‚Der is‘ jeden Abend voll und behauptet, Quartalssäufer zu sein!‘

Das wirklich Gruselige ist, dass diese Wahrnehmung oder „Wahrnehmung“ sehr wahrscheinlich ist in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Da bilden sich welche tatsächlich ein, ich wäre Stasi, Suffi, Knacki usw. Das ist nicht neu. Neu ist, dass ich nicht merken würde, Suchtdruck zu haben. Das kam gestern Abend. Das ist – lustig?

‚Gibta wieda an, dissa Hallus hat!‘ – Selbstreferentielle Mechanismen bei „Hallus“, auch mindestens interessant, steht gar nichts darüber in Fachbüchern.

Meine Güte – Jahre lang habe ich diplomierten Leuten Ohren abgekaut, um zu vermitteln, dass ich nicht krank bin und nicht simuliere. Das hätte ich mir sparen können! Aber das sagte ich, wie gesagt, bereits des Öfteren.

Ansonsten das Übliche. Mehrfach aufgeschreckt worden, wenn ich in eigene Traumbilder zu gleiten drohte, wie sie wohl jeder kennt beim Übergang vom Wachen zum Schlafen. Derzeit geschieht das nicht durch Pfeifen, sondern durch Klopfen. Immer noch kommt dann ein bisschen sozusagen Restwut auf. 1986, als der Budenzauber losging, habe ich manchmal nach dem Aufwachen wütend was durchs Zimmer geschmissen; da hat mich Keiner als „tobenden Irren“ gesehen, alles sehr merkwürdig.

Merke – Irre toben! Der Pole klaut, der Russe säuft, der Jude mauschelt, der Schwarze schnackselt zu viel und der Irre tobt! Leuchtet ein! Dass manche Leute „irre“ sind, weil sie nicht „toben“, obwohl ihre Umstände danach sind, ist wieder mindestens schwer zu vermitteln.

‚Der hatte jahrelang Zeit zum Schreiben!‘ Diese sind die wirklich verrückten „Hallus“, weil nämlich inhaltlich zutreffend. Könnt Ihr mir das erklären, liebe Synapsen erforschende Biochemiker? – Nicht so drängeln!

(… ‚War nich‘ beidastasi, war mal Werbestudent!‘… geht doch – jedenfalls besser als dieses ewige ‚Küchenabeita!‘, das wahrscheinlich von dem Herrn Meistertrommler aus der N.-Straße in Big B stammt… es sind übrigens 30 Jobs, die ich gemacht habe, einen habe ich wieder vergessen bzw. „vergessen“… und Tellerwäscher war ich in 38 Jahren insgesamt knapp neun Monate oder so, einmal in einer vorzüglich von Militärs frequentierten Gaststätte und dann auf dem Dampfer… was soll das…)

(… ich muss petzen, vergib mir, herbe Dame Welt… ich mache den Budenzauber nicht mit… wo ist die „Insel des Vergessens“, von der Jefremow schreibt… Herrgott nochmal, und warum gerade ich… haben die kein anderes „ferngelenktes Medium“ gefunden, auch äußerlich attraktiver…)

(… das müsst Ihr mir erst mal 32 Jahre lang nachmachen, bevor Ihr Eure Aufbausprüche ablasst… hähä… Es hilft nichts, man muss leben, und wenn Du Dich weigerst, ein Mensch der Aktion zu sein und Dich in die friedlichste Einöde zurückziehst, werden Dich die Wechselfälle des Schicksals innerlich überfallen, und Du wirst Dich in ihnen zu bewähren haben, seist Du nun ein Narr oder ein Held… fast wörtlich Thomas Mann im „Bajazzo“… q. e. d… bla… total antiquiert, der Mann… oder hatte ich das auch schon gesagt…)

(… ich habe immer wieder den Gedanken, der Budenzauber könnte etwas mit dem Psycho-Studenten zu tun haben, der 84 in Hirschgarten hospitiert hat…)

So vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind!

Lieber „so was“ schreiben als gar nichts, wie gesagt. Ich habe wieder einige Tage nichts geschrieben und es geht mir gar nicht gut. Wenigstens mache ich ’n bisschen gesampelte Musik und auch das ist besser als gar nix, nicht ironisch gesagt.

Und – nein, ich gehe nicht arbeiten, ich denke gar nicht dran. Das kommt auch seit etlichen Monden als „Rückmeldung“, ich wäre zu blöd, ’ne Bewerbung zu schreiben oder so was. Ich habe Jahrzehnte als Hilfsarbeiter verplempert, um die Eltern zu bestrafen, wie ich einsehen musste etliche Jahre, nachdem Dr. R., der Teilzeit-Chassid, bereits 1985 eine entsprechende Anmerkung anmerkte. Entweder komme ich jetzt mal durch, oder es ist Schicht im Schacht. ‚Gibta wieda an, dissa ’n Nichtsnutz is!‘ – Danke für die Rückmeldung!

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