2019

(„… ich muss darüber quatschen…“)

30. Dezember 2019

Diese Notizen oder was auch immer sind völlig überflüssig; allein – ich bin im WiderstandBöse Hobbitse, böse Hobbitse. Aber – passt schon! Vor ein paar Tagen wurde ein besonders demonstrativ-plakatives Traumbild gesendet. Eine Art Bauzaun oder dergleichen, darauf in mindestens drei Meter großen Buchstaben ein Beispiel für Style-Writing, „Wir kapitulieren nie!“ Das kam nach meiner Versicherung, ich würde mich so lange gegen den Budenzauber wehren, wie ich könne. Na dann… – Paar Jährchen habe ich sicher noch!

Hier ein Gedanke, der mir schon lange durch die Gehirngänge schlurft. Er schlurft – das Alter; wir berichteten. -Zig tausend Leute haben mit aller seelischen und körperlichen Kraft für eine neue, bessere Welt, eine neue, bessere Gesellschaft gekämpft, oft unter Einsatz ihres Lebens. Die lösen sich quasi in Nichts auf? – Wer es glaubt, wird nicht mal selig!

Die „wahre Erdkrume“ („Martin Eden“). Diese Sehnsucht, die offenbar nicht nur in mir umgeht. Zu der Gruppe gehören wollen, die man im eigenen Soziotop als tonangebend sehen zu müssen glaubt. In die Gruppe integriert sein, die weiß, was läuft, wo es lang geht; die den Durchblick hat, den „Zeitgeist“ oder wie auch immer man das bezeichnen mag, am klarsten wahrnimmt und interpretiert und verkörpert usw. Manche gehen, als Beispiel, zur Musiktherapie von Dr. Bohlen. Ist legitim! Wir suchen alle… Äh… – Ihr sucht alle! Ich bin „überall fremd“, wie ein Herr in der angeblich therapeutischen Weh-Geh anmerkte, in der ich zuletzt leibhaftig erschienen bin. – Bisschen Größenwahn muss sein, gerade in den Medien!

Heute waren die Traum-Sendungen wieder voll krass, Alter! Wieder einmal bin ich in der Wohnung in der Robert-Koch-Straße 28. Das ganze Haus steht nicht mehrArschgeigen! Gesäß-Streichinstrumente! Ich vermute immer wieder, dass der oder die Urheber des Budenzaubers aus Iron Hut City kommt oder kommen. Meister Ständer ist es aber offenbar nicht, denn das würde ich merken beim Ansehen der Videos. Ich würde in Rapport gehen, wie ich als alter Fan von Dr. Milton Erickson anzumerken weiß.

S. ist dieser Lehrer. Es könnte sein, dass er sich erinnern kann; eventuellst, wie Herr Koch aus Hessen gesagt hätte. Weil ich doch immer das Blaue vom Himmel herunter lüge, aharhar! Ich vermute aber, dass er einem Schüler seine Fertigkeiten vermittelt hat, und der hat dann begonnen, mich auf den mentalen Pfad der Tugend führen zu wollen.

Wieder die übliche Prüfung im Traum. Ich muss einen Weg finden. Wie schon tausende Male im Traum und in nach Art einer Lotterie verteilten Entsprechungen der Träume in der sogenannten Realität ende ich in einer Sackgasse.

Hier stehe ich in einem im Rohbau fertigem Weh-Zeh-Raum, durch dessen Fenster ich wohl klettern wollen soll, um wieder auf den Weg zu kommen. Natürlich versuche ich es gar nicht erst, weil ich wütend bin, wieder in einem dieser ferngelenkten Träume zu sein. Gute Arbeit, von wem auch immer! Ich wiederhole das zum wiederholtem Male, aber berechtigt. Sportler machen das, vor dem Wettkampf in der Oberstufe des Autogenen Trainings ihre Übungen bis ins kleinste Detail visualisieren (?) Na ja…

Außerdem scheint mir das Fenster zu klein. Schließlich stelle ich fest, dass der Klodeckel die Verschlussklappe des sanitärkeramischen Gefässes zur Entsorgung von Stoffwechsel-Rückständen dick beschmiert ist mit Kacke rückwärtig ausgeschiedenen Fäkalien vornehmlich pastenartiger Konsistenz. Scheiße Externalisierter Darminhalt steht im Traum aber oft für Zaster und Penunsen derzeit übliche Zahlungsmittel, was bereits Professor Freud geknurrt exploriert, reflektiert und verbalisiert hat (?). Doch ’n Onkel in Amerika? Erbschaft, hoho?! – „Opaaa?!!!“

Dann habe ich eine zweite Chance. Das passiert selten, aber doch immer einmal wieder. Plötzlich ist da eine Art Ausfahrt aus einer Tiefgarage neben dem Weh-Zeh-Raum. In einer großen Küche kommt eine biegsame Gazelle eine freundliche junge Frau auf mich zu, die in traumtypischer Weise gleichzeitig meine Ex-Ex sowie eine süße Braut weitere wichtige weibliche Person aus meiner jüngeren Vergangenheit ist, mit der ich gut konnte ohne einschlägige Sperenzchen erotisch betonte Kontaktversuche.

(… immer schön p. c., Herr Koske, nich’…)

Sie bietet mir einen Kaffee an. Irgendwie scheine ich nicht wirklich bestanden zu haben, aber auch nicht nicht bestanden. Das ist mir in den letzten Monden mehrfach passiert. Nähere ich mich dem, ha ha, Durchbruch einer eindeutig bestandenen Traumprüfung an? Wäre ja noch gelachter! Diese Annäherung erfolgt in der Art einer Asymptote seit nunmehr über 33 Jahren, hurra! Mühsam hörnt sich das Eichnährchen! Weiter voran auf bewährtem Kurs!

Korrekt – auch ansonsten der übliche Rotzkotzpißscheißfotzmist das tradierte Procedere! ‚Geh‘ wieder arbeiten!‘ Ich sollte richtig schreiben wollen, hier ist nur wieder ein Bericht. Dann kurz nach dem Aufwachen etwas mit Stasi, der die Wende verpennt hat und immer, wenn jemand kommt, die Kopfhörer aufsetzt. Will nich‘ arbeiten, weilla Abitua hat! Bilditt sich ein, er is‘ ’n Züchoteerahpeut! Usw. usw. usf.

Stündlich grüßen Bataillone von Murmeltieren. – Was könnte man mit der hier gebundenen Energie Konstruktives leisten?!!!

Bla.

Die Weltgeistin kreiert ein Unterwasser-Kfz. Alta!

15. November 2019

Das war lange nicht! Ich meine, dass ich mich an meine Träume erinnern kann. Es sagt ja etwas, wenn man sich nicht an Träume erinnern kann. Ich bin mir darüber durchaus im Klaren, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt!

