe. Als preußischer Selbst-Analytiker sehe ich nach dem Aufwachen immer auf die Uhr, um meine freudlosen freudianischen Träume präzise datieren zu können, *hüstel*.

Ich werde in eine Art ausgebauten Keller geführt, in dem jemand Leuten sämtliche Zähne ziehen würde. Das erklärt mir eine Art Stimme aus dem Off. In der Tat treffe ich in dem Verlies einen Mann, der mir in für meine Träume typischer Weise bekannt vorkommt, den ich aber weder im Traum noch im sogenanntem Wachzustand zu identifizieren vermag. Er steht für Jemanden, lautet hier der Textbaustein im Freudeskreis Anna Lyse. Man wird das ja wohl noch sagen dürfen! Dass geträumter Zahnverlust für Verlust überhaupt steht, ist mir durchaus klar, Frau Dr. Anna Lyse!

In der Tat beginnt der Mann einer vor ihm sitzenden Person, die ich sozusagen auch gefühlt nicht kenne, mit Geräten in der Mundhöhle zu hantieren, die nicht nach Zahnarztpraxis aussehen, sondern nach dem Werkzeugkasten eines Hobby-Bastlers.

Dann aber holt er aus dieser Mundhöhle nicht Zähne heraus, sondern eine Art Gesichtsmaske aus dem annähernd zahnfleischfarbenem Material, aus dem die auf den Gaumen aufliegenden Stützplatten von herausnehmbaren Dritten gefertigt werden.**

Auch ich verfüge über solche, ohne Ironie usw. gesagt, Meisterstücke der Handwerkskunst, so dass ich, und das ist jetzt das übliche Löffelchen Sarkas-Mus, mich an mimischem Ausdruck zumindest versuchen kann, den man mit einigem gutem Willen als „Lächeln“ bezeichnen könnte.

Har. Har.

Dieses Gebilde war in der Mundhöhle des „Patienten“, obwohl es das gesamte Gesicht hätte abdecken können. Ein bisschen erinnert es an die beiden das Theater symbolisierenden Masken, die für die Tragödie und die Komödie stehen. Der Ausdruck dieser Maske ist jedoch gewissermaßen zwischen tragischem und komischem Ausdruck depressiv erstarrt.

Eines der Klischees bezüglich Psycho-Club, dass Depression chronisches Heulen wäre. Weit gefehlt! Wenn man heulen kann, ist man nicht (mehr) depressiv, weil Gefühle kommen, weil etwas in Fluss gerät, weil Bewältigung beginnt, da Trauer und Schmerz möglich werden. Depression ist gar keine Gefühle. Alles grauer Beton, alles erstarrende Lava, die alles Leben erstickt.

Hier könnten Tagesreste verarbeitet worden sein von wem auch immer; von der Göttin des ferngesteuerten Traums oder weiß der Kuckuck. – Wieso eigentlich der Kuckuck? Nichts Genaues wusste ich nicht, doch ich bleibe dran! – Übrigens sitze ich, wie ich eben feststelle, wieder einmal mit nicht verohropaxten oder bekopfhörerten Ohren am Gerät und taste in die Tastatur, und bisher kam noch nicht ‚Kuckuck?!‘ Aber vielleicht senden die Mental-Funker das noch.

Gestern habe ich nach „All That Jazz – Hinter dem Rampenlicht“ gegoogelt, dem Filmerlebnis meiner körperlichen Jugend.* Mir ist bezeichnenderweise der Name des Hauptdarstellers nicht eingefallen. Roy Scheider aber spielt in „Der Marathon-Mann“ den Bruder des Helden, welcher eine „Zahnbehandlung“ durch einen mit solchen Foltermethoden vertrautem ehemaligen KZ-Arzt erlebt.

Schließlich habe ich gestern über das mutmaßliche Opus Magnum des ebenso bedauerlicher wie typischer Weise wenig bekannten Schriftstellers Hans Frick gegrübelt, in dem ein ehemaliger Nazi-Täter mit späten Gewissensbissen vergeblich versucht, ein Gerichtsverfahren gegen sich selbst anzustrengen. Der Roman ist das Stärkste, was ich zum Thema gelesen habe.

(… das war wieder sehr durchsichtig, Herr K…. Sie armer, verkannter Prosa-Autor, ts ts… also wirklich jetzt… haben Sie etwas vorzuweisen außer überspannte Fragmente… also, alles klar, kleiner Mann…)

Kurzum hat Herr K. wieder einmal heftige Schuldgefühle und hält sich für das Böse an sich. Das ist aber auch nichts Neues im Südwesten, har har… (?)

Bla.

** Es ging mir schon damals nicht um Ruhm und dergleichen Edel-Schmarren, folks. Vielmehr war dieser Film für mich das Beispiel für einen gewissen fließenden Übergang zwischen Dichtung und Wahrheit, der mich damals schon beschäftigte und den ich als etwas Zeittypisches wahrnehmen zu sollen zunehmend überzeugt schien. Tandaradei!
** Quelle.

‚Er dichtet doch nich‘, er dichtet doch nich‘!‘

18. September 2020

Das kam nicht jetzt als Rückmeldung per Mental-Funk, aber es kam des Öfteren in der jüngeren Vergangenheit und kommt bestimmt wieder. Auch wurde in den letzten Tagen immer wieder etwas des Inhalts gesendet, ich wolle mit Tagebuch Schreiben berühmt werden. Okay, hier also meine „Tagebuchnotizen“ bzw. eigentlich Nächte-Buch-Einträge, denn es war wieder krass mit den Träumen bzw. „Träumen“.

In gewissem Sinn und Maß passende Lektüre. Bla.

Völlig neben der Spur; ich falle nicht wie in tausenden Träumen aus der Situation heraus, sondern komme gar nicht erst hinein. Eine Art „emotionale Verblödung“, die mich nicht begreifen lässt, was da zwischen den Leuten abgeht.

Dergleichen habe ich in der sogenannten Realität vor allem während der Abiturstufe erlebt. Die Jungmänner haben sich in den großen Pausen im Kreis aufgestellt und sich gewissermaßen die Bälle zugespielt. Geplänkel mit Wortgruppen, die man sich geradezu genüsslich zugeworfen hat. Ich habe mit blödem Grienen dabei gestanden und kein Wort verstanden. Das war schlimmer als verdroschen Werden. Zu meinem leisem Erstaunen bin ich in der Schule nie verdroschen worden, aber ich kannte diesen intensiven Körperkontakt aus dem Elternhaus.

Aber da war auch immer geradezu schmerzhafte Hoffnung! Dieser Blick die Straße entlang, zu einem Horizont! Gegenüber war das sogenannte Mittelganghaus, das für mich eine Art Weltläufigkeit oder dergleichen hatte, was nicht zuletzt deshalb nicht völlig schräg war, weil dort Leute aus -zig Nationen wohnten. Da war atmosphärisch etwas von lichter Weite oder dergleichen; irgendwann würde ich trotz allem ins Freie kommen. Hähä – war ja wohl nix…

Dutzende bunte Szenen, an die ich mich nicht erinnern kann oder nur sozusagen in Bild-Fetzen. In einigen geht es um eine Wohnung oder dergleichen, die sich über mehrere Etagen erstreckt.

Diese Traumsequenzen könnten sich auf eine in der sogenannten Realität existierende WG beziehen, die sich über die zwei obersten Etagen eines großes Gründerzeit-Blocks erstreckt und bei der ich mich beworben habe, weil ich sowieso keine Wohnung kriege und weil ich mich in der Wohnung noch mehr nach innen krümme werde als jetzt, heule heule.

Das war ’n toller Satz! „Das Essen war wieder furchtbar!“ – „Genau, und dann die kleinen Portionen!“ Ja ja, ich bin Antisemit! Is‘ ’n jüdischer Witz, logo!

Die Bewerbung dürfte sich erledigt haben, denn ich habe ziemlich heftig nicht bestanden, bla. Wie aber erkläre ich das meiner Sozpäd, die gar keine Sozpäd ist? Das sehe ich dann am nächsten Dienstag, blubb.

Geht das jetzt mein Leben lang so weiter? Bestehe ich nie und lande demzufolge auch nie in der sogenannten Realität? Und – „Wer hat sich das ausgedacht?“; Zitat Nina Hagen, anerkannte Vokalkommunikatorin. Auch das werde ich wohl nie erfahren. Sehr wahrscheinlich wird tatsächlich auf meinem Grabstein stehen: „Hier ruht der teure Asymptote – er war immer dichter dran!“ Aharhar, lustich!

Beim Sammeln von sozusagen Lebensepisoden, die ich nicht „Memoiren“ nennen will, habe ich mich um die Niederschrift einer sich immer wieder wiederholenden Episode herum gemogelt. In meiner körperlichen Pubertät habe ich oft beim Antreten vor dem Einlass ins Schulgebäude gespürt, wie sich sozusagen mein Ich entleert hat, wie irgendwie die Luft raus gegangen ist.

Mit heutigen Begriffen würde ich sagen, dass ich mich nicht oder nicht mehr abzugrenzen vermochte und in dieser Art Identitätsdiffusion mich quasi aufgelöst habe in der jeweiligen Situation wie Salz in Wasser. – Meine Güte, wie poetisch! – Ich habe immer wieder versucht, bei mir zu bleiben, und dann resigniert den Klassenclown gespielt.

Womöglich hatte die Klassenleiterin doch Recht, die anlässlich eines Ausflugs dermaßen heftig mit dem Zaunpfahl gewunken hat, dass sogar ich emotional Zugesperrter etwas geschnallt habe. Sie erzählte da von Leuten, die von Störungen des schizoformen Spektrums betroffen waren. Vielleicht ist mein damals beginnendes Herausfallen weder nur durch meinen inneren Schwur, nicht mehr mitspielen, mich emotionaler Beteiligung zunächst im Elternhaus verweigern zu wollen, noch nur durch beginnende pathologische Veränderungen verursacht, sondern die Erklärung dieser schleichenden Desintegration liegt in der Mitte.

(… m a n c h m a l funzt das…)

14. September 2020

(… ich wollte schon lange einmal das Wort „funzt“ anbringen, weil das… äh… recht sehr locker klingt, und hiermit hätte ich nun angebracht; aber das am Rande…)

Das Wiederfinden von Szenen, Personen, Landschaften aus den Prüfungsträumen in der sogenannten Realität erlebe ich ganz selten innerhalb weniger Tage. Jetzt habe ich es wieder einmal erlebt, ha! Ich glaube, wenige Tage nach seiner Sendung heraus gefunden zu haben, was und wer mit dem Traum vom 07.09. gemeint sein könnte.

Die Frage „Für wen steht Dr. G.?“ scheint beantwortet. Ein möglicher Ansprechpartner für eine Idee, ein Projekt, ein Vorhaben, einen Traum, einen Vorschlag, die/das/der schon etliche Zeit in mir unruht, könnte gefunden sein. Soll ich? Eine Art,*hüstel*, Konzeptpapier habe ich fertig, bla.

Ich habe nichts zu verlieren; man hält mich da eh‘ für einen Schlucki oder Knacki oder Bekloppten usw. Das mit dem „Knacki“ scheint, wie gesagt, mit der immensen Ausstrahlung von neurotischen Schuldgefühlen zu tun zu haben, die nicht bei oder nach Verletzung von Gesetzen in der sogenannten Realität auftreten, sondern bei oder nach Verstößen gegen lebensgeschichtlich fixierte Verbote wie „Du sollst keinen Spaß am Leben haben!“ oder „Du sollst Dich nicht an kreativen Tätigkeiten versuchen!“ usw. Ottilie Normalverbraucherin schnallt das jedoch nicht; bewusste Vertreter der Arbeiterklasse haben kein Unbewusstes, wie ja schon der Name sagt.

