… da war so eine Art Bild…

… heute früh, im Halbschlaf… Nach wie vor werde ich jedes Mal „aufgescheucht“ durch Hupen, Klingeln, Klopfen, Tröten, Pfeifen, Klatschen usw., wenn ich in meine inneren Bilder zu gleiten „drohe“; diese Bilder kennt ja wohl jeder als im Übergang vom Wach- zum Schlafzustand im Grübelkasten aufsteigende solche.

Wie soll das gehen – das geht doch gar nicht?!!! „Weil, so schließt er messerscharf/nicht sein kann, was nicht sein darf…“. – Wieder ein Zitat, hier von Christian Morgenstern, das im ursprünglichem Kontext ein bisschen anders gemeint gewesen sein dürfte und dennoch auch außerhalb dieses Kontextes zutrifft, ein bisschen, wie hier. Bla.

Eine sehr „ordentlich“, d. h., professionell gezimmerte, sehr kleine Blockhütte, mit quadratischem Grundriss von höchstens anderthalb Metern Kantenlänge, stand auf einer Art beräumten kleinen Lichtung in einem Wald. Die Hütte war etwa zwei Meter hoch und ich konnte von allen Seiten durch kleine Fenster, die wie ein Ring unter dem Dach um das ganze Häuschen herum eingepasst waren, in die Hütte hinein sehen. Ich sah keinen Boden, sondern konnte schon beim erstem Blick feststellen, dass die Hütte die Tarnung eines Labyrinthes unter der Erde war, wobei der Gang, in den ich hinein sehen konnte, ebenso fachmännisch angelegt war wie das Blockhäuschen. Er war sauber ausgekleidet und beleuchtet, und zwar nicht mit Fackeln oder dergleichen, sondern offenbar mit Leuchtstoffröhren.

Was ist das denn? Verarbeitung der mehreren Dutzend Folgen von „Stargate – Kommando SG-1“ sowie „Stargate Atlantis“, die ich mir in den letzten Wochen neuerlich reingezogen habe? Ja, natürlich ist das Eskapismus, aber nachdem mir 1986 quasi mein ohnehin immer fragil gewesener Innenraum demoliert wurde und ich mich seitdem frage, wer da wie und warum zugange war, brauche ich immer einmal wieder z. B. Serien als kleinen Familienersatz usw.; siehe entsprechende Aussagen von Medienwissenschaftlern. Außerdem durfte ich neuerlich feststellen, dass viele der erzählten Geschichten im mehrfachem Sinne phantastisch sind und viele der darin schauspielenden Schauspieler grandios, bla.

Dieses innere Bild lässt aber wieder einmal leise Hoffnung in mir aufkommen, dass ich doch noch, igitt, Phantasie lernen könnte und aufhören, mein Leben abzudienen wie ein Buchhaltungsfeldwebel seinen Dienstablaufplan (womit ich nichts gegen Feldwebel sagen wollte, zefix!). „Paschke, hör auf zu träumen – wir lernen Phantasie!“, hieß es in einem Sketch der „Distel“ vor der Wende; war nicht alles schlecht, genau…

Das ist das existentiell Wesentliche, nicht Hartz IV usw., aber das scheint schwer zu vermitteln, eher gar nicht…

Hat was, echt. – Nämlich den Gegenwert von etwa 20 Stunden Kunsterziehungsunterricht. Aber das liegt an mir (?), ich habe nicht richtig mitgemacht…

***

Ansonsten – das Übliche, was sonst! Ich „bin“ wieder einmal, und das ist furchtbar originell, weil wir das noch nie hatten, vonna Stasi und habe die Wende verpennt, was sich in bewährter Weise dergestalt äußert, dass ich meine Berichte schreibe.

Usw. – ganz toll! Nein, das kommt nicht (nur) in Mental-Funksprüchen; die ganz reale Bürgerin Dame gestern in diesem Laden hat ganz offensichtlich bewusst schön laut das Wort „Stasi!“ intoniert, und habe ich denn nachher auch stundenlang ins Kissen geschluchzt fürwahr! Leider gelingt es mir auch nicht (mehr), die ganze beknackte Angelegenheit mit Humor zu nehmen, siehe, gnihi, Kristall-Rainer in „Herr Lehmann“, vielmehr werde ich unwirsch, und das ist gefährlich.

Es ist sinnlos, solchen Leuten erklären zu wollen, was sie eigentlich mit Stasi meinen, und dass die nur in ihren Köpfen ist. Unzählige Menschen mussten erleben, dass sie von Autoritäten nicht in der Weise und Intensität wahrgenommen wurden, wie sie es zu Recht erwartet haben insbesondere als Vierkäsebreit, und sie haben sich damit abgefunden und das Defizit zum Vorzug und zur Stärke umgedeutet, und nun empfinden sie es als Provokation oder gar Angriff, wenn jemand wie ich als anachronistischer, wenn nicht fossiler Epoché-Mensch herum schlurft, der im Sinne Sloterdijks reanimiert zu werden sich nach wie vor sträubt, irgendwie nie richtig da ist, wo er ist, sich scheinbar immer und überall an abwesende oder überhaupt „nur“ virtuelle Autoritäten wendet anstatt an anwesende Personen usw. usf. – Ist nicht zu vermitteln; ist zudem Psycho-Club, kann weg! Aber – da ist viel Wut, da ist viel Wut! Im Auge behalten, den Ost-Koske!

Seit Wochen frage ich mich, wie ich seit Wochen erwähne, warum seit Wochen der Mental-Funk gewissermaßen in Quantität und Lautstärke herunter gedreht wird. Ich vermute, denn natürlich habe ich ’ne Theorie, denn das ist störungsspezifisch, dass jemand angefangen haben könnte, mir zu glauben, dass ich nicht spinne, phantasiere, psychotisch bin usw.

Das habe ich mich ja auch schon des Öfteren gefragt – was passiert, wenn plötzlich der Budenzauber aufhört? Dann glaube ich nach kurzer Zeit selbst nicht mehr dran, „Weil, so schließt er messerscharf/nicht sein kann, was nicht sein darf…“, und bin dann noch unglaubwürdiger als offenbar ohnehin schon, heule heule heule…

Es kommen auch die üblichen Mental-Funksprüche. ‚Will nich‘ mehr arbeiten, weilla Abitur hat!‘, ‚Wartet Tatsache, dass er rausgeschmissen wird!‘

Usw. usw. usf. – Nix Neues in Koskanien! Täglich grüßen gefechtsfähige Bataillone von Murmeltieren!

So. – Und jetzt muss ich wieder meine Pflicht erfüllen; eine Rechnung bezahlen sowie um die Wiederholung, oder so ähnlich, eines Termins bitten, den ich gestern „vergessen“ habe; Freud Euch des Lebens – es lebe die Libido!

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