2013

Bahnhof verstehen

28. Dezember 2013

Schon im Traum der Gedanke, dass sich so Psychose anfühlen muss. Es gibt Theorien, nach denen Psychotiker den Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, wie einen Traum erleben. Ich neige schon lange dazu, dieser These zuzustimmen.

Wieder einmal Bahnhöfe! Neben „realen“ Orten in Iron Hut City das häufigste Motiv in meinen Träumen. Um dieses Motiv zu deuten, bedarf es keiner freudigen Übungen mit Anna Lyse auf der Couch. Aufbrechen, sich in Bewegung setzen, neue Orte und Menschen erkunden usw. Womöglich ist es verfehlt, diesen Antrieb wörtlich, konkret(istisch) zu nehmen und irgendwo hin zu ziehen. Das kann aber gut gehen! Manchmal bewirkt der äußere Aufbruch die wesentliche innere „Reise“. Ich habe dergleichen in unmittelbarer Nähe erlebt. Meine vorherrschende Empfindung war eher Verwunderung darüber, dass „so was“ geht, als Eifersucht.

Dies alles wieder am Rande und nebenbei! Die Bahnhöfe erkenne ich nicht, sie erscheinen mir aber bekannt – ich „komme nicht drauf“… Teilweise sind sie aber wie surrealistische Kulissen zu dystopischen Filmen.

Das könnte ein Tagesrest sein. Ich habe gestern bei YouTube ein paar Ausschnitte aus Monty-Python-Filmen gesehen und musste natürlich an Master Gilliam denken. Kurzum – es braziliert heftig in meinem Traum! Es sind gar „Prüfungen“ wie in PC-Games enthalten. Eine „Rolltreppe“ besteht zum Beispiel aus etwa zehn Meter breiten Spanplatten, die mit Holzleisten zu einem Endlosband zusammen genagelt sind und sich entschieden schneller bewegen als wirkliche Rolltreppen. Ich komme da nicht hoch – Prüfung nicht bestanden.

An einigen Traumorten überwiegen Grün und Rotorange und ich weiß nicht, woher ich das „kenne“. Ich will nach München. Die Bahnhöfe sind jedoch alle U- und S-Bahnhöfe in einer anderen Stadt. Berlin könnte „enthalten“ sein. Im Traum erkläre ich mehrfach, ich müsse nach M. Damit folge ich aber vermutlich wieder einmal einem Fluchtimpuls, was mir gleichfalls schon im Traum klar wird. In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, bin ich mir gerade halbwegs sicher, diesen Impuls einigermaßen in den Griff bekommen zu haben, was von anderen Personen bestätigt wird. Man sieht, wieder einmal, – „Realität“ und Unbewusstes sind, milde formuliert, nicht immer deckungsgleich.

Das Übliche! Ich steige in den falschen Zug, ich fahre versehentlich in die Gegenrichtung und wenn ich an der richtigen Station aussteige, um den passenden Zug zu erreichen, bin ich auf einmal auf einem völlig anderem Bahnhof usw. usf. Diese Abläufe kenne ich aus bereits mindestens fünfzig Träumen.

Zudem gehen alle Versuche der Kontaktaufnahme ins Leere. Leute erwarten etwas von mir, das wie immer selbstverständlich scheint und wie immer nur von mir nicht erkannt wird. Zum Beispiel steht eine kleine Gruppe im Eingangsbereich eines S-Bahn-Wagens und alle sehen mich erwartungsvoll an – ich „komme nicht drauf“. Da ich die Prüfung nicht bestehe, löst sich die Szene auf. Dieses in den vergangenen 27 Jahren hunderte Male erlebte Nichtbestehen der Prüfungen ist weitaus alptraumhafter als etwa ein geträumtes totes Baby im Waschbecken, zumal mir schon im Traum klar ist, dass das Baby für mich und genauer für mein inneres Kind steht.

Ich konzentriere mich auf Nebensächlichkeiten. Anstatt mich um das Erreichen des richtigen Zuges auf dem richtigem Bahnhof zu bemühen, ist der dämliche Spießer in mir sauer, dass ich die „falschen“ Schuhe anhabe. Die „richtigen“ sind in einer meiner Reisetaschen, die ich zwischendurch immer wieder verliere. Usw.

Am Ende eines Traumes ein Gespräch bzw. „Gespräch“ mit einer jungen Frau. Bereits im Traum vermute ich, dass sie die „jugendliche Ausgabe“ einer gleichaltrigen Bekannten aus dem Bereich ist, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Auch das geschieht sehr häufig in meinen Träumen. Mein inneres Kind kommuniziert mit den inneren Kindern realer Bekannter, die im Traum in der kindlichen Gestalt erscheinen, die sie in der Realität tatsächlich hatten. Auch zur Deutung dieses Sachverhalts bedarf es keiner Ausbildung. Es geht um das Kindlich-Kreative in Ottilie Normalverbraucherin.

Ich versuche zu kommunizieren – „aneinander vorbei reden“ wäre untertrieben! Ich flehe die Frau etwa an, mir den richtigen Bahnsteig zu zeigen – sie fragt mich darauf, ob ich ein bisschen mit ihr fummeln möchte. Ja, das klingt witzig! Witz als Ausdruck und Ergebnis des Unbewussten, eine der ersten grandiosen Erkenntnisse Freuds. Ich glaube zudem, dass sich hier in gewissem Sinn und Ausmaß weibliche Weisheit zeigt. Die Frau bringt auf den Punkt, worum es wirklich gehen könnte. Auch eine Traumbegegnung dieser Art, bzw. leider eben Nichtbegegnung, erlebe ich nicht zum ersten, sondern eher zum hundertstem Male.

Fazit des heutigen Traumes? – Schon im Traum vermute ich und nach dem Erwachen bin ich mir sicher, dass das Schöpferische in mir angeregt werden soll, das furchtbar verdrängt ist. Ich „soll“ jetzt „richtig dichten“, d. h., „wirklich“ kreativ schreiben, eine Geschichte ausdenken usw., nicht „nur berichten“, wie hier eben vollzogen. Usw. Nicht bestanden. Dazu passen die in den letzten Tagen sich neuerlich häufenden inneren Zurufe per Mental-Funk wie ‚Einfacher Arbeiter!‘ oder ‚Schreib als Hobby!‘.

Gute Arbeit, von wem auch immer! Huhu?! „Helf Er sich!“ (Dipl.-Psych. John Wolf Goethe) Tandaradei!

Traumtraining äffisches Klettern (der Mensch ist als Übender zu denken, siehe Sloterdijk)

10. Dezember 2013

Eine kleinere Stadt im Festtrubel. Es könnte PAF gewesen sein. Es ist aber auch wieder „atmosphärisch“ Iron Hut City enthalten. Ich stehe vor einer Art Maibaum, der völlig verkleidet ist mit zahllosen bunten Tüchern. Die Aufgabe besteht darin, dass ich den Baum oder Mast hinauf klettern muss. Ich beginne gar nicht erst zu klettern, weil ich schon im Traum wütend bin, neuerlich mit einer Prüfung konfrontiert zu sein. Bis in den Traum hinein Generalisierung des Symptoms, hier das der Verweigerung, um den Eltern im Lebens- und Wachstumsverbot zuvor zu kommen und „noch eins drauf zu setzen“ (Blechtrommel-Syndrom, morbus matzerath). – Prüfung nicht bestanden.