Zunächst fahre ich, wieder einmal, Fahrrad, irgendwo auf dem Lande. Es gibt, natürlich, Hindernisse bzw. „Hindernisse“. Beispielsweise muss ich an einem älterem Herrn vorbei, d. h., an einem Herrn, der noch älter ist als ich, *hüstel*. Der verweigert mir bockig die Vorbeifahrt. Er scheint aber keinesfalls gerontopsychiatrisch relevante Defizite auszuagieren, vielmehr – einmal Luftwaffenhelfer, immer Luftwaffenhelfer. Zäh wie ’n Krupphund usw. Dicht gemacht, um zu überleben, und nie wieder richtig aufgemacht. Genau – Psychoclub. Ich habe einen Verdacht, wer gemeint sein könnte. Vermutlich ist es bereits wieder ’ne Prüfung, dass ich mich an dem vorbei schlängeln soll und muss, und vermutlich habe ich bereits hier nicht bestanden.

Dann aber eine Situation, die eindeutig eine Prüfung ist. Ich komme an eine riesige Pfütze an einer Kreuzung und sehe verblüfft, wie ein Mittelklassewagen, dessen Marke ich nicht feststellen kann, in die Pfütze rutscht wie ein Spielzeugauto. Vermutlich ein japanisches Fabrikat, der Wagen, er hat etwas Zierlich-Verspieltes. – Ja, ich bin ausländerfeindlich, ist ja gut bzw. schlecht!

Ich stürze auf die Pfütze zu. Bevor ich sie erreiche, ist zwar das Auto völlig im Wasser verschwunden, aber der Fahrer und alleinige Insasse hat sich fast mühelos nach dem Einschlagen einer Scheibe aus dem Fahrzeug gerettet und offensichtlich ohne die geringste Verletzung. Meinen Versuch des Zuspruchs und der handgreiflichen Hilfe wehrt er geradezu beschämt ab.

Sehr wahrscheinlich habe ich die Prüfung nicht bestanden. Ich habe wieder aus Pflichtgefühl handelt, weil man das so macht, ohne dass wirklicher Kontakt zustande gekommen ist.

Diese Traum-Prüfungen sind womöglich immer erneute Reproduktionen der „Prüfungen“, die mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre mit mir unternommen hat, als ich ein Vierkäsebreit war. Er hat sich gewissermaßen an ein Drehbuch gehalten, dessen Text nur er kannte, hat aber vorausgesetzt, das ich ihn auch kennen würde. Völlig ohne Absprache, ohne Möglichkeit der Vorbereitung oder gar des Lernens stand ich im Wortsinn im Wald.

Seit 33 Jahren erlebe ich die Reproduktionen dieser Schlüsselepisode nun in den Träumen. Ich kann die Befürchtung nicht völlig unterdrücken, dass es eventuell ein Unbewusstes geben könnte. Rettet mich goldlockigen Jüngling denn keiner? Da ich bereits mit 58 diesen Zusammenhang exploriert und verbalisiert habe, möchte ich dafür gelobt werden. Ich habe deutliche Züge eines Wunderkindes!

„Kleiner Scherz zur Auflockerung!“, wie Oberstleutnant Sanftleben zu sagen pflegt. Hier zeigt sich jedoch neuerlich, dass mein Zynismus – Lebenshilfe ist… Ja, und das habe ich jetzt ernst gemeint, mehr oder weniger geschätzte mehr oder weniger Abwesende!

Entscheidend an diesen Träumen sind drei ihrer Eigenheiten. Erstens treffe ich immer wieder auf „Entsprechungen“ dieser Träume in der sogenannten Realität, und dies fast ausnahmslos nicht an den Tagen nach den jeweiligen Träumen, sondern nach einer Art Zufallsprinzip über Jahre und Jahrzehnte verteilt.

Ist das der Grund, warum wir schlafen müssen, und träumen? Alle möglichen Geschichten sind in einer Art „Container“ latent vorhanden? „Geschichten“ sowohl im Sinne von tatsächlichen Erlebnissen als auch im Sinne belletristischer Niederschriften bzw. Niedertippen. Im Traum haben wir Zugang zu diesen Geschichten, die unter Umständen im Wachen realisiert werden? Nichts Genaues weiß man nicht, und: ja, alles Eso-Scheiß!

Im nächsten Leben lerne ich einen anständigen Beruf, zum Beispiel Quanten-Mechaniker…

„Kleiner Sch…“ – habe ich schon gesagt! Die zweite Eigenheit aber habe ich gleichfalls bereits etliche Male zu beschreiben versucht. Das in Worten ohnehin schwer auszudrückende Atmosphärische in diesen Träumen, die Anmutung, wie man in der Werbung sagt, ist weitaus intensiver, „leuchtkräftiger“, lebendiger usw. als alles, was ich in dem Bereich erlebt habe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Wirklichkeit wäre. Was geht da ab, folks? – Alles rhetorische Fragen! Ich habe es längst aufgegeben, Antworten zu erwarten… heule heule heule…

In der zweiten Traumsequenz, an die ich mich erinnern kann, wird das noch deutlicher. Ich bin wieder auf dem Dorf, auf einem Feldweg oder dergleichen. Mehrere Mitschülerinnen der vierten bis zehnten Klasse sind ausgelassen zugange. Dies war, wie mehrfach bemerkt, die Gruppe, in der ich in meinem Leben am längsten zumindest körperlich anwesend war.

Alle sind in dem Alter, 15 oder 16, in dem ich sie zum letztem Mal in der Schule erlebt habe, obwohl ich die, aua, Traumfrauen 2008 sozusagen in der Gegenwart getroffen habe. Eine Mitschülerin trägt eine pelzartige Jacke, die sie damals auch in der sogenannten Realität getragen hat. Dabei ist Frühling, wie ich beim Blick nach oben feststelle. Im hellem Mondlicht einer lauen Nacht erkenne ich einen prächtig blühenden Obstbaum auf der Böschung neben dem Weg. Es könnte der Weg nach Diehlo sein, den ich in der sogenannten Realität hunderte Male benutzt habe, in traniger Trance einher tappend oder mit’m Radl da. Hier ist dieses unbeschreiblich Intensive der Atmosphäre am deutlichsten. Manchmal glaube ich, man könnte „das“ malen – wenn man denn malen könnte…

Die Mädchen scheinen mich durchaus bemerkt zu haben. Sie gebärden sich jedoch in einer Art und Weise, die ohne Worte etwas mitzuteilen scheint wie: „Ha, da bist Du ja wieder! Du kommst hier nicht rein, Du darfst hier nicht mitmachen!“

Will ich wieder einmal persönlichkeits- sowohl als auch störungsspezifisch in einen innig-intimen Märchen-Mädchen-Zirkel eindringen, ich zartes Hausfrauchen? – Jedenfalls habe ich die Prüfung nicht bestanden, ganz eindeutig…

Drittens schließlich muss ich nicht weiter darauf eingehen, dass mindestens die Hälfte der mir seit 33 Jahren von wo auch immer gesendeten tausenden Prüfungsträume in Landschaften aus meiner körperlichen Kindheit und Jugend spielen bzw. das handelnde Personal mit Mitmenschinnen und Mitmenschen aus dieser prekären Epoche besetzt ist. Dies zu deuten, bedarf es keiner freudvollen Übungen mit Anna Lyse.

