Tja… Kurzum – das Übliche. Bla.

Erst bin ich früh wach, da geht es so weit. Da ich im Widerstand bin, nicke ich natürlich wieder ein. Selbst, wenn ich ’n Job hätte, hätte ich jedoch nicht verpennt. Aber darum geht es nicht! Prompt geht der Budenzauber wieder los – ein Traum mit Prüfung, Briefträger bei der Deutschen Post. Die suchen Leute, wie ich letztens irgendwo aufgeschnappt habe. Das tun sie zwar eigentlich immer, aber manchmal wird noch sozusagen Extra-Werbung gemacht.

Auch klar – ich hatte noch eine Chance, bin aber wieder nicht gesprungen, habe nicht gedichtet, sondern wieder nur stur berichtet, siehe meine Materialsammlung zu einer Art Autobiografie.

Für die habe ich gestern auch nichts gemacht, aber gestern war Sonntag. Har har – bei Schriftstellern gibt es keinen Sonntag, und das weiß ich eigentlich auch schon lange. Hält sich für ’n Schriftsteller, weilla Tagebuch schreibt, höhöhö. Das kam jetzt nicht per Mental-Funk, kam aber schon des Öfteren und kommt garantiert wieder. Dabei führe ich gar kein Tagebuch – aber lassen wir das. Vielleicht sollte ich es wieder tun, aber mit der Hand schreiben, bla.

Nun werde ich zwangsläufig wieder auf Jobben konditioniert. Das heißt, man versucht das. Ich habe, Überraschung, die Prüfung nicht bestanden. Als des Notierens würdig empfinde ich den Sachverhalt, dass diese Prüfung in einem Raum stattfand, der in dieser für meine Träume bzw. „Träume“ typischen Weise gleichzeitig das Kinderzimmer der elterlichen Wohnung in Iron Hut City und ein Postsortierraum war. Landen, Ankommen, nach Hause kommen – deutlicher geht es nicht mehr. Das ist auch nichts Neues, aber ich wollte es, wenn ich schon einmal beim Petzen bin, hier erwähnt haben und hätte es hiermit nun erwähnt.

Dann drohte wieder die „Gefahr“, dass ich in ein eigenes Traumbild gleite, wie das jeder normale Mensch erlebt beim Übergang in den Schlaf. Wieder, wie schon hunderte Male, wurde ich aufgeschreckt, dieses Mal wieder einmal durch einen Pfiff der Art, in der man einem Hund pfeift. Der Budenzauber enthält operantes Konditionieren, wie ich gleichfalls bereits des Öfteren erwähnt habe. Ich werde dressiert, oder zumindest versucht man es seit 32 Jahren. Das mit dem Schwanzwedeln übe ich zu Hause heimlich.

Übrigens sitze ich jetzt schon eine gute Dreiviertelstunde ohne Ohropax in oder Kopfhörer auf den Ohren und prügele auf die unschuldige Tastatur ein. Das ist mir lange nicht passiert. Die Tastatur ist mittlerweile etwas verkeimt, ich muss ’ne neue kaufen, har har. Little joke, btw! Seit nunmehr Jahrzehnten habe ich in meinen Wohnräumen oft bis fast immer Ohropax in oder Kopfhörer auf den Ohren, um den Aufenthalt in behaglichen Räumen, in denen ich kaum Behagen entwickle, überhaupt auszuhalten. Man kann dann als alter Stasi einfach besser lauschen, aharhar.

Das ist eine der infamsten „Verdrehungen“ von Ottilie Normalverbraucherin. Die Typen, die da 1986 vor und wahrscheinlich auch in meiner Prenzlauer Berghütte zugange waren, arbeiteten, sorry, mit Sicherheit nicht im Landwirtschaftsministerium, und jetzt kriege ich für die Genossen Tschekisten auch noch die Hucke voll! Aber ich gebe zu – das kommt einem meiner neurotischen Selbstbilder sehr recht, dem des Märtyrers. Ach, schöner Schmerz! Ach, tragisch tief sein wollen und doch immer nur tragikomisch sein können… – Dass es selbst einem Woody Allen erklärtermaßen ähnlich geht, letzteres betreffend, hilft mir auch nicht viel weiter.

(… übrigens heißt Allen eigentlich „Konigsberg“ – das is‘ ’n Zeichen… *hüstel*… Mensch, Ost-Koske – Du warst schon besser… ich ziehe erst nach Big Apple, wenn Trump weg ist… ich hoffe, er kandidiert noch einmal, und das habe ich jetzt nicht witzig gemeint…)

Bis jetzt geht es. Vor ’ner Viertelstunde kam von unten was per Pseudo-Hallu, ‚Willa wieda ’n Roman schreim!‘ Das ist nun wirklich originell! Das hatten wir überhaupt noch nicht. Gestern Abend kam etwas mit „paranoider Schizophrenie“, von dem ich mir gar nicht sicher bin, dass es „halluziniert“ war. Leute, Ihr müsst Euch echt einig werden – bin ich nun Schizo oder Simulant, beides geht nicht. I donk o scheen!

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