Trallala (vorläufiger Arbeitstitel)

War es das jetzt? Bin ich wieder im Trott? Ich merke, wie alles Andere versinkt, das mit den Textouren und auch die Klangbildhauerei, und ich mich nur noch auf den Job konzentriere; ich bin innerlich immer gespannter, desto näher der Augenblick rückt, an dem ich mich auf den Weg machen muss, so dass ich nichts Vernünftiges mehr zustande bringe in meiner kargen zwar, aber doch auch behaglichen Klause, und das habe ich alles schon -zig Mal durch, und ist es denn ein Greuel fürwahr… Oder ein Gräuel? Ach was, drauf defäkiert!

Also doch das typische Muster von Suchtkranken, die, und das steht auch im Internet, Schwierigkeiten haben oder gar unfähig sind, emotionale Erfahrungen von einem Lebensbereich in einen anderen zu übernehmen? – Nichts Genaues weiß man nicht, aber wir bleiben dran; ich bin ja jeden Abend breit wie ’ne Natter…

(… das ändert, selbstverständlich, nichts daran, dass ich nach wie vor Rückmeldungen erhalte, bzw. „Rückmeldungen“, dass ich nicht arbeiten gehen wolle, zu blöd wäre, ’ne Bewerbung zu schreiben usw. … es ist gar kein Jammern… ich bin immer wieder verblüfft und, ja – fasziniert von den Abläufen, die da ablaufen, und das hat wahrscheinlich, ich sagte es letztens schon, etwas mindestens Groteskes… außerdem – wo soll ich denn so was sonst los werden, wenn nicht beim Schlurfen durch mein Bloghaus… ich schlurfe – das Alter, wir berichteten… )

(… Wirklichkeit wird gemacht… Wirklichkeit ist, worüber sich eine Gruppe geeinigt hat, dass es Wirklichkeit wäre, wie ein kluger Mann gesagt hat, und dies jetzt ohne Ironie usw. gesprochen… und da wollen mich Leute in ihre Wirklichkeit zwingen, während sie meine einfach ignorieren… ein Problem dabei ist, dass die in der Gruppe sind, und ich bin isoliert, was allerdings meiner frühen Prägung, wenn nicht Konditionierung entspricht, was wieder keiner wahrhaben will… das ist für mich „normal“, mitnichten reite ich einsam in den Sonnenuntergang usw…. bla…)

(… meine Unfähigkeit, eigenen Antrieben zu folgen, mein unbestimmtes Verhalten, meine völlig untypische Grundhaltung eines epoché-Menschen sind derart eskaliert, dass ich von rechthaberischen Übertragungen sozusagen vereinnahmt wurde… ich gebe nicht auf, darüber zu knobeln, was da 86 abgelaufen ist… süüüß…)

Aber… – Wie im richtigem Leben kommt ein „aber“! Es hat sich, igitt, etwas geändert, und immerhin bekomme ich es mit; auch im Alter ergeben sich Ressourcen, mit denen man nicht gerechnet hat, *hüstel*…

Zunächst sind diese eben oben angedeuteten Wahrnehmungen deutlich abgeschwächt. Dann jedoch, und eigentlich vor allem, ist dieser Job etwas Anderes als alles, was ich bisher versucht habe als Knuff- und Muchelbube. Der Laden ist eine Fundgrube, nicht nur, was Bücher angeht, sowie weitere, boah, Medien, und keineswegs nur in meiner Wahrnehmung. Allein, was da Leute, Bürger, Mitmenschen, Anwohner usw. in den letzten Tagen vorbei gebracht haben, wäre schon ’n Fünftel Ausstattung für ’ne eigene Wohnung, die ich zwar sowieso nicht mehr kriege, uäääh, aber es geht ums Prinzip und ich bin ohnehin Theoretiker, bla.

Ich bin voller Misstrauen – mir gegenüber… Das hatte ich ja nun bei einem Dutzend Jobs, dass Leute mich nicht nur auf Anhieb positiv bewertet haben in meiner Werktätigkeit, sondern gar überzeugt schienen, und das mehrfach auch deutlich geäußert haben, ich wäre sehr geeignet für genau diese Verwendung oder Laufbahn oder wie auch immer. Hihi. – Bzw. auch nicht „Hihi“. Die chronische Chamäleonose (morbus zelig).

… okay, das waren jetzt fünf Wochen… und ab nächsten Montag, boah, schmeiße ich den Laden 20 Stunden in der Woche, von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr… das habe ich jetzt nur wegen der tollen Formulierung dergestalt formuliert, denn ich arbeite nicht allein… auch das ist mir erst nach paar Tagen gekommen, dass ich schon seit vielen Jahren nur Jobs gemacht habe, bei denen ich allein gewerkelt habe… es scheint aber ganz gut zu laufen, obwohl ich es nur mit reifen Frauen zu tun habe… mit der Formulierung habe ich gleich wieder ’n Treffer gelandet, die schleicht mir jetzt nach als running gag bzw. eben schleiching gag…

Herr Koske – was wollen Sie denn noch – das ist doch optimal! Seien Sie doch endlich mal happy!!!

Hau ruck! – Geht nicht, scheiße… Über meine Ausdrucksweise hatte ich mich bereits ausgedrückt; ich bin Unterschicht, zum Einen, und dann komme ich aus dem Osten, und wir hatten, wir berichteten, zu wenig Buchstaben.

Egal, ich, boah, shopjobbe jetzt erst einmal ein paar Monate, und dann werde ich sehen, ob Einer kiekt. Ohnehin ist die Maßnahme befristet, vorläufig, bis 25.08. a. c. Erichs Geburtstag, und ein Tag vor meinem, gnihi; angeblich werde ich 58, was nun wirklich der Gipfel ist. – Wenn alles anders gekommen wäre, würde man E. H. jetzt als 106jährigen im Rollstuhl auf diverse Bühnen und Tribünen schieben, und jemand hätte ’n Nationalpreis empfangen für die Entwicklung einer Politbüromitglieder-Wink-App (POLIBGLIEDWINKA).

(… zum Thema Alternativweltgeschichten habe ich mich auch bereits geäußert, was ich hier erwähne, um neuerlich zu beweisen, dass meine Wahrnehmung zumindest temporär adäquat scheint… genau – *hüstel*…)

So.

Dieser Beitrag wurde unter Budenzauber, Nabelbohrungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.