Dann wieder ein gleichfalls unzählige Male vorgeführtes Muster. Ich muss irgendwohin zurück, nachdem ich woanders etwas erledigt habe, und finde weder den Weg zurück noch weiß ich, worin der Auftrag eigentlich bestand. Ich klettere dabei über Dächer historischer Gebäude und bediene mich eines gewaltigen Messers, um mich wie mit einem Eispickel festzuhaken. Die Szene erinnert an „Syberia“. Jemand bewundert mich für meine Gewandtheit und ich versuche ihm vergeblich klar zu machen, dass mir die gar nichts nützt, weil ich eben nicht zurück finde – nicht bestanden…

Schließlich noch eine Prüfung zum Erzeugen einer Bindung an einen Job. Ich muss Dokumente kopieren, seltsamer Weise erfolgt die Kopie durch ein Gerät mit einer riesigen Walze wie der in einer Wäschebügelmaschine. Ich werde in der vorgegebenen Zeit nicht fertig – nicht bestanden.

(… dies sind wieder Notizen aus reiner Bosheit – es geht immer weiter! „Die“, wer immer die sein mögen, begleiten mich ein Leben lang, und es wurde mir auch bereits verdeutlicht, was passieren würde, wären „die“ nicht zu Gange… gute Arbeit, ich kann es nur immer wieder sagen, von wem auch immer… huhu…)

Unwille zu trauern (männlich-herb, harzig-holzig)

20. November 2013

Wieder einmal erscheint mein märchenhaftes Stiefmütterchen. Seltsamer Weise kommt sie aus der Nachbarwohnung in der Robert-Koch-Straße 28, während ich im Kinderzimmer bin. Gleichzeitig muss das auch noch ein anderer Raum sein, denn da, wo das Fenster ist, bzw. war, denn der halbe Wohnkomplex wurde inzwischen rückgebaut, ist im Traum eine Terrassentür oder dgl. Ich frage nach Wäscheklammern und sie fragt zurück „Was ist denn ’ne seriöse Serien-Sau?“

Ich bin eher sprachlos verdattert als erheitert. Ich merke aber auch hier bereits wieder, dass die Frage einen sich nicht sofort erschließenden Sinn hat. Es geht womöglich eher wieder um die emotionale Annäherung als um den sachlichen Inhalt der Frage. – „Prüfung“ nicht bestanden…

Zum zweiten Mal in den letzten Nächten erlebe ich im Traum heftige Weinanfälle. Heute erliege ich einem, als ich einen Film sehe, an den ich mich nicht erinnern kann und der sich nicht auf DVD, sondern auf VHS-Kassette befindet. Ich weiß natürlich, was das zu bedeuten hat – das „innere Kind“ ist, wieder einmal, am Abkacken…

Ja – und?!

(… „Können Sie nicht fünf Minuten anders?“…)*

24. Oktober 2013

Eigentlich hätte ich es wissen müssen, aus Erfahrung, dass es voll zur Sache geht, wenn der Budenzauber verschärft wird, aber auch das hatte ich vergessen, und wieder bin ich nicht „gesprungen“. Ich stelle das fest, ich werte es nicht.

Heute aber wurde mir geträumt, ich wäre im Haus der ewigen Kindheit. Ich bin im Foyer mit viel mehr Leuten „angetreten“, in der Tat in militärischer Formation, als in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, in das Foyer passen würden. Dieses Antreten könnte ein Tagesrest sein. Es erinnert mich bereits im Traum an die Folge von „SG 1“, in der die Mannschaft des Stargate-Centers nach dem überraschendem Rücktritt von General Hammond zur Begrüßung von dessen Nachfolger General Bauer angetreten ist.

Die Prüfung besteht darin, dass ich einem ratlosen Neuankömmling helfen soll. Das versuche ich, indem ich ihm über die Köpfe der vor mir Angetretenem zurufe, er müsse sich bei Frau W. melden, die würde ihn dann einweisen. An der Reaktion bzw. vielmehr Nicht-Reaktion des Mannes, der zudem knallrot anläuft, als er die angetretene „Mannschaft“ sieht, bemerke ich schon im Traum, dass kein wirklicher Kontakt zustande kommt. Der Mann versteht mich nach einer Weile nicht mehr und es ist neuerlich, als würde man wie bei einer Musikaufnahme langsam den Ton ausblenden.

Diese Art Kontaktverlust habe ich in sicher mehreren hundert Prüfungsträumen erlebt. Schließlich ignoriert der Neue mich auch optisch, obwohl ich ihm noch mit Gesten den Weg zu zeigen versuche. Mit anderen Worten (und das ist sicher sehr überraschend!) – nicht bestanden… Wie ebenfalls üblich, ist diese Episode nur ein Bruchteil der heutigen Traumprüfungen und alle anderen habe ich „vergessen“. Hier noch der Gedanke, dass die Rundum-In-Vivo-Therapie durch den Budenzauber sich unangenehm anfühlen muss, sonst würde ich mich auch daran gewöhnen.

Außerdem glaube ich die Entsprechung in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, zum Traum vom 22.09. gefunden zu haben. Dieses „reale Pendant“ ist zeitlich ungewöhnlich dicht am „Traumset“.

(… ich weiß selbst nicht, warum ich derartige Wahrnehmungen immer wieder aufschreibe, obwohl ich weiß, dass mir eh‘ niemand wirklich folgen und geschweige denn aus dem Budenzauber heraus helfen kann… Bosheit, weiter voran auf bewährtem Kurs – was auch immer, es kommt noch schlimmer… ich rechne manchmal allen Ernstes damit, unverhofft verhaftet zu werden wie dieser Typ bei Großmeister Kafka… etwas Ähnliches habe ich übrigens einmal in nächster Umgebung tatsächlich erlebt… ich bin stolz und froh, an dieser unserer Postmoderne als kielgeholt Mitgeschleifter teilhaben zu dürfen – oder sagte ich das schon… danke, danke, danke… häff fann…)

* Dipl.-Psych. N. in den heilend hallenden Hallen des Heiligen Joseph, und: nee, kann ich nich‘ – unrockbar… Hähä.

Rettungswesten anlegen – Fossil an Bord

22. September 2013

Sonntags legt die Göttin noch einmal was drauf… Gott ist tot – die Göttin ist im Schwangerschaftsurlaub!* Ich weiß nicht, wie das geht – diese Traumszenen sind weitaus lebendiger, farbiger usw. als alle Szenen in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Ich bin weitaus mehr „da“ usw. Aber das mit dem Aufsteigen wird kommen, in der einen oder anderen Art. Ja ja, ich bin ein Mankurt.

Zunächst fahre ich mit einem Binnenschiff durch die Straßen. Es ist eines der Schiffe, wie sie die Stern und Kreis in Berlin betreibt. Ich habe in der Kombüse eines dieser Schiffe einige Monate meines Lebens verspült. „Küchenbulle will in die Werbung, hähähä!“; ich habe mir alle gemerkt, die sich amüsiert haben, die kassiere ich nachher ein, hähä, böse, böse.

Gleichzeitig ist das Wasserfahrzeug auch ein Schubprahm, wie er zur Versorgung des Mittal-Werkes in Iron Hut City mit Rohstoffen genutzt wird. Ich habe schon mehrere Traumprüfungen mit derartigen Schiffen auf dem Oder-Spree-Kanal und auf dem Werksgelände nicht bestanden. Wieder diese Ambivalenz – wie absurd, mich als Kapitän einzusetzen, der ich doch keinerlei Vorkenntnisse besitze über das Wissen hinaus, dass die Kompassnadel nach Norden zeigt oder zeigen sollte! Andererseits spüre ich, dass es wieder um diesen Sprung geht. Im Grunde geht es in allen diesen Prüfungs-Träumen um Initiation. ‚Für Mädchen gibt es keine Initiation!‘, kam bereits vor vielen Jahren per Mental-Funk.

Wie – komische „Hallus“? Ja, habe ich doch schon -zig mal gesagt! Diese Initiationsrituale am Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein hat mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre mit mir zelebriert, als ich fünf war. Daher „das Kind“, Herr Dr. R., Teilzeit-Chassid. Aber das nur wieder am Rande und nebenbei!

