Rauchzeichen. – Neu: auch im übertragenem Sinne!

Heute nun wurde mir die zuletzt mit meiner Begleitung befasste Mitgliedin des Freudeskreises Anna Lyse im Traum erschienen, und das musste kommen, aber ich will das nicht vertiefen, denn immerhin hat sie sich bemüht; nicht etwa nur in diesem Traum, sondern überhaupt und insgesamt in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. „Die Lösung der Aufgabe ist sehr mangelhaft, aber es ist ehrliches Bemühen erkennbar, daher hier kein Prädikat ‚Ungenügend‘ vergeben wird.“, gezeichnet Unleserlich, Leeranalytiker.

Alles klar! Ja, ich bin arrogant und ein undankbarer Knilch; ich erwäge, wieder mit dem Rauchen anzufangen, um jederzeit Asche zum aufs Haupt streuen zur Hand zu haben.

So.

Das allerdings stimmt mich sehr nachdenklich, und das meine ich nicht nur witzig, und es soll auch keine Entschuldigung für das krasse Gebaren des gefährdeten Gefährders sein, aber ich denke seit einiger Zeit über die Ausstrahlung nach, die ich offenbar haben muss, andernfalls mir Leute nicht Suchtdruck unterstellen würden.

Allerdings bin ich mir Wochen nach einer entsprechenden Rückmeldung noch immer nicht sicher, ob diese pseudohalluzinatorisch oder real war. Ich habe zwar während des größten Teils der Zeit, die ich in meinem kargem zugleich und behaglichem Stübchen verbringe, Kopfhörer auf oder in den Ohren bzw. Ohropax in denselben, aber manchmal stelle ich mich ungeschützt der argen Akustik der Postmoderne, beispielsweise beim experimentellem Nachvollzug der Erfindung des Hackepeters, der von sogenannten normalen Männern meist „Rasieren“ genannt wird.

Nikotinsucht ist eine Sucht; nach Aussage der US-amerikanischen FDA gar stärker als Heroinsucht. In den letzten Jahren meiner Körperkonservierung durch Eigen-Räuchern habe ich fünf Schachteln am Tag gequalmt, d. h., deren Inhalt, feinste sowohl als auch männlichst herbe Marlboro zum sagenhaftem Niedrig-, wenn nicht gar Schleuderpreis, aber ich will auch das nicht vertiefen, um die Quellen zu schützen, *hüstel*. – Allerdings ist die FDA, um wieder einmal mit meiner Viertelbildung zu glänzen, in gewissem Sinne negativ besetzt, denn das war die Behörde, die Wilhelm Reich kaputt gespielt hat. Korrekt, das war der Typ mit dem Orgasmus-Scheißhäuschen und dem Wetter machen; die haben doch alle selber – Ihr wisst schon…

Ich habe schon wieder vergessen, wann genau ich aufgehört habe; es war an einem 15. Januar, und der Entschluss zu abrupter Total-Abstinenz war, natürlich, Inhalt eines Silvestervorsatzes, ha, aber ich habe neuerlich verdrängt, ob es sich um den 15. Januar 2005, 2006 oder 2007 handelte.

Angeblich geht es mir jetzt besser, und überhaupt ist angeblich nach derart langer Abstinenz der gewissermaßen ursprüngliche, „normale“, dem gesundem, d. h., nie geraucht habenden Zeitgenossen entsprechende Zustand insbesondere von Lunge und Herz wiederhergestellt, was ich mit meiner üblichen Arroganz zu bezweifeln wage. Natürlich bin ich oft ein arroganter Fatzke – na und? Auch Arroganz ist eine erarbeitete Leistung; dumm ist man mühelos. Korrekt – auch damit kenne ich mich aus! Es gibt auch etwas wie Bauernschläue, bei eigentlich nicht hoher Intelligenz, und andererseits das Phänomen des sogenannten salondebil Seins, von dem ich ein garstig Liedchen pfeifen könnte fürwahr, was ich aber aus zumindest rudimentär vorhandener Rücksicht auf meine Mitbürger unterlasse.

Bla.

Auch habe ich in den letzten Monden in diesem Internet, dem man gerade im Alter kaum auszuweichen vermag, *hüstel*, mehrere Meldungen gefunden über die Nach- und insbesondere Spätfolgen lebensgeschichtlich früher und reichlicher Gabe von Phenobarbital. Ich bilde mir beileibe nicht ein, es als Erster bemerkt zu haben, bin aber ein bisschen stolz darauf, es auch wahrgenommen zu haben, aber das Phänomen, dass beim sozusagen Neukonstituieren einer Diagnose scheinbar plötzlich -zig Tausende von dieser Diagnose Betroffene gewissermaßen sich melden, ist durchaus in meinem Wahrnehmungsbereich präsent oder so ähnlich.

Andererseits wurde man, hatte man Symptome eines Krankheitsbildes, bevor dieses von hochschulisch diplomierten Äskulapstabspringern akkurat beschrieben wurde, immer „irgendwie behandelt“, oder gar nicht. Pech gehabt – falscher Ort, falsche Zeit; Tel Aviv ist was fürs Leben oder wie die Franzosen da sagen.

Nun ist es mir nicht nur einmal passiert, was auch niemanden überraschen kann, dass mir auf den Kopf zugesagt wurde, dass ich ADHS hätte oder zumindest als Kind gehabt hätte. Das ist korrekt – aber was habe ich davon? Ich bin als Vierkäsebreit mit Lepinaletten zugedröhnt worden, unter anderem, einem Antiepileptikum, dessen Wirkstoff eben oben erwähntes Phenobarbital ist. Abgesehen davon, dass auch das nicht lustich ist, denn es gibt zum Thema krasse Stories im Netz, macht das Zeug süchtig, tada! – Ich muss meine Vorgesetzte konsultieren, Brigadier General Krssdiplpffst.

Das war das Wort zum Sonntag, als Pflichtübung einer Marginal-Person, die sich auch im hohen Alter noch bemüht, irgendwie zu Potte zu kommen als Wortsetzer im Sinne eines vom Belletris-Tic Ereilten. – Oder so ähnlich, trallala.

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