Aharhar, lustich! – Es ist mindestens merkwürdig! Ich habe nichts zu verlieren und dennoch und erst recht werde ich von morgens bis abends und noch dazu nachts in Träumen bzw. „Träumen“ von -zig Ängsten, Zweifeln, Schuldgefühlen, Zwängen und nach offizieller Lesart psychopathologisch relevanten Phänomen gepeinigt. „Dicht daneben ist auch vorbei/mein Reisepass macht mich nicht frei!“ („Silly“).

Bla.

(… linke Dinger, Alter…)

07. September 2020

Diese hochwertige Aufnahme ist eine selbst gefertigte solche. – Oder so ähnlich…

Heute wurde mir Dr. Gysi im Traum erschienen. Muaha. Jetzt wird es hell! Ich neige dazu zu denken, dass so was kommen musste. Ich „zitiere“ ja dauernd dieses „Wir sind kein Psycho-Club!“* – Hier sieht sich der Klient neuerlich, im Unbewussten, als Vorsitzender der Partei der extremen Ultra-Mitte (PEXUMI); wir bitten um Unverständnis! – Dennoch und erst recht bleibe ich dabei, dass der Realsoz daran gescheitert ist, dass er kein Psycho-Club war. Man hat mit der Befreiung von Unterdrückung da aufgehört, wo man hätte anfangen müssen, nämlich auf der eigentlich menschlichen Ebene, der psychischen, bla. – Willa willa die Welt retten, höhöhö! Spielta wieda Lenin, höhö! – Alles gut! Der Klient ist hinreichend integriert!

Ich werde mit sanfter Gewalt in ein Auto geladen. Womöglich ein Tagesrest; ich ziehe mir eben „Blindspot“ rein, Alter. Serienjunkie, wir berichteten! Beim FBI werden ja dauernd Leutinnen und Leute ein- und ausgeladen sowie verladen, jedenfalls in TV-Serien, *hüstel*.

Dieses „Traue keinem, nichts ist sicher!“ aber scheint eine Grundhaltung, die weit verbreitet sein dürfte, unabhängig von Fernsehdiensten und Geheimserien. Trotzdem nochmals der Hinweis, dass Leutinnen und Leute, die vorgeben, nach der Maxime „Traue keinem!“ zu handeln, sehr oft, wenn nicht meistens, beim Befolgen dieses Vorsatzes die wichtigste Person vergessen, sich selbst.

(… sie agieren – deshalb ja Agenten… hoho…)

Der Doktor und Herr sowie Genosse G. hat eine Frau dabei. Es könnte seine Frau sein. Ist G. verheiratet? Egal, is‘ ’n Traum!* Eine weitere Frau hat etwas mit mir zu tun. Ich vermag sie jedoch weder im Traum noch auch jetzt in der sogenannten Realität zu identifizieren. Sie erinnert im Gebaren an mein märchenhaftes Stiefmütterchen. Der is‘ zu doof, ’n Eimer Wasser auszuschütten, lieber säuft er ihn aus, höhö!

Ich kriege in der Tat die Beifahrertür nicht geschlossen. Natürlich ’ne Prüfung, natürlich nicht bestanden. Seit vielen Monden kommt per Mental-Funk die Aufforderung, den Führerschein zu machen. Womöglich hängt diese Szene damit zusammen, bla.

Egal, man fährt mich zu einem paradiesisch überwuchertem Grundstück. Es steht auf einem kleinem Hügel, von dem man in eine Art Mini-Talkessel sieht. Diese Landschaft enthält mehrere sogenannt „reale“ Landschaften, wie ich es oft in meinen Träumen erlebe. Unter anderem könnte sie den Blick von der Hangkante über der Freilichtbühne in E-Stadt auf diese Bühne enthalten, siehe Bild oben.

Im „Tal“ tummeln sich viele Dutzend junge Leute; es scheint eine Art Gartenfest zugange. Ein Tier ist verletzt worden; die jungen Leute sind sehr schnöselig und neigen dementsprechend zu besonders „coolen“ Jokes, yeah. Das Tier ist eine Art Fabelwesen; es hat eine Art orangen Schnabel, ist aber offensichtlich ein Säugetier. Ich kämpfe gegen meine Tränen an. Das innere Kind ist offenbar wieder einmal am Abkacken. Ich habe in der Tat in der sogenannten Realität seit etlichen Tagen keine wirklich kreatiefsinnigen Versuche mehr unternommen, heule heule.

Dr. G. assistiert mir bei der OP. Ich muss wohl die Schnabelspitze wieder annähen. Das könnte gleichfalls ein Tagesrest sein. Ich habe gestern in der sogenannten Realität mit orangem Garn eine Levis-Jeans an schmerzlich intimer Stelle geflickt. Das Ende des Traumes habe ich vergessen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass ich die OP nicht gepackt, also die Prüfung nicht bestanden habe.

(… Dr. G. ist hier eine Vater-Figur, die mich im Vollzug des ödipalen Konflikts kastriert… alles klar, Herr Dr. Freudlos… bemühen Sie sich nicht, ich deute gleich selbst…)

Warum schreibe ich das auf? – Weil das besser ist als nichts zu tun. Bla.

* „Für wen steht Dr. G., Herr Koske?!“ – Ist ja schon gut, Tante Anna Lyse!

Wo? Ist? „Das“? In der sogenannten Realität?

31. August 2020

Ach, ach… Unbeschreiblich schön! Ich habe das schon Dutzende Male zu beschreiben versucht und werde es immer wieder in Worte zu fassen versuchen. „Das“ ist hier das Atmosphärische, die Anmutung, wie man in der Werbung sagt bzw. in der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation, Alter.

Ich bin, wie schon viele Dutzende Male, in dem Wohnblock, in dem ich vom achten Lebensjahr an aufgewachsen wurde. Der Block steht schon seit einigen Jahren nicht mehr. In meinen Träumen gibt es ihn immer noch und immer wieder und damit ist wieder gar nichts gesagt, was diese Stimmung „hinter“ oder „unter“ der Traumlandschaft angeht.

Es ist Nacht und ich bewege mich in der sozusagen voll ausgeprägten Atmosphäre, die ich in der sogenannten Realität immer nur in Ansätzen und Ahnungen erlebt habe, heule heule. Mir fällt siedendheiß ein, dass ich mich eigentlich um diese Zeit in München in einem Zeitungszustellstützpunkt melden wollte. Was würde ich auch tun, wenn ich einmal keine Schuldgefühle hätte, und sei es nur im Traum. In der sogenannten Realität denke ich seit Wochen immer wieder daran, in einem solchem Stützpunkt vorzusprechen.

Ich bin im Traum ein bisschen erheitert, wie weit ich dieses Mal im wörtlichem und im übertragenem Sinne quasi in die falsche Richtung gefahren oder gegangen bin.

In die falsche Richtung? Wer sagt das? Das ist nicht sicher. Gar nichts ist mehr sicher und in diesem kafkaeskem Zustand lebe bzw. „lebe“ ich jetzt seit 34 Jahren. ‚Du bist berechtigt stolz!‘ kam vorhin per Mental-Funk, hurra!

Dann eine U- und/oder S-Bahnfahrt. Ich bin jetzt offensichtlich in Big B. Auf der Strecke war ich im Traum schon einmal vor einigen Jahren. Es ist eine sogenannt reale Strecke in Richtung Pankow und darüber hinaus. Gleichzeitig „enthalten“ sind, wie es nur in Träumen möglich ist, Abschnitte von S- und U-Bahn am Ostkreuz und in X-Berg.

Aber wie armselig sind meine Worte! Ich kann das, eben dieses Atmosphärische, nur in Andeutungen rüber bringen. Ich versuche es immer wieder. Ich wiederhole mich bewusst, trallala. Es mutet alles an wie im Film oder auf einem Gemälde und gleichzeitig wie in meiner Kindheit in Andeutungen erlebt in der sogenannten Realität. Ist das das Schöpferische, das es auch in mir gibt; ganz tief drin, nur noch in den Träumen? Bla.

Einmal muss ich umsteigen. Plötzlich ist der Boden des Wagens einen Meter unter der Bahnsteigkante, so dass ich wie in eine Grube springe. Der „Zug“ besteht jetzt nur noch aus einem Wagen.

Ich steige aus und laufe in sommerlicher Morgendämmerung durch eine Stadtlandschaft, die mir überaus vertraut erscheint, obwohl ich sie weder im Traum noch im sogenanntem Wachzustand erkenne. Rechts scheint ein Busbahnhof zu sein, der mir ebenfalls bekannt vorkommt, obwohl ich ihn gleichfalls nicht identifizieren kann.

Zwischendurch sitze ich in meiner Therapiegruppe, die in der sogenannten Realität bis zum 09.09. pausiert, was ich sehr anständig finde, weil ich mir das gut merken kann. Dieses „zwischendurch“ ist ebenfalls traumtypisch; als hätte man eine Szene hinein geschnitten.

Ich erlebe im Traum etwas in der sogenannten Realität immer wieder Erlebtes. Ich habe, sobald ich in dieser Runde sitze, gewissermaßen kein Anliegen, obwohl in allen Lebensbereichen die Kacke am Dampfen ist, um mich wieder einmal polterprollig-prekarisch zu artikulieren, Alter. Dann aber bringen die Anderen Dutzende Episoden, mit denen ich mich zu meiner Verblüffung identifizieren kann.

Diesen bekannten positiven Effekt von Therapie habe ich noch nie derart intensiv erlebt wie in den paar Wochen, in denen ich jetzt mittelkürzlich ins Institut getappt bin. Unter anderem oder vielleicht vor allem deshalb gehe ich immer wieder hin, was mich ebenfalls selbst verblüfft, anstatt mich endlich aus dem therapeutischem Feld zu lösen, weil die In-Vivo-Therapeuten eh‘ stärker sind.

So. – Ich soll mich kurz fassen, und „So.“ deucht mich schön kurz. – Dieses Posting habe ich um Punkt 04.55 Uhr auf meinem lausigem Lotterlager lagernd ins Tablet zu tippen begonnen. Die Feinmotorik des Klienten scheint altersadäquat; auffällig ist jedoch der beginnende Hang zur präsenilen Bettflucht, *hüstel*.

Jetzt aber ist es paar Minuten nach sechs und was macht Spießerchen? Es macht noch ein Nickerchen, sonst ist es ja kein Spießerchen nich‘, nich’…

(… könnte auf einen Kulminationspunkt deuten…)

27. August 2020

Ich denke immer, dass es krasser nicht mehr kommen könnte, aber ach – gemach, Herr Michel! Der vorvorletzte Vorsteher des Hauses der ewigen Kindheit erscheint in meinem Traum, muaha! Das ist der Herr wandelndes Konversationslexikon, der mir F 21 attestiert hat. Das mit dem „Lexikon“ ist alles Andere als abwertend gemeint; im Gegenteil war der Mann nicht nur meiner Wahrnehmung nach ein Gelehrter alter Schule usw.