Ich steuere das Schiff über Straßen und Marktplätze. Ohne Wasser – es ist ein Traum! Träume sind die Möglichkeitsform der Realität. Eingefaltete Strukturen und Muster des Universums, die wir im Schlaf berühren. Meine These – aber ich darf das, ich bin schizotyp und auch bereits in einer Einrichtung. Etliche aber sind, denen gelingt es, diese Muster in den Bereich zu zwingen, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Wir bewundern sie dafür – es sind „große Menschen“… (?) Das kann jetzt womöglich jede(r). Dies womöglich bedeutet „Wende“, nicht die böse Stasi ist weg und ich kann in Mallorca am Biertisch deutsches Liedungut pflegen. Ja ja – ich habe die Wende verpennt.

Ich demoliere Café-Tische, Schaufenster, parkende Autos usw. Mein innerer Bruce Willis, sorry! Ein Grundmotiv dieser Träume – ich muss irgendwohin und komme nicht an oder habe sogar den Raum, die Stelle, den Ort usw. vergessen, die oft zugleich Start und Ziel der Traumreise sind. Meine Fahrt wird immer wilder und schlangenförmiger – und man gibt auf.

Mehrere taffe Typen in Uniformen von Schiffsoffizieren laufen lachend eine Treppe hinunter, die unter anderem an die Treppe auf dem Bahnsteig in Iron Hut City erinnert, über die man ins Bahnhofsgebäude gelangt. Ich weiß gar nicht mehr, ob das der einzige Übergang ist. Einer der Männer ruft höhnisch „Den Scheitel hatte er ja schon immer!“ Das ist eine Anspielung auf den blonden Athleten Adolf H., was ich auch schon im Traum merke. Dergleichen ist momentan deutsche Vergangenheitsbewältigung – „abhitlern“.

Dann besichtige ich ein Haus, das ich sehr preiswert erwerben oder gar geschenkt bekommen könnte. Das ist ein Tagesrest. Ich habe gestern eine Sendung von sat3 auf YouTube gesehen, in der es um Aussteiger der Amischen ging. Einer der Porträtierten konnte mit seiner Familie mietfrei in einem Haus wohnen, so lange er Obst, Gemüse und Blumen des Hausbesitzers gewinnbringend verkaufte. Die Verwertung dieses Tagesrestes deutet darauf hin, dass ich im Unbewussten mit einem rothaarigen 16jährigem Amischen-Mädchen nach Neuseeland durchzubrennen wünsche. Danke, Dr. Freudlos!

(… „Ein bisschen Spaß muss sein“… – und alle schunkeln mit…)

Das Haus ist vollständig aus akkurat gefertigten, geradezu identischen Holzbohlen-, Balken- und Brettern gefertigt – und es ist komisch. Es erstreckt sich über mehrere Etagen, ist aber innen leer, d. h., es sind keine Etagendecken eingezogen. Nur an einer Seite ist eine Art Podest. Schon im Traum muss ich an den Podest im Klassiker „Half-Life“ denken, über den man in die Halle mit den Tentakeln kommt.

Ich klettere hinauf und stelle fest, dass es an diesem Podest zwei „Innen-Balkone“ gibt. Einer scheint völlig deplaciert, weil aus Beton. Während ich mich darüber wundere, spüre ich deutlich, dass ich es wieder einmal vermasselt habe. Ich bin wieder vom gewünschtem, geplanten, gefordertem usw. Weg abgewichen. Nicht bestanden – Traumende!

Schließlich streichen meine Stiefmutter und ich eine Wohnung – die Traumgöttin pflegt eines seltsamen Humors, ich erwähnte es mehrfach! Ich erkenne die Wohnung nicht, spüre aber, dass sie mit irgend einer Wohnung zu tun hat, in der ich in der Vergangenheit zumindest zu Gast war. Die Wohnung einer Klientin scheint „enthalten“, die ich als Altenpflegehelfer betreut habe. Nein, keine Villa in Bogenhausen, eine Sozialwohnung, aber immerhin in paradiesisch parkartigem Gelände am Isar-Hochufer.

Ich streiche eine der beiden größeren Wände im Wohnzimmer in mildem Lindgrün und die Farbe ist alle, so dass ich wild drauf los zu schmieren beginne. Es bleibt aber ein weißer Fleck. Meine Stiefmutter springt jedoch nicht auf mich los, sondern zeigt mir ein Album mit Hochzeitsfotos (?). Is‘ ’n Traum, wie gesagt, gnihi! Es könnte sich um die Hochzeit meines unmittelbar vorgesetzten Vorfahrens mit dieser hochenergetischen Dame handeln.

Ich spüre bereits wieder im Traum, worin hier die „Prüfung“ bestand und dass ich sie, natürlich, nicht bestanden habe. Mir soll vermittelt werden, dass diese Ehe überaus glücklich gewesen wäre und dass ich einen Knick in der Optik hätte usw. – Traumende!

* Ich meinte hiermit nicht die diesbezüglich beurlaubte Mitarbeiterin des hiesigen Teams, auch nicht „im Unbewussten“, obwohl das ’ne voll coole Braut is‘! – Thx, liebste Couchakrobaten!

Tonne passt ja zu Di(n)ogenes…

17. September 2013

Wie sehr häufig kann ich mich nur noch an Bruchstücke erinnern. Einmal eine Straßenkreuzung in einem Gründerzeitviertel. „Enthalten“ sind unter anderem die berühmte „Ecke Schönhauser“/Danziger und ein Stadtquartier, das ich zwar nicht zu identifizieren vermag, das ich aber gewissermaßen „gefühlsmäßig kenne“. Es ist darin auch etwas von der Königsstraße in Fürstenberg/Oder (Eisenhüttenstadt-Ost). Diese Kreuzung ist zudem nicht nur in der Gegenwart – das traumhafte Gründerzeitviertel ist in der Gründerzeit. Ich bin mir seltsam sicher, dass hier zudem als Tagesreste alte Postkarten aus Königsberg nachwirken.

Dieses „Atmosphärische“ hat mich geradezu überrollt beim unverhofftem Anblick eines alten Fotos aus Königsberg, das auf dem großem Platz vor einem düster monumentalem Hospital aus roten Ziegelsteinen spielende Kinder im Winter zeigte. Mir scheint neuerlich, dass man dieses Atmosphärische womöglich malen oder filmen könnte, während Worte nur einen kläglichen Abklatsch bieten.

Man könnte natürlich wieder einwenden, diese kleinen Beispiele von „Epochenverschleppung“ (Gregor von Rezzori)* wären an den Haaren herbei gezogen, aber ich glaube das einfach nicht mehr. Überhaupt ist wieder dieses schwer in Worten erfassbare Atmosphärische das Entscheidende. Ich „kenne“ diese Stimmung, diese „Anmutung“, wie es in der Werbung heißt, natürlich aus der Kindheit. Aber das Gefühl in diesen Traumlandschaften ist weitaus stärker, als es je war in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. In dieser so genannten Realität war ich nie, oder nur in Ansätzen oder für winzige Momente, derart „intensiv anwesend“, einfach „da“. „Glück ist ganz da sein“, Johannes R. Becher. Wie gesagt, er kannte z. B. Csíkszentmihályi mit seinem Konzept des „Flow“ nicht und konnte ihn gar nicht kennen. Usw.

Ich begegne einem Mitklienten aus dem Stamme der Ammoniten. Ich knalle ihn weg, was zunächst nicht wörtlich gemeint ist, im Sinne körperlicher Gewalt, sondern im Sinne heftiger Abwehr emotionaler Annäherung. Dann bringe ich ihn jedoch um, indem ich ihn in Unmengen Schokolade transformiere. Mit der Schokolade wird ein etwa 10 Meter hohes und vier Meter breites Tor in Form eines auf dem Kopf stehenden hohlen „U“ mit nicht abgerundeten Ecken ausgegossen. Dieses Tor steht in einer Halle, die mir wiederum gefühlsmäßig bekannt vorkommt, die ich aber nicht zu identifizieren vermag.

