2012

„Ja, ich kann ohne Symbiose nicht leben/ja, ich kann ohne Symbiose nicht sein!“

31.12.2012

Ich laufe durch eine überaus belebte Straße in einer Großstadt und kenne weder die Straße noch die Stadt. Eine breite Magistrale, darunter ein Autotunnel und darüber eine Stadtbahnbrücke und daneben weite Plätze. Dichter Verkehr und geradezu volksfestlich dichte Menschenmassen. Derart krass war dieses atmosphärisch Alptraumhafte bisher nur in einem vor einigen Jahren gesendetem und auf dem Hauptversammlungsplatz der Schwaben spielendem Traum. Ich habe kein Geld, kein Handy, nichts zu essen und keinen Stadtplan. Zu Menschen in Kontakt zu kommen, ist derart unmöglich, dass ich buchstäblich nicht im Traum dran denke. Sie nehmen mich auch nicht wahr, als wäre ich tatsächlich unsichtbar. Ein bisschen bin ich wie mit partieller Amnesie an unbekanntem Ort ausgesetzt.

Die Prüfungsaufgabe besteht darin, zu einer bestimmten Adresse zu gelangen. Das weiß ich „irgendwie“ ganz sicher; zudem kenne ich diese Art Aufträge aus unzähligen Träumen. Ich war schon einmal am Zielort, weiß aber nicht, wie ich dahin zurück gelangen soll. Außerdem habe ich einen Schlüssel verloren und würde deshalb ohnehin nicht in das Haus und die Räume an der Zieladresse gelangen.

Hier bin ich wieder an den Grenzen der Sprache angelangt. Mit einem Gemälde oder mit Filmszenen ließe sich diese schwer ausdrückbare atmosphärische Bedrohung naher Auslöschung des Ichs womöglich nachvollziehbar andeuten. Das Traumszenenbild ist lebendig, bunt, sogar freundlich. Ich agiere darin jedoch in einer Stimmung namenlosen verlassen, verloren und verraten Seins. Diese atmosphärische Hintergrundstrahlung kenne ich aus den Momenten, in denen mein Vater mich als Vorschulkind in der Stadt oder im Wald hat stehen lassen. Vielleicht waren diese tatsächlich die zentralen Erlebnisse meines Lebens.

Im Traum schließe ich die Augen, um mich in erlösenden Schlaf fallen zu lassen. Ich erwache in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Aber dies ist wieder einer der Träume, deren Stimmung in den Wachzustand hinein wirkt. Vermutlich erleben Psychotiker oder Leute auf einem Horrortrip nach Applikation illuminierender Substanzen die Welt in dieser Weise, allerdings in stärkerer Intensität. Master Gilliam hat dergleichen in „Fear and Loathing in Las Vegas“ in Szenen gesetzt.

Infolge dieser emotionalen Behinderung komme ich mit meinen intellektuellen Fähigkeiten und meinen Begabungen nicht wirklich zu Potte. So was gehört in eine Einrichtung! Aber ein Joke geht immer noch, yeah!

Mir fällt neuerlich der letztens schon erwähnte Leiter meiner Abi-Klasse ein. Der hatte einen meiner zukünftigen Mitschüler an meinem ersten Tag mit leisem, aber deutlichem ironischem Unterton gebeten, mich „an die Hand zu nehmen“. Heute bin ich gar nicht mehr sauer darüber. Ich wäre nicht einmal sauer, hätte der weise Mann gesagt, dieser Typ solle mich an die Leine nehmen. Wuff! An adäquatem Schwanzwedeln arbeite ich seit Langem!

Meine Ratio sagt mir, dass ich vielleicht wirklich nicht gewissermaßen „freihändig“, ohne symbiotische Anbindung durch das Leben gehen kann. Gefühlsmäßig kann ich diese Einsicht jedoch nicht akzeptieren, weil sie eine schwere narzisstische Kränkung darstellt. In diesem Dilemma reibe ich mich seit geraumer Zeit auf. „Helf Er sich!“, Goethe.

Die durch diese innere Situation erzeugte Ausstrahlung war es übrigens, die Einen die Stasi-Leute auf der Straße fast immer erkennen ließ. Damit wird auch klar, warum unter anderem ich des Öfteren für einen Genossen Tschekisten gehalten, obwohl ich nicht einmal als IM auch nur geworben wurde. In der elften Klasse ist dieser coole Boy, der mich als Operativen Offizier haben wollte, unverrichteter Dinge wieder gegangen. Das Kind wollte Regisseur werden, höhöhö!

Ich selbst bin gar nichts und ohne ausdrücklichen Auftrag in der „Außenwelt“ orientierungslos. Das wird dann sogar noch „umgewertet“ – das Wir gehört über das Ich gestellt usw. Aber ich bin immer mit dieser Macht im Hintergrund symbiotisch verschmolzen, die mich hält und trägt. Auch dies eine Reaktionsbildung nach den Traumatisierungen von Millionen Menschen im XX. Jahrhundert. Heartfields berühmte Montage leicht abgewandelt! „Der Sinn der Klappkarte – viele Tausend stehen hinter mir!“ In diesem Kontext gewissermaßen „gesellschaftlicher Großsymbiosen“ war die Stasi in der Nachfolge des Dritten Reiches. Aber das wieder nebenbei!

Dies der aktuelle Bericht vom Nabel der Welt – häff fann!

* Schlagertextentwurf für die Bewerbung um die Teilnahme an der Musiktherapie von Dr. Bohlen.

Wer sein X-Berg nicht in sich hat, findet es nirgends… – Korrekt: oder so ähnlich!

30.12.2012

Die bis zum Klischee durch gekaute Wendung „pulsierendes Leben“ ist geschmeichelt! Im Traum ist am Platz des Gedenkens in Hütte voll Kreuzberg. Die an der Westseite des Platzes beinahe idyllisch sich erstreckende Alte Ladenstraße wirkt nach traumhafter Umgestaltung krass gewrangelt. Das Übliche! Ankommen, Landen, nach Hause kommen…

So weit, so gut! Aber vor allen Läden und Cafés, Kneipen usw. stehen Stühle und Tische, voll besetzt mit ganz easy chillenden Eingeborenen. Ich fremdes Fossil muss da ohne Tarnkappe vorbei oder gar durch – ein Spießrutenlauf!

Ich halte den Kater in den Armen und er haut ab. An dieser Stelle die Bitte, die ich schon lange äußern wollte, von Rückmeldungen etwa des Inhalts „Übergangsobjekt“ usw. abzusehen. Ich höre die Zücho-Muttchen förmlich bedeutungsschwanger schnattern. „Hören“ hier im übertragenem Sinne, nicht halluzinagogisch. Lasst stecken, Jüngerinnen der Anna Lyse! Ich habe zu viel Fachliteratur gelesen und infolgedessen eine Therapie-Neurose! Thx! Aber das nur wieder am Rande.

Wieder einmal soll meine Bindungsfähigkeit geprüft werden. Gute Arbeit, wie gesagt, wer immer da zu Gange ist! Es geht, ich wiederhole mich, in diesen Träumen um das Erzeugen einer Bindung an eine Person oder eine Tätigkeit. Die (Wieder-)Herstellung der Befähigung zum Lieben und zum Arbeiten aber ist, ich wiederhole mich auch hier, seit Freud eine der Grundziele aller Therapie. Wiederum zum wiederholtem Male erlaube ich mir, deshalb diese meine Träume mindestens merkwürdig zu finden. Meine Wahrnehmung des Katers eher als Person denn als Ding aber wird im Traum sogar aufgegriffen.

Wieder schere ich aus der Situation aus auch oder gerade im wörtlichem Sinne. Ich folge der ungewohnt kreuzbergigen Alten Ladenstraße bis zur Ecke Liebknecht-Straße. Ich weiß schon im Traum, dass ich damit wieder „heraus falle“ aus dem von mir durch Bestehen einer Prüfung zu vollendendem Traum-Setting. An der Kreuzung treffe ich weder Frau Dr. Luxemburg noch auch den guten Herrn Tillack, sondern blicke auf eine Szene wie etwa diese.* Als zwar wild gewordener, aber doch Kleinbürger irritiert, kehre ich zum Platz des Gedenkens zurück und finde den Kater wieder. D. h., er ist „einfach“ plötzlich wieder da. Manchmal wird mir in diesen Träumen eine zweite Chance, ein zweiter Anlauf gewährt.

Er haut aber wieder ab und ich finde ihn allerdings nach relativ kurzer Zeit in einem Antiquitäten-Laden. Dabei komme ich an zahlreichen voll cool alternativen, kreativen und insgesamt und überhaupt tiefen Leuten vorbei, die sich mir durchaus freundlich zuwenden. Ich packe es aber wieder nicht in Kontakt zu kommen.

Ich muss schon im Traum grinsen. Halb ist der Kater unter einem Bettvorleger, halb „kämpft“ er mit ihm. Der Bettvorleger ist jedoch aus einem Tier gefertigt, aus dem Fell eines Tigers oder Löwen. An einem Ende erkenne ich den präparierten Kopf. Das Fell liegt hinter und unter einer alten Nähmaschine mit Tretantrieb oder dergleichen. Ob ich den Kater zu „fangen“ vermag, kann ich nicht angeben, weil ich aufwache.

Auch dieses hier geschilderte war wieder nur ein Bruchteil des gesamten Traumgeschehens. Deutlich wird jedoch wie immer – Prüfungen nicht bestanden.

Dies der aktuelle Bericht vom Nabel der Welt – häff fann!

PS: Ein nettes Detail nebenbei! Auch hier aber bitte ich die Verwendung des kompostigen Wortes „nett“ mit dem Hinweis zu entschuldigen, dass ich leider ein wenig ausgestorben bin. Um den Platz des Gedenkens herum sollen in den nächsten Jahren die ältesten Wohnbauten von E-Stadt für junge Leute hergerichtet werden. Wäre ja cool, wenn sich dort ein bisschen X-Berg-Flair entwickeln würde. – Wovon ich nachts träume? Ja, darüber schreibe ich doch hier dauernd!

* Im Auge behalten, das Fossil! Allein durch sein trampeltierisches Trampeln durch den Schachtelhalm-Wald kann es zu erdgeschichtlichen Kollateral-Schäden kommen. Verständigen Sie nach Möglichkeit die für diesen Spiralarm der Milchstraße zuständigen Sicherheitskräfte! Ihr galaktisches Zentral-Amt für die Eindämmung abweichenden Verhaltens in bewohnten Sonnensystemen (GAZA BEWOSOSY)!

