Im Traum habe ich nicht nur  e i n e  Scheibe

Es kommt wohl zu einer Art Versöhnung, aber die Szene, an die ich mich im Traum erinnere, ist auch nur geträumt; vor etlichen Monden. Jedenfalls wirkt mein Vater sehr entspannt und mir freundlich zugewandt. Auch wieder heftige Heulerchen; ich muss das runter machen, das ist mir peinlich; das innere Kind ist wohl wieder einmal am Abkacken, sorry. Es kommt dann auch im Traum die „halluzinierte“ Rückmeldung, mein Vater wäre tot.

Wie behandelt man angeblich psychotische Symptome im Traum? Muss man im Traum Neuroleptika eindrehen? – Ja ja, Zynist

Ich liege auf einer Art Isomatte in einem sehr großem und hohem und luxuriös eingerichtetem Wohnraum, dessen Wände auf zwei Seiten vollständig von in der Art von Schiebetüren zu öffnenden, sehr dicken Glasscheiben gebildet werden. Das könnte ein Tagesrest sein; unlängst habe ich einen Kumpel in seiner WG besucht, dessen Balkon, oder vielmehr wohl Loggia, mit ähnlich dicken Scheiben versehen ist.

Die Glaswände grenzen an eine ebenfalls prachtvolle Passage mit Läden, Boutiquen usw. Das scheint aber niemanden zu wundern, die Passanten laufen vorbei, als wäre es ganz normal, in dieser Weise in ein Luxusapartment bzw. in ein Appartment sehen zu können; beide Bezeichnungen könnten zutreffen.

Als ich feststelle, dass es zieht, weil zwei Scheiben eine Hand breit auseinander geschoben sind, und auf die Lücke zu krieche, um sie zu schließen, werden die Scheiben plötzlich mindestens einen Meter weit auseinander geschoben und zwei vielleicht zwanzigjährige Mädchen stürmen herein. Beide kommen mir bekannt vor, obwohl ich sie weder im Traum noch auch im sogenanntem Wachzustand zu identifizieren vermag; ein Phänomen, das ich bereits -zig Male in meinen sogenannten Träumen erlebt habe. „Wer hat sich das ausgedacht?“, Frau N. Hagen. Nie werde ich es erfahren, ach…

Der Einbruch des Lebens in ein sorgfältig gehütetes Lebensfeld, hat jemand sinngemäß, nur fast wörtlich, die, yeah, Plots, der frühen Novellen Thomas Manns zu charakterisieren versucht, und das musste jetzt kommen, korrekt.

Beide Mädchen haben schwarze halblange Haare mit bunten, vor allen grünen Strähnen, und beide stürzen sich geradezu auf mich. Ich reagiere mit magischem Denken, indem ich, mit der Bettdecke bis zum Hals, die Augen schließe in dem infantilem Glauben, dass mich jetzt keiner sehen könnte, har har. Trotzdem beginnt mich eines der beiden Mädchen heftig abzuknutschen, worauf ich, natürlich, aufwache…

Durch Windböen, vor denen gewissermaßen offiziell, weil im Wetterbericht gewarnt wurde, dringt tatsächlich, d. h., auch in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, stoßweise kalte Luft in meine karge Klause, und ich habe zudem die Heizung abgedreht, was alles meinem welkendem Körper nicht gut tut, trallala.

So vergehen die Tage, oder vielmehr die Nächte, die auf Erden mir gegeben sind; rettet mich goldlockigen Jüngling denn keiner, ach?

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