Bla.

Nachtmahl im Chemieraum. Sowie weitere Gruselgrotesken.

18. September 2019

Ja ja – ‚Kabarett‘… Aber warum nicht wieder einmal Träume aufschreiben? Besser als nichts – und besser als nichts Schreiben. Zwar kommt nichts raus beim Schreiben, aber ohne Schreiben kann ich nicht, ich habe es -zig Male versucht, ich armes, armes Ich.

Das Besondere war, dass die Träume heute tatsächlich lustig waren, jedenfalls zum Teil. Ich entsinne mich an mehrere Szenen, die allerdings nur einen Bruchteil des Traumgeschehens darstellen. Zuerst stand ich vor einem Schrank wie dem, in dem ich in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, meine Wäsche aufbewahre. Ich hatte nichts anzuziehen, was angeblich eine typisch weibliche Aussage ist. Das fand ich bereits im Traum ein bisschen komisch, obwohl der Schrank im Traum irgendwie im Freien stand. Allein – passt schon! „Frau Koske trägt die Post heut‘ aus/ ich hab‘ ihn schon gesehen.“

Ich bestehe die Prüfung, natürlich, nicht, ich finde vor allem keine Unterhosen, obwohl der Schrank weitaus „gefüllter“ ist als in der sogenannten Realität.

Dann etwas mit einer Gaststätte oder dergleichen, die in der Weise, wie es in Träumen oder Filmen möglich ist, gleichzeitig das Chemie-Kabinett der Schule ist, in der ich von der vierten bis zur zehnten Klasse lerne bzw. hospitiere. Ein Kellner verweist auf zahlreiche gefüllte Teller und Platten und schwenkt einige schwungvoll in Richtung der Gäste, die hinter den Schulbänken sitzen. Unter anderen sitze ich dort, während ich gleichzeitig die Szene beobachte; auch dies eine typische Traumkonstellation. Der Kellner ruft in der Manier eines Marktschreiers sinngemäß, fast wörtlich: „Hier haben wir Schniesel, Schnusel und Schnösel, und dann auch noch Schnüselsuppe!“

Ich erwache abrupt und kichere in den Raum hinein, in dem zur Zeit in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, die Tage vergehen, die auf Erden mir gegeben sind.

Wie gesagt – ‚Kabarett!‘ Dieser innere Zuruf, im Sprachgebrauch sogenannt normaler Menschen, wenn ich nach deren Wahrnehmung nicht gerade den Simulanten spiele, „akustische Halluzinationen“ genannt, erfolgt mit nervender Regelmäßigkeit seit Monaten.

Soll heißen, „ernstes“ Schreiben kriege ich nicht gebacken, ich bin komisch. Das macht mich wütend, obwohl ich durchaus weiß, dass es vielen Künstlern ähnlich geht, zum Beispiel Woody Allen, dessen trotzdem unternommene Versuche in der Manier Ingmar Bergmans nicht eben seine Meisterstücke darstellen. Aber wenn es einem Genie derart ergeht, was soll ich Würstchen dann jammern?

Trotzdem werde ich mich weiter an „Ernstem“ probieren, schon aus der „fanatischen Bosheit des Spießers“ heraus, Zitat Dr. Marx. Allerdings habe ich die bei etlichen Mitmenschinnen und Mitmenschen weitaus ausgeprägter erlebt, aber das am Rande.

Dann etwas mit einer Katze, die von der Alltagsbegleiterin gelockt wird, mit der ich im Wohnheim für marginale Männer sehr gute Gespräche geführt habe. Aber hier ist alles weg. Ich sehe nur dieses Bild, wie die Frau vor dem Schnurrefix hockt. Seltsamerweise hat die wohnheimliche Favoritin ihre in der sogenannten Realität sehr schönen langen silbernen Haare in meinem Traum dunkelblond gefärbt, was vermutlich auf meine latente Misogynie verweist, har har…

Schließlich sitze ich an einem Tisch, und das könnte einer der Tische sein, an denen im Wohnheim werktags die Morgenrunden stattfinden. Ich zelebriere diesen Witz bzw. „Witz“, in dem jemand etwas „gerecht“ verteilt in der Art, dass er A etwas gibt, dann sich, dann B etwas gibt, dann sich usw. Das finde ich merkwürdigerweise im Traum lustig. Der rechts neben mir sitzende Mann aber sagt in dem Ton, in dem man einen Tobenden zu beschwichtigen versucht: „Ist gut, Adolf!“

Das ist natürlich eine Verarbeitung der fürchterlichen Schuldgefühle, die mich jedes Mal übermannt haben, wenn ich von meinen Wutattacken gepackt wurde. Hitler war auch im Wohnheim, was mir leider erst sehr spät eingefallen ist, andernfalls ich einige „Rückmeldungen“ besser verstanden hätte. Mindestens merkwürdige Rückmeldungen, denn zur selben Zeit habe ich gehört und „gehört“, dass ich auf Lenin machen würde… Dergleichen packt jedoch auch ein schwer an chronischer Chamäleonose Erkrankter wie ich nicht. Könnt Ihr Euch mal einig werden? Thx.

Ich kann nichts dagegen tun, mehrfach wöchentlich auf der Straße zu erleben, dass Leute, die ich noch nie gesehen habe, etwas zischeln oder brabbeln, wenn ich an ihnen vorbei gehe oder jogge. Wie soll ich denen begreiflich machen, dass diese „Anmerkungen“ im Vorübergehen größtenteils Übertragungen und Projektionen sein dürften? Das ist zwecklos; außerdem ist das Psycho-Club und kann weg.

Mein Vater hat immer wieder erzählt, in diesen stereotyp verwendeten Textbausteinen, wie sie für Kriegskinder typisch scheinen, dass sein Vater jähzornig gewesen wäre. Ich kenne meinen Großvater gar nicht…

Zudem fällt mir ein, dass die damalige stellvertretende Heimleiterin einmal sinngemäß angemerkt hat, dass ich in diesen Wutanfällen jedenfalls sichtbar werden würde. Na, Prost Mahlzeit!