Er gebärdet sich im Traum beängstigend akkurat so, wie ich ihn aus der sogenannten Realität kenne! Wieder kommt etwas mit Gemeinschaftsunterkünften in mehreren Traumszenen; meine Tage in diesem Hause hier sind offenbar gezählt.

Aber das ist nicht der eigentliche Oberhammer. Ich spüre einige Zeit lang eine Begleitung im Hintergrund. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um die Sozpäd, der ich hier zweimal in der Woche ein Ohr abkaue. Aber das macht nichts; erstens bekommt sie Geld dafür, zweitens scheint sie die Flutung durch koskatörichten Text sehr gut zu überstehen und schließlich drittens sind die Ohren, so weit ich das einzuschätzen vermag, recht anmutig gewachsen.

Ich hoffe, überzeugt sein zu können, dass diese ohrdentliche Anspielung nicht machistisch und sexistisch ist! Auch ist die Frau gar nicht Sozpäd, wie ich erst höchstens 20 Mal erwähnt habe, was ich aber immerhin noch wahrnehme. Sie ist Masterin der Erziehungswissenschaften oder Pädagogik; das sind unterschiedliche Studienfächer, Genaueres habe ich schon wieder vergessen. Was soll es, ich bin ja jetzt auch 59, bla.

Dann erscheint meine Klassenleiterin aus der 7. bis 10. Klasse und beide Frauen knutschen sich krass. – Gehste krachen, Mann! Allein, immer noch eine der sichersten Methoden der Kontrazeption. Ja ja, scheiß Macho! Manchmal wäre ich gern eine lesbische Frau.

Ich versuche mich gar nicht erst an einer Deutung, gnihi, aber ich musste das jetzt los werden; Geltungsdrang, Narzissmus usw., „Ist bekannt!“ (Zitat „Game of Thrones“, *hüstel*)

Ich versuche mich gar nicht erst an einer Deutung, gnihi, aber ich musste das jetzt los werden; Geltungsdrang, Narzissmus usw., „Ist bekannt!“ (Zitat „Game of Thrones“, *hüstel*)

Wenn ich danach wieder einschlafe, was ich als Spießer auch heute wieder getan habe, kommt es zu einer Art „autogenen Entladung“, die ich gleichfalls aus meiner Zeit als Vierkäsebreit kenne. Häufig habe ich dabei ein Kribbeln wie bei einem ganz leichtem Stromschlag im Kopf, ähnlich dem Gefühl beim Lecken an einer Flachbatterie.

Meine Güte, bin ich schlau! – Im nächstem Leben geht es anders lang, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!

Die Frage kann ich immer noch nicht beantworten

26. August 2020

Nun, mir wurde heute vom Team des Hauses der ewigen Kindheit geträumt. Der Knaller, Alter! Wieder war ich im Traum in einem Raum, der mehrere Räume aus dem Bereich sozusagen enthielt, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, unter anderem diesen. Der Herr mit der Brille ist allerdings bereits in die ewige Großgruppe abberufen worden, was ich voll scheiße finde, obwohl ich ihn nicht wirklich ab konnte und er mich auch nicht, was er sofort abstreiten würde.

Man grinste. Eine Leiterin fragte mich etwas und ich habe sogar „richtig“ geantwortet, d. h., es kam einige Sätze lang echte Kommunikation zustande, während ich im Traum meist rede, als würde ich hinter einer akustisch abschirmenden Glasscheibe oder in einer ausgestorbenen Sprache sprechen.

Bestanden habe ich, Überraschung, sehr wahrscheinlich nicht, aber die Atmosphäre war erstaunlich freundlich, nicht von unterschwelligem Grauen bestimmt wie fast immer.

Es kamen dann noch mehrere Szenen mit Gemeinschaftsunterkünften, in denen ich die „üblichen“ Fehlleistungen entwickelte, indem ich in die falsche Richtung gelaufen bin, in die falsche Tür gegangen, zur falschen Zeit erschienen usw. Das geht jetzt seit über 34 Jahren so, Tag für Tag bzw. Nacht für Nacht, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Man könnte meinen, das ich ein bisschen fest hänge, aber wo? Krieg‘ ich ’n Orden fürs Durchhalten?

Tja, das ist nun mein Leben – es gibt Schlimmeres!

(… wahrscheinlich kann ich die Traumprüfungen irgendwann bestellen…)

23. August 2020

Heute im Traum hatte ich einen etwa zehnjährigen Jungen adoptiert und habe ihn proletarisch-zupackend-dynamisch geohrfeigt. Anschließend habe ich ihn zu beschwichtigen versucht, was ich schon im Traum ekelhaft fand, zumal es meinen Erfahrungen dieser und/oder dieser Art entsprach, deren Re-Inszenierung ich ja auch oder gerade in der sogenannten Realität vermeiden wollte. Was für eine irre Dialektik!

(… ich fand es übrigens gar nicht am schlimmsten, wenn ich, zeitweise regelmäßig, verdroschen wurde… viel krasser war, wenn man sich gebärdet hat, als gäbe es mich gar nicht…)

Der Junge versucht sich mit Singsang selbst einzulullen; seine Sprache könnte rumänisch sein. Das könnte eine Anspielung auf „Hanna“ sein; ich habe die Serie gerade schier exzessiv konsumiert, mehrfach hintereinander, und werde wahrscheinlich dazu noch etwas klug scheißen. Hier nur als Kürzestkritik – Hammerbraut, Alter! – „Opaaa?!!!“ – Allerdings habe ich inzwischen sehr wohl feststellen müssen, dass ich auch als Serienjunkie, Überraschung, mittelschnittlich und durchmäßig bin. Wie sollte es auch anders sein, heule heule. Aber das am Rande und zur Verspannung!

Dann kommen, Überraschung, Initiationsübungen. Neu ist, dass sie von dem Jungen begonnen werden, aber von mir vollendet werden müssen. Beispielsweise muss ich mich aus etlichen Metern Tiefe an die Oberfläche eines Gewässers kämpfen. Ich erlebe die Szene aus der Ich-Perspektive, während ich am Anfang den Jungen in das Gewässer springen sehe. Das könnte ’ne Anspielung auf „Fringe“ sein. Ob ich bestanden habe, weiß ich nicht. Ich vermute, Überraschung, dass ich es nicht habe.

(… jetzt wird es hell – postsozlischtscher Planvorsprung…)

17. August 2020

Quasi zur Abwechslung soll keine Bindung an einen erst anzutretenden Job erzeugt werden, vielmehr habe ich den Job bereits, allerdings nur im Traum.

Bzw. „nur“, denn dieser Effekt, um dessen Beschreibung ich mich schon Dutzende Male bemüht habe, ist noch stärker als „normalerweise“ in diesen von wo auch immer gesendeten Träumen. Es ist in Worten schwer auszudrücken! Alles ist farbiger, intensiver, deutlicher, „wirklicher“ usw., als je etwas war in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Das heißt, in der sogenannten Realität war ich, was dieses Atmosphärische angeht, einige wenige Male dicht dran an dieser Intensität aller Eindrücke usw., bla.

Wer macht das? Wie machen die das? Ich lasse das jetzt – wie dürftig sind hier alle Worte!

Ach, schöner Schmerz! Oh edle Tiefe! – Sorry! Seltsamerweise bin ich auf einem Bahnhof Deisenhofen. „Seltsamerweise“, weil ich gar nicht weiß, ob D. einen Bahnhof hat. Gleichzeitig bin ich in Berlin, worauf unter anderem die zwei oder drei Bahnsteige deuten, die es in D. bestimmt nicht gibt.

Das Übliche – was sonst! Ich bin auf dem falschem Bahnsteig, steige in die falsche Bahn, fahre in die falsche Richtung usw. Grüßig murmt das Eweltier, har har. Auch muss ich zu meinem Fahrrad, das ich an irgendeiner Station abgestellt habe, um von dort aus weiter zu meinem Job zu fahren, aber ich komme nicht hin, ach. Alles sehr ungewohnte Abläufe! Har har.

Schließlich lasse ich mich von einem Kollegen überreden, doch noch weiter zu jobben. Er erinnert mich an den Mann, mit dem ich in G. auf dem Wertstoffhof zusammen gearbeitet habe. Zwischendurch erschieße ich einen anderen Kollegen, indem ich die ganze Trommel eines Revolvers leer rotze. Der erste Kollege ist total begeistert.

Dann stelle ich zu meiner Überraschung fest, dass ich nach dem Umziehen eben nicht den Blaumann anhabe, sondern meine Straßenkleidung. Damit ist klar – Job erledigt! Während ich an mir herunter sehe und feststelle, dass ich Jeans usw. trage, bin ich auf diese für Träume typische Weise ein bisschen in einem Umkleideraum der Schule, in der ich von der vierten Klasse bis zum erstem Halbjahr der zehnten Klasse gelernt habe.

Die Göttin pflegt neuerlich eines seltsamen Humors! Die Stimme eines der sich unter anderem an mir, O-Ton anderer Sportlehrer, „Bewegungsidioten“ abmühenden Sportlehrers kam in den letzten Jahren mehrfach per Mental-Funk, ‚Sportsfreund?!‘ Der Herr betreibt heute in Hütte ein Projekt mit betreutem Wohnen… Hm.

(… „Kommunismus“ auf virtueller Ebene… Internet ohne Technik… Vernetzung und Verflechtung auf einer immateriellen Ebene… bla… hihihi – der hatsenichalle…)

So vergehen die Nächte, die auf Erden mir gegeben sind! Gott ist tot – es lebe die Göttin!

(… nix Neues beim den Simulanten spielenden K….)

12. August 2020

Mindestens interessant! Ich träume von einer der Gruppensitzungen, wie sie heute Abend wieder stattfindet. Das heißt, ich vermute, dass sie stattfindet. Ich rechne ständig mit allem; Therapeuten krank, Haus nicht zugänglich usw. Auch eine Art des in der Welt Seins! Ich rechne ständig mit allem und bin daher gewissermaßen ständig in Alarmbereitschaft. Kein Wunder, dass ich Bluthochdruck habe!

Ich hatte schon einmal erwähnt, dass ich dieses Phänomen ausgerechnet in „Felidae“ von Akif Pirinçci beschrieben gefunden habe. Kater Francis als Ich-Erzähler, gnihi, erklärt schon auf der ersten Seite des Buches fast wörtlich, man müsse ständig damit rechnen, dass Alles über einen herein brechen könne.

Woher kommt diese Haltung? Sie wird wohl etwas mit Ungnade der späten Geburt zu tun haben, d. h., mit dem vielen über die Generationen des besonders irren XX. Jahrhunderts weiter geschleppten seelisch Unerledigten. Aber das ist Psycho-Club und kann vernachlässigt werden. Halbes Jahr Tiefbau, denn is‘ Schluss mit Fühlosophie, was, Nossinnunnossn, hähähä?! Jaha, auch der Humor kommt nicht zu kurz in unseren Diensteinheiten!!!*

Dass Pirinçci das Problem zu „lösen“ versucht, indem er rechtspopulistisch ausagiert, ist traurig, denn die Monologe eines Katers haben durchaus Alleinstellungsmerkmale. Es ist nicht ganz Gespensterhoffmann aus Königsberg, aber hat voll was, Alta!