Als ich aus der Halle heraus trete, stehe ich auf einem dicht bewachsenem, genauer gesagt: bepflanztem Hügel. Die Pflanzen könnten Wein sein, aber auch Hopfen, was dann eine Reminiszenz an die Hallertau sein dürfte, in der ich zwei Jahre geklebt** habe. Die Stadtlandschaft am Fuße des Hügels kommt mir auch bekannt vor, aber ich kann sie gleichfalls nicht identifizieren. „Enthalten“ ist aber ein Ausblick aus meiner Vorschulzeit, als mein Vater mit mir ins Dreiländereck südlich Dresdens in den Urlaub gefahren war. Er war dort damals deutlich aufgelebt, ja, „zur Hochform aufgelaufen“, ebenso wie meine Mutter bei der einzigen Urlaubsfahrt mit mir nach Berlin. Die traumatisierten Kriegskinder durften bei Verwandten und Bekannten im Urlaub in ihren Kindheitslandschaften ein paar Tage Kind sein. Ja ja, an den Haaren herbei gezogen! Unser Gundulek…

Ich drehe mich auf dem Hügel um und sehe auf der Hügelkuppe ein grün gestrichenes Gebäude mit einem Turm und zwei Seitenflügeln. Auf dem Turm in der Mitte steht etwas mit „SS“, wobei die beiden Buchstaben durch diese unwohlbekannten Runen gebildet werden. Ich bin sowohl erheitert als auch angeschauert, habe aber das groteske Gefühl, etwas in dieser Art erwartet zu haben.

Dann ein Schnitt und ich laufe mit einem jungem Mann durch eine herunter gekommene Stadtlandschaft, die aus zahlreichen Film- und Gamelandschaften „zusammen gesetzt“ ist oder diese „enthält“, unter anderem aus „Ghost Dog“, „Elysium“, „König der Fischer“ und „Dreamfall“. Zusammen gesuchtes Holz brennt in Blechtonnen, an dem sich wenig erfolgreiche Zeitgenossen in nicht ganz sauberer und nicht ganz dem Trend entsprechender Kleidung zu wärmen versuchen. Wie alle jungen Männer in meinen Träumen ist mein Begleiter sowohl von mir amüsiert als auch von deutlichem Respekt erfüllt. Die übliche Papa-Übertragung, kann man nichts machen. Dabei bin ich doch selbst „irgendwo“ noch der fünfjährige Junge, der nach dem Vater sucht, der ihn im Wald hat stehen lassen. Unser Gundulek…

Als der junge Mann mich auf ein besonders markantes Detail des „Bühnenbilds“ hinweist, welches, habe ich vergessen, sage ich etwas wie, das wäre, ohne Zynismus gesprochen, eben die Marktwirtschaft. Der junge Mann schüttelt sich vor Lachen. Ich bin darüber ebenso heimlich erstaunt wie über seinen Respekt meiner Person gegenüber. Er kennt mich halt nicht richtig…

Auch diese Szene bricht abrupt ab. Das Grundmotiv aller Szenen der heute gesendeten Träume aber ist mir unwohl bekannt aus tausenden Träumen – ich muss an einen Ort zurück finden und kriege es nicht gebacken. Heute habe ich sogar den Namen des Start- und Zielortes vergessen. Ich erwähne einmal Augsburg, weiß aber schon im Traum, dass ich voll daneben liege.

Kurzum – nicht bestanden, wie üblich…

** Mir ist durchaus klar, dass von Rezzori dieses Wort nicht ganz in dem hier von mir verwandtem Sinne meinte, aber trotzdem – passt schon…
** Gnihi. – Diese freudvolle Fehlleistung lasse ich jetzt stehen!

Zuviel genascht beim Kuchenbacken/jetzt läuft er in die Buchen, kacken (sorry, Unterschicht)

02. September 2013

Völliges Durcheinander und ich kann mich an kaum was erinnern. Seltsamer Weise immer wieder die albern gereimte Formulierung „Latent flatulent!“ Sie wird mehrfach von verschiedenen Personen laut ausgesprochen und in verschiedenen Traumsequenzen, die inhaltlich nichts miteinander zu tun haben.

Ich hatte keine Blähungen… Sorry, aber ist doch menschlich, kann man drüber sprechen, bla. Gut, dass wir drüber gesprochen haben! Ich habe allerdings gestern befürchtet, gar lustig Leibes-Winde knatternd flattern lassen zu müssen, nachdem ich anlässlich der 52. Wiederholung meines Erscheinungstages unter wohlwollend gestrenger weiblicher Aufsicht zwei Pflaumen-Kuchen gebacken hatte. Angeblich haben die geschmeckt, und sie waren auch schon nachmittags alle. Aber ich bin diesbezüglich sehr misstrauisch, was jedoch Bestandteil des Störungsbildes ist. – Es geht allen immer noch gut!

Dann bin ich wieder einmal im halben Zimmer der Wohnung in der Robert-Koch-Straße 28 in Iron Hut City, dem Kinderzimmer. In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, ist der Block abgeri… – rückgebaut worden. Ich bin echt froh, 2008 paar Bilder gemacht zu haben. Die „dekadente“ Qualitatiefe der Pics passt irgendwie schon! Rasen-Flächen, wo einst Wohnhäuser standen, sowohl in Königsberg/Kaliningrad als auch in Eisenhüttenstadt/Iron Hut City. Schöne deutsche Kontinuität! Ja ja, ich bin ein Demagoge – im Auge behalten!

In schon mehrfach angedeuteter für Träume typischer Weise „beinhaltet“ das Zimmer mehrere Räume. Unter anderem bin ich in dieser Herberge. Ich erkenne im abgedunkeltem Raum mindestens drei Doppelstockbetten. Außerdem „spüre ich eine Anwesenheit“. Konservativ-„klassische“ Psychiater würden diese Wahrnehmung sofort als typisches psychotisches Symptom deuten.

In der „geahnten Wesenheit“ sind in gleichfalls für Träume typischer Weise zwei Wesen enthalten, einmal der Fachkater Ramses Kabelbeißer und dann mein Stiefbruder. Korrekt – beide nehme ich nicht als eigenständige Wesen im eigenem Recht wahr, sondern als Übergangsobjekte. Wunderbar, Herr Dr. Freudlos, wie Sie das wieder exploriert, reflektiert und verbalisiert haben! Ich könnte Luftsprünge vollführen auf der Couch! (… sorry… „Da ist viel Wut, da ist viel Wut! Das ist was ganz Altes – bringen Sie das in die Gruppe!“…) Ich spüre neuerlich diese unausgesprochene Forderung, etwas tun zu müssen, was für jeden außer mir selbstverständlich zu sein scheint. Ich komme aber nicht drauf – nicht bestanden. Wieder einmal diese merkwürdige Spaltung zwischen „Realität“ und „Budenzauber“. In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, erhalte ich gerade positive Rückmeldungen, es „läuft ganz gut“ usw. Die In-Vivo-Therapeuten dagegen verdeutlichen mir, dass diese Wahrnehmung oberflächlich und dass längst etwas ganz Anderes dran ist usw.

Es ist zum ruckartigem Umkehren der Transportrichtung der Speiseröhren-Peristaltik – und das ist aber zugegebenermaßen auch nichts Neues.

