Zeichen. – Budenzauber. „Petze, Petze, ging in‘ Laden…“

Vor einigen Tagen habe ich in einem YouTube-Kanal ein Video entdeckt, das mich entzückte, wie wir Fossile dergleichen auszudrücken pflegen. Ich sehe des Öfteren in diesen Kanal, was nicht nur damit zu tun hat, dass die Betreiberin des Kanals rothaarig ist. Ich habe mir den Link in meine Notizen kopiert und einige erste Gedanken dazu geschrieben.

Dieses Video ist leicht grenzwertig im Sinne dessen, was ich im letztem Posting mindestens angedeutet habe. Es geht um das coole und krasse Thema Weibchen und Männchen der rezenten Hominidae auf dem drittem Planeten des Systems und um alles, was zwischen ihnen wabert und wogt und webt und wirkt.

Die junge Frau steigt aus einem See oder Fluss, von dessen Grund sie ein Instrument geklaubt hat, auf dem sie anschließend spielt, um zu zeigen, wie robust das gute Stück wäre. Sie ist jedoch in Straßenkleidung in das Instrumententestgewässer* gestiegen, und… tja… „Halb zog sie ihn/halb sank er hin“, bla. Ich bin übrigens nicht der Erste, der festgestellt hat, dass der nächste Vers meist ausgelassen wird. Ich will nur sagen, dass ich es auch festgestellt habe. Der nächste Vers lautet: „… und ward nicht mehr gesehen…“

Nein, ich habe mich nicht daran aufgegeilt usw., vielmehr das Video eine Art Erinnerungsschub bewirkt hat. Mir ist der Traum bei meiner Ejakularche eingefallen, darstellend eine aus einem See kommende Frau, die allerdings nackt war, und die sich seltsam träumerisch-träge-genießerisch bewegte. Die Intensität des Empfindens bei der diesem Traum-Bild folgenden männlichen Entladung blieb unerreicht bei allen von mir später in der Realität erbrachten spritzigen Beiträgen, die unter Umständen zur Arterhaltung hätten beitragen können.

Natürlich ist mir klar, dass dies der berühmte Traum vom Waldsee war, eine archetypische Szene, wie entweder Freud oder Jung erörtert hat. Ich weiß das nicht mehr genau und bin jetzt zu faul, Mama Google deswegen anzugehen. Die Szene wird auch immer wieder in Filmen gecovert, zum Beispiel in „Big Fish“.

Die Pointe der Geschichte aber ist, dass die Frau im Traum mitnichten dem Ideal oder Beuteschema oder wie auch immer entsprach, ja ja, scheiß Macho, dem ich in der so genannten Realität folge. Dies wurde von Leuten in verschiedenen Lebenswelten, in denen ich hospitierte, sinngemäß, fast wörtlich rückgemeldet mit der Erklärung, ich bräuchte was richtig zum Hinlangen und Anpacken, nicht immer diese Nymphchen und Elfchen, hähä. Die Frau im Traum war mitnichten nymphisch-elfisch-ätherisch verschwebend und veratmend, sondern, sagen wir, volumenmäßig keineswegs defizitär, *hüstel*. Ja ja, scheiß Macho!

Nun bin ich mit der Darstellerin besagten Videos nicht verlinkt, ich habe sie weder in den Favoriten noch auch kommentiert oder ihre Clips im Blog gepostet. Trotzdem kam gestern eine Nachricht mit einem Hinweis auf ihr neues Video, bei dessen Ansehen ich feststellen musste, dass es nichts anzusehen gab, weil nur Töne, keine Bilder die zuständigen Organe erreichten. Inzwischen gibt es auch Bilder.

Es wird in der Regel als psychotisch gesehen, derartige Erlebnisse als Zeichen zu sehen und man verweist auf köstliche Neuroleptika. In diesem Fall sollte mir mitgeteilt werden, dass die junge Frau vornehmlich ihre Musik gehört haben möchte und weniger ihren Körper begafft. „Nur“ habe ich derartige „Zufälle“ in den letzten drei Jahrzehnten hunderte, wenn nicht tausende Male erlebt. Kann mir das bitte jemand erklären? – Nicht so drängeln!

Dann kommen anlässlich solcher Petzereien über den Budenzauber wie der hier eben erfolgenden immer wieder, in der sogenannten Realität, nicht als Mental-Funk, Textbausteine betreffs hysterischen Lügenmauls, Münchhausen-Syndrom, pseudologia phantastica usw. Das nervt mich besonders, weil ich seit ca. 42 Jahren darunter leide, schreiben zu wollen und auch immer wieder schreibe, aber nie, bis auf eine Ausnahme, über minutiös authentische Berichte hinaus komme. Ich kann immer noch nicht dichten, spinnen, phantasieren, lügen. Korrekt, deswegen spinne ich mich in den Soundpics aus, um mich selbst auszutricksen, und das klappt aber eher nicht.

Tja…

Bla.

* „Faszinierend!“, wie Mr. Spock gesagt hätte, und zwar völlig zu Recht – dies koskatörichte Neonym wird mitnichten als Fehler angezeigt. Auch das Alter hält noch Überraschungen bereit, wir berichteten erst einige Dutzend Male!

Dieser Beitrag wurde unter Anna Lyse, Nabelbohrungen, Netzfunde veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.