Die Wiesn scheint bevor zu stehen – bei ALDI gibt es Lebkuchen…

Dicht dran! Mein Lebenslauf ist eine Asymptote – im Unendlichen werde ich landen, ach herrje… Ich war ja mal Mathe-Freak – als der Klassenleiter Mathe-Lehrer war. Der deutsche Untertan mit chronischer Chamäleonose (morbus zelig).

Natürlich ging es gar nicht um den Anschluss der Firma „Keine Namen!“ Das war nur sozusagen die Oberfläche. Dies sogar im konkretem oder gar konkretistischem Sinne – die müssen den Gehsteig aufstemmen! Aber dazu gleich.

Ich habe netztechnisch in den letzten Monden ein wenig postmoderne Unübersichtlichkeit erlitten. Zunächst erklärte ein Sale Assistant, mein Anschluss könne nicht vorübergehend stillgelegt werden, bis ich eine Wohnung hätte. Dennoch wurde zwei Monate lang nichts abgebucht.

Dann stellte sich heraus, dass hier in meiner kargen Klause* doch ein Anschluss möglich wäre. Bevor jedoch der Techniker des mit Vor-Ort-Service beauftragten Sub-Unternehmens die Hausanlage auf den neuesten Stand bringen konnte, denn die ist nicht rückkanalfähig, gab es einen größeren Ausfall im Kabelnetz. Man, nicht nur ich, erhielt die Mitteilung, dass es allein vierzehn Tage dauern würde, bis die Stadt die Genehmigung zum Aufstemmen des Bürgersteigs erteilen würde.

Ich will mich nicht weiter in Details verlieren, denn ich bin kein Anscheißer. Es ging schier realsatierisch zu, kein Tippfehler!

Heute aber nun habe ich, just itzt, einen Kabelbau-Trupp in der Hauptstraße um die Ecke bei der Arbeit betroffen. Super bunte Kabel – das Auge surft mit oder so ähnlich! Mein Quartals-Soll Spontanität ist aufgebraucht, denn ich habe einen kleinen Sprung vollzogen, indem ich einen der Techniker gefragt habe, ob er für die Firma „Keine Namen!“ tätig wäre. Dies hat der tiefenwirksam Werktätige bejaht.

Es scheint also jetzt voran zu gehen, yippie! Ich nutze gerade eine SIM-Karte mit 150 GB geschenktem Data-Volumen, aber die wird am Freitag abgeschalten. Es sind 69,31 GB übrig, und ich muss schnell noch ein paar Spezialfilme mit Bürgerinnen in rosa Höschen usw. downloaden. Auf das „usw.“ will ich hier nicht eingehen. Allerdings bin ich nicht ganz unverbunden, denn das Schneckentempo-Internet, das mir dann bleibt, reicht zumindest für Emails schreiben und Blogpostings posten.

In Wahrheit, in der Tiefe, ging es bei allen diesen Kabel-Kabbeleien wie in meinen tausenden Prüfungsträumen um das Erzeugen einer Bindung an einen Job. Das war mir schon klar, als der eben oben genannte Techniker sich in mein Bett legte. Äh… – dahinter ist die Anschlussdose. Little joke, btw!

Es hat natürlich nicht geklappt – und prompt bin ich ein paar Schritte hinter dem von mir befragtem Arbeiter heftig gestolpert worden. Nein, ich habe mich nicht vertippt. Auch diese heftige sofortige symbolische Bestrafung beim nicht Gelingen eines Sprungs habe ich viele Dutzende Male in den letzten Jahren erlebt. Es nützt nichts, wenn ich vorbildlich stupide Bewerbungen schreibe usw. Der kleine Eichmann, der in mir ist wie in jedem Menschen, muss raus aus der Spur kommen, weg vom immer nur Pflicht erfüllen. Ich muss springen – und landen.

Aber ich war noch nie so dicht dran! Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich noch vor dem Eintritt ins Rentenalter landen werde, ha!

Wem soll man so was nun petzen? – Ja ja, Schizo… Schön wäre es!

Möglicherweise ist, was bisher als „Psychose“ usw. bezeichnet wurde, in Wahrheit eine höhere Form menschlichen Geisteslebens, das „nur“ immer, da nicht im entsprechendem Zusammenhang, nicht auf der adäquaten Meta-Ebene usw. betrachtet, als Krankheit missdeutet wurde.

Dafür spricht übrigens ein berühmter Sinnspruch, dessen Autoren ich nicht zu ermitteln vermag – der Mystiker würde im Meer schwimmen, der Schizophrene darin ertrinken…

In diesem Sinne – pfiat Eana, *hüstel*…

* Korrekt – ich liebe diese Formulierung!

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