Bla…

Maskeradwanderungen

28. August 2013

In der Nacht zu gestern war ich der Maskenbildner von Robert de Niro. Das klingt wieder sehr witzig, aber das wurde mir geträumt! Ich habe eine Maske regelrecht „abgeschält“, und zwar in Stücken, die wie Sergeanten-Winkel aussahen. Das könnte ein Tagesrest sein; ich habe in den letzten Tagen fast vollständig „SGU“ gesehen. Viele Fans der Stargate-Serien scheinen enttäuscht von diesem Spin-off. Ich finde, die Macher sind zur Hochform aufgelaufen. Man erlebt Spitzenschauspieler wie Carlyle und die Episoden haben manchmal beinahe etwas Kammerspielartiges. Jedoch haben die ersten beiden Staffeln nicht genug Quote gebracht und wurden nicht fortgesetzt. Aber das natürlich nur wieder am Rande und nebenbei!*

Heute Nacht dann wieder „Heimattour“, Landen, Ankommen usw. Ich wandere über die Insel in Hütte und durch größere Waldstücke um Iron Hut City herum.

Zwei Personen begleiten mich, von denen ich spüre, dass ich sie aus meinem persönlichem Präteritum kenne, die ich aber nicht zu identifizieren vermag. Genauer gesagt begleitet mich ein Typ, der mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre sein könnte, und ich begleite eine junge Frau, die eine ehemalige Klassenkameradin sein könnte. Ich finde Blaubeeren und stelle verwundert fest, dass es Kultur-Heidelbeeren sind. Sie sind um einiges größer als die im Wald „wild“ wachsenden, beinahe so groß wie Kirschen. Schließlich finde und pflücke ich eine Walderdbeere und erlebe diesen „Ruck“ (sorry, Herr Herzog!) seltener spontaner Gesten und Handlungen. Obwohl mir das Wasser im Munde zusammenläuft, reiche ich die Beere der jungen Frau. Sie nimmt die Frucht nicht nur sofort dankbar entgegen – sie isst sie mir aus der Hand. Wie gesagt – die Weltgeistin pflegt zuweilen eines seltsamen Humors! Das Wesentliche an der ganzen Szenen-Folge aber ist, dass die „übliche“ drückende, unterschwellig bedrohliche, ständig auf die Möglichkeit eines „Absturzes“ usw. verweisende Atmosphäre fehlt. Die „Anmutung“, wie es in der Werbung heißt, ist in diesen Episoden freundlich-entspannt und dgl. Diese Stimmung ist in meinen Prüfungsträumen außerordentlich selten.

Dann bin ich in einer Art Waldsiedlung, die jedoch nicht mehr in oder um E-Stadt steht. Auch diese Szenerie könnte ein Tagesrest sein, der vom Sternen-Tor herrührt. Eines der Häuser, die ich erkunde, erweist sich als vollständig aus Pappe und Pappmaché errichtet. Das legt natürlich die Assoziation „Bühnenbild“ nahe. Zudem sind die Wände innen vollständig mit Zeitungsausschnitten beklebt, vor allem aus Illustrierten. Ich muss wieder einmal in irgend einen Raum oder zu einer bestimmten Person. Ich schere aber wieder aus, verlaufe mich, komme nicht an.

Prüfung nicht bestanden, wie üblich… Aber immerhin auch hier diese freundliche, entspannte, herzliche usw. Atmosphäre!

* Ich stehe nicht auf Blonde, ich stehe überhaupt nicht auf Frauen, weil ich das brutal finde, aber First Lieutenant Johansen hat ja voll was! – Nun lasst Old Ron doch das bisschen fun…

Ich lese ein handschriftliches Manuskript von C. G. Jung

22. August 2013

Ja, das ist witzig – aber das wurde mir echt geträumt! Der Text ist der „Schlüssel“ zu dem Gruppengeschehen wenige Meter neben mir. Ich bekomme ihn aber nicht „entschlüsselt“ – nicht bestanden…

Dann bin ich in einem Tunnel. Das könnte ein Tagesrest sein. Dieses Mal ist der Tunnel jedoch keine Anspielung auf SG 1. Vor einigen Tagen habe ich einer Blog-Freundin ein bemerkenswertes Buch von Wolfgang Welsch empfohlen, das nicht nur Philosophie-Studenten echte Orientierung geben könnte. Nun gibt es einen Fluchthelfer mit demselben Namen. Mir wurde schon des Öfteren von Republikflucht geträumt und es ging eben nicht um Ideologie, sondern um die psychische Dynamik des nach Draußen, ins Freie usw. Kommens. Selbstredend habe ich diese Prüfungen besonders kläglich nicht bestanden. Etliche sind immer, die richten sich ein in ihren Zellen gerade dann, wenn es „nur“ metaphorische sind.

Gleichzeitig ist diese Szene eine Theaterprobe. Auf einem Pferd sitzt eine schöne Frau, die zwar altertümlich gekleidet ist, deren kräftige Beine aber fast nackt sind. Ein Mann steht neben ihr und fährt ihr eher fürsorglich als erotisch bedürftig mit den Händen unter die Röcke. Der Mann ist ein unbekannter Held, dem ich von der „Kameramann-Position“ aus zusehe. Gleichzeitig, wie das in Träumen immer wieder geschieht, bin ich der Mann und sehe mir selbst zu. Der Mann spricht zu der Frau „gestelzt“, in gehobener, rhythmischer Sprache, aber ohne Reime. Den Inhalt der metrisch geordneten fossilen Rede habe ich vergessen. Die Szene löst sich in der unwohl bekannten Weise auf, die darauf hindeutet, dass ich nicht bestanden habe. Seltsamer Weise höre ich aber einen Schrei, der womöglich aus dem Bereich kommt, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

Das war nur ein Bruchteil der heutigen bunten Szenerie in dieser erstaunlichen Gegen- und Anderwelt des Schlafes, von dem immer noch keiner weiß, warum er nötig ist.

(… Mauern…)

13. August 2013

Zunächst das „Übliche“ – ich finde meinen Platz nicht, finde nicht zurück usw. Das Haus des Geschehens beinhaltet in gleichfalls traumtypischer Weise mehrere Gebäude aus dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. „Enthalten“ sind die Schule, in der ich in Iron Hut City in der zweiten und dritten Klasse gelernt habe, das Schülerwochenheim in Hütte, das Haus der ewigen Kindheit usw.

Ich finde mein Zimmer mit meinem Bett nicht mehr. In einem Bett eines der Zimmer, durch die ich suchend irre, liegen mindestens fünf junge Leute um die 25. Eine Frau kenne ich als Mitklientin aus dem Haus der ewigen Kindheit, gleichzeitig „ist“ sie eine Mitschülerin aus der vierten bis zehnten Klasse. Sie grient mich an und ihr weißes Höschen blitzt unter dem Rock hervor. Ich bemühe mich, meine Erheiterung über dieses Gruppen-Kuscheln unter der Decke zu verbergen. Gleichzeitig habe ich dieses in allen diesen Träumen unterschwellige Empfinden – kein Ort für mich, nirgends. Prüfung nicht bestanden…

Dann ein langer Gang, in dem unter anderem „enthalten“ sind der Kompanieflur in der Kaserne, in der ich bis Oktober 1983 zwei Jahre lang zugange war und ein Gang in den Heilenden Hallen des Heiligen Joseph usw. Eine strahlende „Energiekugel“ fliegt durch den Flur. Sie wird geschleudert von einem Mann, in dem unter anderem der langjährige Vorsteher des Hauses der ewigen Kindheit „enthalten“ ist. Jetzt mache ich genau das Falsche – ich weiche aus, obwohl ich die Energie empfangen soll. Es erübrigt sich ein Hinweis auf das Bestehen der Prüfung.

