1089 Wörter. – Ich bin nicht zufrieden…

Es ist alles halb ausgegorenes Zeug! ‚Er dichtet doch nich‘, er dichtet doch nich‘!‘ Auch habe ich die Geschichte schon einmal gepostet; den damaligen Text habe ich allerdings mit vielen anderen in ein schwarzes Loch im virtuellem All saugen lassen, aber immerhin habe ich den Sachverhalt doch jetzt poetisch ausgedrückt, nicht wahr? – Guckst du hier, nämlich…

***

Der Bereich, über den sich die überwiegende Mehrheit geeinigt zu haben scheint, dass er die Wirklichkeit wäre, zählt offenbar nicht; der Budenzauber ist stärker.

Gestern war ich wieder bei einer Art Coaching, zu der ich etwa alle vier Wochen gehe, und fühlte mich dazu ermuntert, etwas zu versuchen, was ich vor etlichen Jahren schon einmal im Hinterkopf hatte und was eigentlich auch naheliegt. Es handelt sich um eine Möglichkeit, mein täglich Brot und hinreichend Aufstrich dazu zu verdienen jenseits des sich Abnutzens in Hilfsarbeiten. Keine Namen – magisches Denken; was ausgesprochen ist, ist erledigt usw.

Kaum hatte ich mich, tatsächlich ein wenig beschwingt, vom Ort des Gesprächs einige Dutzend Meter entfernt, musste ich bemerken, dass die Hauptverwaltung Budenzauber mich im Blick hatte; von einem Motorrad kamen „Kommentare“, die sich eindeutig auf das eben stattgefunden habende Gespräch zu beziehen schienen. Es gibt für mich keinen sicheren Ort, wie das Phänomen auch oder gerade in der Traumatherapie genannt wird; wie mehrfach erwähnt, werde ich auch jedes Mal aufgeschreckt, wenn ich im Halbschlaf in meine inneren Bilder zu gleiten „drohe“.

Gute Arbeit – von wem auch immer!

„Psychose“? Ich weiß ja nicht… Es ist sinnlos, darüber zu lamentieren, was ich gestern wieder gemerkt habe; ich bin gar nicht mehr in der Lage, in einem Gespräch auf das Thema Budenzauber zu kommen. Okay, das ist ja jetzt auch keine Therapie, aber trotzdem… Ich schreibe das aber dennoch immer wieder auf, weil mich das ein bisschen entlastet.

Heute nacht eskaliert das dann sozusagen. Eine heftige Prüfung, einen Job betreffend, und ich habe nicht bestanden, wie immer, aber so krass wie lange nicht. Es geht um Zeitungszustellung – im räumlichen und im übertragenem Sinn weit entfernt von dem, was ich gestern ins Auge gefasst habe. Ich befinde mich mit der Zeitungskarre in der Erich-Weinert-Allee in Iron Hut City, etwa auf Höhe des Dokuzentrums Alltagskultur der DDR.

Das fast immer wieder in den Traumprüfungen Erscheinen von Landschaften meiner Geburts- und Heimatstadt zu deuten, bedarf es keinerlei psychologische Vorkenntnisse – Ankommen, nach Hause kommen, Landen usw.; ich wiederhole dennoch auch das bewusst und absichtsvoll.

Eine Gruppe Kids, vielleicht 14 Jahre alte Viertelstarke, amüsiert sich köstlich bei dem Versuch, die Zeitungspacken in meiner Karre mit Feuerwerkskörpern oder dergleichen anzuzünden. Mir gelingt es zwar, das Feuer zu löschen, aber mir ist schon im Traum klar, dass ich nicht bestanden habe, zumal mir ein Kollege helfen will und wir feststellen müssen, dass eine zweite Karre völlig verschwunden ist. Die ganze Atmosphäre ist wie lange nicht bedrohlich, ungut gespannt, aggressiv usw.

Davor bin ich noch bei einem anderem Job, womöglich aber im Sortierraum des Zustellstützpunktes, und dort merke ich schon im Traum, dass ich, gleichfalls im doppeltem Sinn, gehen kann, weil ich gar nichts packe, und ich gehe dann auch.

Trallala…

PS: Mit dem hier gepostetem Posting habe ich gar 1612 Worte getippselt; 161,2 % Jack-London-Tagesnorm, hoho…

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17 Antworten auf 1089 Wörter. – Ich bin nicht zufrieden…

  1. Gisela Schall sagt:

    „aber immerhin habe ich den Sachverhalt doch jetzt poetisch ausgedrückt, nicht wahr?“

    … ja, das hast Du… und gar sehr…Herr Koske
    …und habe ich mich ob der geschilderten Heizer-Geschichte gar köstlich amüsiert, brillant geschrieben, obwohl mir schon klar ist, dass die Situation in der damaligen Zeitphase für Dich wohl eher nicht komisch war… LG und einen freundlichen Tag!