Kein Halt an dieser Stelle

29.12.2012

Was für ein dynamischer Mumpitz wieder! Ich bin an der Haltestelle der Tramlinien 15 und 25 an der Station Tegernseer Platz in M, dem Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren. Ich stehe in einem Wartehäuschen auf der Ostseite, auf der die Bahnen Richtung Süden halten.

Ein älterer Herr, noch älter als ich, *hüstel*, und ein junges Mädchen, ca. 20, entfernen sich mit schnellen Schritten. Dies in der Art, dass ihre Wege, an einem gemeinsamen Ausgangspunkt beginnend, in V-Form auseinander gehen. „Normaler Weise“, d. h., den örtlichen Gegebenheiten des Bereichs entsprechend, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, müsste sich der Mann etwa in Richtung auf die Stadtteilbibliothek an der nächsten Ecke bewegen und das Mädchen zum T-Punkt der Telekom. Beide Gebäude kommen im Traum aber nicht vor. Das Gelände „steht“ noch für einen anderen Platz, den ich aber weder im Traum noch im Wachzustand zu identifizieren vermag.

Es ist ein weiter, offener Platz. Es könnte der Bus-Bahnhof in Hütte sein, allerdings vor der Wende. Auch diese visuelle Anspielung würde dann wieder auf Ankommen, Landen, nach Hause kommen verweisen.

Eines meiner ohne jede Ironie gesagt stärksten Erlebnisse des letzten Dutzends Jahre war die zufällige Begegnung mit einer Bekannten auf dem Weg zum Haus der ewigen Kindheit. Sie sagte Sinn gemäß, auf diesem Weg hätte sie fast immer ein stärkeres Gefühl des nach Hause Kommens als auf entsprechenden Wegen in ihrem tatsächlichem Heimatort.

Meine Betroffenheit hatte zwei Gründe. Zum einen würde die Frau mir mit einiger Sicherheit zustimmen, wenn ich ihr noch stärkere autistische Züge zusprechen würde als mir. Wenn überhaupt, dann war sie auch oder gerade in das gruppendynamische Geschehen des Hauses der ewigen Kindheit „eingebunden“ gewissermaßen als ein aus sicherer Distanz auf einer Umlaufbahn kreisender Satellit. Damit erhält ihre Aussage aber besonderes Gewicht. Wenn die „so was“ sagt!

Zudem hatte auch ich dieses Empfinden und wäre vor dieser Begegnung gar nicht auf den Gedanken gekommen, es aussprechen zu wollen. Dieses Gefühl war besonders ausgeprägt, als ich nach meinem Gastspiel in Hütte 2008 nach M zurück kam, und es war am stärksten entlang dieser Tramlinie. Es muss also in der Tat etwas geben wie „nachholende Ich-Entwicklung“. Günstigen Falles ist die „Auffüllung“ früher Defizite möglich. Inzwischen ist aber auch schon wieder „alles weg“. Immer einmal wieder fühlen Leute sich verarscht, weil sie nicht verstehen, dass ich trotz rationaler Gewissheit realen Geschehens das Geschehene wie in einem Buch gelesen oder in einem Film gesehen empfinde. Aber das alles nur wieder nebenbei!

Der Mann an der Traum-Tram-Haltestelle ist der Leiter der Abi-Klasse, in der ich von 1978 bis 1980 hospitalistisch hospitiert habe. Er ist, Überraschung, sehr amüsiert. Er bemerkt etwas wie, er müsse jetzt schnell weg, um verschiedenen Leuten „das hier“, so wörtlich, zu erklären. Dabei transportiert er ohne Worte oder „hinter den Worten“ die Ansicht, dass man sich diesem Koske hin und wieder durchaus in heiterer Gelassenheit kurz zuwenden könne, denn grundsätzlich wäre in dem Fall ohnehin nichts mehr zu machen.

Das Mädchen trägt jene sorgfältig zerfetzte, durchlöcherte und farblich schräg arrangierte Garderobe, die ihre Träger als Gesamtkunstwerke erscheinen lassen. Ich würde nie so herum laufen, aber ich bewundere insbesondere die Vertreter der Gothic-Subkultur für Konsequenz und Meisterschaft ihrer Selbstdarstellung. Das Mädchen ist überhaupt wieder eines dieser mich schon immer irritiert habenden weiblichen Wesen, die wie Hochleistungs-Lampen leuchten würden, könnte man freundliche menschliche Energie in elektrische Energie umwandeln. Was für ein schiefes Bild – aber ich werde nie Diplom-Schriftsteller!

Natürlich hat die Traumprüfung etwas mit dem Mädchen zu tun. Die gesamte Situation löst sich jedoch wieder auf in dieser unwohl bekannten schwer in Worten auszudrückenden Weise. Diese „Auflösung“ hat mehr mit der Atmosphäre zu tun. Ich kann einfach nur noch aufwachen, weil „gar nichts mehr stimmt“, geschweige denn ich die Lösung einer Aufgabe angehen könnte. Allerdings ist die Grundstimmung dieses Traums heiter und „Gnaden voll“. Abgesehen natürlich von dem seit über einem Vierteljahrhundert vorherrschenden atmosphärischen Element, dass ich den Traum nicht als meinen, sondern als gemacht empfinde, sowie von dem Druck der Gewissheit, dass ich womöglich nie eine Prüfung bestehen werde.

Auch heute kann ich mich nur an ca. 20% des irren bunten Treibens in den sinistren Inszenierungen erinnern, die ich mangels treffender Bezeichnungen mit dem geläufigem Wort „Träume“ wenigstens annäherungsweise zu umschreiben versuche.

Ich habe das aber immer gewusst! Ich habe schon in meiner Vorschulkindheit als Teilzeit-Autist deutlich gespürt, dass ich mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann endgültig in meine Innenwelt verschwinden würde. Weil – das „da draußen“ lohnt sich nicht! Alles Haschen nach Wind!

Dies der aktuelle Bericht vom Nabel der Welt – häff fann!

Klammeraffen zweckentfremden

26.12.2012

Ich bin in einer Art Lagerhalle, wie in einer Großfleischerei. Ich kann zwar keine Kacheln an den Wänden erkennen, aber atmosphärisch erinnert der Raum an eine derartige Vorrats-Halle, wie man sie etwa in „Half-Life“ erlebt.

In einer Ecke steht eine Frau deutlich ratlos vor einer etwa fünf mal zwei Meter großen Absenkung im Boden, die ich beim Nähertreten als eine Art Sandkasten erkenne. Darin wälzt sich unter Schmerzen eine riesige Schäferhündin. Es ist eindeutig ein Weibchen, obwohl das äußerlich nicht zu erkennen ist. Womöglich teilt mir das die Frau mit. Ich bin mir aber nicht sicher, da ich den größten Teil der heutigen Traumprüfungen schon nach dem Aufwachen vergessen habe.

Die Hündin ist unnatürlich groß, sie hat die Ausmaße einer Tigerin. Hier dürfte sich ein Tagesrest aus der gestern von mir gesehenen Folge von „Castle“ zeigen, in der Beckett und der Titelheld von einem Tiger bedrängt werden.

Korrekt – ich bin fast einmal „durch“ mit der Serie. Ich fange dann wieder von vorn an, weil ich vor Lachen zu wenig mitbekommen habe. Aber ich frage mich, ob aufgelassene Industrieruinen und dgl. nur preiswerte atmosphärisch hochwertige Film-Sets abgeben oder ob sich hier Wechselwirkungen zwischen „alten“ und „neuen“ Medien wie Filmen und PC-Games zeigen. Aber das wieder nur am Rande!

Vor dem „Sandkasten“ stehend stelle ich zudem fest, dass die Frau eine Art leichtes Maschinen-Gewehr in den Händen hält. Da mir sofort klar wird, worin hier die „Prüfung“ besteht, überschlagen sich die Ereignisse. Die Hündin springt auf und läuft in die gegenüberliegende Ecke der Halle. Ich halte jetzt das Gewehr im Anschlag und feuere Dutzende Salven auf das Tier. Zwar erreichen wenigstens die Hälfte der Geschosse das Ziel, aber ich muss feststellen, dass es sich bei diesen Geschossen um Heftklammern handelt. Ich vermag darüber im Traum nicht einmal zu grinsen, weil ich sauer bin, dass ich die Prüfung nicht in Ansätzen bestanden habe.

Etwa 80 % des Traumgeschehens habe ich, wie angedeutet, ohnehin vergessen. Ich kann mich aber an meine Verärgerung erinnern, dass mein Versagen in den vergessenen Sequenzen noch drastischer war als in der Lagerhalle.

Dies der aktuelle Bericht vom Nabel der Welt – häff fann!

Wunscherfüllung allenthalben!

25.12.2012

Nicht nur symbolisch, für Schizos, sondern vermutlich auch wegen Weihnachten. Dies zeigt sich beim aufgeschreckt Werden aus dem hinein Gleiten in eigene Traumbilder, das wohl jeder kennen dürfte aus dem diffusen Übergangsbereich zwischen Wachen und Schlafen. Ich habe dieses unsanfte Weck-Signal schon des Öfteren zu petzen versucht. Während ich aber Jahre lang durch Hupen, Klingeln oder Klopfen aus diesen Momenten des Übergangs geweckt wurde, ertönen jetzt zwei Trommel-Schläge, wie man sie als letzte Töne diverser Musikstücke kennt. Dü-Dümm! Außerdem immer wieder „Buh!“-Rufe.

Das ist doch in der Tat etwas Neues! Entwicklung scheint selbst bei Unrockbaren wie mir möglich! Womit erfüllt uns das? – Vorsichtshalber mit gar nichts.

In der einzigen Traumsequenz, an die mich erinnern kann, bin ich mit einer mir unbekannten Frau im Bett. Das Bett ist gleichzeitig eine Art Schrankbett und das jeweils untere Bett eines Etagenbettes sowohl im Schülerwochenheim in E-Stadt als auch in der Kaserne in Lu’felde.

Ich muss schon im Traum aus zwei Gründen grinsen. Die Frau versucht sich mit der Spitze meines mächtigen männlichen Werkzeugs* zu befriedigen, indem sie damit auf ihren Auslöser geradezu einhämmert, ist aber dabei auch energisch bemüht, mich durch rhythmische Betätigung des Präputiums über der Glans zu einem spritzigen Beitrag zu veranlassen.