Es erfolgt ein Kommentar, der aber nicht von dem Werfer gesprochen wird, sondern gewissermaßen aus dem Off kommt, „Keine Vererbung!“ Das könnte erstens heißen, ich wäre nicht konstitutionell gestört, die Störung wäre nicht angeboren, zweitens, dass keine Weitergabe erfolgen würde, weil ich keine Kinder hätte und schließlich drittens könnte mir mitgeteilt worden sein, dass ich die „Energie“ des „Werfers“, seine Begabung, sein Wissen usw., nicht zu übernehmen vermocht hätte. Dann ist da eine Szene mit einer Umarmung einer dicken Frau. „Im März wieder!“ sagt die Frau. Ich finde das schon im Traum lustig – habe aber natürlich wieder nicht bestanden…

Kabaretter on tour

13. August 2013 (Nachtrag vom 12. August)

Es ist ein Unfall passiert, jemand ist kollabiert usw. Dies in einer Schule, einem Ferienlager oder dergleichen. Ich verharre aber noch gewissermaßen in Bereitschaft, weil ich aus irgendeinem Grund nicht zu der oder dem Verunglückten kann. An einem Tisch ein paar Meter von meiner Warteposition entfernt sitzen zwei etwa 30jährige Männer, die gekleidet sind wie die Blues Brothers oder die „Men in Black“. Das könnte ein Tagesrest sein, denn ich habe gestern Abend „In den Straßen der Bronx“ gesehen.

Die beiden Männer praktizieren diese leicht aggressive Veräppelung, mit der sie gewissermaßen zum Mittun einladen wollen. Einer sagt, seltsamer Weise sogar mit leiser Hochachtung: „Der dient sich immer weiter nach unten!“ Mit „der“ bin natürlich ich gemeint. Außerdem ist in der Szene die unausgesprochene Feststellung spürbar, dass das ja klar gewesen und bei mir nichts mehr zu machen wäre usw. Mit anderen Worten war das wohl die Prüfung für die unlängst von mir nach einem „Zufallsfund“ erwogene Ausbildung zum Rettungsassistenten – nicht bestanden…

Dann einer dieser Paradox-Träume. Ich stelle im Traum im Friedrichshain Post oder Zeitungen zu. Ich bin wütend erheitert, weil „das so kommen musste“, denn Traumprüfungen mit diesem Job habe ich in den letzten Jahren bereits einige Male durchlaufen und nicht bestanden. Einer dieser Träume beinhaltete eine Szene auf dem Hof in der Boxhagener Straße im Friedrichshain, auf dem sich in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, tatsächlich ein Verteil- und Zustell-Zentrum der Deutschen Post befindet oder zumindest befand.

Im Traum stand da ein riesiges futuristisches Gebäude, eine Art Postpalast. Passt schon – Ihre Majestät Koskator geruhen zuzustellen. Ich bin ja in der Wiege vertauscht worden, wir berichteten, und eigentlich von edlem Geblüt… Dann merke ich im Traum, dass ich „nur“ träume. Die Szene löst sich in dieser unzählige Male beschriebenen Art und Weise auf – nicht bestanden. Ich sollte wohl wieder irgend ein Ziel erreichen, ein bestimmtes Haus usw., und bin vorher ausgeschert und damit aus der Situation heraus gefallen.

Hier noch einmal der Hinweis, dass alle diese Filme und Bücher, in denen wie zum Beispiel wie in „Inception“ Teile des Budenzaubers vorkommen, Jahre, wenn nicht Jahrzehnte nach dem Beginn meiner In-vivo-Therapie auf den Markt geworfen wurden, wie es so schön bzw. unschön heißt. Ich bin immer wieder überrascht, dass immer wieder selbst hochnotseelenpeinlich diplomierte Leute überzeugt scheinen, mein Unbewusstes tief ausgelotet zu haben mit der Unterstellung, ich würde in Vollzug meiner hysterischen und neuerdings histrionischen Strukturanteile „Rollen“ aus Filmen und Büchern spielen. Mitnichten aber tue ich dies – es ist alles tragikomisch bitterer Ernst. Huhu?!

Manchmal denke ich, und das ist kein Selbstmitleid, sondern Versuch der Selbstbild-Korrektur, ich wäre für gar keinen Job geeignet. Und wenn er irre ging, so geschah es, weil es für etliche einen rechten Weg überhaupt nicht gibt, fast wörtlich „Tonio Kröger“. Das ist nicht darauf zurückzuführen, dass ich nichts kann usw., sondern hat damit zu tun, dass keine wirkliche Bindung zustande kommt. Darum ging es ja in diesen mittlerweile tausenden Prüfungsträumen – Herstellen einer Bindung an eine Tätigkeit oder eine Person. Gute Arbeit, wer auch immer da zu Gange ist! „Wer hat sich das ausgedacht?!“ (Dr. Nina Hagen) Nochmal 27 Jahre halte ich den Scheiß auch nicht durch, aber bisschen mache ich noch.

Sellerie ist was fürs Leben – oder so ähnlich…

Kunterdummes Allerlei

09. August 2013

In einer Szene bewege ich mich sehr schnell, ohne wirklich zu laufen, an einer Leine, die aus einer halb mit Dornen und halb mit Blüten besetzten mehrere Dutzend Meter langen Ranke besteht. Das ist das einzige Bild, an das ich mich deutlich erinnern kann, und es macht vielleicht 5 % der heutigen Traumprüfungen aus. Wieder sehr viele Gründerzeitquartiere, sowohl in Berlin als auch in einer mir unbekannten Stadt. Vermutlich hätte ich mich von der „pflanzlichen Leine“ los reißen müssen – jedenfalls nicht bestanden… Dieses Dornröserich-Bild hat fast ein bisschen was von Dalí. Es geht nicht ums „berühmt werden“ usw., wirklich nicht; ich will „nur“ versuchen zu vermeiden, als Hilfsarbeiter in die ewige Großgruppe abberufen zu werden…

Ich frage mich jedoch immer wieder – wo ist „das“ im Zustand relativen Wachseins?

Wahrheit immer dichter – Dichtung immer wahrer…

04. August 2013

Eine Prüfung ähnlich der, der ich mich vor wenigen Tagen zu unterziehen hatte in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Es geht um das Erkennen eines gemeinsamen Merkmals von drei Gegenständen usw. Der Prüfende ist eine Person aus meiner Vergangenheit, die ich weder im Traum noch auch jetzt im Zustand relativen Wachseins erkenne; ich spüre jedoch deutlich, dass er eine real existierende Person ist, wenn vielleicht auch keine sozialistische. Ein gemeinsames Merkmal könnte etwa sein, dass sowohl ein Baustellenzaun, ein Bilderrahmen und ein Bücherregal Holz enthalten. Einer der mir vorgeführten Gegenstände ist tatsächlich eine Baumscheibe, an die anderen erinnere ich mich nicht mehr. Schnell genug wird mir klar, dass „enthält“ eine Falle ist. Es ist ironisch konkretistisch gemeint – alle drei Worte „enthalten“ ein „B“ als Anfangsbuchstaben.

Zwei Details sind sehr merkwürdig. Erstens nimmt der Prüfende einen zweiten Anlauf, ohne, dass ich deshalb die Prüfung nicht bestanden hätte. Es kommt immer einmal wieder vor, dass mir eine zweite Chance gewährt wird. Der Mann setzt sogar zum zweitem Mal an, bevor er beim ersten Anlauf zur eigentlichen Prüfung gekommen ist. Beide Male kommt er aus einer kleinen roten Tür, die eindeutig einen Tagesrest darstellt. Diese Tür erscheint mehrfach in den Alpträumen des Haupthelden eines gestern von mir gesehenen Filmes. Der Prüfende spricht in diesem Ton zwischen leise verachtungsvoller Drohung und gewissermaßen „Einladung zur Mitarbeit“, den die Genossen Tschekisten zur Perfektion entwickelt haben. „Wasmachnsienhier?“ usw. Dieselbe Grundhaltung ist in seinem Nicken in dem Moment, als ich den „Trick“ mit dem Buchstaben als gemeinsamen Merkmal bemerke. Offenbar habe ich bestanden und sogar mit Leichtigkeit – was mir aber schon im Traum nicht geheuer ist und jetzt erst recht nicht…

Außerdem wird die Szene sofort wieder abgewertet. Im Hintergrund höre ich spöttische Bemerkungen, unter anderem etwas mit „Manta“, womit, natürlich, das Modell von „Opel“ gemeint ist. Mit anderen Worten – der Proll Koske drängt an die Uni oder etwas in dieser Art. Auch dieses Traumdetail beruht auf einem Tagesrest. Ich habe seit einiger Zeit als Desktop-Hintergrund dieses Bild, weil Tarantino zwar durchgeknallt, aber ein Genie ist sowie Miss Winstead zum Knutschen auch ohne den in diesem Streifen praktizierten süßen Höschenblitzer und dergleichen sexy Glasnost; lasst Old Ron doch das bisschen harmlose Freude…

Da ich nicht weiß, was ich von dieser unerwartet bestandenen Prüfung halten soll – häff fann!