Es ist ja nicht nur so, dass A. H. „als Mensch nicht auffindbar“ gewesen wäre, wie entweder Fest oder Fromm geschrieben hat. Vielmehr zeigte sich dieses Phänomen einer gewissen Identitätsschwäche nach dem „Fallen des Vorhangs“, Thomas Mann, auch und gerade gewissermaßen am anderen Ende eines angenommenen Spektrums, z. B. in der Prosa von Kafka oder in Musils „Mann ohne Eigenschaften“ usw. Bla.

Sollte mit dieser Traumprüfung getestet werden, ob ich wieder ins Wohnheim zurück könnte? – Der Budenzauber läuft ja immer neben und oft konträr dem, was in der sogenannten Realität passiert. In der bin momentan nicht nur ich überzeugt, dass ich gut aufgehoben wäre, wo ich gerade bin. Außerdem kommt seit Wochen per Mental-Funk: ‚Jetzt willa wieder hierbleiben!‘. Das heißt, dass ich irgendwo hin wollen sollte, was aber wieder nicht gefunzt hat, weil ich wieder die entsprechende (Traum-)Prüfung nicht bestanden habe.

Tja – sehr witzig, das alles… „Die“, wer immer „die“ sein mögen, machen immer weiter mit ihrem Budenzauber. Allein, ich mache auch immer weiter. – Auch ’n Lebensinhalt!

Über die latenten Ressourcen des K. aus E. Ein sinnloser Beitrag.

14. Juli 2019

Heute Nacht wieder voll der Bulgakow-Karneval! „Sprechen Sie nie mit Unbekannten!“ Eben! Zunächst das Übliche, irgendwelche juchzenden aktiven und dynamischen Bürger. Das muss nicht mit mir zu tun gehabt haben, was mir rational auch klar ist. Bei Schizotypen ist, ich wiederhole es, im Gegensatz zu Schizophrenen die Realitätsprüfung meist adäquat.

Dann aber wieder Mental-Funksprüche im Paket. Schließlich denke ich etwas wie, da wären womöglich dieselben Leute zugange wie 1986, als von unten auf der Straße kommentiert wurde, was ich eben in meiner Prenzlauerberghütte getan hatte. In diesem Moment kommt heute Nacht von unten vergnügtes Gegacker und ein Auto fährt heftig an. Die Mentalfunksprüche kamen 86 meist beim Anfahren eines Trabis unten vor dem Haus. Das könnte etwas mit Ablationshypnose zu tun gehabt haben. – Was Havener macht, ist eigentlich kein Gedankenlesen, er folgert in genialer Weise logisch aus seinen scharfsichtigen Beobachtungen. Nein, ich bin nicht eifersüchtig! Bitte keine diesbezüglichen Rückmeldungen, liebste Budenzauberer! Außerdem ist der Mann für mich sehr glaubwürdig und, igitt, seriös, weil er sagt, sinngemäß, so was könne eigentlich jeder.

Höhöhö, bildet sich ein, er wird vonna Stasi hüpposiert, höhöhö! Tehlepatie, hihihi! Ja, ich habe mich über diesbezügliche Andeutungen mehrerer Leute auch lustig gemacht, bevor der Spuk einsetzte. Ich verstehe das voll, bla. Das ist ja eine grandiose, ha, Intelligenzwitz, Sicherheits-Vorkehrung, dass mir niemand glaubt. Ich habe etwa 20 Jahre lang diversen Mitgliedern des Freudeskreises Anna Lyse die Ohren abgekaut, um denen was zu verklickern. Das hätte ich mir sparen können. Das Einwerfen von Fensterscheiben, „Ich will hier rein!“, ist dennoch inadäquat…

Gegen vier Uhr, ich habe auf die Uhr gesehen und sogar das Ohropax rausgepopelt, das ich immer in den Ohren habe, wenn ich keine Kopfhörer drauf habe, damit ich besser lauschen kann, war unten, ha, der Teufel los. Junker Voland beim kunstvollen Dirigieren von etwa zwei Dutzend Menschinnen und Menschen, die heftigst und lautstarkst schnatterten und dröhnten, alle durcheinander und irgendwie… – komisch. War das quasi zu kunstvoll, um echt zu sein? Drauf defäkiert! Kater Behemoth war leider nicht auszumachen, hihi.

Tja. Na ja. – Schließlich ist mir Dr. Höck im Traum erschienen. Ja, jetzt ist es so weit, jetzt wird es hell! Er hat mich angeknurrt, ich solle mal hier halten oder hier mit anfassen. Es ging um die Öffnung eines riesigen Fensters. Fenster mit einer derartigen Größe der Glasfläche in einer Scheibe dürfte es in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, gar nicht geben. Es geht in der Szene auch ein bisschen um Hand auflegen, Segnen; wie bei dem Klopfen meines Kopfes durch meinen Vater, wuff. Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn…„Ooopa?!!!“ Äh… – 1. Mose 32,27.

Zuletzt wieder eine Szene, bei der ich im Traum lese, was nach Aussagen etlicher Leute, von denen man annehmen kann, dass sie im Stoff stehen, gar nicht geht. Ich sehe jemanden unter einen längeren Text, den ich nicht lesen kann, mit Großbuchstaben „INES“ malen. Das ist der Vorname des… äh… Frolleins aus der Prignitzer Prairie, die 86… äh… tätig war. Auch das hätte ich voraussehen müssen, weil ich es -zig Mal erlebt habe. Sobald ich auch nur in Ansätzen mit dem Schreiben ernst machen will, wie ich das durch die doch ganz ordentliche „Produktion“ in den letzten Wochen getan habe, wird die unsichtbare Leine angezogen, rrrrr. Ich habe auf subtile Weise Schreibverbot.

Wie geht das? Tja, wenn es jetzt selbstverständlich wäre, den Mechanismen im menschlichem Geist sich mit ähnlicher Sorgfalt zuzuwenden wie etwa denen in Kfz.-Motoren oder Raketentriebwerken, dann könnte ich eine Antwort erwarten… – Lassen wir das, is‘ Psychoclub, kann weg!

So vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind, oder vielmehr die Nächte! Ach herrje, herrjemine…

Wenn Du Dich weigerst, ein Mensch der Aktion zu sein und Dich in die friedlichste Einöde zurückziehst, so werden Dich die Wechselfälle des Schicksals innerlich überfallen, und Du wirst Dich in ihnen zu bewähren haben, seiest Du nun ein Narr oder ein Held. Thomas Mann, fast wörtlich im „Bajazzo“, q. e. d.

