Schon mehrfach habe ich diese These bzw. „These“ im Blog gepostet

Natürlich könnte man sie als Ausdruck des typischen Symptoms „Theoriebildung bei Störungen des schizoformen Spektrums“ werten; „Wir sind ein freies Land!“, wie es in amerikanischen oder in den Staaten spielenden Filmen immer heißt. – Was Letztere angeht, ist mir nämlich eben „Out of Rosenheim“ eingefallen; das sind Assoziationen, mein lieber Freud, äh… Freund.

Vielleicht heißt es das aber beim gegenwärtigem vereinigtstaatlichem übergroßem Vorsitzenden eher nicht, *hüstel*. Immerhin, die Tochter ist der Hammer, und sie kommt die Tage nach M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, und ich bin gespannt, ob ich München-Verbot bekomme; ein bisschen Narzissmus muss sein! Wie gesagt – ich würde mich beobachten lassen! Lieber überwacht werden als gar nicht wahrgenommen, und das habe ich nicht nur lustich gemeint, und dazu komme ich auch noch in den nächsten fünfzig Jahren, neuerlich *hüstel*…

Ich schweife ab, und ist das nun freie Assoziation als Technik geistiger Arbeit oder bereits Gedankenflucht als Symptom geistiger Störung? – Wir bleiben dran, wir berichten, wie mehrfach berichtet.

Genug geblödelt! („Hört! Hört!“)*

Ich habe die Vermutung geäußert, dass auch das lange Verharren von Dr. Kohl in seiner Leitungsfunktion etwas mit dem, igitt, Unbewusstem zu tun haben könnte, und zwar dergestalt, dass er durch seine Person etwas weit über seine Person hinaus wirkendes Existentielles ausdrückte, nämlich das berechtigte Gefühl, es geschafft zu haben, nachdem man im und nach dem Krieg furchtbar gehungert hat usw. usf.

Nun stellt sich dieser Mann hin, der wie viele Menschen mit großem körperlichem Volumen** den Raum mit sich füllt auch im metaphorischem Sinne, und leckt sich die Lippen, als hätte er eben einer besonders edlen Bratensoße genossen usw. – Hier nochmals der Hinweis, dass die von mir in den Medien gefundene sinngemäße Frage, wie denn Kohl sich solange habe halten können, obwohl er eigentlich kaum echte geistige Impulse gegeben habe, keineswegs von einem politischem Gegner gestellt wurde, sondern von einem Parteifreund.

Nun habe ich diesen Gedanken bestätigt gefunden an einer Stelle, an der ich das nie erwartet hätte, nämlich in dem mittelkürzlich schon erwähntem autobiografischem Buch von Gregor Gysi. Es geht um den Hungerstreik, in den er mit etlichen Mitgliedern seiner Partei 1994 getreten ist, weil die Zahlung der eingeforderten Körperschaftssteuer das Aus für die Partei bedeutet hätte.

„Übrigens führte ich später ein Gespräch mit Helmut Kohl, in dem er mir erklärte, was Hungern ist. Seine Kinder, ich selbst und nachfolgende Generationen wüssten das – zum Glück – nicht wirklich. Man hungert nicht, wenn man vorübergehend auf Nahrung verzichtet, ob nun freiwillig oder nicht. Hunger setzt erst dann ein, wenn man nichts zu essen hat und nicht im Geringsten weiß, wann und ob man jemals wieder etwas zu essen bekommt. Er, Helmut Kohl, habe das in sehr jungen Jahren, am Ende des Zweiten Weltkriegs, erlebt.“ – Gregor Gysi „Ein Leben ist zuwenig“, Aufbau-Verlag 2017, Seite 447

„Faszinierend!“, wie Mr. Spock sagen würde, und zwar durchaus zutreffend.

Und was habe ich nun davon? Um es abzukürzen („Hört! Hört!“)* – warum habe ich nichts davon? Weil ich nach wie vor darauf beharre, aus der Situation eines Epoché-Menschen heraus zu beschreiben, zu urteilen, zu werten usw., obwohl ich aus der immerhin mehrfachem Lektüre Sloterdijks weiß, dass dies, milde formuliert, anachronistisch ist, weil die sozusagen Reanimation dieses Epoché-Menschen angesagt und hip wäre, Alta, voll schwul, Mann, kriegst ’ne Rastung…

Hier zeigt sich wieder die „fanatische Bosheit des Spießers“, Zitat Dr. Marx, und damit schließt sich gewissermaßen der Kreis.

(… es ist keine „fanatische Bosheit“, was Marx nicht wissen konnte, da ihm, unter anderem durch die Beschränkungen seiner Zeitgenossenschaft, der Zeichenvorrat fehlte, um den Sachverhalt genauer oder auch nur treffender zu benennen… die sozusagen psychische Energie, mit der ich mich zum Beispiel gegen den „Budenzauber“ wehre, ist genauso hoch wie die Energie, mit der mir schon in der frühen Kindheit Spielfreude im weitestem Sinne, Kreativität im weitestem Sinne, Neugier, Lebensfreude und der Drang nach freundlich-offenem Zugehen auf Welt und Menschen ausgetrieben wurde… und eben nicht nur mir… auch ich als Universal-Marginal-Person, ich armes, armes Ich, trage etwas aus weit über meine Person hinaus, das die eigentliche „Unterdrückung“ ausmachen könnte, liebe Nossinunnossen, jenseits materieller Rahmenbedingungen… bla…)

Kurzum – an guadn!

** Hier sieht sich der Klient neuerlich, im Unbewussten, als Eurokanzlerin; wir bitten um Verständnis und gegebenenfalls die Hinzuziehung der Gemeindeschwester, rothaarig angenehm!
** Ist das jetzt politisch korrekt, zefix?!

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