Allein, es geschieht häufig, dass Schriftsteller wirres Zeug äußern, wenn sie sich quasi vom Schreibtisch weg bewegen. Sind ja auch nur Menschen, bla bla. Korrekt, mit dem Reden von wirrem Zeug kenne ich mich aus! Aber ich stelle mich damit nicht auf die Agora und suche Zeit-, Streit- und Leidgenossen zu agitieren oder gar zu rekrutieren.

Es passiert im Traum, Überraschung, was ich aus der sogenannten Realität kenne. Ich strampele mich ab, um mich verständlich zu machen. Man hört mir entweder nicht zu oder versteht mich nicht oder will mich nicht verstehen oder jemand platzt in den Raum und die Situation hinein. Ich steige aus, brülle irgend etwas und verlasse die Gruppe und den Raum. Eine Szene, die ich in der sogenannten Realität unzählige Male erlebt habe bzw. provoziert oder inszeniert oder wie auch immer.

In dieser sogenannten Realität scheine ich mit Maske übrigens verständlicher zu sein als ohne, was auch wieder als bemerkenswert wahrgenommen werden könnte. Überhaupt komme ich mit der Maske in der Welt da draußen besser klar als ohne. Ich bin weniger sichtbar, ein bisschen versteckt. Ist das paradox oder dialektisch?

Ich bin ein bisschen gespannt! Im Kontext der therapeutischen Schule, in deren Institut ich jetzt wieder einmal in der Woche leibhaftig erscheine, gilt die schier goldene Regel, was im Traum wäre, müsse nicht ausagiert werden. Klar, dass ich mit meinen „Deutungsversuchen“ meiner von wo auch immer gesendeten Träume nicht weit komme. Diese Versuche werden als konkretistisch angesehen, indem unter anderem man fragt, für wen oder was diese geträumte Person oder jener geträumte Gegenstand stehen würden usw. Wenn ich versuche zu vermitteln, dass ich diese und jene Traumszene nach einer Art Lotterie-Prinzip verteilt in der Wirklichkeit wiederfinde, habe ich keine Chance.

(… wieder einmal ein bisschen rien ne va plus aushalten üben…)

02. August 2020

„Wie war denn Dein Vater?“, fragt eine der beiden Frauen, mit denen ich in einem Souterrain-Raum sitze. Es könnte sich um eine Therapiegruppe handeln und der Raum könnte die Küche im Hirschkindergarten sein.

Ich bin geradezu erleichtert, weil Kontakt zustande zu kommen scheint. In den meisten Träumen gelingt das nicht. Nach wenigen Worten scheint es immer, als würde ich in einer weithin unbekannten Fremdsprache reden. Ich setze an, etwas über den sehr ambivalenten Erziehungsstil meines Vaters zu reden, als eine Frau in den Raum kommt und sich verhält, als hätte man auf ihre Worte gewartet und als würde sich nicht eben jemand angestrengt bemühen, etwas Wichtiges in Worte zu fassen.

Das heißt, ich bin wieder einmal gar nicht da. Ich werde stinkwütend und gehe auf die Frau los. Ihr Gesicht ist deutlich zu erkennen. Ich kann es jedoch keiner Person zuordnen, obwohl es mir sehr vertraut erscheint. Die Dazwischensprecherin erinnert ein bisschen an Uma Thurman (muaha). Ich schlage sie nicht, sondern attackiere sie mit Worten, ohne allerdings ausfällig zu werden. Dann versuche ich, sie aus der Tür zu schieben – ich greife ins Leere, als wäre sie ein Hologramm.

Kurzum – Prüfung nicht bestanden!

Warum ich das jetzt schreibe? – Um überhaupt etwas zu tun, siehe Überschrift Headline!

Heute habe ich wieder „BILD“ geguckt

15. Juli 2020

*Hüstel*… Selbst ich möchte zumindest zuweilen im Mainstream plantschen, ha! Da kommt ein wirklicher Visionär, der sein Ding durchzieht, Alter. Dort wohnen nun aber ganz viele Leute, die erleben mussten, dass Ideale bzw. „Ideale“ und Visionen bzw. „Visionen“, milde formuliert, implodiert sind; die protestieren bzw. „protestieren“ nun…

Heute Nacht wurde mir unter anderem geträumt, dass ich von einem Mann mit einen Penis auf der linken Schulter massiert wurde. No joke! Ich kann ja nicht, oder nur ganz selten, dichten und spinnen. Das war allerdings nur ein Bruchstück etlicher nicht bestandener Traumprüfungen; an fast alle kann ich mich nicht erinnern. Ich unterlasse es jetzt, diese Szene deuten zu wollen. Dienstgradabzeichen?? – Okay, okay, schon gut!

(… Mama sagt, ich soll nicht am Puller spielen, davon krieg‘ ich Pickel – Euer Forrest… abschließend *hüstel*…)

… ich schwimme halt durchs Leben… *plätscher*… *glucks*…

24. Juni 2020

Was für eine Atmosphäre! Was ist das? Ich kann es nicht in mich befriedigender Deutlichkeit beschreiben, aber ich werde es immer wieder zu erörtern versuchen. Die ganze „Anmutung“, wie es in der Werbung Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation heißt, ist derart intensiv, „leuchtkräftig“ oder wie auch immer, wie ich es in dem Bereich nie erlebt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

Ist das das Schöpferische, das im sogenanntem Wachzustand… äh… – nicht ohne Weiteres für mich erreichbar scheint? Hiermit habe ich den traurigen Tatbestand schier zärtlich umschrieben. Ich habe mich ja schon des Öfteren gefragt, wo das ist, was da in den Träumen wirkt, wenn ich am Gerät sitze und ums Verrecken nicht phantasieren kann, sondern wie jetzt nur stupide Berichte berichte. Bla. Jammer, jammer…

Ich bin, Überraschung, in Hütte, und zwar in der alten Ladenstraße. Die ist übrigens bemerkenswert saniert. Wieder kann ich die Frage nicht unterdrücken, warum so was nicht vor der Wende ging. Hat es wirklich an den fehlenden technischen Kapazitäten wie z. B. Baumaterialien, Maschinen usw. gelegen? Bla.

Ich laufe nach Süden, quasi in den Bildern nach rechts. Als ich an der nächsten Kreuzung stehe, der mit der Rosa-Luxemburg-Straße, ist plötzlich Winter und ich stehe bis über die Knie in Eiswasser. Überflutung im Traum könnte auf eine drohende psychotische Episode hindeuten; ist ja ungut, Frau Dr. Anna Lyse! Erstaunlich ist, dass ich im Traum selbst grinsen muss über das komische Bild, das ich abgebe. Einige Passanten sind gleichfalls erheitert und scheinen mich gar anzuspornen. Meist bin ich an solchen Stellen bereits im Traum wütend, weil mir klar ist, dass ich gleich wieder die Prüfung vermasseln werde.

Dazu fallen mir zwei Episoden aus der sogenannten Realität ein. In der ersten Klasse bin ich an einem Sonnabend wegen Ausfall früher als sonst von der Schule nach Hause gegangen. Ein Mitschüler hat mich begleitet, der in der Rosa-Luxemburg-Straße wohnte. Wir überquerten den großen Hof südwestlich von dem in den Bildern und in meinem Traum gezeigten Flachbau. Dort war eine große vereiste Pfütze, deren Tiefe wir unterschätzt hatten. Wir sind im Eis eingebrochen und standen bis zum Bauch im kaltem Wasser.

Etwas Ähnliches habe ich etliche Jahre später erlebt. Wieder einmal wollte mich ein Mitschüler rocken, mich aus der Spur bringen usw., was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ansatzweise zu realisieren vermochte. Das Ergebnis war, dass wir im sogenanntem Speisegraben durchs Eis gebrochen sind, der als Ab- oder Zufluss des Kanals dient.

Ich deute bzw. „deute“ diese Traumszene eher im Zusammenhang mit der zweiten Episode. Der ehemalige Mitschüler ist heute bei der Polizei. Der „Budenzauber“ beinhaltet wesentlich Versuche, schon meine geringsten Handlungen sozusagen aufzugreifen, um eine Bindung an eine (Werk-)Tätigkeit zu erzeugen. Da ich in den letzten Tagen vermehrt weltrettend über die Polizei schwadroniert habe, ist die jetzt „dran“.

Diesen Mechanismus, oder wie immer man das nennen mag, habe ich gestern deutlich erlebt. Ich habe einer boardinghäuslichen Nachbarin, die nach Ostarrichi zieht, beim Ausräumen Ihres Apartments geholfen. Ich hatte schon Tage vorher den Verdacht, dass das ein Versuch sein könnte, mich an einen Job als Entrümpler und Möbeltransporteur in eben angedeuteter Weise zu „binden“; den Job macht nämlich mein Mitbewohner. Natürlich habe ich erst mittelkürzlich geschnallt, dass die Frau an der weltweit einzigartigen hohen und höchsten Stätte des Wissens der Jesuiten, an der ich bereits ein sinistres Gastspiel gegeben habe, studiert und ebendort eben jetzt promoviert. So kommt man zu was im Leben, Kontaktmeister K.!

Die legen mich immer wieder rein, ha! Wer „die“ sind? Das versuche ich seit 34 Jahren zu ermitteln, har har. Im Juli sind es genau 34 Jahre. Das muss mir erst einmal Einer nachmachen, ohne hochwertige Smarties usw. Ich weiß auch hier nicht, was „usw.“ heißen soll, aber ich finde es auch hier cool.

Gestern bin ich nun anschließend an die Räumerei und Packerei zweimal an Mönchen vorbei gelaufen worden, die hier in der Nähe wohnen, was ich bis gestern nicht wusste.

Das kam in letzter Zeit auch mehrfach über Mental-Funk, ‚Wenna Angst vorm Leben hat, solla doch ins Kloster gehn!‘ Was für gequirlte Fäkalie! Erstens geht kaum jemand ins Kloster aus Angst vor dem Leben und zweitens und vor allem ist Kloster Gruppe, selbst bei Schweigemönchen. Das wäre ja dann wohl vom Regen in die Traufe, Ihr Vollpfosten nicht hinreichend informierten Kämpfer der dauerhaft kommentierenden virtuellen Diensteinheit (DAUKOVIDI) an der unsichtbaren Front.

(… denen hab ichs gegeben, hoho…)

(„…zu oft wieder eingeschlafen…“ – Heiner Müller…

14. Juni 2020

Das ist das Einzige, was ich von Müller kenne, und das habe ich nicht witzich gemeint, denn – es reicht schon; ein existentieller Satz. – Aber was sollte ich wollen, als ich da kurz nach fünf wach war? – Ich kann ja nicht mehr wollen, ich soll wollen; die machen das schon, die In-Vivo-Therapeuten.

Vermutlich sollte ich Morgenseiten nach Julia Cameron schreiben? Egal, ich bin wieder eingepennt und habe zwei dieser Träume erlebt, die „farbkräftiger“, lebendiger, leuchtender sind als alle Erlebnisse in der sogenannten Realität; ich habe diesen Effekt schon einige Male zu beschreiben versucht und werde es vermutlich immer wieder versuchen.

Erst ein großer Raum, der an Klinik oder Heim oder Herberge erinnerte; die Atmosphäre war eher humoristisch, aber sehr wahrscheinlich habe ich nicht bestanden.

Dann eine Szene hier in der Küche; mein Nachbar steht dort mit einer Frau und weist mich zurecht, dass ich die Tür leise schließen soll. Das ist wieder einmal und wie in der sogenannten Realität üble Verdrehung ins Gegenteil. Ich bin derzeit dermaßen überempfindlich gegen laute Geräusche, dass ich selbst die Wohnungstür fast immer festhalte, bis sie zuschnappt und sie nicht mit dieser hydraulischen Dingsbums zuknallen lasse. Ich zeige dem Herrn den Stinkefinger.