Bussi, Bussi (Version Blumenkind)

31. Juli 2013

Ich bin Mitglied eines Sonderkommandos von etwa 20 Leuten, das seltsamer Weise in einer typischen Lauben-Siedlung vorrückt. „Typisch“ in dem Sinne, dass die Besitzer der Gärten und Datschen seit Jahrzehnten Gärten und Datschen hegen und pflegen, so dass es trotz vorhandener Gartenzwerge schwer fällt, das entstandene kleine Paradies mit Worten wie „spießig“ usw. abzuwerten. Die Aktion wird abgebrochen vom Einsatzleiter, so dass ich einerseits nicht von nicht bestandener Prüfung sprechen kann, andererseits aber auch kein Ergebnis vorliegt.

Der in diesem Traum verarbeitete Tagesrest ist eindeutig erkennbar. Ich habe gestern einige YouTube-Videos über die Reaktionen in Ost und West auf den Terroranschlag bei den Olympischen Spielen 1972 in M gesehen, unter anderem über den Aufbau bis dahin nicht vorhandener Spezialkommandos.*

Dann bin ich mit einer Horde wilder bunter Leute in einem dieser legendären um- und ausgebauten Busse und werde mehr mit geschleudert als mitgefahren.

Ach, Leute – Old Ron ist doch unrockbar! Der Bus hat vorn und hinten eine Fahrerkabine. Zunächst sitze ich am unbesetztem Ende, d. h., der Fahrer sitzt ganz hinten und „schiebt“ den Bus sozusagen wie einen Schubprahm etwa auf dem Kanal in Iron Hut City. Vermutlich ist das bereits eine Prüfung. Der Typ, dem ich bereitwillig Platz mache, als er schließlich zu mir nach vorn kommt, um das Steuer zu übernehmen, macht aber keinerlei kritische, sarkastische usw. Anmerkungen. Womöglich habe ich doch nicht alles falsch gemacht. Wenige Male sehe ich nach vorn aus dem Fenster. Nicht zu schnell gefahren, nur zu tief geflogen – wie gesagt. Die Truppe von Punkern usw. ist außer Rand und Band, offenbar aber nicht breit oder high. Ich mühe mich um einige Grimassen, die teilnehmende Erheiterung vortäuschen sollen. Dann fahren wir mit dem Bus in eine Lager- und Werkhalle, die eindeutig eine Anspielung auf SG 1 zu sein scheint.** Die Halle ist voller Menschen und Geräte. Plötzlich hat der Bus eine Art Ladefläche und es soll ein riesiger Motor aufgeladen oder gar eingebaut werden. Es könnte ein Schiffsdiesel oder dergleichen sein.

Jetzt passiert etwas für meine Träume Typisches. Ich schere aus, weiche vom Weg ab usw. im wörtlichen und im übertragenem Sinne. Das heißt hier konkret, ich entferne mich von der Gruppe und dem Bus und falle damit derart aus der Situation heraus, dass bereits das Nichtbestehen der Prüfung vorgezeichnet scheint. Ich verlasse die Halle durch einen Ausgang in einer Ecke und stehe in einem Treppenhaus, das mich an die Studentenstadt erinnert. Das Treppenhaus hat nicht nur „geplant“ bunte Wände, sondern ist zudem von oben bis unten mit Graffitis und Kritzeleien bedeckt.

Während ich durch die Tür gehe, läuft ein Typ mit Dreadlocks an mir vorbei und macht kurz vor der Treppe einen Luftsprung. Er betritt aber nicht die Treppe, sondern verlässt das Haus durch eine Tür, die auf für Träume typische Weise plötzlich da ist. Während er im Türrahmen an mir vorbei federt, steht ebenso plötzlich ein riesiger dicker Mann neben mir, dem der Typ mit den Dreadlocks mit sichtlichem diebischem Vergnügen kraftvoll auf den Arsch klatscht. Gleichzeitig nehme ich aus den Augenwinkeln an einer der Geräteinseln mit Drehbänken, Bohrmaschinen usw. ein etwa 12jähriges Mädchen wahr, das einen Mann in eine Maschine einweist, völlig unpassend bekleidet mit weißem Höschen, weißen Strumpfhosen und weißem Rollkragenpullover. Offenbar ist sie aber eine Art technisches Wunderkind, denn der Mann hört angestrengt zu.

Schließlich stehe ich allein in dem Treppenhaus und es sind auch keine Geräusche mehr zu hören, obwohl die wenige Meter entfernte Tür zu der Halle mit dröhnenden Motoren und Maschinen weit geöffnet ist. Wie sich schon in meinem „Ausscheren“ andeutete, bin ich wieder einmal völlig aus dem Zusammenhang gefallen – Prüfung nicht bestanden…

** Die Rezeption dieser audiovisuellen Kommunikate deutet nicht auf den unbewussten Antrieb des fossilen Klienten, etwa die vorbildhaft blau gewandete Frau Merkel mit roten Farbbeuteln zu bewerfen. Usw. Thx!
** Es ist mir nicht geheuer – ich habe „wir“ geschrieben…

In der Nacht zu gestern habe ich nach New York telefoniert

30. Juli 2013

Genauer gesagt, habe ich das mehrfach versucht. Seltsamer Weise hatte die Telefonnummer nur fünf Ziffern, wobei bei einem Versuch die ersten beiden Ziffern „77“ waren, bei einem weiterem Versuch die letzten beiden Ziffern.

In New York sollte ein Buch von mir gedruckt werden… Ich wusste schon im Traum, dass das gar nicht gehen würde, weil ich auch im Traum keines geschrieben habe. Mir wurde jedoch bedeutet, das ginge schon in Ordnung, man hätte da was. Vielleicht wurden die 24 Kladden mit Tagebuchaufzeichnungen, Notizen usw., die ich 1986 in -zig Stücke zerfetzt und im Ofen sowie in der Mülltonne entsorgt habe, doch von den Genossen Tschekisten kopiert und die Kopien sind wieder aufgetaucht. Little joke – btw! Äh – nicht bestanden, logo! Die Szene löst sich wieder in Unwohlgefallen auf. Usw.

Womöglich wirkte hier ein Tagesrest. In den letzten Tagen habe ich mich immer wieder über einen Witz mit laaangem Bart amüsiert, den ich vor etlichen Jahren gehört und wieder vergessen habe. Jemand betet innig-schmerzlich, Gott möge ihm einen Lottogewinn ermöglichen. Dem Herrn – für den Fall, dass es ihn doch gibt, sei sein Name vorsichtshalber gepriesen – wird das schließlich zu bunt und er dröhnt herab: „Dann füll endlich ’n Lottoschein aus, Du Idiot!“ Little joke – btw.

Von den heutigen Träumen war ich mir sicher, dass ich sie nicht vergessen würde – das war ein Irrtum. Aber wie üblich Dutzende nicht bestandene Prüfungen in dieser in Worten kaum zu erfassenden Atmosphäre. Kafka hatte es gut – der konnte „so was“ aufschreiben und sogar „richtige“ Geschichten draus machen. Kurzum: bla. Bzw. – häff fann!