Opa hat heute wieder Zitatterich…

(… vorsichtshalber ambivalent-zurückhaltende Wortmeldung…)

12. Juli 2019

Jetzt nur nicht politisch unkorrekt werden… – Eine Gruppe farbiger Mitbürger mit Migrationshintergrund sitzt in einer T-förmigen Restauration, wobei die drei „Striche“ des „T“ gleich lang sind; in jedem Drittel stehen in zwei Reihen vier Tische mit je etwa zwölf Stühlen. Alles aus massivem Holz, und auch die Wände sind mit Holz verkleidet; es handelt sich um eine originalgetreu ausgestattete historische Gaststätte, die ein bisschen an den „Alten Simpl“ in der Türkenstraße erinnert, durch den ich vor vielen Monden zumindest einmal schwer beeindruckt durchgerannt bin. Hach – es gibt sie noch, die guten Dinge!

Ich sitze an einem Tisch sozusagen im senkrechten Strich des „T“, und die Wand nach außen ist komplett verglast, was an ein Strandrestaurant erinnert.

Eine Frau aus der Gruppe der farbigen Mitbürger mit Migrationshintergrund hat ein Kind geboren, das sie unter dem Jubel der Umsitzenden immer wieder hoch hält, und wie es in Träumen möglich ist, bin ich gleichzeitig der Vater des Kindes, die Mutter sowie, selbstverständlich, der nicht wirklich teilnehmende Beobachter.

Jemand spielt eine Art Ständchen für das Neugeborene, ein Jazzvirtuose; es hört sich grandios an, auch oder gerade für einen musikalischen Dilettanten- bzw- Onkel wie mich. Das könnte ein Tagesrest sein, da ich gestern abend bei YouTube Dave Brubeck gehört habe und bei dieser Gelegenheit festgestellt, dass wohl er der „Ur-Interpret“ von „Take five“ ist, gnihi. – Auch das Alter hält interessante Entdeckungen bereit fürwahr, wir berichteten mehrfach!

Es hört sich nicht nur alles gut an – es fühlt sich auch gut an; aber ich will nicht wieder vorschnell unken, dass das ein kleiner Durchbruch gewesen wäre. Obwohl ich heute erfahren habe… – nee, magisches Denken; wenn ich es ausspreche, ist es futsch. Is‘ was Erfreuliches, *hüstel*…

PS: Bezeichnenderweise habe ich was „vergessen“. Am Ende des Traums ist die „T“-Gaststätte ein Schlafsaal, entweder in einer Herberge oder in einer „Klapse“ – Interpretation erübrigt sich. Man sagt „Klapse“, denn auch 2019 ist primär, dass die Technik schnurrt, den Psychoklub kann man vernachlässigen, hossa!

(… es brabbelt ein wenig… es kann nicht anders…)

03. Juli 2019

Gestern ein Highlight des Budenzaubers! Ich hatte mich ein bisschen hingelegt, weil ich mich zwar in dreiunddreißig Jahren daran gewöhnt habe, jede Nacht mehrfach hellwach zu werden, aber in den letzten Nächten jeweils etwa ein Dutzend Mal aus Interventionen der Hauptverwaltung Budenzauber aufgeschreckt bin. Aber ich muss ja morgens nicht frisch sein, weil ich als asozialer Psychopath eh‘ nicht arbeiten gehe. Abgesehen davon, dass ich ohnehin nie wieder morgens frisch aufwache, sondern, als hätte ich nachts Holz gehackt, wegen der Leukämie.

Kaum war ich weggedöst, kam ‚Kuckuck!‘, und zwar derart laut, dass ich dachte, da stünde wer an der Tür und hätte geklopft, was, natürlich, nicht der Fall war. Okay, das könnte das sein, wie bereits mehrfach vermutet, aber – trotzdem! Es sind die W… – es sind die entzückenden weiblichen Hominiden auf dem dritten Planeten des Systems, die da mental vernetzt sind, das ist mir schon lange klar, aber eben nicht alle. Nichts Genaues weiß man nicht…

Warum ich das jetzt aufschreibe? – Weil ich den irrsinnigen Glauben nicht aufgebe, dass ich aus dem Budenzauber aussteigen könne… Hihi. Dass irgendwer das ernst nimmt, diplomierter- oder promovierter Weise, und mir raus hilft. Süüüüüß!

Heute Nacht wieder eine Traumprüfung vom Allerfeinsten. Ich stehe im großen Parterreraum des Wohnheims, in dem ich bis vor fast einem Jahr lebte. Ich halte eine glühende Ansprache an ein paar Teamis, insbesondere aber an die Bürgerin Marginalpersonenbegleitungsbeauftragte, der es inniges Vergnügen bereitete, mich nach misslungenem Milchtütenabwurf vor die Tür setzen zu lassen. Es geht in meinem Monolog – um das Unbewusste. Ich habe das Gefühl, alles raus gelassen zu haben, alles ausgesprochen, was ich sagen will. Aber was die Gruppensituation angeht, die Forderung des Tages oder wie auch immer, die in der Situation enthalten ist – null Punkte, nicht bestanden, wie sonst, bla…

Das könnte sich jedoch auf meine derzeitigen Bemühungen um Aufnahme in eine Einrichtung beziehen, womit sich diese womöglich erledigt haben. Nein, keine Weh-Geh und kein Heim oder so was. Es gibt in M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, ganz spezielle Angebote für Universal-Marginalpersonen wie mich. Keine Namen – ich entwickle hier bewusst magisches Denken, ph!

Die Tage werden wieder kürzer – bald ist die Wiesn, dann Weihnachten…

21. Juni 2019

Aber ich gehe sowieso nicht hin. Wie die Zeit vergeht, ach herrje… ja ja… oje oje oje… ach, ach… – „Hören wir doch auf, über Politik zu reden!“*

Und sonst? – Nichts Neues, was sonst… Aber heute Nacht war wieder volles Programm in der Hauptverwaltung Budenzauber. Kafkaeske Atmosphäre wie lange nicht mehr. Das Atmosphärische ist das Erdrückende, Alptraumhafte, nicht der Inhalt der Träume.

Ich versuche mehrfach, meine „Unterlagen“ zu ordnen, wobei ich unsinnigerweise ein paar Geldscheine in der Hand halte und eine Brieftasche, nicht eine Geldbörse. In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, besitze ich ein solches Teil gar nicht.