Seltsamerweise bin ich mir bei diesem Traum sicher, dass die Person im Traum nicht gewissermaßen konkret zu nehmen ist, sondern für jemanden steht, um einen Textbaustein aus dem Freudeskreis Anna Lyse zu benutzen. Ich ahne auch, wer der Mann ist, aber das behalte ich jetzt für mich.

Vor etlichen Tagen hatte ich einen relativ angenehmen Traum mit einer großen blonden Frau, und es ging gar nicht vorrangig um Erotik, sondern um Kontakt – die „Entsprechung“ in der sogenannten Realität habe ich gestern erlebt. Wem soll ich so was erzählen? – Meinem Web-Blog…

Bla.

(… Egon Olsen war ja auch „senil-konfus“…)*

01. Juni 2020

… kurz nach dem Aufwachen kommt per Mental-Funk: ‚… weilla senil is‘!…‘

Da habe ich echt Schiss davor, dass ich an Leute kommen könnte, die… – sagen wir, „psychische Eigenheiten“, die ich schon immer hatte, als gerontopsychiatrisch relevant wahrnehmen könnten. In einem der, nicht ironisch gemeint, mittlerweile erfreulich zahlreichen Bücher über Langzeitwirkungen von Traumatisierungen habe ich diese Gedanken gelesen. Ich glaube, es war ein Buch der, wiederum ohne Ironie gesagt, verdienstvollen Frau Bode. Es ging um etliche Senioren, die in entsprechenden Einrichtungen als verwirrt galten und medikamentös „beruhigt“ wurden. In Wahrheit aber haben sie das hoch Kommen der jahrzehntelang durch Ackern, Ackern, Ackern verdrängten traumatisierenden Erlebnisse erlebt, weil sie endlich im wörtlichem und im übertragenem Sinne den Raum dazu hatten.

An ein konkretes Beispiel erinnere ich mich deutlich. Eine Seniorin hatte regelrechte Flashbacks und dadurch mental Zugang zu Szenen, die sie völlig „vergessen“ hatte; zum Beispiel, wie sie als Kind mit Ihrer Mutter unter Tieffliegerbeschuss über ein Feld geflüchtet ist usw. Sie konnte es gerade noch verhindern, mit hochwertigen Produkten der pharmazeutischen Industrie sediert zu werden.

Ich will damit sagen, dass ich keineswegs paranoid bin mit dieser Angst, siehe eben oben, unter wohlmeinende Fachkräfte zu kommen. Ich hoffe, dass ich den Arsch in der Hose habe, in einer derartigen Schieflage dem Beispiel Herrndorfs zu folgen und mir die Kugel zu geben; das ist zwar eher unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Dann heute wieder zweimal diese sozusagen anti-traumatherapeutischen Interventionen, die ich schon mehrfach zu beschreiben versucht habe. Ich „drohe“ in „eigene“ Bilder zu gleiten, wie es wohl jeder im Halbschlaf im Übergang zum Schlaf kennt, und werde heftig „aufgescheucht“.

Einmal hat mich eine junge Frau in ein Café eingeladen. – Ha! „Können Sie mir etwas Geld leihen, damit ich sie zum Kaffee einladen kann?“ Romantik in der Unterschicht, gnihi. – Dann habe ich jemandem einen Weg gezeigt, der durch ein Stadtquartier mit Misch-Bebauung aus Gründerzeitbauten sowie „alten“ und eben im Bau befindlichen Neubaublocks führte. Der Weg führte buchstäblich ins Freie – und natürlich wurde ich aufgeschreckt und aufgeweckt, hier durch eine Art Knallen. Im Café „rumste“ es regelrecht.

Wer macht das? Wie geht das? Das „geht“ seit 34 Jahren; im Juli sind es genau 34 Jahre. Bla. Selbstsuggestion? Wie soll das gehen? Und zu welchem Zweck?

Warum ich so was aufschreibe? – Ich muss irgendwo damit hin, heule heule heule… Es hat sich im Laufe vieler Jahre als wenig erfolgversprechend erwiesen, diplomierten und promovierten Fachleuten mit so was zu kommen; die wollen oder können nicht kapieren, dass ich weder krank bin noch den Simulanten spiele und offenbar haben Einige gar nicht zugehört. Das berechtigt mich nicht dazu, nach Komasaufen Scheiben einzuschmeißen – aber ich meine ja nur… Bla.

PS: Stuhlgang heute sehr gut.

* Egon Olsen. Gnihi.

(… grüßig tiert das Ewelmurm…)

25. Mai 2020

Die Hauptverwaltung Budenzauber (HAUBUZ) war neuerlich kreativ! Heute wurde ich wieder im unwohlbekanntem Vollzug der Umkehr einer traumatherapeutischen Grundübung beim Abgleiten in innere Bilder aufgescheucht, aber dieses Mal durch „elektronisches Piepen“ wie beim Hochfahren des PCs. Das war noch nicht! Es gibt, wie es scheint, Entwicklungsmöglichkeiten selbst bei Leuten, die, O-Ton vox populi, den Simulanten spielen

(… äh… – einmal Piepen beim Hochfahren bedeutet bei meinem BIOS „Alles okay!“… äh… – natürlich nicht bei meinem BIOS, sondern dem meines PCs… little joke btw… was mein BIOS betrifft, wende man sich bitte an mein Command Center…)

Ansonsten einige Szenen mit dem Herrn, in dessen Prenzlauerberghütte ich 1983 schwarz verblieben bin, nachdem er ausgezogen war. Da fing die Wohnungsmacke an. Ich habe mich wie ein „Abgetauchter“ bewegt, habe keine lauten Geräusche gewagt, bin auf Socken umher geschlichen usw. Natürlich – selbst schuld…

Das war auch noch nicht; dieser Herr ist mir noch nie im Traum erschienen worden. Man könnte jetzt mit dem Textbaustein des Freudeskreises Anna Lyse kommen: „Für wen steht Herr X. im Traum?“ Aber ich lasse das, sonst muss ich kotzen die abrupte Umkehr der Transportrichtung der Speiseröhren-Peristaltik bewusst forcieren.

Die Prüfung bestand heute im Versuch, eine Bindung an einen Job zu erzeugen; hier einen Job beim Straßenbau. Der Mann bereitet das „Sandbett“ für Gehwegplatten oder Pflastersteine vor. Ein paar Augenblicke später kommt mir schon im Traum der Gedanke, dass ich wohl nicht zusehen, sondern mithelfen soll, aharhar. Immerhin!

Das nicht Bestehen der Prüfung ergibt sich aber vor allem aus dem bereits in hunderten Variationen erlebten Ablauf, dass ich irgendwo hin gehen und zurück kehren soll, etwas hinbringen oder abholen, und mich hoffnungslos verlaufe. Die Situation wird nicht „rund“, nicht „geschlossen“, die Gestalt wird nicht vollendet usw. usw. usf.

Auch das geht jetzt seit 86; im Juli sind es genau 34 Jahre. Ich frage mich immer wieder, ob die Leute, die mir „helfen“ wollen, dergleichen, zuzüglich der sonstigen „Symptome“, man beachte die Anführungsstriche, auch nur 34 Wochen durchgehalten hätten. – Das ist „kerndeutsch“, dieses „Durchhalten“, genau! – Aber was habe ich davon? Ich kann nicht anders, „… ich muss darüber quatschen…“.

Gleich nach dem Aufwachen dann: ‚Will nich‘ arbeiten, weilla ’n Computer hat!‘ Auch hier wieder diese Kōan-Technik. In der vorigen Woche war ich mehrfach so weit, wieder ’n Job zu suchen und ’ne Bewerbung abzuschicken; sofort kam etwas wie ‚Geht nur arbeiten, wenn er kein Geld mehr hat!‘ oder ‚Will wieder arbeiten, weilla kein Geld mehr hat!‘ Das stimmt auch inhaltlich nicht; ich habe nicht mehr oder weniger Geld als sonst und komme einigermaßen klar.

Was soll das? – Gar nichts? Ich brauche nicht nach einem Sinn zu suchen, es gibt keinen, „das“ ist einfach so, irrational, irre? Bla. Nein, ich nehme keine Smarties; das wäre auch Blödsinn nach 34 Jahren ohne neuroleptische Dröhnung, siehe eben oben.

(… der Traum ist das Leben, Leben ist Traum…)

18. Mai 2020

Zunächst sitze ich in einer Art Klassenraum, der aber keinem der vielen Klassenräume gleicht, die ich in dem Bereich tatsächlich erlebt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Allerdings sitzt links neben mir ein Mitabitourist, den ich überhaupt nicht neben mir erwartet hätte und neben dem ich auch in der sogenannten Wirklichkeit nie gesessen bin. Die Atmosphäre ist überraschend freundlich, aber irgend etwas fehlt, irgend etwas packe ich wieder nicht.

Dann, wie nicht anders zu erwarten, wieder der Versuch, eine Bindung an eine Arbeit zu erzeugen. Wie machen die das? Wer macht das? Im Juli sind es 34 Jahre, in denen fast in jeder Nacht versucht wird, mich durch derlei sinistre Traumprüfungen an eine (Werk-)Tätigkeit oder eine Personin oder Person zu binden. Oder ist das ein Selbstregulationsmechanismus in meiner ollen ominösen Omme? Letzteres wäre echt der Oberhammer, aber nichts Genaues weiß man nie nich’…

Heute wieder etwas mit Tellerwäscher. Ich bin in einer Großküche und zu meiner wütenden Erheiterung geht jedes Mal eine an der Decke angebrachte Dusche an, wenn ich einen Lichtschalter tätige. „Wütend“, weil ich schon im Traum merke, dass ich wieder nicht das der Situation Angemessene, Selbstverständliche, offenbar für jederfrau- und mann, nur für mich nicht leicht Zugängliche gebacken bekomme. Der Schalter befindet sich an einer dieser Trennwände, wie sie für Großküchen typisch sind; unten aus grünlich lackierten Sperrholzplatten und oben aus Fensterglas in gleichfarbig lackierten Rahmen.

Diese Gruppierung des Traum-Personals in einer Haltung der Erwartung, dass ich dieses für jedermann Selbstverständliche endlich packen würde, ist in diesem Traum bis ins Groteske übertrieben. Überall in der Küche stehen Grüppchen von Leuten, die mich regungs- und wortlos mit dieser Erwartung ansehen. Äh… – Überraschung! – nicht bestanden.

Es könnte sich ganz übrigens um die Küche der ehemaligen Mehrzweckgaststätte „Club am Anger“ in Iron Hut City handeln, aber das nun wirklich am Rande.

Über dieses Lokal neuen Typus habe ich einmal in einer Phase der Maupassant-Lektüre eine „Satire“ zu schreiben versucht. Ich habe diverse Schriftsteller sozusagen im Block durch genommen und bin dann wochenlang z. B. im Feuchtwanger-Rausch einher getappt; mit den Legionen unter Titus vor dem Tempel usw., wie es für Antisemiten halt typisch ist.

