Der arrogante Fatzke setzt zu, aua, Höhenflügen an*

Selbst als in der Mediennutzung zurückhaltender Zeitgenosse, als der ich zum Beispiel bewusst kein Fernsehgerät besitze, werde ich häufig mit schlagwortartigen Begriffen konfrontiert, die dann, aua, in meinem Kopf herum schwirren, wie etwa der Begriff „Helikopter-Eltern“.

Was ich zum Thema bei Wikipedia fand, hat mich verblüfft. Nicht einer der aufgeführten Pädagogen, Psychologen usw. hat die Frage auch nur erwähnt, ob und wie weit das in Rede stehende Phänomen damit zu tun haben könnte, dass Helikopter-Eltern mit ihren überbemühtem Erziehungsstil einen von ihnen erlebten Mangel zu überkompensieren versuchen könnten, der aus den traumatisierenden Erlebnissen bei den bekannten Um- und Zusammenbrüchen des XX. Jahrhunderts resultieren dürfte.

Wahrscheinlich komme ich gerade jetzt darauf, wieder darauf, weil ich eben Rennefanz‘ Buch „Die Mutter meiner Mutter“ zu lesen begonnen habe, in dem die eben oben angedeutete Problematik in „kleinen“, „banalen“, alltäglichen Episoden und daher umso nachvollziehbarer und einleuchtender dargestellt wird.

Dergleichen ist mir jedoch schon des Öfteren aufgefallen. Häufig scheinen Psychologen, Therapeuten usw. politische und ökonomische Faktoren auszublenden, aus ihren Weltwahrnehmungsmustern auszuschließen, während Betriebswirte, Politiker usw. dasselbe mit psychologischen Faktoren zu tun scheinen.

* Zu dieser vermeintlichen verbalen Selbstkasteiung komme ich wahrscheinlich noch an anderer Stelle. Ich glaube nämlich nach einigem Nachdenken nicht, dass das, was mir ganz kürzlich rückgemeldet wurde, Arroganz ist.

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