Internet beruhigt und integriert!!! Gerade bei schizotypen Schizo-Typen!

Dass ich in gewissem Sinn und Maß eine Art Verkörperung dessen darstelle, was Gregor von Rezzori in einem Akt grandioser Wortfindung „Epochenverschleppung“ nannte, ist mir schon seit meiner körperlichen Jugend zumindest halb bewusst. Mittlerweile jedoch war ich bereits vollends überzeugt, ich wäre schier fossil, weil ich es gruselig finde, dass nicht nur etwa in privaten Blogs, sondern auch und gerade auf Webseiten renommierter Firmen, ja, auch auf denen großer Zeitungen schon beim berühmten oder berüchtigtem erstem Blick Dutzende Fehler zu finden sind, und häufig buchstäblich augenfällig „nur“ Tippfehler. Uns wollte bedünken, und deuchte es Uns denn auch in der Tat, Wir wären als eine Art Professor-Unrat-Verschnitt für das Prekariat miesepetrig-misanthropisch quasi mit Rotstift im Netz zugange.

Nun aber ist alles gut, ich bin beruhigt und integriert, siehe Übersch… – siehe Headline, ha!!! Neuerlich habe ich gewissermaßen Absolution erhalten durch einen Bürger mit jüdischem Hintergrund*, und ist denn mein Entzücken darob völlig meinerseits!

Herr Meyer scheint ein im bestem Sinne eigenartiger Autor zu sein, weshalb ich mich gezwungen sehe, wenigstens ein Buch von ihm zu lesen, zunächst; ist notiert, mehr oder weniger geschätzte mehr oder weniger Abwesende! Äh… – die Bücher sind „vergriffen“, oder wie man da sagt, wenn man voll in und hip usw. ist, Alta!

Scheine ich gezwungen, mich hier zu erregen? Will auch ich als Universal-Marginalperson „mitmischen“, „einmal was zu sagen haben“ usw.? Und da ich fast nichts kann außer was mit Worten, glaube ich, an dieser Stelle warnend-mahnend vor meine zu Recht unübersehbare Nichtleserschaft treten zu müssen? Oder scheint in der Tat etwas Essentielles, ja Existentielles der menschlichen Natur schlicht zu verlottern, nämlich die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in Worten auszudrücken?

Heute im Angebot – Äpfel aus regionalem Anbau!

Natürlich mache auch ich Fehler, denn ich bin, ach herrje, auch nur ein Mensch, aber erstens bin ich permanent am Ausbessern und zweitens tippe ich einsam und verstohlen, mitnichten aber ohn‘ alles Entzücken, am Rande des Internets vor mich hin, ach… Dazu habe ich heute auch etwas gefunden, zufällig (?), und zwar hier; herrlich, dieses Internet, man kommt gerade im Alter nicht drum herum.

Wie forsche Forscher forschen – Wahnsinn! Aber ganz ohne meine üblichen Löffelchen Zynis- und Sarkas-Mus gesagt, habe ich immer wieder das Problem, zuletzt gestern beim angeleitetem Ausfüllen eines gefühlt zweihundertfünfzigseitigen Formulars, dass ich nicht sagen kann, ob ich unter meiner Isolation wirklich leide oder ob das nicht „einfach“ meiner Konditionierung als Vierkäsebreit entspricht, in den prägenden Jahren der Vorschulzeit, und ich vielmehr Angst habe, was die Leute sagen könnten. Diese ist nicht nur spießige Angst vor Scheinproblemen, denn ich bin mehrfach durch heftige aggressive Durchbrüche aufgefallen usw. Dann kommt allerdings noch hinzu – siehe verlinkter Artikel bzw. das darin präsentierte Video.

Äh… – korrekt: bla.

* Der Mann ist wohl nicht Mitglied einer jüdischen Gemeinde, ist nicht gläubig usw., aber Jude ist, und zwar nach jüdischem Recht, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder den Übertritt zum Judentum vollzogen hat.

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