An eine Formulierung erinnere ich mich fast wörtlich. „… wo gestrandete Familienkapitäne hinter Gardinen mit dem Charme symmetrisch durchlöcherter Fußlappen scheußliches Bier verzehren…“, hieß es in etwa in meinem Mampflet. Ja, war nicht alles schlecht! Ja, ich war damals schon ein charakterbescheißendes Nestschwein!

Im Traum bin ich des Weiteren erheitert von meinem Versuch, eine Art Gebinde (?) anlässlich eines offiziellen Anlasses (?) anzufertigen. – Lulav (als ganzer Strauß)? Gnihi (?) Es ist ein Ast (?) mit Weintrauben (?) dabei. – Jedenfalls fällt das Gebinde einfach so auseinander und herunter, weswegen sich jeglicher Hinweis darauf erübrigt, ob ich bestanden hätte…

So vergehen die Tage bzw. Nächte, die auf Erden mir gegeben sind! Nun gehet hin, meine Kindlein, und frevelt fürderhin nicht länger!

Bla. Amen. – Tandaradei!

(… Einführung in die postsozialistische Hirnbiochemie… *hüstel*…)

12. Mai 2020

Gräulich! Die Traumszenerie ist nicht nur in Eisenhüttenstadt, sondern in einer Baracke nördlich des Busbahnhofs, die es gar nicht mehr gibt. Ich bin Schüler unter Schülern, wie ich es dort in dem Bereich tatsächlich war, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Dort wurden „Unterrichtstage in der Produktion“ durchgeführt und es wurde Technisches Zeichnen gelehrt sowie ESP. Das war nicht „extrasensory perception“, sondern „Einführung in die sozialistische Produktion“. Später habe ich den Witz gemacht und niemandem erzählt, dass es zwischen beiden ESPs Zusammenhänge geben könnte. Der Witz bezog sich aber mehr auf die sozialistische Produktion, denn der Unterricht insbesondere im Technischen Zeichnen war sehr gut. Etliche Monde lang habe ich gar einmal in der Woche an einer richtigen Drehbank gearbeitet und das hatte was… – Ja, ich bin ein charakterbescheißendes Nestschwein!

Har. Har. – Eine Fehlleistung nach der anderen. Ich vergesse meine Schuhe und alle möglichen anderen Dinge. Eine Zeit lang bin ich in einem Keller wie dem in dem erstem Haus, in dem ich 2014 hospitiert habe. Ich knalle permanent Leute weg. In der Fritz-Heckert-Straße, etwa auf Höhe der Nummer 75, in der ich vom dritten bis zum zehntem Lebensjahr gelebt wurde, verprügle ich einen Jungen, aber wie so oft in Träumen „wirken“ die Schläge nicht. Es ist, als hätte der Knabe ein energetisches Schutzschild oder dergleichen.

Sehr überraschend – nicht bestanden…

Fast das Übliche, aber nicht ganz…

25. April 2020

Ankommen, Landen, nach Hause kommen. Symbolisch, im Sinne von Frau Meta Forisch, versteht sich. Darum geht es wohl, wenn fast jede zweite Traumszene in Iron Hut City spielt. Seltsamerweise scheint das schwer zu vermitteln, aber ich finde das eindeutig. Danke, liebste Traumsender; knutsch die Kimme!

Heute war ich etwa hier, ein paar Meter nördlich des Schriftzugs „Landbäckerei Meyer“ auf der östlichen Seite der Lindenallee. Da spielten aber nur zwei Szenen; viele andere habe ich vergessen bzw. „vergessen“.

Eigene hochwertige Aufnahme. Die „Traumpflanzung“ hat rechts vom vorderen Baum statt.

Ein etwa dreißigjähriger Mann gräbt in eine etwa einen Meter hohe Pflanzschale fast am Straßenrand eine Art „Blumen“-Gesteck ein, das aus kunstvoll verknüpften Wurzeln und aus, gnihi, Möhren besteht; deswegen die Anführungsstriche. Natürlich kann ich mir nicht verkneifen, ein blödes Witzchen zu machen. Ich sage etwas in der Art, dass man, wenn denn einmal Schnee fallen würde, die Möhren gleich für einen Schneemann am Straßenrand nutzen könne. Der junge Mann geht darüber hinweg. Frau Doktor Anna Lyse würde sagen, er hätte die Abwehrformation Ironie ignoriert, *hüstel*. – Korrekt, ich sehe mich wieder als Gruppentherapeut, im Unbewussten, furchtbar!

Ich erwähne des Weiteren kurz, dass vorher, in einer früheren Traumsequenz, ein paar Schritte weiter östlich eine Frau einen ähnlichen Pflanzversuch unternommen hätte, allerdings hätte das „Gesteck“ Erdbeerpflanzen enthalten.

Das könnte ein Tagesrest sein. In der Lindenallee stand 2014 eine Art kleine Obstverkaufshütte in Form einer Erdbeere, aus der, surprise, Obst verkauft wurde. Allerdings hatte das, wenn ich mich recht entsinne, weiter südlich statt, an der Ecke Eichendorffstraße. – Das Kurzzeitgedächtnis lässt im Alter nach; steht im Internet.

Sehr ungewöhnlich ist die sehr freundliche Atmosphäre in allen Traumsequenzen. Die macht mich eher misstrauisch als froh, was gleichfalls jedermann überraschen muss. Daher kann ich nicht sagen, ob ich die gewissermaßen eingefaltete Prüfung bestanden habe. Ich vermute aber, noch eine Überraschung, dass ich sie nicht bestanden habe, heule heule…

Ich sehe diese Traumprüfungen nicht als von meinem Hirn produziert, sondern als von irgendwoher gesendet, worauf genauer einzugehen ich hier unterlasse. Dennoch und erst recht – „Faszinierend!“, wie Mr. Spock sagen würde, und völlig zu Recht.

Vor allem erlebe ich immer wieder, in fast allen Träumen, diesen „Effekt“, dass alle diese Szenen, die ja an in der sogenannten Realität tatsächlich existierenden Orten spielen, weitaus intensiver, leuchtkräftiger usw. sind als alles in der sogenannten Realität Erlebte.

Was soll das? – „Wer hat sich das ausgedacht?“ (Nina Hagen, Vokalkommunikatorin).

… wieder mal eindeutig… – (keine) neue(n) Murmeltiergrüße…

20. April 2020

Zur „Deutung“ der Tatsache, dass mir schon über hundert Mal geträumt wurde, ich wäre in der elterlichen Wohnung in der Robert-Koch-Straße 28, muss man nicht Frau Dr. Anna Lyse heran ziehen. Heute war das wieder dran und wieder einmal ganz heftig.

In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, sind die Häuser längst abgerissen rückgebaut; man plant, dort Eigenheime zu bauen. Das sind diese freistehenden Plattenbauwohnungen mit Dach, die man heutzutage gezwungen ist, als Einfamilienhäuser anzusehen. Ja ja, ich bin neidisch und eifersüchtig, ist ja gut bzw. ungut!

In meinem Paralleluniversum aber entsteht dort eine Fachhochschule für Kunst und Medien, denn es gibt im gesamten Land Brandenburg außer der Filmuniversität in Potsdam keine solche Hochschule.

Zudem ist der Standort bereits eine Art Schulzentrum mit Medizinischer Fachschule, Musikschule sowie je einer derzeit coronierten und einer abgewickelten Schule. Neben bzw. hinter Letzterer erstreckt sich ein Platz, den als idealen Campus wahrzunehmen man kein Architekturstudium braucht. Usw. Bla.

Was sich im Traum ebenfalls wiederholt, ist, dass ich quasi zweimal Anlauf nehmen darf. Das wird nicht sehr häufig in meinen Träumen gesendet. Bei meinem erstem leibhaftigem Erscheinen ist der Wohnblock zwar leer gezogen, aber nicht entkernt, so dass ich noch in der Wohnung herum tappe, die wohl bis auf den Beton herunter kahle Wände hat.

Beim zweitem Mal ist der ganze Wohnblock in ein überdimensioniertes Gerüst eingebaut; es reicht bis auf die Straße und bis zur Nebenstraße. Etwa ein Dutzend Bauarbeiter stehen neben dem Gerüst und sie deuten wie Pantomimen mit den Händen ein weiteres Gerüst an. Sowohl sie als auch ich sind erheitert von dieser Darstellung. Alle aber blicken in dieser ebenfalls in -zig Träumen erlebten Erwartung auf mich, die jedermann zu verstehen scheint, nur ich nicht. Ich muss jetzt irgend etwas offensichtlich für Ottilie Normalverbraucherin ganz Normales tun, aber ich komme nicht drauf.

Offensichtlich ging es zum -zigstem Male um die Bindung an eine Werktätigkeit, hier Bauarbeiter. Nicht bestanden. Letztens wurde übrigens wieder etwas mit Tellerwäscher in ’ner Spülküche im Traum gesendet; nicht bestanden.

(… nix Neues in Koskanien…) … (… das m u s s überraschen…)

03. April 2020

Ganz tief drin habe ich auch das gewusst… Meine „Dauerläufe“ werden trotz täglichen Richtungswechsels nach Dr. Erickson schon wieder zu Ritualen. Im Traum nun aber spurte ich geradezu los, und zwar – in Köpenick. Gnihi. Auf für Träume typische Weise „ist“ diese Straße allerdings auch noch eine andere, die ich weder im Traum noch im sogenanntem Wachzustand identifizieren kann. Aber wie meist in Traumprüfungen ist die Szenerie farbiger, lebendiger, leuchtkräftiger, atmosphärisch intensiver oder wie immer man den Sachverhalt kläglich zu umschreiben man sich bemühen möge als (fast) alles in der sogenannten Realität Erlebte.

Dann ein Kontakt bzw. „Kontakt“. Jemand spricht gegenüber einem anderem Traummenschen über mich in der dritten Person. Das verstehe ich sehr gut! Sinngemäß äußert er etwa: „Ich hatte erst gedacht, den kenne ich, aber dann habe ich die Mutter gesehen, und die sah gar nicht gut aus!“

Har. Har. – Was hat das nun zu bedeuten, im Unbewusstem?

(… sie sind unter uns… uaaah…)

01. April 2020

Nicht schlecht! Wurde mir da gar ein Plot gesendet? Nichts Genaues weiß man nicht… Ich stehe, igitt, in einer Gruppe an einer Straßenkreuzung. Vor mir öffnet sich der Erdboden, und das verstehe ich sehr gut, *hüstel*. Eine Pflanze wächst im Zeitraffer bis zur Höhe von etwa 1.50 Metern aus dem schaurigem Schlund hervor.

Es stellt sich schnell heraus, dass es sich um eine außerirdische Pflanze handelt, die Jahrmillionen im Boden „geschlafen“ hat. Okay, das mit dem quasi im Stand-by-Modus Verharren ist nichts Neues; das hat man etwa mit diesen dreibeinigen Kampfmaschinen in „Krieg der Welten“.

Aber – Pflanzen? Das ist neu. Äh… – das könnte neu sein. Ohnehin gibt es ja seit Jahrhunderten einen Grundbestand an Plots, die „nur“ immer wieder gecovert und variiert werden. Ich erwähne das, um neuerlich nachzuweisen, dass ich zumindest zuweilen durchaus im Bilde zu sein scheine.

Die unwohligen Schauer, die mich bei der Erkenntnis der Herkunft der Pflanze überkommen, werden jedoch in dem Bereich generiert, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Neuerlich habe ich die Heizung abgedreht, obwohl nachts Minusgrade sind, und erlebe sogenannt reales Frösteln meines Corpus delicti.