Vor allem aber unterhält sie sich ununterbrochen mit einer für mich nicht sichtbaren Frau über technisch-organisatorische Details ihrer für mich ebenfalls nicht identifizierbaren täglichen Arbeit. Das erinnert mich gleichfalls bereits im Traum an eine mittlerweile bereits bis zum Versatzstück verbrauchte Filmszene. Eine geplagte Hausfrau will sich mit Telefonsex etwas dazu verdienen und während sie in dessen Vollzug anregend in den Hörer stöhnt, hält sie ein Kleinkind im Arm und rührt mit der anderen Hand in einem Topf auf dem Herd. Dieses berühmte oder berüchtigte Stückchen Wahrheit steckt demnach auch in dem Klischee, dass Frauen besser im Multitasking wären als Männer. Sorry!

Bei diesem Traum fällt mir eine wesentliche Eigenschaft fast aller meiner Träume ein, die ich bezeichnender Weise nie erwähnt habe.

Ich bin Betrachtender und Handelnder, indem ich als Traumfigur handele und dabei zugleich dieser Figur zusehe wie ein TV-Zuschauer. Ich bin gewissermaßen nie „in mir drin“. Ich glaube, es bedarf keiner mental-gymnastischen Übungen mit Anna Lyse auf der Couch, um diese Konstellation hinreichend deuten zu können, weswegen ich jede Bemühung in dieser Richtung hier unterlasse.

Am Ende des Traums bemerkt die Frau unter glucksendem Lachen, es würde hier aber ganz schön stinken. Ich erwache kichernd und grinse im Wachzustand immer noch.

Selber Schuld – Strafe muss sein! Dergleichen widerfährt mir, wenn ich auch nur versuche, am Mainstream teilzuhaben!

Weil gestern Heiligabend war, habe ich mir noch kurz vor Mitternacht zwei große Stücken Apfeltorte mit Streuseln genehmigt. Diese Torte ist in diesem Jahr mein einziger Feiertagsluxus als Unterschichtler. Wiederum – selber schuld! Ich hätte mich ja in der Abiturstufe mehr anstrengen können oder wenigstens unterschreiben, als dieser smarte Typ aus der Bezirksverwaltung des MfS mich als Operativen Offizier wollte!

Der Genuss der zwei Stücken Kuchen zu völlig ungewohnter Zeit aber generierte nun sowohl im Traum als auch in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, knatternd abgehende würzig-herbe Flatulenzen. Man kann ja darüber sprechen – ist doch menschlich! Deshalb die Anmerkung der Traumfrau. Auch hier erübrigt sich der Hinweis darauf, ob ich die Prüfung bestanden hätte.

Dies der aktuelle Bericht vom Nabel der Welt – häff fann!

PS: Liebe Weltgeistin! Du musst mir jetzt echt nicht schon wieder per Mental-Funk mitteilen, dass meine Aufzeichnungen banal wären – das weiß ich! Dasselbe gilt sinngemäß für Anmerkungen des Inhalts, übermorgen ginge es anders lang, ich solle den Chef des Hauses der ewigen Kindheit anrufen, weil er mich sonst lächerlich machen würde und ich würde als einfacher Arbeiter in den Großen Bund aufgenommen und gar nicht mehr schreiben. Das kann ich alles mittlerweile auswendig! Bitte nicht mehr senden! Danke, Du mystisches Überschätzchen!**

** Is‘ ’n Traum!!!
** „Überschätzchen“ wird nicht als Fehler angezeigt! Irre! Cool! – Oder wie auch immer…

Pilzkopflastige Phantasien im Garten

23.12.2012

Ich bin in einem Garten einer der Beatles. Dessen bin ich mir sicher, obwohl ich mir diese Sicherheit weder im Traum noch im Wachzustand erklären kann. Der Garten ist inmitten einer Industrielandschaft. Geradezu klischeemäßig kommen mir Assoziationen zu Manchester oder eben Liverpool. Diese Arbeitersiedlungen erscheinen vor meinen geistigem Auge, wie man sie aus -zig Filmen kennt. Mir fällt unter anderem die Geschichte dieses Jungen ein, der „unmännlicher Weise“ unbedingt tanzen will. Mir kommt jetzt der Filmtitel einfach nicht und ich will auch nicht Mama Google oder Tante Wiki deswegen angehen. Auch diese Frauen haben ihre Feiertagsruhe verdient! – Sagte das Fossil im kläglichen Versuch, sein Machotum zu tarnen. Das alles wieder am Rande!

Der nur höchstens 20 mal 10 Meter große Garten ist von allen Seiten eingemauert. Wieder „enthält“ die Kulisse in Traum typischer Weise mehrere reale Orte. Oder sie erinnert zumindest an diese, hier unter anderem an einen Teil des Gartens des Schwagers meines märchenhaften Stiefmütterchens im westlichen Ortsteil von Hütte. In einem anderem Teil dieses realen Gartens stand einer der größten Kirschbäume E-Stadts, auf dessen Ästen ich mehrfach jeweils einige Kilo Kirschen ohne jegliche Nachwirkungen verschlungen habe.

Auf einer Seite des Gartens in meinem Traum steht ein aus großen Natursteinen errichtetes „typisch englisches“ Haus. Die vom Haus aus gesehen rechte Seite, die gegenüberliegende Seite sowie das vom Haus am weitesten entfernte Drittel der linken Gartengrenze sind im Wortsinn zugemauert. Das könnte eine Anspielung auf „Der Zementgarten“ sein, eine der für mich gruseligen Geschichten, während ich mir über gemeinhin als Horror betrachtete Stories oft Einen ab kichere. Der typische inadäquate Affekt bei Erkrankungen des schizoformen Spektrums, alles klar! Bei meinem letzten Gang zum hiesigem Medienzentrum ist mir zudem ein Mann entgegen gekommen, der nicht nur üblicher Weise griente, sondern unüblicher Weise an den Autor des „Zementgartens“ erinnerte. Das alles wieder am Rande!

Die anderen beiden Drittel der vom Traumhaus aus gesehen linken Gartengrenze sind geradezu tropisch überwuchert von Obst- und Gemüsepflanzen, unter anderem von dichtem Himbeer- und Brombeergestrüpp. Direkt hinter dem Gartenzaun ist eine stark befahrene Bahnlinie.

In diesem Traumfragment sind gleich drei reale Details verarbeitet. Zunächst der Ort, an dem ich gerade diese Zeilen in die Tastatur tippe, denn das „Hinterhaus“ dieses Gebäudekomplexes grenzt an eine stark frequentierte Bahnlinie. Dann erinnert die Gartengrenze an das Eigenheim- und Kleingarten-Quartier, in dem ich 2008 in Hütte Sonntagsblätter zugestellt habe. Schließlich scheinen die Beerensträucher eine Reminiszenz an den Garten hinter dem Haus, in dem meine erste Freundin wohnte.

Am Ende des Grundstückes stehend, erkenne ich, dass die Mauer des hinteren Drittels der vom Haus aus gesehen linken Gartengrenze von einem gewaltigem Kirchen-, Burg- oder Schlossturm gebildet wird. Die Wand ist so hoch, dass ich die Turmspitze nicht sehen kann und sie ist völlig glatt. Nur in etwa dreißig Metern Höhe ist ein kleines Fenster, das wie eine Schießscharte wirkt. Die Wand ist aus weinroten Ziegeln gemauert, die wie glasiert wirken. An dieser Stelle treffe ich auch mehrfach auf meinen Ansprechpartner dieses Prüfungstraumes. In wiederum Traum typischer Weise „ist“ dieser Mann gleichzeitig dieser und dieser Schauspieler. Der Mann ist mit Gartenarbeiten zu Gange, mir wird aber nicht klar, was genau er macht.

Die Prüfung besteht darin, dass ich dem Mann eine Sequenz aus einem unbekanntem Musik-Video der Fab Four zeigen soll, zu dem ich immer wieder „zurückspulen“ muss, indem ich einen virtuellen Schieberegler mit dem Maus-Kursor betätige. Der Clip läuft auf einem übergroßem TFT-Monitor, der neben der Gartentür des Hauses aufgebaut ist wie ein Gemälde auf einer Staffelei. Dass es sich um ein Video mit den Liverpooler Meistern handelt, trägt jedoch nichts zu meiner unerklärlichen Gewissheit bei, dass der Garten einem der Beatles gehört. Das weiß ich einfach „irgendwie“ ganz sicher. Allerdings erinnert das Haus immer dann, wenn ich vor dem Flachbildschirm stehe, an das Anwesen in dem Video, in dem Paul McCartney dem Postboten einen Tee anbietet und ihm dann auf der Mandoline aus dem eben empfangenem Paket ein heiter mysteriös von elfenartigen Wesen umtanztes Ständchen bringt.

In der Sequenz, die ich dem Mann im Traumgarten zeigen soll und muss, zieht jemand einen Stecker, wodurch der Band-Auftritt abrupt unterbrochen wird. Der Stecker ist gleichzeitig der eines Starkstrom-Anschlusses, der eines Feuerwehrschlauchs, mit dem man den Schlauch etwa an einen Hydranten anschließt, und der eines Kabels an einem Richtfunkvermittlungstrupp. Die letzten beiden Traumdetails verweisen eindeutig auf meine kürzlich erfolgten Notizen zu meiner Armeezeit. Ich war auf einem solchem Trupp eingesetzt und mein Truppführer wollte nach seinen zehn Armee-Dienstjahren zur Feuerwehr. Zudem erinnert mich dieses „Stecker ziehen“ an die Episode, in der Forrest Gump, wieder einmal als Held wider Willen, als Vietnam-Veteran eine Rede halten soll und ein Offizier den Stecker des Mikrofonkabels zieht.

Mundtot machen, eines der Grundmotive des Budenzaubers! Die wollen verhindern, dass ich in der Darlegung des Budenzaubers so weit komme, dass mir jemand zu glauben beginnt. Usw.

Mehrfach versuche ich, meinem Ansprechpartner im Traum, sozusagen dem „Prüfenden“, diese Szene mit dem Ziehen des Steckers zu zeigen. Aber ich vermassele es immer wieder. Einmal springt der Kursor-Zeiger vom Schieberegler und das Video wird gestoppt. Nach einigen Versuchen falle ich aus dem Kontakt und aus der Situation völlig heraus. Wie „im richtigen Leben“!!! Der Mann reagiert nicht mehr, er nimmt mich offenbar gar nicht mehr wahr, obwohl ich vor ihm stehe und heftig argumentiere und gestikuliere.

