Adrian Tchaikovsky, „Kinder der Zeit“

Das Buch habe ich „zufällig“ gefunden, im Gasteig, in dem ich des Öfteren leibhaftig zu erscheinen plane, bevor es in den nächsten Monden für längere Zeit schließt. Ich habe ziellos und unentschlossen in dem Regal mit SF-Literatur herum gekramt und dann doch dieses Buch mitgenommen, obwohl ich beim erstem Überfliegen den Eindruck hatte, es handele sich um den fünften Abguss der achten Coverversion.

Dabei stimmt das sogar, was auf dem Cover steht. Es werden die großen Menschheitsfragen abgehandelt. Man fragt sich, warum es einerseits solche im mehrfachem Sinne phantastischen Romane gibt, während andererseits immer mehr Schimpansenhordenführer Regierungschefs werden. Aber wahrscheinlich habe ich jetzt die Schimpansen beleidigt.

„Alter Mann“, sagt die Chefingenieurin Lain immer zu dem Historiker Holsten Mason, wenn er wieder einmal, oft nach Jahrzehnten, aus der Suspensionskapsel kommt. Korrekt, das gefällt Herrn Koske! Ein bisschen Humor ist auch in diesem Buch, obwohl wieder einmal die Erde verlassen wurde, weil sie herunter gewirtschaftet worden ist, Klappe, die hundertste.

Die Story ist genial. Originell trotz der auf den ersten Blick als durchgekautes Klischee erscheinenden Ausgangssituation. Zudem ist Humor nicht nur in den Dialogen, sondern auch subtil im Handlungsverlauf. Eigentlich soll das Nanovirus, das auf einem terrageformtem Planeten abgesetzt wird, als Katalysator für die Entwicklung von Affen wirken. Deren Evolution bis zu ersten Anzeichen von Intelligenz zieht sich dann nicht über Jahrmillionen, sondern höchstens über ein paar Jahrhunderte.

Das ist schon wieder scheinbar ein Versatzstück. Dieser Gedanke kommt mir natürlich vor allem, weil ich letztens den bisher letzten Teil von „Planet der Affen“ gesehen habe.

Das Raumfahrzeug mit den Affen stürzt aber ab. Das Virus fördert und beschleunigt dennoch die Entwicklung einer Population bis zu einer Art Intelligenz, aber die Population besteht aus… – trotzdem hier keiner liest, will ich nicht spoilern, boah. Halleluja, da muss man drauf kommen!

… ich werde nie Diplom-Autor… jammer, jammer, jammer…

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