Ich werde sozusagen gar nicht wahrgenommen. In einer Postfiliale schiebt mich eine Frau einfach beiseite. Das ist aber schon der zweite oder dritte Versuch, mich „auszubreiten“ mit meinen Plünnen. Ich drücke ihren Kopf derart nach unten, dass ihr Körper zu meiner Verblüffung einen perfekten Halbkreis bildet. Eine Primaballerina? Spiele ich wieder Noodles, im Unbewussten? Nichts Genaues weiß man nie nicht… Ich habe ja gar keinen Zugang zu meinem Ubw – furchtbar! Auch erübrigt sich ein Hinweis darauf, ob ich die Prüfung bestanden habe.

* Der ist nicht von mir, aber voll gut, Mann…

… wieder mal mit Printmedien durch die Nacht Hasten gewollt…

12. Juni 2019

Heute Nacht eine heftige Prüfung, einen Job betreffend. Ich habe nicht bestanden, wie immer, aber so krass wie lange nicht. Es geht um Zeitungszustellung – im räumlichen und im übertragenem Sinn weit entfernt von dem, was ich gestern ins Auge gefasst habe. Ich befinde mich mit der Zeitungskarre in der Erich-Weinert-Allee in Iron Hut City, etwa auf Höhe des Dokuzentrums Alltagskultur der DDR.

Das fast immer wieder in den Traumprüfungen Erscheinen von Landschaften meiner Geburts- und Heimatstadt zu deuten, bedarf es keinerlei psychologische Vorkenntnisse. Ankommen, nach Hause kommen, Landen usw. Ich wiederhole dennoch auch das bewusst und absichtsvoll.

Eine Gruppe Kids, vielleicht 14 Jahre alte Viertelstarke, amüsiert sich köstlich bei dem Versuch, die Zeitungspacken in meiner Karre mit Feuerwerkskörpern oder dergleichen anzuzünden. Mir gelingt es zwar, das Feuer zu löschen. Mir ist jedoch schon im Traum klar, dass ich nicht bestanden habe, zumal mir ein Kollege helfen will und wir feststellen müssen, dass eine zweite Karre völlig verschwunden ist. Die ganze Atmosphäre ist wie lange nicht bedrohlich, ungut gespannt, aggressiv usw.

Davor bin ich noch bei einem anderem Job, womöglich aber im Sortierraum des Zustellstützpunktes. Dort merke ich schon im Traum, dass ich, gleichfalls im doppeltem Sinn, gehen kann. Ich packe gar nichts. Ich gehe dann auch.

(… der Dibbuk… quasi…)

23. März 2019

Heute Nacht irgend etwas mit Judentum – furchtbar! Das heißt, ich war furchtbar, habe krass nicht bestanden, was die mehr oder weniger geschätzten mehr oder weniger Abwesenden sehr überraschen muss. Statt einem jüdischem Freund beizustehen, zerkloppe ich seinen Verkaufsstand.

Hier wird wieder in für Träume typischer Weise etwas vermengt, denn an einem solchem Stand stand ich in der sogenannten Realität mit einem Moslem aus Kreuzberg. Äh… – den habe ich nicht zerkloppt, meine Güte! Den Verkaufsstand, nicht den Moslem! „Ooopa?!“

… bitte warten, Sie werden brüskiert…

18. März 2019

Neues in den Traumsendungen? – Nichts. Nicht bestanden. Eine Szene beinhaltet eine Person des öffentlichen Lebens, deren Namen ich hier nicht nennen will und auch in der Tat nicht nenne. Nein, sie ist nicht rothaarig. Es ist wie im richtigem Leben – es sind weitere zwei sehr erfreuliche Vertreterinnen der rezenten Hominiden auf dem drittem Planeten des Systems anwesend. Ich tue so, als würden die mich interessieren, während ich die eigentliche sozusagen Zielperson meines Interesses ignoriere. Das garantiert natürlich den Erfolg der Kontaktanbahnung, aharhar. Ja ja, Zynist.

‚Was willa denn nun noch, was willa denn nun noch?‘, kommt mit penetranter Regelmäßigkeit, sowie ‚Hau hier ab!‘ Ja, schön – wohin? Eben – ‚Wo willan hin?‘

Besonders die „Mitteilungen“ in den Minuten nach dem Aufwachen aber knallen rein; ich glaube, wie ich, was nicht überraschen kann, bereits bemerkt habe, dass ich dieses Phänomen ein bisschen erklären kann als Ausdruck von Hypnagogie; nicht Jung, aber Jünger, aharhar! Mensch – Ooopa?!

Dann kam, nach dem endgültigem Aufwachen, nach dem ich meinen müden, welkenden und an einigen Stellen schmerzenden Körper aus dem Bett gehievt habe, etwas wie: ‚Schutzhülle zerstört, hähä – der war sein Leben lang arbeitsscheu!‘ Das ist dann jedes Mal, als ob ich Eine rein geschwenkt bekommen würde und gleich wieder in die Kissen sinken könnte.

Im Traum habe ich nicht nur  e i n e  Scheibe

14. März 2019

Es kommt wohl zu einer Art Versöhnung. Aber die Szene, an die ich mich im Traum erinnere, ist auch nur geträumt, vor etlichen Monden. Jedenfalls wirkt mein Vater sehr entspannt und mir freundlich zugewandt. Auch wieder heftige Heulerchen. Ich muss das runter machen, das ist mir peinlich. Das innere Kind ist wohl wieder einmal am Abkacken, sorry. Es kommt dann auch im Traum die „halluzinierte“ Rückmeldung, mein Vater wäre tot.

Wie behandelt man angeblich psychotische Symptome im Traum? Muss man im Traum Neuroleptika eindrehen? – Ja ja, Zynist

Ich liege auf einer Art Isomatte in einem sehr großem und hohem und luxuriös eingerichtetem Wohnraum, dessen Wände auf zwei Seiten vollständig von in der Art von Schiebetüren zu öffnenden, sehr dicken Glasscheiben gebildet werden. Das könnte ein Tagesrest sein. Unlängst habe ich einen Kumpel in seiner WG besucht, dessen Balkon, oder vielmehr wohl Loggia, mit ähnlich dicken Scheiben versehen ist.

Die Glaswände grenzen an eine ebenfalls prachtvolle Passage mit Läden, Boutiquen usw. Das scheint aber niemanden zu wundern, die Passanten laufen vorbei, als wäre es ganz normal, in dieser Weise in ein Luxusapartment bzw. in ein Appartment sehen zu können. Beide Bezeichnungen könnten zutreffen.