Prüfung nicht bestanden…

Das Ziehen des Stromsteckers deute ich schon im Traum als Anspielung auf meine gegenwärtige Situation. Seit meinem Einzug und den damit eingesetzt habenden Übertragungen und Projektionen fürchte ich, dass mir welche die Wohnung ausräumen, dass mir der Kater oder das Internet in irgend einer Weise genommen wird usw. Jeder ist irgendwo „zu treffen“, „zu erreichen“, nicht wahr!

Diese lustig kranken Ängste könnten aber durchaus verständlich erscheinen nach meiner Vorgeschichte als Wohnungs-Geschädigter- und Irrer. Eine reale Geschichte, nicht Räuberpistolen eines vermeintlich vom Münchhausen-Syndrom Gepeinigten. Wieder einmal Verdrehung ins Gegenteil – könnte ich mir doch Geschichten ausdenken!

Ich habe zwar bei e.on noch einen mit geschleppten Außenstand, zahle aber pünktlich und regelmäßig die Rechnungen für Strom und Fon plus Net. Ich bin mir jedoch sicher, dass es Leute gibt, die mich hier raus haben wollen. Das ist kein Vorwurf; ich verstehe das sogar gut, denn ich will das auch. Aber ich habe mich in das Dreißigste-Jahr-Syndrom nach Ingeborg Bachmann manövriert – es sind keine Optionen mehr erkennbar. Hundchen wird zwangsangeleint, wuff! Allein, ich habe das hergestellt! Das unterscheidet mich wesentlich von vielen anderen Mitgliedern der Unterschicht, dass ich meist Schuld zunächst bei mir suche.

Es sind diese Leute, die im Extremfall wie in „Easy Rider“ agieren bzw. reagieren. Sie schrecken nicht einmal vor Mord zurück oder entwickeln gar Schuldgefühle dabei, denn sie haben für Recht und Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit usw. gesorgt. Diese Leute gibt es immer und überall und sie handeln immer und überall in der kaum zu erschütternden Gewissheit, die Auffassung der Mehrheit zu verkörpern, auszudrücken und durchzusetzen.

Dies wieder der aktuelle Bericht vom Nabel der Welt – häff fann!

PS: Wo? Ist? Diese? Phantasie? Bei? Mir? Vertrocknetem? Buchhaltungsfeldwebel? Im? Wachzustand? Danke, danke – nicht so drängeln!

Warum ich außerdem gar nicht beidastasi gewesen sein k a n n…

22.12.2012

Ich liebe niemanden… Little joke, by the way, yeah, chch! Heute nämlich war ich im Traum in der Stasi-Zentrale, ha!

Das musste kommen! Ich hatte letztens etwas von „Randalieren in der Stasi-Zentrale“ geschrieben. Dieses Aufgreifen von in welcher Art auch immer gemachten Äußerungen ist ein wesentliches Merkmal des Budenzaubers. Alles, was auch nur in Ansätzen auf emotionale Bindung hindeuten könnte, wird genutzt. Zum Beispiel die im selben Posting von mir angebrachte These über den postmodernen Zentral-Apparat Auto könnte in der Weise aufgegriffen werden, dass demnächst „etwas kommt“ mit Fahrschule. Dies in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Nun vielleicht allerdings „kommt“ dergleichen nicht mehr, weil ich das ausgesprochen habe. Bzw. es „kommt“, „… wenn Du schon gar nicht mehr dran denkst…“

Dergleichen wäre doch gar nicht möglich? Wer das denn machen solle und wie? Ja, das versuche ich ja seit über 26 Jahren heraus zu bekommen, mehr oder weniger geschätzte mehr oder weniger Abwesende da draußen in dieser unserer prallen Postmoderne!

Wie meist „beinhaltet“ das Haus, in dem ich im Traum leibhaftig erscheine, mehrere Gebäude gleichzeitig. Heute unter anderem den Trakt, in dem sich das Büro Mielkes befindet, und das Unterkunftsgebäude des Truppenteils, in dem ich von Oktober 1981 bis Oktober 1983 in kleidsamen Feld-Grau hospitierte. Beim Blick aus Mielkes Büro sehe ich auf den Sportplatz in Lu’felde. Unter anderem, auch hier handelt es sich wieder um mehrere, yeah, locations gleichzeitig. Es ist noch ein weiterer Platz in dem Panoramabild beim Blick aus Mielkes Fenster „enthalten“, den ich aber weder im Traum identifizieren kann noch auch jetzt in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

Alle Anwesenden außer mir sind Stasi-Offiziere. Atmosphärisch ist die Szene aber freundlich; dies auch dann noch, als klar wird, dass ich wie immer „irgendwie“ die Prüfung nicht bestanden habe.

Zwischendurch bin ich immer wieder auf einem von den Genossen Tschekisten angelegtem riesigem Lagerplatz für Nahrungsmittel, auf dem ich vor allem Äpfel und Orangen erkenne. Gleichzeitig ist der Lagerplatz der Kfz.-Park in der Kaserne in Lu’felde. Schließlich „enthält“ das Bild zudem den Fruchthof in München. Dort werden fast immer „Tagelöhner“ gesucht. Womöglich geht es auch wieder um das Erzeugen einer Bindung an eine Arbeit. Ich bin zwar noch körperlich hier in PAF, auf der „transzendenten“ Ebene aber „überfällig“. Das zeigt sich auch an der in letzter Zeit wieder häufig gesendeten Rückmeldung per Mental-Funk “Was will er denn nun noch hier?“

In einem Block des großen Stasi-Geländes wollen sich eine Frau, ein Mann und ich einquartieren. Ich erkenne beide schon im Traum nicht, bin mir aber sicher, dass es reale Bekannte sind. Die Frau könnte eine meiner Blog-Freundinnen sein. Nein, nichts mit Erotik usw.! Wir haben offenbar einen Auftrag zu erledigen. Irgend etwas in der Atmosphäre der Szene lässt mich vermuten, dass der Auftrag von einer Art Bürgerkomitee kommt. Auch dieses Haus „ist“ wieder mehrere Gebäude gleichzeitig.

Es könnte sich auch um einen der Wohnblocks außerhalb des Hauptquartiers handeln, in denen, what a joke, mit Sicherheit nur Leute von der Sicherheit gewohnt haben dürften, etwa am Roedeliusplatz. Zudem sind die Wände ähnlich mit Schmuckstein und Holz verkleidet wie viele Hausaufgänge und Gewerberäume in der Karl-Marx-Allee. Die Vorhallen der „Türme“ am Frankfurter Tor etwa, auch die ehemalige Karl-Marx-Buchhandlung waren oder sind derart mit Holz getäfelt.

Schon im Traum denke ich, dass wir einen Versuch unternehmen würden, einen sicheren Ort für immer zu finden und diesen Ort gäbe es aber nun einmal hienieden nicht! Wie als groteske Bestätigung dieses Gedankens sind dann die Frau und der Mann plötzlich buchstäblich vom Erdboden verschluckt. Ich weiß schon im Traum, dass ich jetzt wieder nicht bestanden habe und wache folgerichtig auf.

Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung waren unter den hauptamtlichen Mitarbeitern des MfS überdurchschnittlich viele Männer jüdischer Herkunft. Nicht lustig – grotesk am Rande des Makaberen! Man glaubte, endlich in Sicherheit zu sein. Es gibt keine Sicherheit! Scheitern musste auch der Großversuch, auf den von Millionen Menschen erlebten Verlust der Kontrolle über die Wirklichkeit infolge Traumatisierung durch zwei Weltkriege mit dem Streben nach totaler Kontrolle der Gesellschaft zu reagieren. Aber das nur wieder nebenbei. Gleichfalls am Rande der Hinweis, dass ich allein unter den Führungskräften bis zum Abteilungsleiter und Gleichgestellten überdurchschnittlich viele Vertriebene gefunden habe, davon allein vier oder fünf Ostpreußen.

Der letzte Traum ist der, sentimental gesagt, „schönste“. Mit dieser banalen Formulierung versuche ich, des Atmosphärischen, der Stimmung, der, wie es in der Werbung heißt, „Anmutung“ usw. habhaft zu werden und kapituliere an den Grenzen der Sprache. Mit einem Gemälde oder einem Film könnte ich vielleicht dieses Atmosphärische nachvollziehbar vermitteln. Allein, ich bin diesbezüglich unbegabt und technisch unterversorgt. Dass es sich beim eben angedeutetem Phänomen um etwas Archetypisches im Sinne C. G. Jungs handelt, hilft mir auch nicht weiter; ich erwähne das nur als weiteren narzisstischen Verweis auf meine Viertelbildung.

Es ist die Stimmung von vorher, vor dem 1986 verursachtem Riss in meiner Lebensgeschichte, der von konservativen Psychiatern routinemäßig als psychische Dekompensation im Sinne einer psychotischen Episode gewertet werden würde. Aber damit ist wieder wenig gesagt. In sehr vielen von dieser Stimmung dominierten Traumsequenzen ist diese Stimmung noch ausgeprägter, als sie je war in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Häufig möchte ich deshalb in diesen Träumen bleiben, für immer darin verschwinden usw. Die so genannte Wirklichkeit ist nur ein „Abklatsch“ dagegen! Dieses Empfinden dürfte von klassischen Psychiatern wiederum als typisches psychotisches Symptom gewertet werden. Dieses Atmosphärische verkörpert aber sogar die Weltwahrnehmung von „vorher“ deutlich verstärkt, weil ohne neurotische Einengungen und dgl. Das wiederum muss jedoch merkwürdig erscheinen für „psychotische Symptomatik“.

Ich habe mich schon sehr oft gefragt, was geschehen könnte, würde ich in einen dieser Träume „verschwinden“. Wäre das dann das Ende? Würde ich nicht mehr aufwachen? Schon seit einigen Jahren trage ich die sinistre These mit mir herum, dass ein Mensch stirbt, wenn niemand mehr Erwartungen an ihn richtet. Das geschieht aber auf einer unbewussten Ebene! Natürlich bekommt auch das einsamste Väterchen Frust im Pflegeheim hin und wieder eine Postkarte, die Schwester sieht nach ihm usw. Aber das ist nicht gemeint! Vielleicht erst dann, wenn alle, wie die Ammoniten sagen würden, „Sozialenergie“ von einem Menschen abgezogen wurde, ist sein Leben zu Ende. Da ich infolge meiner Isolation von Omnipotenzgefühlen geradezu überschwemmt werde und brennend gern Guru wäre, halte ich „Sozialenergie“ jedoch nicht wie Ammon nur für eine Metapher.