Da ich schon im Traum überrascht bin von einem möglichem „Plot-Angebot“ der Weltgeistin, will ich noch einmal an den Ort des erstaunlichen Pflanzenwachstums zurück. Pustekuchen! Ich werde wieder von einem Tröten oder dergleichen aufgeschreckt. Wer macht das? Wie geht das? – Rein rhetorische Fragen, aber ich muss darüber quatschen. – Nicht bestanden, was jedermann überraschen muss.

Dann ist noch etwas mit dem Haus der ewigen Kindheit, das auf für Träume typische Weise gleichzeitig noch ein anderes Gebäude darstellt. Ich hole meine Sachen ab – offensichtlich bin ich wieder einmal auf der Flucht. Aharhar, lustich!

Auch hier mischen sich authentische Details in die Traumhandlung unter Regie der Weltgeistin. Mir fällt ein, dass ich keine Monatskarte für den MVV habe. Das trifft auch in der sogenannten Realität zu. Da ich die wenigen Wege, die ich derzeit zu gehen habe, zu Fuß bewältigen kann und auch zu bewältigen beabsichtige, werde ich mir für April keine Monatskarte kaufen und die Kohle auf den Kopp kloppen, boah! Partie, Orgie, Ufftata!

Ich verlaufe mich dauernd in diversen Gängen, finde Türen nicht wieder, vermag keinen Kontakt mit Mitgliedinnen des Freudeskreises Anna Lyse herzustellen, die mich freundlich-ironisch ansprechen, kurzum – nicht bestanden… Heute aber kam gleich nach dem Aufwachen gegen sechs Uhr mehrfach ‚Kuckuck!‘; überraschenderweise, denn wie sonst beim Schreiben kam es nicht.

(… Spießerchens aktuelle Bauchnabel-Bohrungen…)

30. März 2020

„Faszinierend!“, hätte Mr. Spock gesagt, und zwar völlig zu Recht. Ich war im Traum schon mehrfach in diesem Quartier. Die Straße im Traum „enthält“ auf für Träume typische Weise mehrere Straßen aus der sogenannten Realität. Es ist die Straße, in der ich im Berliner Samariterviertel etliche Monde lang Parterre links im Seitenflügel rechts kampierte. Gleichzeitig ist es gewissermaßen atmosphärisch eine Straße in Stralsund, die an einem Torbogen neben der Jugendherberge beginnt, in der ich während einer Klassenfahrt voll breit ankam. (Offenbar die Jugendherberge am Kütertor). Schließlich ist „enthalten“ eine Prager Gasse, die ich auf einem altem Foto oder gar einem Gemälde gesehen habe.

Einer der Plots, die ich seit Jahrzehnten vor mir her schiebe – im nächsten Leben geht es anders lang! Korrekt, der Golem als Hochintelligenter und Hochbegabter, aber ohne eigenen Antrieb usw. Ich hatte natürlich sowohl historisch als auch histrionisch relevante Gässchen im träumendem Hinterkopf. Ähnlich sieht die Gasse hinter dem eben oben erwähntem Kütertor aus. Da „war“ wieder was, dieses schwer zu beschreibende Atmosphärische usw., bla.

Quelle: Pinterest bzw.

Ich gehe in den großen Hausflur des Vordergebäudes, in dessen Seitenflügel ich gewohnt habe. Im Traum ist links in der Tordurchfahrt ein sehr großes Zimmer mit sehr großen Fenstern, die fast die gesamte Fläche der Wand ausmachen. In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, ist dort natürlich, oder war, nur Wand.

Jetzt ist dort ein im mehrfachem Sinne traumhaftes Atelier, in dem mehrere Leute an Plastiken und Gemälden arbeiten. Ein junger Mann versucht mehr oder weniger ernsthaft, einem Klischee des Künstlers zu entsprechen, indem er aus einigen Metern Entfernung wild bis wütend Farbklumpen auf eine Leinwand klatscht. – Aber das ist natürlich freiheitlich-demokratische Kunstausübung, die ich nicht einmal im Traum verstehe, weil ich die Wende verpennt habe. – Das isses, Alta!

Die Szenerie wechselt. An der Stelle, an der in der sogenannten Realität das große Tor zum Hof ist, erscheint eine Art Besprechungsraum. Ein Mann ruft bei meinem Erscheinen sinngemäß etwas wie „Ich tippe ja auf Lehrer!“ Zu meiner Überraschung wie Verärgerung wird er dabei von Kichern geschüttelt.

Ich erwidere im selben Ton und ebenfalls sinngemäß, ich wäre in der Tat Lehrerin für Gymnastik und Näharbeit. Ich ärgere mich schon im Traum darüber, dass mir das Wort „Nadelarbeit“ nicht einfällt, mit dem ein in der sogenannten Realität in den Grundschulklassen angebotenes Unterrichtsfach bezeichnet wurde, in dem ich als geborene Gouvernante Einsen und Zweien misstrauisch dankend erhalten habe.

Jetzt geschieht etwas sowohl für diese Prüfungsträume als auch für die sogenannte Realität tragikomisch Typisches. Nachdem zumindest im Ansatz ein Kontakt entstanden ist, indem wenigstens ein adäquater Wechsel von wenigen Worten stattgefunden hat, kann und will ich das nicht auf sich beruhen lassen. Ich labere und lamentiere, bohre infantil quengelnd-nörgelnd nach, wo alles klar scheint. Die Szene löst sich auf – Prüfung nicht bestanden, bla.

Ganz, aua, am R a n d e bemerkt…

18. März 2020

Ansonsten? – Überraschung: das Übliche! Das Wesentliche ist der Traum, die sogenannte Realität ist sekundär. Das war heute wieder ganz krass. Die Intensität, sozusagen Leuchtkraft usw. der Traumszenen sucht ihresgleichen in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Es lässt sich in Worten nicht wirklich ausdrücken; Klappe, die zweihundertste. Was ist das? Ist das das quasi in Träume gesperrte Schöpferische? Wo ist das in der sogenannten Realität? Bla bla, blubb.

Ich singe! Aber wie!!! – „Singe“ ich im Schlaf? Das hat mir im Haus der ewigen Kindheit eine Mitklientin mitgeteilt; zuzüglich der erheiterten Behauptung, es hätte sich fürchterlich angehört. Ich weiß, wie das klingt, aber ich habe auch schon des Öfteren im Traum komponiert und siehe bzw. höre – es ward gut! Hier wirkt nicht die typische sozusagen Verfälschung der Art, dass man im Traum etwa sicher ist, die „Weltformel“ gefunden zu haben, um dann naturgemäß im sogenanntem Wachzustand festzustellen, dass es sich um groben Unfug handelt. Da ist was… Möglicherweise zeigt sich das auch in meinen Soundpics. Natürlich sind die aus quasi Fertigteilen gebastelt, aber es handelt sich dennoch um kreative Tätigkeit, denn es gibt -zig Millionen Kombinations- und Variationsmöglichkeiten der Samples. Was ich von diesen Klangbildern halten soll, weiß ich auch nicht recht. Mir scheint immer wieder, dass da immer wieder Fünkchen von Talent aufblitzen oder wie man da sagt als voll der Fachmensch. Bla.

Neben mir singt im Traum noch jemand, allerdings „richtig“ auch oder gerade im Sinne des die richtigen Töne Treffens. Ich sage nicht, wer. Bin ich zu gschamig! Eine Führungspersönlichkeit des Freudeskreises Anna Lyse, gnihi. Der Text aber, oder der Text des Refrains, lautet fast wörtlich: „Einmal im Leben eine große Idee – und dann stirbt man!“ Das hat was antik-klassisch Philosophisches, Alter…

Dann etwas mit einem Dorf, in dem auf traumtypische Weise auch wieder Eisenhüttenstadt „enthalten“ ist. Dieses unvergleichliche und ebenfalls kaum in Worten nachvollziehbar zu machende Gefühl des Landens, Ankommens und dieses dann doch wieder Vermasselns. Eine eindeutig nicht bestandene Prüfung erlebe ich gleich am Anfang. Ich versuche, über einen Haufen Mist zu steigen, der von einem Traktor-Anhänger in einen Offen-Stall gekippt wurde, anstatt wie mein Begleiter beim Schippen mitzuhelfen. Kommentar überflüssig…

(… rückwärtig ausgeschiedene Fäkalien vornehmlich pastenartiger Konsistenz wären im Traum oft Freudvolle Metaphern für Geld… har har… nochmal – kein Kommentar…)

Dann war noch etwas mit einer Unterkunft. Irgend ein Wohnblock, und es kam was mit „461“, was wohl die Zimmer- oder Apartment-Nummer war. Details habe ich vergessen, bis auf eines – nicht bestanden…

Während mir immer wieder versichert wird, dass alle Bewohner dieses zum Jahresende geschlossenen Boardinghauses sicher untergebracht würden und vor allem bereits etliche Mitbewohner gar eine Wohnung auf dem freien Markt gefunden haben, sind meine Träume im mehrfachem Sinne „ganz woanders“…

So vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind. Bzw. – die Nächte.

Nun gehet hin, meine Kindlein, und frevelt fürderhin nicht länger! Amen!

(… nein, ich gebe keinen Titel ein, ich bin im Widerstand…)

11. März 2020

Was geht ab, budenzaubermäßig? – So krass wie heute war es noch nie! Kein Klingeln, kein Klopfen, kein Tröten, kein Pfeifen! Ich werde mit einem hymnisch wallendem Akkord aus „meinem“ Traumbild geschreckt. Der erinnert mich an einen Haupt-Traum meiner Kindheit, dem vom Verschwinden meines Vaters. In diesem Traum habe ich wuchtig-symphonische Klänge erlebt, die ich zuvor nie gehört habe. Wo ist „das“ im Wachen? – Rein rhetorische Frage… Bla.

Ich bin in einer Wohnung, die mir vertraut erscheint, obwohl ich sie nicht erkenne. Im Hintergrund ist eine ältere Frau, die ich ebenfalls weder im sogenanntem Traum noch in der sogenannten Realität zu identifizieren vermag, die mir jedoch ebenfalls bekannt vorkommt. Ich sage überrascht fast wörtlich: „Da ist ja ’n Vogel!“

Als ich nochmals in die Ecke sehe, in der ich das traumhafte Geflügel glaube wahrgenommen zu haben, ist da nichts mehr. Dieses hymnische Schwallen dröhnt und ich erwache. Ich bemerke, dass mein Mitbewohner gerade auf dem Sprung ist. Einige Minuten später verlässt er die Wohnung und geht zur Arbeit.

Das bestärkt meine mehrfach angedeutete Vermutung, der Budenzauber wäre eine schauerlich geniale Erweiterung und in gewissem Sinne Vollendung der Arbeit Dr. Milton Ericksons. Ich habe schon mehrfach erklärt, dass es wohl kaum Paranoia wäre zu vermuten, dass Fachleutinnen und Fachleute dort weiter gemacht haben dürften, wo Erickson bei seiner Abberufung in die ewige Großgruppe aufgehört hat. – Oh, das war vor fast genau 40 Jahren. Vielleicht tippsele ich was dazu.

Reptilienhirn konkret. Beinahe bissiges Erleben. Oder so.