Alle schunkeln mit! – Und so (oder so ähnlich)

07. Juni 2013

Ich komme bzw. muss auf eine wie eine Bühne nach einer Seite offene Plattform, auf der ein Dutzend Tische mit jeweils vier Gästen stehen. An einem Tisch ganz vorn sind noch zwei Plätze frei. Ich spüre den Impuls zur Flucht, folge jedoch dem Gegenimpuls, was mir in letzter Zeit überraschend häufig in dem Bereich gelingt, über den man sich geeinigt hat, das er die Realität wäre. Werde auch ich noch in diese unsere Postmoderne integriert? Nichts Genaues weiß man nicht, aber die Weltgeistin managet das schon, des seiest Du gewiss, sehr potentieller Leser!

An meinem Tisch nehme ich mir gegenüber eine Frau nur schemenhaft wahr. Rechts neben mir aber sitzt ein etwa zwanzigjähriges, überaus schönes Mädchen. Allerdings ist es blond und hat diese Ausstrahlung, die mich märchenmädchenhaftes Äußeres schnell vergessen und neuerlich Fluchtimpulse aufkommen lässt. Ich bleibe jedoch sitzen, weil ich stolz bin, ohne unfreiwillige Slapstick-Einlage meinen Platz erreicht zu haben.

Das Mädchen singt. Korrekt – ich bin in eine Fernsehsendung mit Schlagerstars geraten! Wie viele intellektuelle Frauen pflegt die Weltgeistin offenbar eines seltsamen Humors. Trotz meiner sehr dürftigen musikalischen Fertigkeiten bemerke ich, dass das Mädchen eine starke Stimme hat. Ich wundere mich deshalb, dass sie playback singt. Diese meine Verwunderung hat etwas mit der Traumprüfung zu tun. Ich muss etwas tun und komme nicht darauf, was es sein könnte, obwohl es sich wie fast immer um etwas im mehrfachem Sinne nahe Liegendes handelt. – Nicht bestanden!

Dann bin ich in einem Getränkemarkt, der gleichzeitig eine dieser geradezu verwohnten Kneipen zu sein scheint, wie man sie auch heute noch vor allen in den Ecken von Gründerzeit-Blocks findet. Ich frage nach einer Kiste Bier. Die Wirtin, gleichfalls ein Klischee verkörpernd, „derb zupackende Arbeitermutter“, erklärt mir grienend, sie hätte gerade noch eine Kiste da und das wäre doch eine Überraschung, nicht wahr? Die Kiste Bier ist aber für meinen Kutter. Ich nehme an, dass diese Traumsequenz wieder einmal eine Anspielung auf „Forrest Gump“ sein soll, ich bin mir aber nicht sicher. Fest steht jedenfalls, dass ich auch hier „irgendwie“ die Prüfung nicht bestanden habe. Trotzdem bin ich beim Erwachen erheitert – Mama sagt, ich soll kein Bier trinken, muahaha!

Am Ende meiner Unterrichtsstunde sind noch drei Schüler übrig…

31. Mai 2013

Muahaha. – Ein sehr klarer Klar-Traum quasi! Ein etwa 12jähriger Junge mit einer starken Brille für Weitsichtige versucht mich zu überzeugen, dass „alles“, d. h. der Unterricht, sinnlos und überflüssig wäre, und ich sehe das zwar genauso wie er, mühe ich mich aber, den Jungen vom Gegenteil zu überzeugen. Klarer Fall von Doublebind!

Dann die „Prüfung“! Ich laufe durch Schul-Korridore, in denen Gymnasiasten der oberen Klassen in Gruppen zusammen stehen. Mir fällt, Überraschung, ein rothaariges Mädchen auf, aber ich habe keine Zeit für einen längeren Blick. Eine Lehrerkollegin nimmt Jacken und Mäntel von Garderobenhaken. Meine Jacke ist auch dabei. Die Szene wird eingeblendet, in der ich meine Jacke abgebe. Ich finde sie jetzt aber nicht wieder. Ich kann mich nicht einmal an die Farbe erinnern.

Nicht bestanden, was sonst. Bla. Bzw: häff fann!

Matzerathlos zurückgeblieben

26. Mai 2013

Eine Art Büro, und die Fenster gehen alle auf einen Marktplatz hinaus. Es könnte der Marktplatz in Fürstenberg („Eisenhüttenstadt-Ost“) sein. Landen, Ankommen, nach Hause kommen. Übrigens ist mir durchaus klar, dass der Umzug bzw. „Rück-Zug“ nach E-Stadt auch etwas von konkretistischem Denken und Ausagieren hatte und hätte. Das wieder am Rande!

Es sind aber auch hier wieder in für Träume typischer Weise andere Stadtlandschaften enthalten. Das Wesentliche an diesem gewissermaßen mehrfach belichtetem Traumbild ist jedoch wie fast immer dieses schwer oder gar nicht in Worten auszudrückende Atmosphärische der Szene. Ich bin „drin“, ich bin dabei, alle Mauern sind weg usw. Kurz gesagt, ein Zustand, den ich nur in Ansätzen erlebt habe in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Ich entsinne mich etwa an einen Abend im Hirschkindergarten 1984, als ich auf dem Weg vom Hauptgebäude zum Männerhaus kurz unter der großen Eiche innehielt; entgegen meinem erstem Eindruck haben unsere kapitalistischen Menschen die weg gehackt.

Dieses Gefühl, mit allem verbunden, für alles offen, ganz da zu sein usw., lässt sich in Worten nicht ausdrücken, ich merke es gerade wieder. Das wird mich natürlich nicht davon abhalten, es immer wieder zu versuchen. Es geht auch nicht um dieses Gefühl der All-Verschmelzung als Symptom.

Im Nebenraum sitzen zwei Männer an Schreibtischen unter den Fenstern und sehen auf den Marktplatz hinaus. Die Hauptperson des Traums ist aber eine Frau. Sie erinnert an die Besitzerin der Pension in M, in der ich etliche Tage lebte. Außerdem „ist“ sie irgendeine Therapeutin; ich weiß aber nicht, welche. Jemand redet mit der Frau, und dieser Jemand ist gleichzeitig ein mir unbekannter Mann mit altertümlicher dicker Hornbrille und ich.

Die ganze Szene wird bestimmt davon, dass alle darauf warten, dass ich irgend etwas tue. Wieder habe ich das sichere Empfinden, jeder würde mühelos darauf kommen, was in dieser Situation zu tun wäre. Es geht um eine Selbstverständlichkeit – aber ich komme nicht drauf. Ein Grundmotiv von hunderten meiner „Prüfungs“-Träume. Nicht bestanden, wie immer! Wieder einmal löst sich ein Traum nach dem endgültigem Nichtbestehen der Prüfung in grotesker Weise auf.

Der Mann mit der klobigen Hornbrille ist plötzlich ein „Liliputaner“. Er reicht der Frau jetzt nur noch bis zum Bauch. Ich erkenne, dass die Frau in beige Strickwaren gekleidet ist; Rock, Pulli, Jacke und wohl auch Mütze, deren Farbtöne hervorragend harmonieren. Die Mütze erinnert mich an Catherine Langford im Pilotfilm von „Stargate“, und damit auch an Bürgerin Genossin Margot H. Ich bin verblüfft und erheitert, als sich der Mann nicht nur im Wortsinn an die Frau heran schmeißt, sondern zudem genüsslich an ihr schnüffelt, allerdings seitlich an der Hüfte, nicht zwischen den Beinen wie Vanille-Freund Oskarchen Matzerath.

Und Schluss! Fuck. Bzw. – häff fann!

PS: Immer wieder der Gedanke, ich sollte mich mehr mit C. G. Jung beschäftigen; „Man