Nun habe ich häufig nächtliche Apnoe-Anfälle. Es könnte doch sein, dass in diesen Momenten der Todesnähe nicht oder noch nicht hinreichend erforschte Kanäle der Informationsübertragung genutzt werden? Die „Sender“ der Träume wären dann Menschen, „die an mich denken“? Wenn keiner mehr „an mich denkt“, „verschwinde“ ich im Traum und mein Körper stirbt? Ich bitte die Fragezeichen zu beachten!

Natürlich ist es naheliegend, derartige Überlegungen als breit getretenen Eso-Quark abzutun. Allein, es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, von denen sich unsere Schulweisheit nichts träumen lässt! Zudem fällt mir in diesem Kontext immer wieder ein, dass noch vor reichlich hundert Jahren hoch qualifizierte Fachleute wie Universitätsprofessoren und Ingenieure sich lustig machten über vermeintlich unmögliche Versuche, mit Geräten fliegen zu wollen, die schwerer als Luft waren. Meiner natürlich völlig unmaßgeblichen Meinung nach sollte man in nicht wirklich erforschten Bereichen zurückhaltend sein mit Prognosen und Wertungen und offen bleiben für zunächst ungewöhnlich erscheinende Deutungen.

Ich bin in einem prachtvoll parkartig von Grün überwucherten Gelände mit so genannten „Alt-Neubau-Bauten“; d. h., Neubauten aus der Nachkriegszeit. Atmosphärisch ist mir das Quartier vertraut, ich kann es jedoch weder im Traum noch im Wachen identifizieren. Das Gebiet erinnert an mehrere reale Wohngebiete, unter anderem an den denkmalgeschützten Stadtkern von Hütte. Diese Traumkulisse ist jedoch eine der wenigen, in der mir völlig unbekannte Orte dominieren. Wieder bin ich mit mehreren Leuten unterwegs, die ich nicht erkenne. Jetzt bin ich aber nicht an der Erledigung eines Auftrags beteiligt, vielmehr wir als touristisch Flanierende unterwegs sind. Am Rande meines Gesichtsfeldes ist einer der turmartigen Bauten aus unverputzten roten Ziegelsteinen zu erkennen, wie sie typisch sind für brandenburgisch-preußische Gemeinden. Auch auf dem Bahnhof in Hütte stand ein solches Gebäude. Womöglich handelt es sich bei dem Traumgebäude um einen Bahnhof und er ist das Ziel des Prüfungstraumes.

Auf selten eindeutige Weise falle ich aus der Situation heraus – und bestehe die Prüfung nicht. Da dieses Quartier und seine Atmosphäre derart „schön“ sind, siehe eben oben, will ich diese Schönheit im mehrfachem Sinne festhalten. Ich will unbedingt heraus finden, wo ich mich befinde, um den Ort in dem Bereich wiedererkennen zu können, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Wie ich schon unzählige Male andeutete, finde ich in diesem Bereich fast täglich „Entsprechungen“ von Prüfungsträumen. Manchmal erkenne ich sie sogar wieder und mir fällt einige Minuten später ein, worin die Prüfung bestand. Immer geht es um das Erzeugen einer Bindung an eine Person oder eine Tätigkeit. Dies ist, ich wiederhole mich auch hier, mindestens ungewöhnlich für eine Psychose mit den typischen Empfindungen des „gemacht Seins“ von Situationen, des „gelenkt Werdens“ der eigenen Person usw.

Ich will den Namen aufschreiben, der auf einem Straßenschild steht. Ich lese „Kurt Neyss“, daran kann ich mich klar erinnern. Ich muss auch schon im Traum über den Namen grinsen. Theodor Heuss? Joseph Beuys „plus“ Kurt Schwitters? „Kurt“ könnte aber auch, was ich gleichfalls schon im Traum wahrnehme, eine Referenz an Dr. Höck sein.

„Aus der Situation heraus gefallen“ bedeutet „aus dem Kontakt gegangen“. Ich sondere mich von den anderen Protagonisten ab, hier sogar im räumlichen Sinne, indem ich stehen bleibe, um den Straßennamen zu notieren, während meine beiden Begleiter weiter gehen. Die Spannung verpufft ergebnislos, „die Luft ist raus“, die Situation ist nicht mehr zu retten, der Kreis kann nicht mehr geschlossen werden, die Szene kann nicht mehr vollendet werden, die Geschichte lässt sich nicht mehr abrunden usw. Kurzum – Prüfung nicht bestanden. Auch dieses „heraus Fallen“ erlebe ich seit 26 Jahren fast täglich im Traum und im Wachzustand.

Während ich diesen Text getippt habe, erfolgten viele Rückmeldungen per Mental-Funk. ‚Will nich‘ arbeiten, weil er Abitur hat!‘, ‚Bleib hier, Dir fehlt nur Körperkontakt!‚ (Was für ein Blödsinn! Im Moment stärksten Körperkontaktes waren auch die „Rückmeldungen“ am stärksten. Frau geb. Montag aus der Prignitzer Prairie hat an der Leine gezogen, wuff! Der Kranke erschießt irgendwann erst sich und dann die Frau, harhar!), ‚Will nich“ arbeiten, weil er ’n Blog hat!‘, ‚Willa wieda berühmt werden!‘, ‚Hau hier ab!‘, ‚Dein Blog ist Geltungsdrang!‘, ‚Komm runter, Mann!‘ (Ich werde Euch was husten!), ‚Er tut nur so, als ob er Bewerbungen schreibt!‘, ‚Verräter!‘. Usw. usw. usf. Nichts Neues im Südwesten!

„Meine Stimme begleitet Sie überall hin“ heißt das Buch über den Therapeuten Erickson. Ich erlebe nicht nur eine Stimme, sondern eine dauerhaft kommentierende virtuelle Diensteinheit. Dabei wird diese virtuelle Gruppe realen Personen meines jeweiligen Umfelds sozusagen „übergestülpt“. Ich weiß sehr wohl, mit dem Kopf, dass Leute im Hintergrund gar nicht ständig wertend und verurteilend über mich reden können. Aber diese rationale Einsicht nützt mir nichts, weil das Gefühl stärker ist. Es ist, um einen Textbaustein aus dem Stamm der Ammoniten zu benutzen, etwas ganz Altes. Genauer gesagt, etwas ganz Frühes, aus einem lebensgeschichtlichem Abschnitt vor den Worten.

Es gibt YouTube-Clips, die augenfällig bzw. ohrenfällig machen, dass der Ton in meinen „Hallus“ derselbe ist wie der Ton der Tschekisten bei der Betreuung des DaDaeR-Alltags. Gute Arbeit, ganz im Ernst! Wenn der Budenzauber jedoch unbeabsichtigt initiiert wurde, dann umso wirksamer! Dies ist dem Unbewussten eigentümlich, auch bei bewussten Vertretern der Arbeiterklasse. Little joke, by the way, yeah, chch!

Die machen immer weiter, unerbittlich wollen sie mich „landen“ lassen. Ich mache auch immer weiter, boshaft leiste ich Widerstand. Ich bin gespannt, wie lange der Spuk noch geht. Ich bin gespannt, wie die Geschichte enden wird!

So weit wieder der aktuelle Bericht vom Nabel der Welt – häff fann!

(… noch ist der Tag nicht vorbei, noch kann in Oberbayern ein Vulkan ausbrechen…)

21.12.2012

Apropos Prüfung – pünktlich zum Weltuntergang war endlich „Skyfall“ in 1-A-Qualität in meinem Lieblings-„Online-Kino“! Ich habe mir den Film heute morgen bis um drei ange… ich habe das audiovisuelle Kommunikat bis heute morgen um drei rezipiert. Mein Entzücken ist völlig meinerseits, mehr oder weniger geschätzte mehr oder weniger Abwesende!

Allein, Bond hat die Prüfungen auch nicht bestanden… Ha! Da aber ein Film, und insbesondere ein solcher Film, in gewissem Sinn und Ausmaß auch immer ein Traum ist, passt das hier durchaus. Es gab schon bessere Dialoge – aber die Bilder! Die Bilder! Ein visueller Rausch! Vermutlich wird der Film bald als Lehrmaterial an Filmhochschulen verwendet. Der Regisseur ist halt Mendes!

Aber das nur am Rande und nebenbei.

Ich hätte gleich hingehen sollen, vorgestern. Bin ich aber wieder nicht, aus Bosheit. Dann natürlich ein entsprechender Traum in der Nacht zu gestern. Etwas mit Werkstatt. Da ist ja auch eine Werkstatt! Das Unternehmen war zwar pleite, ist aber von einem anderem Träger übernommen worden. Im Traum steht an einem langem Werktisch ein dicker nackter Mann mit dem Rücken zu mir. Das hatte nichts Erotisches, ich musste im Gegenteil schon im Traum grinsen. Prüfung nicht bestanden, logisch!

Hundchen ist lieb, Hundchen ist artig, Hundchen will wieder knuffen und mucheln! Obwohl mir immer noch diverse Gelenke schmerzen usw. Na, und? Wenn man dem deutschen Handwerker den Bauch aufschlitzt, hält er mit einer Hand die Eingeweide fest und arbeitet mit der anderen Hand weiter. Das ist in vielen tausenden Köpfen drin, immer noch und immer wieder!

Nein, ich drehe jetzt nicht völlig frei! Das ist ein Zitat aus „Das verschenkte Leben des Ferenc Makra“. Einer der zahlreichen Beiträge der „Bilanz- und Krisen-Prosa“ für Leute 40+, die ich im Zuge subtiler Parentifizierung mit 16 statt „Die Schatzinsel“ und dgl. gelesen habe. Von diesem Kertesz geschrieben, nicht von jenem. Aber passt schon – bei beiden geht es unter anderem um faschistoide Tendenzen in den Köpfen usw.

Gestern dann wieder eine „zufällige“ Begegnung mit einer ehemaligen Kollegin aus dem ehemaligen Unternehmen. Die sagte, ich solle gleich hingehen. Ich bin gleich hingegangen! Es war aber kein Verantwortlicher da. Es hat sowieso keinen Zweck, denn ich habe die von den Budenzauberern gesendete Prüfung nicht bestanden. Nur eine typische dicke Mama nahm mich symbolisch an ihre voll realen Superdinger.