Als ich feststelle, dass es zieht, weil zwei Scheiben eine Hand breit auseinander geschoben sind, und auf die Lücke zu krieche, um sie zu schließen, werden die Scheiben plötzlich mindestens einen Meter weit auseinander geschoben. Zwei vielleicht zwanzigjährige Mädchen stürmen herein. Beide kommen mir bekannt vor, obwohl ich sie weder im Traum noch auch im sogenanntem Wachzustand zu identifizieren vermag. Ein Phänomen, das ich bereits -zig Male in meinen sogenannten Träumen erlebt habe. „Wer hat sich das ausgedacht?“, Frau N. Hagen. Nie werde ich es erfahren, ach…

Der Einbruch des Lebens in ein sorgfältig gehütetes Lebensfeld, hat jemand sinngemäß, nur fast wörtlich, die, yeah, Plots, der frühen Novellen Thomas Manns zu charakterisieren versucht… – Das musste jetzt kommen, korrekt.

Beide Mädchen haben schwarze halblange Haare mit bunten, vor allen grünen Strähnen, und beide stürzen sich geradezu auf mich. Ich reagiere mit magischem Denken, indem ich, mit der Bettdecke bis zum Hals, die Augen schließe in dem infantilem Glauben, dass mich jetzt keiner sehen könnte, har har. Trotzdem beginnt mich eines der beiden Mädchen heftig abzuknutschen, worauf ich, natürlich, aufwache…

Durch Windböen, vor denen gewissermaßen offiziell, weil im Wetterbericht gewarnt wurde, dringt tatsächlich, d. h., auch in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, stoßweise kalte Luft in meine karge Klause. Ich habe zudem die Heizung abgedreht, was alles meinem welkendem Körper nicht gut tut, trallala.

So vergehen die Tage, oder vielmehr die Nächte, die auf Erden mir gegeben sind. – Rettet mich goldlockigen Jüngling denn keiner, ach?

Neues aus dem Marktsegment „Kriminelle Energiewirtschaft“

12. März 2019

Ein Einbruch mit, yeah, High-Tech, der sich dann als eine Art Test herausstellt. Die Belegschaft kehrt an die Arbeitsplätze zurück und ist augen- bzw. ohrenfällig erheitert über den gelungenen Joke.

Hier hat die Traumszenerie etwas vom „Großraumbüro“ in Meister Gilliams „Brazil“. Das ist eindeutig ein Tagesrest, weil ich gestern die DVD in der Ausgabe der „SZ-Cinemathek“ second hand in der Hand hatte und sie in den nächsten Tagen kaufen werde. Ich sitze ja jetzt schließlich an der Quelle, hähä.

Man sollte jedoch den Film schon deshalb kaufen, weil Herr de Niro darin einen Klempnermeister spielt, muaha. – Zum Thema, Herr Koske! Disziplin, zefix!!!

Die Traum-Täter einschließlich mir werden völlig ignoriert, als wären wir unsichtbar. Etwas mir aus -zig Träumen fürwahr unwohl Bekanntes. Wir werden auch nicht zugeführt, es ist nicht ein einziger Polizist zu sehen.

Kann man eigentlich noch „fürwahr“ schreiben, oder ist das zu kompostig? Kommt auf den Kontext an, Herr Koske… Is‘ wieder ’n anderes Thema, okay! Des Weiteren sozusagen üblich ist, dass ich meine Mittäter weder im Traum noch auch im sogenannten Wachzustand identifizieren kann, obwohl sie mir bekannt vorkommen.

Mit einiger Sicherheit, nicht aber mit Staatssicherheit, aharhar, nicht bestanden. – Ist das was Neues? Muss ich erst mit meiner inneren Gruppe durcharbeiten!

… (mit dem) Rad ab… gnihi…

07. März 2019

„Faszinierend!“ (Zitat Spock, derzeitiges Universum seines Aufenthaltes unbekannt). Zunächst wieder etliche verwohnte und verwitterte Prenzlauerberghütten, 3. und 4. Hinterhöfe, Alter! Der morbide Ost-Koske ist entzückt. Wahrscheinlich gibt es so was gar nicht mehr in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Da sind diese Häuser alle nobelsaniert. Ich bin mit Sicherheit nicht der Einzige, der das nicht nur gut findet.

Dann etwas mit einer Bürgerin mit silbrig-zuckrig gefärbtem Haupthaar und darin zarten grünen und lila Strähnchen, die mir irgendwie bekannt vorkommt, die ich aber weder im Traum noch auch in der sogenannten Realität identifizieren kann. – Eben kam wieder ‚Kuckuck!‘, könnt Ihr bitte mal ’ne neue Platte auflegen, liebste Budenzauberer, es ist langweilig! – Sie fragt mich, ob ich noch ihre Kaffeemaschine anschalten könnte, bevor ich gehe (?), muaha! Darauf fange ich an, sie zu knutschen. Das Männchen ist drüsendruckgesteuert selbst in der Phase der Drüsenrückbildung!

Dann aber kommt etwas ganz Neues… Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und ich habe es eilig und ich merke schon im Traum, dass ich wahrscheinlich zu spät komme und dementsprechend die Prüfung nicht bestanden habe. Ich schlittere mehr als ich fahre einen Sandberg hinunter. Diese Szenen könnten auf einer Großbaustelle spielen. Ich fahre stinkwütend den Berg wieder hinauf, als ich feststelle, dass ich, ha, in die falsche Richtung fahre.

Jetzt geschieht etwas ohne Ironie usw. gesagt Verblüffendes. Ich gelange nicht nur tatsächlich mit gewaltiger Kraftanstrengung den Sandberg wieder hinauf, was auch in der sogenannten Realität selbst für trainierte Sportler schwer sein dürfte, sondern – hebe ab… Ich radele mit dem Rad immer höher, bis ich Dutzende Meter über dem Berg in der Luft die Pedalen trete.

Was war das? Der, igitt, Durchbruch? – Dagegen spricht, dass ich erstens eher Angst spüre als in jauchzendes Frohlocken über meinen Überflug im doppeltem Sinne verfalle, und dass ich auch weder im wörtlichem noch im übertragenem Sinne, igitt, lande, sondern aufwache.

E. T.??? – Ich habe den Film nicht gesehen, oder nur ausschnittsweise, aber natürlich kenne ich das berühmte Szenenbild des durch die Luft radelnden Jungen mit dem galaktischem Gnubbel-Gnom vorn im Korb.

Dies nur für den Fall, dass wieder einmal wer glaubt, tiefschürfend mein Unbewusstes auszuloten mit der „Interpretation“, der Hysterische, bzw. neuerdings Histrionische, würde Rollen spielen usw. „Rambo“ habe ich wohl auch schon nachgemacht, was insofern erstaunlich erscheinen muss, als ich mir bei diesem Streifen sicher bin, nicht eine Einstellung gesehen zu haben. Man sagt „Streifen“, das hat so was Weltläufig-Literarisches, *hüstel*. Ich weiß nur, dass es um einen Vietnam-Veteranen geht, der, Überraschung, nach seiner Heimkehr im sogenanntem normalen Leben nicht klarkommt und voll am Rad dreht. Das verstehe ich sehr gut, und das habe ich jetzt ausdrücklich nicht witzig gemeint.