05. März 2020

Eine, igitt, Gruppe. Nach und nach steigen alle im Wald in einen Panzer. Ich erkenne, dass der Panzer in einer flachen Grube steht und steige in die Grube. Jetzt hat es den Anschein, dass es sich eher um einen Schützenpanzerwagen in einer Art Maxiversion handelt, denn es passen offensichtlich ca. 20 Mann hinein.

Plötzlich stößt eine Schlange von oben herab. Zum Kopf hin verjüngt sie sich weitaus stärker, als das in der sogenannten Realität der Fall ist. Oben, über dem Panzer, ist sie so dick wie ein menschlicher Körper. Sie muss auch mindestens zehn Meter lang sein. Der auf mich zu ruckende Kopf ist nur noch daumendick. Ich kann weder ausweichen noch aus der Grube steigen. Bevor der schlängelnde Kopf mich erreicht, erwache ich fröstelnd schaudernd. Das Frösteln ist real. Ich habe die Heizung nicht angeschalten und gegen 05.30 Uhr ist es recht frisch.

(… K. ist tief unten schwul und hat Angst vor dem dynamischem Erstbeischlaf – das wird es sein…)

PPS: Eindeutig ist auch hier der Schutz der Gruppe. Er wird gar durch Panzerung gewährleistet. Aber wie in der sogenannten Realität nutze ich das Angebot nicht… ach, ach…
PPS: Mindestens interessant könnte sein, dass ein Schlangentraum kommt, nachdem ich mich gestern am Ende meiner seltsamen „Rezension“ des gutachsig-broderlichen Beitrags in Worten schlängelte… – Bin doch ich der Verursacher des Budenzaubers? Wirkt da ein völlig abgespaltener Teil von mir? (Der Teil oder das Teil? Huch, is‘ das aber aufregend!) – Bla.

(… schöne Grüße zurück an die täglich grüßenden Murmeltiere…)

02. März 2020

Die Frage habe ich schon so oft gestellt… Vergib mir, herbe Dame Welt! Wo ist dieses Atmosphärische in der sogenannten Realität? Diese „Traumszenen“ sind weitaus bunter, intensiver, sozusagen leuchtkräftiger als alles in der sogenannten Realität Erlebte. Warum ich „Traumszenen“ in Anführungsstriche gesetzt habe, muss und will ich hier nicht erörtern. Das habe ich schon so oft versucht. Man wiederholt sich im Alter, wie ich wiederholt angemerkt habe.

In der letzten Zeit habe ich allerdings immer wieder den Gedanken, dass es beim „Budenzauber“ vielleicht doch um Anregung oder überhaupt Erweckung des Schöpferischen geht. Wenn dem so wäre, wäre Don Quijotte gar nichts gegen mich. Passt schon! Die persönlichkeitsspezifische Tragikomik auf die Spitze getrieben.

Heute ging es um das Bürgerliche… Wie gleichfalls erwähnt, kam vor einigen Monden per Mental-Funk: ‚Das Bürgerliche gibt es nicht mehr!‘ – Das erkläre man jetzt einmal den Bürgern der AfD! Aber dazu vielleicht ein anderes Mal…

Ein altes, großes Haus in einer prächtigen Villengegend mit majestätischen, uralten Bäumen in weitläufigem, parkähnlichem Anwesen mit schmiedeeisernen Zäunen auf sorgfältig gemauerten Sockeln.

Das könnte ein Tagesrest sein. Ich habe gestern Abend nach Tellkamps „Turm“ gegoogelt. Wie wiederholt wiederholt, habe ich immer wieder Zweifel, dass dieses Werk zuerst ein Panorama der verdämmernden DaDaeR wäre. Es scheint mir vielmehr die Erzählung eines grandiosen Beispiels von „Epochenverschleppung“ nach von Rezzori zu sein. Es könnte ein Beispiel eines virtuosen Versuches sein, doch noch die im konstruktivem Sinne bürgerliche Welt von vor dem „Fallen des Vorhangs“ nach Thomas Mann zu halten und zu erhalten usw. Erstaunlicherweise gibt es solche Beispiele auch Jahrzehnte nach diesem Vorhang Fallen immer wieder. Etwa „Grand Budapest Hotel“ ist 2014 erschienen. Ein Beispiel! Wenn man diesen Film sieht, ahnt man vielleicht, was ich mit diesem „Atmosphärischem“ meine. Ich muss nicht mehr schriftlich labern, denn in dem Film ist das eindeutig spürbar.

(… ja ja, ich bin so was von eifersüchtig und merke das als zumindest partiell Alexithymer wieder einmal nicht… bla, bla… selbst wenn ich eifersüchtig wäre, könnte immer noch die Frage erlaubt sein, ob meine Gedanken zum Thema nicht vielleicht etwas hätten… blubb, blubb…)

Es ist nichts wirklich Neues gekommen nach diesem gefallenem Vorhang! Es gab diese beiden Versuche in Braun und in Rot, zu denen man nichts sagen muss, weil deren furchtbare Auswirkungen auf Millionen Menschen bekannt sein sollten. Ich bin immer öfter bereit, diese These zu vertreten, weil ich immer öfter überraschend Bestätigungen für sie finde. Dies unabhängig von dem bekanntem Mechanismus, dass man immer wieder diese Einsicht bestätigende Erfahrungen sammelt, wenn man einmal eine Einsicht entwickelt hat, die Einem die Wirklichkeit besser verständlich zu machen scheint.

Zurück zu meiner Universal-Marginalperson! Ich spaziere mit meinem Stiefbruder (?) durch diese Villengegend. Übrigens habe ich in der sogenannten Realität des Öfteren tatsächlich Spaziergänge als Überbleibsel der alten Gesellschaft mit meinem Stiefbruder unternommen. Natürlich könnte man hier allerdings die Frage stellen, für wen mein Stiefbruder im Traum stehen würde. Aber ich unterlasse diese Frage jetzt, weil mir das in diesem Kontext nebensächlich erscheint.

Ich erkläre meinem Begleiter sinngemäß, dieser Prachtbau, vor dem wir gerade stehen, wäre Firmensitz und Lager eines Betriebes für Schulbedarf gewesen. Hier hätte es Tinte gegeben, jede Art Papier, alle Arten Blei- und Buntstifte usw. usf. Meine Augen oder vielleicht auch meine Augen hinter einer Kamera schwenken dabei über das Haus und es wird ein prächtiges Detail an Fassade und Ausstattung nach dem Anderen sichtbar. Es ist schwer zu beschreiben! Wir laufen um das Haus herum, das dabei immer mehr wie ein fast schlossartiger Block von Gebäuden erscheint. Hinter dem Haus wird zudem der Park geradezu zu einem Wäldchen. Wir steigen einen kleinen Hügel hinauf. Jetzt ertönt eine gewissermaßen typische Hausmeisterstimme. Ihr Besitzer bellt geradezu etwas des Inhalts, wir hätten hier sofort zu verschwinden, sonst… – usw. Man kennt das; auch das ist nicht tot zu kriegen! Weg von die Blumen, spielt mitte Mülltonne! Sinngemäß Heinrich Zille.

Prüfung, Überraschung, offensichtlich nicht bestanden… Bla.

Dann ein Gebäudekomplex, in dem in für nicht nur meine Träume typischer Weise mehrere Bauten sozusagen enthalten sind. Hier sind es das Haus der ewigen Kindheit, Gebäude der beiden von mir besuchten alternativen Gemeinschaften sowie noch ein weder im sogenanntem Traum noch auch in der sogenannten Realität von mir zu identifizierendes Haus.

N i c h t über Abwesende reden geht wahrscheinlich gar nicht…

07. Februar 2020

Was aber ist neu auf dem Traumtanzboden? – Ich will ja hier nicht in Enthusiasmus abstürzen, hö hö hö!

Erst habe ich wieder einmal im Kopf komponiert. Das war lange nicht. Aber das hatte was, was ich da an Tönen gesetzt habe. Kein Größenwahn, keine Selbstüberhebung! – Wo ist so was im sogenanntem Wachzustand, verflixte Scheiße rückwärtig ausgeschiedene Fäkalie von vornehmlich pastenartiger Konsistenz?

Dann wieder quasi 180-Grad-Wende. Ich bin im Süden Münchens in der Nähe der Herberge, in der ich vor etlichen Monden knapp der Obdachlosigkeit entkommen bin. Schon im Traum der Gedanke: ‚Aha, ich werde wieder obdachlos!‘ Das befürchte ich in der sogenannten Realität auch ständig. Die freundlichen Widerworte hochschulisch hoch geschulter Bezugspersoninnen wirken da nicht. Die Budenzauberer sind stärker! Dann kommt ein Typ freundlich auf mich zu, den ich nicht kenne und pumpt mich an, weil er eine Fahrkarte braucht. Ich bemühe mich geradezu verbissen, alles richtig zu machen, die Aufgabe zu lösen, die Prüfung zu bestehen usw. Dass mir Letzteres gelingt, bezweifle ich. Ich kann mich an weitere Details nicht erinnern.

Das sind endlose Wiederholungen der „Prüfungen“ durch meinen unmittelbar vorgesetzten Vorfahren in meiner Vorschulzeit!!! Was jedoch habe ich von dieser Einsicht? – Das beunruhigend beruhigende Gefühl, wenigstens hin und wieder ein ganz pfiffiges Kerlchen zu sein! Is‘ ja auch was, nich‘?

… ick annalüsier mir selba…

15. Januar 2020

Ein Mitarbeiter entschuldigt sich lachend. Das wäre natürlich ein Versehen, ich würde gleich verlegt werden. Ich bin in einem Zimmer erwacht, im dem außer meinem noch vier oder fünf Betten stehen, in denen Säuglinge liegen. Aharhar. Es wird nicht klar, wo der Mitarbeiter arbeitet. Es könnte das Haus der ewigen Kindheit sein. Die Räumlichkeiten erinnern mich jedoch auch „irgendwie“ an die heilend hallenden Hallen des heiligen Joseph in Weißensee.

Dann habe ich vergessen, wo ich wohne. Das hatte ich auch erst etliche Dutzende Male in den Träumen der letzten Dutzend Jahre. Jemand will mich gar hinfahren, mit einem Transporter. Ich sage etwas wie, man könne sich erst einmal Eine anstecken. Zu meinem Entsetzen spüre ich das Verlangen, auch Eine rein zu ziehen, qualmender Weise. Einen weiteren Versuch, erreichte Abstinenz rückgängig zu machen, unternehme ich in einer weiteren Traumsequenz. „Sie machen immer alles rückgängig, Herr Koske, das ist was ganz Altes!“ Bla bla, blubb blubb. Ich speise mit Genuss Fleischstückchen, die an einen Faden geknüpft sind (?) Es könnten Kalbsmedaillons sein und mein Behagen ist leider ganz meinerseits.

In diesem Wohnortsuchtraum knallt sich zum Glück nur der geduldig auf das Abklingen meiner Alzi-Attacke wartende fahrbereite- und willige Bürger eine Kippe zwischen die Kiemen. Mir fallen alle möglichen und unmöglichen Adressen ein, unter anderem eine „Solnystraße“ (?) Wo die sein soll, weiß ich auch im relativem Wachzustand nicht. Nie gehört, den Namen. Seltsamer und wohl auch bezeichnender Weise habe ich während der verzweifelten Suche Bilder von Berliner Straßen im Kopf. Ja, ich soll nach Berlin zurück wollen, aber wie?

Ich habe aber heute einmal gegooglet nach Traumsymbolen. – Ick weeß ja nich, Keule…