Das ist übrigens eine weitere der Verdrehungen ins Gegenteil, ich wäre ja so was von Muttersöhnchen. In Wahrheit wittern viele Mütter mein „Defizit an Mütterlichkeit“, ohne je z. B. den gleichnamigen Beitrag von Maaz gelesen zu haben. Das war auch schon immer so. Es ist bezeichnend, dass ich mich zum Beispiel an entsprechende Episoden im Schülerwochenheim erinnern kann, in der mich eine Küchenfrau „betreut“ hat. Das war ein Highlight meiner ontogenetischen Schleudertour, ohne Quatsch! Ich habe zwar trotzdem kein einziges Kilogrämmchen zugenommen, aber das war Ausdruck und Ergebnis kehlkopflastiger Pubertätlichkeiten, schilddrüsentechnisch. Aber das nur am Rande und nebenbei…

Immer das Gegenteil ist zutreffend, wie gesagt! Ich bin wochenlang full – ich trinke normaler Weise überhaupt nichts. Ich will nicht einsehen, dass ich suchtkrank wäre – ich bin völlig isoliert, ohne jegliche Unterstützung, vor etlichen Jahren von 100 auf 0 Zigaretten herunter gegangen. Ich war ein Stricher – ich hatte überhaupt keine sexuellen Kontakte, geschweige denn hormosächszuelle. Ich fliege überall raus – manche Leute waren beinahe entsetzt, weil ich abgehauen bin. Ich bin ein Stasi, der die Wende verpennt hat – mit, harhar, einiger Sicherheit waren die Leute, die 1986 den Budenzauber initiiert haben, nicht vom Ministerium für Kultur. Little joke, by the way, chch! Ich bin ein Spanner – ich habe seit vielen Jahren in meinen kargen Klausen Knopfhörer oder Ohropax in den, surprise, Ohren. Ich sehe mich als Therapeuten – diverse Therapeuten mehrerer „Schulen“ haben mich vergeblich agitiert, weil sie natürlich bemerkt haben, dass ich ein Naturtalent bin, das durch bloße Anwesenheit Übertragungen auslöst usw. Ich bin größenwahnsinnig und halte mich für einen Schriftsteller – ein Lehrer in der Schreib-Fernschule, erfahrener Journalist und Dozent, hat schon nach meiner ersten Einsendung zu meinem anhaltendem Erstaunen geradezu euphorisch erklärt, ich solle nicht Zeitungen austragen, sondern müsse für diese schreiben. Ich bin ein histrionisches Lügenmaul – ich leide seit vielen Jahren darunter, dass ich mir keine Geschichten ausdenken kann und nur Berichte hinkriege. Ich bin größenwahnsinnig und halte mich für einen Regisseur – einer der wenigen Regisseure, die auch nach der Wende erfolgreich waren, versicherte mir, ich hätte auch ohne vollständige Bewerbungsunterlagen den Eignungstest bestehen können.

Usw. usw. usf. Immer das Gegenteil – ist doch ganz einfach! Nein, das ist kein Gejammer! „Gefahr benannt – Gefahr gebannt!“ Ich muss damit leben und muss daher als erstes die Dinge so genau wie möglich benennen können, damit der Irre nicht wieder ausrastet!

Was ist los? Wo ist der Knackpunkt? Wo ist ein Weg? Gibt es ein Leben vor dem Tod? Wie vielen diplomierten und promovierten Zeitgenossen muss ich nun noch diverse Ohren ab kauen, um ihnen zu verdeutlichen, dass ich nicht krank bin und nicht simuliere? Wie lange noch kreisele ich in dieser fern gelenkten experimentellen Psychose herum; Himmel, Arsch und Wolkenbruch???

Was ich aber mit alldem eigentlich sagen wollte, ist natürlich Folgendes: Frohes Fest!

(… „Ein bisschen Spaß muss sein/dann kommt das Glück von ganz allein!“… und alle schunkeln mit…)

Überflutet werden von Wasser oder gar darin versinken…

20.12.2012

… kann in gängiger Interpretation der Mitglieder des Freudeskreises Anna Lyse als überflutet Werden vom unbewussten Material gedeutet werden und damit schlimmstenfalls als drohende Psychose; na dann – Gute Nacht…

Plötzlich stehe ich etwa 5 Meter über dem Wasser auf dünnen Balken oder Bohlen, die auf gleichfalls wenig Vertrauen erweckenden Pfählen notdürftig befestigt sind. Die Balken führen aber nirgendwo hin, der Steg ist wenige Meter vor mir zu Ende. Als ich mich umdrehe, stelle ich fest, dass der Steg auch keinen Anfang hat; die Balken führen in dieser Richtung über eine Handvoll Pfähle zurück und dann ist auch dort nur Wasser.

Allerdings ist es ein links und rechts in Sichtweite begrenztes Gewässer, also eher ein Fluss als ein See. Das Wasser ist relativ ruhig, es weist nur kleine Kräusel-Wellen auf, ist aber unnatürlich tiefschwarz und atmosphärisch bedrohlich trotz der fast glatten Oberfläche. Die Szene erinnert an den Kanal in E-Stadt und gerade im Atmosphärischem an die „Prüfungen“ durch meinen unmittelbar vorgesetzten Vorfahren in meiner Vorschulzeit als pseudo-autistischer Vierkäsebreit. Etliche Prüfungsträume der letzten Jahre spielten in dieser real vorhandenen, aber im Traum mehr oder weniger verfremdeten Landschaft um den Oder-Spree-Kanal in E-Stadt. Aber auch schon in meiner Vorschulkindheit hatte ich viele Alpträume in dieser Kulisse, die damals oft an der Schleuse spielten.

Ich beende den im Wortsinn ausweglosen Traum durch bewusstes Erwachen; Prüfung nicht bestanden, logisch…

Den größten Teil auch des heutigen Traumgeschehens habe ich „vergessen“. In einer Szene sitze ich mit sieben oder acht Männern auf einer der beiden sich gegenüber stehenden Bänke in einem dieser Fluggeräte, wie sie in unzähligen Games und SF-Filmen für den Transport von Sondereinsatzkräften benutzt werden. Haha. Seltsamer Weise tragen mehrere Männer nur lange Unterwäsche. Hihi. Seit dieser Szene geht die Frage in mir um, an wen in meiner Kindheit mich diese coole Lady erinnert. Ich bin dauernd dicht davor, komme aber nicht darauf.

Dieser Traum wird beendet durch Pochen oder Klopfen wie an eine Tür. Das ist insofern seltsam, als diese Art Wecken fast ausschließlich erfolgt, wenn ich in eigene Traumbilder zu gleiten drohe, wie sie jeder im Halbschlaf oder im Einschlafen generiert, nicht in gestellte Szenen, die Prüfungen enthalten. Der Hinweis auf das Bestehen oder nicht Bestehen dieser Prüfung erübrigt sich.

Over and out, yeah… *hüstel*

Tüten kleben“ traumhaft umgewertet. – Nebst sittlich festigender Monologik!

14.12.2012

Ich bin auf dem Weg, der genau gegenüber dieser Adresse zwischen der nicht nur meiner unmaßgeblichen Meinung nach architektonisch durchaus reizvollen Schule und der ehemaligen Kita in der Engelsstraße beginnt bzw. endet und gleichzeitig bin ich in einer Wohnung.

Vor mir liegt ein Kleinkind in einer dieser Papiertüten, wie sie etwa für Backwaren oder dergleichen verwendet werden. Es ist im humoristischem Wortsinne ein Kleinstkind. Das Kindchen grient mich dermaßen lieblich an, dass ich sagen würde, ich wäre am Schmelzen, wenn das nicht schon wieder courths gemahlert wäre.

Dann ist das Kind weg; ich habe wieder irgendwie die Prüfung nicht bestanden. Ich halte jetzt Antragsformulare in der Hand, die ich ausfüllen muss, um die Versorgung des Kindes sicherzustellen. Auch dabei mache ich irgend etwas falsch. Es wird nicht ganz klar, was es ist; klar ist aber wiederum, dass ich die Prüfung nicht bestanden habe. Wieder kam es nicht zur Ausbildung einer hinreichenden Bindung an eine Person oder eine Tätigkeit.

Ich wiederhole zum wiederholtem Mal, dass das Erzeugen einer derartigen Bindung bereits seit Freud ein Ziel aller Therapie darstellt. Ich wiederhole zum wiederholtem Mal, dass ich mir gestatte, dies bei „gelenkten (Prüfungs-)Träumen“ mindestens seltsam zu finden. Ich wiederhole zum wiederholtem Mal, dass ich keine Chance habe und sie deshalb nutze.

Dann ist plötzlich mein Vater in einem Nebenraum und jammert gegenüber einem Kollegen bzw. Genossen der VP-Bereitschaft, weil er seine Tochter geschlagen hat. Er hat nicht Mitleid mit dem Mädchen oder spürt Reue, er bemitleidet sich selbst.

In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, hatte mein Vater zumindest bis 1999 keine Tochter.

„Stehe ich“ für die Tochter? – Das ist eine der Grunderfahrungen meiner Kindheit, dass ich nie wirklich genügen kann, weil ich nie wirklich eine Tochter sein werde. Folgerichtig waren zahlreiche meiner Partnerwahlversuche bzw. „Partnerwahlversuche“ und zumindest zwei Partnerschaften bzw. „Partnerschaften“ wesentlich bestimmt von mehr oder weniger unbewusster Geschwister-Rivalität. Der andere Antrieb in allen Partnerwahlversuchen und Partnerschaften bzw. „Partnerwahlversuchen“ und „Partnerschaften“ war der völlig unbewusste Wunsch, doch noch von der Mutter Abschied nehmen zu können. Meine Auserwählten haben dementsprechend erdrückende Portionen Seelenmüll abbekommen.

In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, war meine Mutter eines Tages „einfach weg“. Ich war damals neun oder zehn und ihr Verschwinden hat mich scheinbar völlig unberührt gelassen. Womöglich hing das auch damit zusammen, dass sie schon vor ihrem körperlichem Verschwinden emotional kaum anwesend war, worauf mein Jahre lang praktiziertes Schaukeln hinweist. Das ist typisch für autistische oder verwahrloste Kinder; meine Mutter war aber in der Wohnung anwesend.