    • Herr Koske sagt:

      Ist das so? – Das entfüllt mich mit Erzücken; ich frage mich nämlich immer, ob das Zeugs jemand lesen würde, wenn es denn mal als gar artiges Büchlein vorliegen täte, trallala… ich bedanke mich altertümlich manierlich…

      (… womöglich habe ich eine Fanin, ha, oder wie „Fan auf weiblich“ heißt – ich muss mein Blog löschen, es besteht die Gefahr einer Bindung…)

      Mit innerem gerührtem Schniefen

      Herr K. aus E.

      • Gisela Schall sagt:

        Moin, na dann freu Dich doch!
        Und weise ich denn hiermit freundlich darauf hin, daß ich nicht jemand bin… soll´n Witz sein… natürlich bin ich jemand…!

        …Deinen Blog mußt Du auch nicht löschen, es besteht keine Gefahr…

        • Herr Koske sagt:

          Hau ruck! Hau ruck!!! – Hm. Ich glaube, ich freue mich immer noch nicht…

          (… sorry… das Löffelchen Zynis-Mus dreimal täglich als Überlebensmittel… ich hoffe, Du spielst noch mit mir [„Diese infantile Diktion verweist auf das zumindest rudimentäre Vorhandensein histrionischer Strukturanteile!“; Ihre Dr. Anna Lyse]…)

          (… es gibt ja Frauen, die behaupten, dass Männer grundsätzlich bindungsunfähig wären… was meinen Sie dazu, Frau S. aus dem schönen Macronesien…)

          • Gisela Schall sagt:

            „ich hoffe, Du spielst noch mit mir“
            Klar, Du bist mein Bruder!

            Was manche Frauen/Männer behaupten… ich denke, es gibt überall solche und solche.

            • Herr Koske sagt:

              … hach, isses schön… Poesiealbumstimmung kommt auf… (ja ja, Herr Koske macht wieder alles kaputt; das is‘ was ganz Altes, bringen Sie das in die Gruppe)…

              Ist das jetzt ’ne geklärte Beziehung? – Ham wir nich‘ behandelt! Wäre ja cool, wenn man dergleichen behandeln täte, das wäre dann wirklich Lernen fürs Leben… aber dafür kann ich Generationswechsel der Moose und Farne – das hilft mir…

              (… Symptomgeschwister… Vorsicht…)

              Mögen die Lavendelfelder blühen! (… ich glaube, die sind weiter unten, im Burgund und so [?]… Das Land ist außerdem bekannt für seine Weine und die raffinierte Küche, hihi… sagt Tante Wiki…)

              „Herr Koske, Sie reden zuviel!“ – Herr K. verstummt. – Vorübergehend!

              • Gisela Schall sagt:

                (Lernen fürs Leben… und Lernen im Leben)
                Ich weiß nicht, was eine „geklärte Beziehung“ sein soll.
                Ich meine, wir kommunizieren.
                Und das ist doch ok?

                …Provence… Valensole…
                Hier blüht aber auch Lavendel.

                • Herr Koske sagt:

                  … vergiss es – Old Ron brabbelt… er ist indoktriniert…

                  Wo Du es sagst, fällt es mir auch ein (oder so ähnlich). Ich hatte gar nicht geschnallt – das Alter! -, dass „Provence“ ’ne Region ist, im Sinne einer Verwaltungseinheit, ich dachte (ich pflege zuweilen zu denken, wir berichteten!), es wäre ’ne Landschaftsbezeichnung, wie Schwarzwald oder Lausitz… – Wir bitten um Verständnis – die nicht vorhandene Redaktion!

                  • Gisela Schall sagt:

                    https://de.wikipedia.org/wiki/Provence
                    – jetzt hab ich tatsächlich nochmal bei wiki nachgesehen –
                    Provence, da hat Vincent Van Gogh gemalt.

                    Was dort wirklich ganz speziell ist, ist das Licht und die Atmosphäre.

                    • Herr Koske sagt:

                      Tante Wiki hat auch Heimatkunde drauf! – Aber im Ernst: meine geographische Allgemeinbildung ist auch nicht dat Jelbe von dat Ei!

                      (… faszinierend – jetzt klappt das mit dem Einrücken der Kommentare… hat der Meister wohl im Hintergrund geschraubt…)

                      Ratatouille – Wahnsinn!