Herr, die Not ist groß – die nicht gerufenen Geister werd‘ ich auch nicht los!

06. März 2019

Störungsspezifischer Größenwahn – wir berichteten*… Heute aber wurde mir nicht nur geträumt, dass ich in Iron Hut City wäre, sondern ich war auch im Kinderzimmer der gut dekorierten Wohnung des Versuchs einer Familiensimulation K. Am Fußende meines Bettes kauerte ein ängstlicher, dicklicher, nicht mehr ganz jugendlicher Bürger, den ich ebenso hartnäckig wie vergeblich darauf hinzuweisen versuchte, dass sich unter meinem Bett noch ein Rollbett befände. Chch – „Rollbild“! Das Unbewusste wieder, Wahnsinn!

Nee, nichts mit Erotik! Auf dem Rollbett hat in der sogenannten Realität mein sieben Jahre jüngerer und bis zum Karikaturistischem das Gegenteil von mir darstellender Stiefbruder gepennt. Mit dem habe ich des Öfteren albern-pubertär herum geknutscht, weil ich halt ’ne schwule Sau bin und das nicht wahrhaben will (???)… – Oder weil ich was ausgetragen habe, das unausgesprochen und damit umso wirksamer in der „Familien“-Atmosphäre waberte? Weil es meine „Funktion“ war, das Unbewusste auszuagieren?

Ich bin nicht der Erste, der feststellt, dass es in jeder Familie jemanden zu geben scheint, der auf diese und ähnliche Weise was austrägt usw. und tabu ist usf. Ich fühle mich aber wohl in dieser Rolle! Ich will mit diesen Herrschaften gar nichts mehr zu schaffen haben. Hagestolzierend vergrämt und unversöhnt werde ich einsam entschlafen, ach, süßer Schmerz…

Wahrscheinlich, Überraschung, habe ich die Prüfung nicht bestanden, denn ich habe dieses Rollbett nicht vollständig hervor gerollt bekommen.

Dann kamen noch mehrere krasse „Prüfungen“, unter anderem, glaube ich, mit der Ringstraße in Wien, auf die ich von einem Dach herunter blickte, von dem aus die Prachtpromenade ein bisschen was Französisches hatte, aber auch was von Maya- oder Aztekentempelstraße.

Sehr wahrscheinlich habe ich alles nicht bestanden, was soll es…

* Da ich gerade bei Größenwahn bin – Goethe war ’ne Totgeburt, er musste wiederbelebt werden. Könnte das eine oder gar die Triebkraft für diese außerordentliche Lebensleistung sein? „Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muss…“ Ich darf das, ich bin schizotyp (?)… – Der wütende Spießer verunglimpft einen Halbgott, genau! Man kennt das! Alles klar!

Mein Unbewusstes hat deutlich narrzisstische Züge

25. Januar 2019

Der Tippfehler ist gewollt! Kleiner Scherz zur Auflockerung, wie Oberstleutnant Sanftleben sagen würde, muahaha. – Natürlich hat Meister Schramm seinen Ruhestand entschieden verdient, aber es ist trotzdem jammerschade. Man muss das doch mal aussprechen dürfen! Es fällt übrigens auf, dass etliche Comedians und Kabarettisten Psychologie studiert haben…*

*Hüstel* – Ist das jetzt noch freies Assoziieren oder bereits Gedankenflucht, was ich hier betreibe? Auch diese Frage steht schon einige Zeit unbeantwortet im virtuellem Raum; ach, schöner Schmerz, oh edle Tiefe! Egal – zur Sache!

Das Übliche – nicht bestanden! Mir wurde unter anderem eine Szene mit diesem Herrn geträumt; siehe oben, Narzissmus. Muahaha! Allerdings war ich ja in diesen „Träumen“ auch bereits der Maskenbildner von de Niro, war mit dem bezaubernd knutschmundigem Frollein Moretz unterwegs usw., gnihi, süüüß!

Es war, natürlich, eine Szene aus einem knallhartem Gangsterfilm, in der ich da im Traum bzw. „Traum“ agierte. Mister Bardem wartete. Ich musste, wie bereits in tausenden „Träumen“, irgend etwas tun, was offensichtlich für alle Anderen selbstverständlich gewesen wäre, das ich aber nicht packte.

Das ist die Wiederholung der „Prüfungsszenen“, die mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre während der beinahe rituellen Sonntagsspaziergänge mit mir in meiner Vorschulkindheit zelebrierte. Wir promenierten am Kanal entlang, am Speicher, am Hafen und den Schubprahmen vorbei, weil ihn das an seine Heimatstadt Königsberg erinnerte, was ihm sehr wahrscheinlich gar nicht bewusst war. Unsere sozialistischen Menschen, befreit von Unterdrückung… Da gebärdete er sich immer, als hätten wir das Szenario dieser „Prüfungen“ abgesprochen, was aber nicht der Fall war. Er war, milde formuliert, enttäuscht, dass ich gewissermaßen meinen Text nicht kannte.

Während Mr. Bardem wartete, versuchte mich ein halbes Dutzend Leute von ihm wegzubringen. Einem habe ich in die Nase gebissen, kein Witz. – Die Traumgöttin pflegt eines seltsamen Humors, wir berichteten.

Dann warf mir der Mann voll cool und lässig einen Autoschlüssel vor die Füße, obwohl ich nicht „bestanden“ hatte. Ich bückte mich und war verwundert, dass der Schlüssel aus Plastik war und außerdem schwarz. Ich schreibe „Plastik“, nicht „Plaste“, und das ist plumpe Anbiederung an die Wessis, korrekt! Ich habe mich durchschaut, Alter!

Aber es war ein Autoschlüssel, das wusste ich irgendwie genau. Ich kam dann auch an eine Garage mit Rolltor, aber dann war der Traum zu Ende. Ich musste im Traum, seltsamerweise oder auch nicht, an dieses Auto denken. An das Auto, Mann; muahaha! – Die Szene war nicht „rund“, die Gestalt nicht vollendet usw. Dementsprechend habe ich die Prüfung nicht bestanden.

** Das mit dem „Meister“ ist nicht ironisch gemeint; ich kann so was auch einschätzen, *hüstel*, denn ich bin allüberall der ewige Lehrling… „Ich bin ein Blatt im Wind!“… äh… – der Pilot der „Serenity“, wörtlich… nochmal *hüstel*… ach, ich wäre so gern, aua, Raumpfleger auf der Schüssel…