Auch hier war ich übrigens bereits, zynisch gesprochen, entgegen dem Mainstream, denn häufig ist der Vater „verschwunden“ in diesen unseren postmodernen Familien. Es geht mir auch nicht darum, Eltern die Schuld zu geben! Die sind ja selbst seelisch unterernährte Kinder, siehe und höre unter anderem den mehrfach erwähnten Betz.

Das geht immer weiter, von Generation zu Generation und durch alle „politischen Systeme“ hindurch… – ???

Was ich hier schreibe, „gehörte in die Therapie“. Warum war es da nicht oder nur in kläglichen Ansätzen? Es liegt an mir! Nicht „sichtbar geworden“! In der Tiefe nicht erreicht im Sinne Ammons! Therapieresistenter Psychopath! Wann werde ich endlich weg gesperrt???

So weit ein paar neue Schmonzetten vom Nabel der Welt – häff fann!

„Schnee-, Schnee-, Schnee-, Schnee-Walzen schanzen hier!“ – Ich auch Star, Dr. Bohlen!

13.12.2012

Heute hier zunächst nichts aus Träumen, aber Traumhaftes aus dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Wieder einmal ist die Heizung ausgefallen, und das bei deutlichen Minus-Graden.

Das war ja schon im vorigen Winter für ca. zwei Wochen, und das bei nachts bis zu minus 14° Celsius. Ich habe zum mindestens fünften Male den Hausmeister zu erreichen versucht und ihn nicht erreicht. Aber eine Mitbürgerin aus dem „Hinterhof“ versicherte mir, dass im ganzen Gebäudekomplex die Heizung aus wäre. Was mich in den seltenen Zustand der Sprachlosigkeit versetzte, war der Ton, in dem diese Mitteilung erfolgte. Ein Ton zwischen heiterer Schicksalsergebenheit und fernöstlicher Gelassenheit auf einem höherem Level der Erleuchtung. Das verstehe ich sehr gut! Man ist hier in der lebenswertesten Stadt der Welt – da kann es keinen Heizungsausfall geben, basta!

Ich kann nicht anders, ich muss als alter Stasi denunzieren, verzeiht mir, terrestrische Hominiden! Melden tue ich es nicht, aber aufschreiben muss ich es! Dienstgrad und Name, oder ich schreibe Sie auf! Kleiner Scheißer macht Welle, man kennt das. Halt Wende verpennt, kann man nix machen.

Zum Thema „Das kann es gar nicht geben!“ gibt es eine hübsche Geschichte. Ich bitte das kompostige Wort „hübsch“ zu entschuldigen; ich bin leider ein bisschen ausgestorben. Auch ist mir durchaus klar, dass es zum Thema sicher etliche Geschichten gibt; diese aber kenne sogar ich.

Es ist eine authentische Geschichte, nicht nur eine urban legend. Jemand meldet an das Service-Center von Rolls-Royce oder einem ähnlichem Edelauto-Hersteller, dass sein Wagen mit einem Achsenbruch oder dgl. in der Landschaft herum stände. Auch diesbezüglich kann ich mich altersbedingt sowohl als auch störungsspezifisch nicht mehr genau erinnern; ich bitte um Entschuldung.

Auf diese Meldung hin wird ein Hubschrauber mit einem Serviceteam durch halb Europa gesandt und der Schaden wird in relativ kurzer Zeit behoben. Als ihn nach einigen Wochen noch immer keine Rechnung erreicht, meldet sich der axial Geschädigte neuerlich im Service-Center, da er mit einigem Recht annimmt, dass er allein für die Flugkosten Einiges an gängigen Zahlungsmitteln wird hin blättern müssen. Die lapidare Auskunft aus der Zentrale aber lautet Sinn gemäß, die von dem Mann gemeldete Reparatur wäre den firmeneigenen Rechnungshöflingen nicht bekannt und einen wie den von ihm gemeldeten Schaden könne es bei diesem Wagen gar nicht geben.

Chch. – Das ist Public Relation, mehr oder weniger geschätzte mehr oder weniger Abwesende! Aber ein altes Ding, nicht wahr – wer Kohle hat, bei dem vermehrt die sich auf schier wunderbare Weise wie von selbst. Wenn ich zu blöd bin, ein erfolgreicher Vorsichtsrataufsitzender zu werden, ist das voll mein Ding, Mann! Übrigens war der eigentliche „Erfinder“ der Public Relation ein Zirkus-Besitzer aus den Staaten, was ja für sich spricht. Postmoderne schööööööön!!! „Tu Gutes und rede öffentlich darüber!“ Wenn Du nämlich unöffentlich und unausgeprochen agierst, dann kriegst Du noch ordentlich Eine über gebrezelt!

Natürlich weiß ich, dass ich der geborene Werbe-und-PR-Texter bin; ja ja, ich weiß auch, dass ich ’nur Durchschnitt!‘ bin! Thx, Frau Dr. Weltgeistin! Aber was soll ich in der Werb… – in der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation?

Nun aber wieder zurück zu einer Art Thema. Die schreiberische Disziplin des Schreibers lässt durchaus zu wünschen übrig. Ich belle trist!

Jedoch bin ich zwar an allem schuld und habe bald auch die erste Autobombe fertig usw., aber ich kann nichts für die mittelkürzlich von e.on erreichte Schieflage. Echt nicht! Dafür sind die Herrschaften in den, Klischee-Alarm, Nadelstreifenanzügen verantwortlich. Außerdem hier natürlich Sachzwänge wirken dürften, wie Politiker sagen würden. Usw. Yeah! Come on! Lets go on the Börse! Lets make Reibach!

Ich hatte da angerufen, hochenergetisch. Das Frollein in der Hotline hat mich darauf hingewiesen, dass ich am Monatsende den Zählerstand ablesen und den dann mit irgend einem anderem Wert vergleichen müsste. Altersbedingt sowohl als auch störungsspezifisch habe ich es nicht ganz verstanden. Ich frage mich nämlich manchmal schon, wofür ich monatlich 55 Euro abdrücke. PC und Kühlschrank laufen, mehrfach am Tag nutze ich den E-Herd für die Zubereitung von Kaffee und kargen Mahlzeiten einer Universal-Marginal-Person und dann ist täglich ein paar Stunden jeweils eine Lampe an. Das ergibt doch nie und nimmer 55 Euronen!

Aber irgendein in diesem Kontext nötiger Antrieb war bei mir noch nie vorhanden. „Der Junge hat keinen Stolz!“, wie Muttchen bereits zu meiner Zeit als Vierkäsebreit lamentierten. Eigentlich ist mir das Wurscht, obwohl mir rational klar ist, dass es mir nicht Wurscht sein sollte. Außerdem gehe ich auch nicht wirklich gern im wörtlichem Sinne in den Keller, weil ich im metaphorischem Sinne längst im Keller bin. Zum Lachen oder Husten jedoch suche ich die Kammer auf und zelebriere Kammerflimmern!

Ansonsten nix Neues im fossilem Traumland. Irgendwelches Geknutsche war heute wieder. Die üblichen Zerreißproben bei Schlüpfer-Gummis halt. Mit Frollein in den Schlüpfern drin – ich bin kein Fetischist, diesbezüglich! Nicht bestanden, wie ebenfalls üblich.

Insgesamt und überhaupt aber ist mein Leben ein traumhaftes zu nennen, deswegen dieses Posting in diesem Blog! Häff fann!

PS: Ich sehe meiner Ausweisung aus Bayern gefasst entgegen!

Neuerliche Begegnungen der mindestens dritten Art

12.12.2012

Wieder bin ich in einem dieser typisch traumhaft mehrere Gebäude gleichzeitig darstellenden oder beinhaltenden Häuser. Unter anderem gehe ich durch einen Gang dieses Gebäudes. Dort habe ich von der vierten Klasse bis zum ersten Halbjahr der zehnten Klasse unter jener Gattung der rezenten Hominiden hospitiert, die man gemeinhin „Schüler“ nennt.

Unter der erwähnten terrestrischen Spezies ist es seit Jahrhunderten üblich, Halbwüchsige in der Blüte ihres Lebens über Jahre hinweg werktags in so genannte „Klassenräume“ zu sperren, um sie einer so genannten „Bildung“ teilhaftig werden zu lassen. Paradoxer Weise mehren sich jedoch die Fälle, in denen derart Unterwiesene auch nach zehn Jahren nicht richtig lesen können usw. Vermutlich handelt es sich hier um Dialektik; meine Forschungen halten an und ich sende nach wie vor meine Berichte an mein Command Center. Ich würde jedoch nach der Abschaffung der Wehrpflicht für die Abschaffung der Schulpflicht plädieren wollen, was vor allem eine weitere Verringerung von Schusswechseln zur Folge hätte.*

Wählt mich, ich führe Euch herrlichen Zeiten entgegen! Aber auch das nur wieder am Rande und nebenbei.

Selbst als depressiver Staatsfeind komme ich jedoch nicht umhin wahrzunehmen, dass zwar nicht Vertreter führender Klassen, sehr wohl aber Rechnungsführer führender Kassen das Haus glanzvoll runderneuert und dabei sogar Schmuckelemente wie die an der Wand des Haupteingangs berücksichtigt haben. Geht doch! Alles wird gut! Aber auch das nur wieder am Rande und nebenbei.

Auf der rechten Seite des Ganges ist die Tür zu einem Raum offen, der, wieder in dieser Traum typischen Weise, gleichzeitig mehrere Räume beinhaltet. Unter anderem handelt es sich um eines der Treppenhäuser der ehemaligen Schule und um den kleinen Saal über dem Haupteingang. Der Raum enthält zahlreiche Utensilien eines Kunstmalers wie Paletten, Staffeleien usw., die aber nicht sinnvoll aufgestellt, sondern lieblos abgelegt sind. S. steht in dem Raum, ein, sagen wir, Kumpel. „Jeder hat die Freunde, die er verdient!“, was allerdings natürlich gewissermaßen „in beide Richtungen“ gilt.

S. spricht mit einem weiterem Anwesenden, den ich nicht erkenne, aber wohl auch nicht kenne. S. äußert Sinn gemäß, alles würde wieder wie üblich verlaufen, was sich offensichtlich auf mich bezieht. Er hat mich wohl entgegen meinem erstem Eindruck zumindest aus den Augenwinkeln wahrgenommen.

