Wegen akuter egomania simplex hat mir der Arzt Netzverbot verschrieben…

… aber ich bin wie immer im Widerstand, wenngleich politisch nach wie vor extreme Ultra-Mitte. Es ist jedoch wieder eine persönlichkeits- sowohl als auch störungsspezifische Grenzsituation, dass in den letzten Wochen dauernd der PC abgestürzt ist, wenn ich Seiten aufgerufen habe, die vorzüglich unbekleidete Frauen zeigten. Ich habe das dann absichtlich gemacht, obwohl es mich gar nicht nach der internetten Rezeption arterhaltender Gymnastik inclusive abweichender Abläufe gelüstete, panta rhei usw. Zack, Bild weg, weil Monitor aus, und das Mutterbrett brummt mit durchaus spasmolytisch-frühsymbiotischem Sound. Ich muss nicht nur den Browser, an dessen Trainingsangebote des Überwindens von Trennungswiderständen durch unregelmäßige Abstürze ich mich schon gewöhnt habe, sondern den ganzen Koskomaten neu starten, was ich aus Bosheit auch tue. Ohnehin kommt dauernd per Mental-Funk die Rückmeldung, mein Blog wäre nur Geltungsdrang.

Ich verstehe das, ja, ich verstehe alles! Angenommen, es wäre paranoid*, wenn ich annähme, dass da wer hämisch-spielerisch-pseudopädagogisch zugange gewesen wäre, bleibt mir immer noch der Versuch einer Erörterung des Phänomens „imaginäre(r) Freund(e)“.

Immer wieder habe ich mich gewundert, wenn ich on- oder offline las oder hörte, dass es ganz normal, wenn nicht typisch, jedenfalls aber durchaus altersadäquat und also eher nicht pathologisch wäre, dass kleine Kinder sich einen imaginären Freund ersinnen und erspinnen würden. Ich habe immer geglaubt, dass ich auch in dieser Hinsicht unnormal wäre, weil ich des Weiteren glaubte, nie einen solchen Freund oder gar mehrere imaginäre Freunde erlebt zu haben. Hier trifft jedoch, natürlich, und das scheint wieder je nach Standpunkt des Betrachters dialektisch oder paradox, das Gegenteil zu. Ich habe mich in allem Wesentlichem oder jedenfalls mir Wichtigem nur an Imaginerds gewandt.

Mir ist natürlich klar, dass das wieder etwas mit frühen Prägungen zu tun hat. Es ist, als Beispiel, keine retrograde Verfälschung, wenn ich sage, dass ich schon als Vierkäsebreit deutlich gespürt habe, dass mein Vater, manchmal auch meine leibliche Mutter, aber nie so häufig wie der Alte, gar nicht mich meinte bei seinen Produktionen mit oder vor mir. Dies traf auch oder gerade zu, wenn er mich, Zitat, windelweich gedroschen hat, sich vergessen, ebenfalls seine Worte.

Hier wirkt wieder dieses Schlüssel-und-Schloss-Prinzip. Auf der einen Seite Menschen wie mein Vater als Vollwaise mit der allerdings verdrängten Sehnsucht nach Einbindung in ein familiäres Netzwerk usw., auf der anderen Seite ein ganzes Ministerium abwesender Beobachter mit dem Status „väterlicher“ Autoritäten usw. Nix Ökonomie oder Ideologie, alles, Zitat Dr. Gysi, „Psychoclub“.**

Bla.

Jedenfalls habe ich nun meinen erträumten Zustand erreicht. Hier liest kaum noch wer und kommentiert niemand und sehe ich mich jedoch nicht veranlasst, darob ins Kissen zu schluchzen. Psychopath, nicht therapierbar, weg sperren…

Was ich aber mit alldem sagen will, ist, dass meine möglicherweise paranoide Phantasie, jemand könnte und würde mein Surfverhalten erzieherisch lenken, gleichfalls auf die Annahme eines imaginären Freundes oder zumindest diensthabend Kontakthabenden verweist. Ich kann mich nicht gut ausdrücken, wir hatten im Osten zu wenig Buchstaben, wir berichteten mehrfach.

Abschließend bemerkt habe ich Ubuntu installiert, mit dem ich meine liebe Mühe habe. Aber wenn hier wer zugange war in meinem Zauberkistchen, dann kann er sich die Mühe jetzt sparen. Hähä.

Zudem kann ich nun nicht mehr, Strafe muss sein, mit dem MAGIX MUSIC MAKER Soundpics basteln, oder zunächst nicht. Mit WINE werde ich sicher wieder mental aktivierende köstliche Katastrophen erleben. Dieses Defizit ist nicht nur schmerzhaft spürbar geworden, sondern von mir selbst verursacht, und zwar genau in dem Augenblick, als ich mit dem am 25. des laufenden Monats gepostetem Beitrag einen Schritt gemacht habe, wenn auch leider, little joke btw, keinen Schnitt. Man dürfte daher nicht umhin kommen, den argen Gedanken zuzulassen, dass es ganz eventuell etwas wie ein Unbewusstes geben könnte, tandaradei…

In diesem Sinne verbleibe ich als

Old Ron, bekanntester unbekannter Au-Tor

** Cooler Verschreiber – „paaranoid“! Hach, manchmal mag ich mein Unbewusstes, aber das behalte ich lieber für mich…
** Hier sieht sich der Klient neuerlich, im Unbewussten, als Parteivorsitzender – bitte verständigen Sie niemanden!

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