                    • Herr Koske sagt:

                      Ha! Ich habe mich ertappt! Die oben von mir verlinkte Karte mit den macronesischen Regionen ist gar nicht aktuell; die Einteilung ist jetzt so… Ha!

                    • Gisela Schall sagt:

                      .. Mann, Herr Koske, …beim Anblick der Ratatouille … HUNGER!
                      (Ich ess hier grad zwei Scheiben Brot…)

                      Die Landschaftskarte ist richtig schön bunt…

                      Ja, Provence, ist eine faszinierende Landschaft und es gibt dort auch noch so was wie „Wildnis“. Das Licht und die Atmosphäre und die Düfte im Sommer, wenn Lavendel, Thymian, Rosmarin und alle diese herrlichen Kräuter blühen das ist schon besonders… LG

  2. Herr Koske sagt:

    … äh… – das war es dann mit dem Einrücken; mehr als 10 Kommentare geht nicht, muss ich mal kieken mitte Oogen…

    (… aus unserer Serie „Ost-Koske will auch mal angeben, nachdem er im Internet gelesen hat, dass Männer angeben müssen“… – Der Klient ist sehr unruhig…)

    Kennst Du den Film? – Wenn nicht, bin ich enttäuscht… So.

    Nach längerer Beratung mit meiner inneren Gruppe bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich an der Tatsache, dass Frau S. Brot isst, nicht schuld bin.

    In diesem Sinne – an guadn! Hä-ähm!

    • Gisela Schall sagt:

      „(… aus unserer Serie „Ost-Koske will auch mal angeben, nachdem er im Internet gelesen hat, dass Männer angeben müssen“… – Der Klient ist sehr unruhig…)“

      („Du glaubst hoffentlich nicht alles, was im Internet steht…aber Du hast schon Recht, manchmal müssen Männer und Frauen auch auf ihre Qualitäten hinweisen, sonst merkt´s womöglich keine/keiner…“)

      Du bist auch nicht schuld an meinem „Brot-essen“. Ich mein, ich hab mir die beiden Scheiben ja selbst gemacht und selbst gegessen…

      Den Film kenn ich nicht. Jetzt bist Du enttäuscht? LG

      • Herr Koske sagt:

        … ja, jetzt hasse ich Dich ein bisschen (Geht ab. Schluchzt ins Geschirrtuch)

        (Einwurf Sicherheitsfachkraft: „Alles Lüge – der Kerl hat gar kein Geschirrtuch; wozu auch, er hat auch fast kein Geschirr! – Im Auge behalten, den Mann!“)

        Ich bin überzeugt, sicher sein zu dürfen, dass Dir der Streifen behagen täte; man sagt „Streifen“, denn das hat so was Weltmännisches, *hüstel*…

        In diesem Sinne – sonnigen Sonntag!

        Old Ron, der Düsterwicht

        • Gisela Schall sagt:

          „(Einwurf Sicherheitsfachkraft: „Alles Lüge – der Kerl hat gar kein Geschirrtuch; wozu auch, er hat auch fast kein Geschirr! – Im Auge behalten, den Mann!“)“

          -> „Minimalismus“ (sehr lobenswert Herr Koske! – Ich wär froh, ich wär auch schon so weit – es gibt (immer noch) zu viel in meinem Haushalt… das „Kreative“, ich berichtete nicht….

          Dir auch einen sonnigen Sonntag, möge er Dich freundlich begleiten, sagte Freitag… (das Video von wegen Politik ist echt Klasse! Danke für den Hinweis!- da sind mehrere Sätze, welche mir gar sehr gut gefallen und die ich üben sollte und die ich mir wohl schriftlich daniederlegen muss, weil ich sie sonst nicht „behalte“… es ist nicht das Alter… es ist wohl sowas wie Gehirntraining…) Robinson Crusoe… (meine Gedankenverbindungen sind selbst für mich manchmal sehr überraschend…) LG

          • Herr Koske sagt:

            Du liebes bisschen! „Minimalismus.“ Das ist ja mal ’ne Umdeutung! Du solltest vielleicht im Freudeskreis Anna Lyse werktätig werden. „Wir geben Ihrer Krise einen Namen, hurra!“

            Ja – das ist ja das „Verdrehte“; um sich zu informieren, zieht man sich die Kabarettisten rein, wenn man böse ablachen will, eine Bundestagssitzung bei Jutjup. Da is‘ was ver-rückt… (ich kenne mich aus, ich bin Schizo; bzw. ich spiele den Simulamten)…

            … diesen Satz finde ich grandios: „…meine Gedankenverbindungen sind selbst für mich manchmal sehr überraschend…“ Das ist ein gutes Zeichen!

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