S. konkretisiert dann auch, was er mit „dem Üblichem“ meint. Der Sohn würde vor dem Vater sterben, wobei „Sterben“ im übertragenem Sinne gemeint ist; im Sinne seelischen Todes, bei dem der einzigartige Entwurf in jedem Menschen endgültig stirbt. In jedem von uns wird ein Jesulein gekreuzigt usw., wie zum Beispiel auch Frau Danz Sinn gemäß anmerkte. „… wir zeugen keinen Sohn/der eine kleine Jesus, am Kreuz, der reicht mir schon!“ Diplomphilosoph Werner Karma verdient Hochachtung dafür, dass er eine ganze Rockgruppe als Sprachrohr eines echten Philosophen zu nutzen vermochte! Dann fügt S. hinzu, worüber ich schon im Traum lachen muss, er würde es ja auch so halten, aber er hätte keine Zeit zum Sterben. Muahaha!

Diese Szene machte vielleicht 20% des heutigen Traumgeschehens aus; alles Andere habe ich vergessen.

Aber es hatten auch neuerlich quantenmechanische Sperenzchen statt. Einmal kam nach dem Erwachen wieder ‚Huhu?!‘ Wahrscheinlich wieder Frau geb. Montag aus der Prignitzer Prairie, die „erscheint“ immer, wenn ich mit dem Schreiben auch nur ’n bisschen ernst mache, denn unter anderem das soll ja durch den Budenzauber vermieden werden.

Außerdem erfolgten per Mental-Funk Rückmeldungen zu meinem gestrigem Beitrag, wie etwa ‚Banal!‘ oder ‚Dilettant!‘ Die letztere Rückmeldung übrigens erfolgte schon des Öfteren und ich vermute, dass sie von diesem Herrn „gesendet“ werden könnte. Mit einiger Sicherheit weiß der selbst nichts davon, aber es handelt sich eben um eingefaltete Strukturen, die im Verborgenem miteinander kommunizieren. Vielleicht sollte ich wirklich nach Sibirien ziehen, ich würde dort sicher ’ne Anstellung als Hilfsschamane bekommen. Hier bin ich ’n Irrer. Alles eine Frage des Kontextes! Merkwürdige „Hallus“ aber, wie schon -zig Male von mir angemerkt. Sie enthalten meist sogar mehr als nur dieses berühmte Fünkchen Wahrheit. Ich weiß das ja alles, ich bin ja so schlau! Ich mache aber trotzdem weiter. „Die fanatische Bosheit des Spießers“, Dr. K. Marx.

Ich bin Lucifer, der gefallene Engel! Ich war schon einmal auf der anderen Seite, im Licht und Glanze des Herren; sein Name sei vorsichtshalber gepriesen. Daher weiß ich wirklich, was Einem entgeht hienieden, und bin deshalb besonders gefährlich!

In diesem Sinne – häff fann!

* Auch das habe ich übrigens wieder nicht nur als blöden Joke gemeint. Im Zuge der weiteren digitalen Vernetzung werden sich aber ohnehin entscheidende Änderungen von selbst ergeben und sie sind zum Teil schon im Gange. Aber – psssst! Schlapphut liest mit!

Nix Neues vor den Festen

10.12.2012

Heute war ich mehrfach im Knast. Eine nicht bestandene Prüfung bestand darin, dass mir jemand eine große Apfeltorte mit Decke kredenzte. Das ist zwar nicht typisch für den Justizvollzug, aber im Traum geht alles. Ich habe denjenigen im übertragenem Sinne weg geknallt. Womöglich war es auch eine Sie, ich kann mich nicht mehr erinnern. Mit einer anderen Sie aber habe ich heftig geknutscht. Sie hatte, glaube ich, das, was Dr. Feuchtwanger „leckere Magerkeit“ zu nennen pflegte. Der Mann kannte sich aus, höhö! Diese Übung hatte aber wohl nicht mehr in gesiebter Luft statt. Im Knast war dann noch etwas mit Ausgang. Ich bin im Wortsinne irgendwie „ausgeschert“. Nicht bestanden, wie üblich.

Letztens hatte ich im Traum ein Treffen mit zahlreichen Mitglieder des Stammes der Ammoniten. Die Häuptlingin wandte sich mir gar freundlich zu. Voll schwul, Alter!

(… zumindest eine Blog-Freundin könnte ahnen, welches Buch ich gerade lese… aber man wendet sich zunehmend von mir ab… das verstehe ich sehr gut; ich bin auch enttäuscht von mir… im Übrigen bin ich „allein gegen alle“ in meinem Element, sowohl persönlichkeits- als auch störungsspezifisch…)

Kurzum – symbolische Wunscherfüllung für Schizos allenthalben. Und – was im Traum ist, muss nicht mehr aus agiert werden! Muahaha.

Ich wiederhole nur, womit ich regelmäßig intensiv attackiert wurde. Nix für ungut, sorry! Das ist was ganz Altes, bringen Sie das in die Gruppe! Die Ansage ist voll unkorrekt, Mann. Es sollte heißen „was ganz Frühes“. Humanontogenetisch, nicht wahr?!

Chch. – häff fann!

Alles weg

05.12.2012

Eigentlich logisch! Aber nach dem ersten Erwachen kam ‚Huhu?!‘ Eine meiner zahllosen Hypothesen zum „Budenzauber“ – vernetzt sind die Mädchen, Girls, Frauen, Weiber, Ladies, Damen usw. Jeder Traum wird von einer Vertreterin der rezenten terrestrischen Hominiden gesendet. Ja ja, Theoriebildung als typisches Symptom der Störungen des schizoformen Spektrums! Die dem gestrigen Traum entsprechende Szene kam übrigens am gestrigen späten Abend in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre.

In letzter Zeit habe ich auch immer wieder den Gedanken, dass das, was ich „Budenzauber“ nenne, zumindest zum Teil dem entsprechen könnte, was viele „Gott“ nennen. Das auch nur wieder ganz am Rande und nebenbei.

Gestern kam wieder etwas von “arbeitsscheu und asozial“. Ich weiß aber nicht, ob das „real“ war oder „Mental-Funk“; ich hatte Kopfhörer auf. Ich habe seit vielen Jahren in meinen Wohnungen fast immer Ohropax oder Knopfhörer in den Ohren. Bitte weitersagen! Ich bin seit vielen Jahren an der wirklichen Wahrnehmung des im Grundgesetz verankerten Rechtes auf Unversehrtheit der Wohnung gehindert.

Auch wenn das für viele Leute wieder gruselig klingt, bin ich überzeugt, dass dieses völlig in den geistigen Raum eines Anderen hinein schlüpfen können wie in „Avatar“ in den nächsten Jahrzehnten möglich sein wird. Erfolg versprechende Ansätze dazu gibt es bereits. Dann wird solches Gewäsch wie die eben oben erwähnten „Rückmeldungen“ schlagartig aufhören. Das Lehrvideo „Eine halbe Stunde im ‚Innenraum‘ eines ‚Unterschichtlers'“ wird ein Bestseller. Herr Sarrazin beendet seinen Ausflug in die Weltliteratur und leitet ein Kinderheim für Kopftuchmädchen. Usw.

Mann, das wird cool! Wie viele Energien werden da für sinnvolle Beiträge frei gesetzt, die jetzt für dieses dämliche Gekläffe verplempert werden. Wenn wer mit seinem Job nicht zufrieden ist, dann soll er sich doch ’n anderen suchen und mich in Ruhe lassen. Meine Lebensaufgabe ist es, meinen Vater bestrafen zu wollen, indem ich seinem verfehltem Leben noch eins drauf setze und mich in Jobs abseits aller Fähigkeiten und Träume usw. kaputt rackere. Diesbezüglich habe ich es bereits weit gebracht!

Diese zwei „Klassen“ waren ja auch oder gerade im realen Sozialismus zu beobachten. Die, die einigermaßen sicher im Rahmen der in ihrer Sozialisierung erworbenen Konditionierungen lebten und die, die da raus gefallen oder geworfen worden oder daraus geflüchtet sind. Das veranschaulichen auch die vielen autobiografischen Berichte vor allem in den letzten zehn Jahre der DaDaeR, in denen es um Leben nach einer schweren Krankheit, einem Unfall, der Geburt eines behinderten Kindes usw. ging. Plötzlich stimmte nichts mehr. Das Krasse an diesem Herausfallen aber ist, dass man den in Sicherheit zurück Gebliebenen kaum für diese nachvollziehbare Mitteilungen über die eigene Zustandsänderung zu machen vermag. Ganz zu schweigen von den in Staatssicherheits-Ghettos Eingelullten, die den Schutzraum für Traumatisierte und ihre Kinder mit Sozialismus verwechselten.

Na ja – is‘ vorbei! Ich habe jedoch keineswegs die Wende verpennt! Wie mehrfach bemerkt, bin ich vielmehr dabei, die Abdankung des Kaisers zu verarbeiten.

So weit die aktuellen Meldungen vom Nabel der Welt – häff fann!

Von wegen Spießbürger – es reicht nicht einmal für den Dönerspieß…

04.12.2012

Neu! Auch der „Budenzauber“ enthält nun paradoxe Intervention!

Ich stehe vor einem riesigem Laden, in dem sich unter anderem ein Kebap-Haus befindet. Fast der gesamte und allerdings sehr breite Bürgersteig ist voll gestellt mit Obst- und Gemüse-Stiegen- und Paletten. Die Szene hat etwas von einem morgenländischem Basar. Ein sich in der Manier eines Kindes, das mit dem Feuer spielt, aus dem rechten Fenster lehnender Bürger hat im Bahnhofsviertel von M das Wort „Klein-Istanbul“ benutzt. Ich aber finde das cool! Achtung, Klischee-Alarm – da ist sprudelndes, pulsierendes buntes Leben, ach. Außerdem bin ich schon aus Prinzip Kopftuchmädchen-Fan, weil ich Onkel Thilo zum Knutschen finde. Ich wollte das hier nur courths an mahlern!

Dann bin ich in diesem Kebap-Haus. Es scheint sich gleichzeitig um eine Küche zu handeln, in der Döner-Verkauf in großem Maßstab vorbereitet wird. Auf dem Tresen oder der Anrichte oder dgl. vor mir liegen kleine Berge von klein gehacktem und geschnittenem Gemüse; Salat, Tomaten, Paprika. Ich liebe es! Hat mal jemand Brechbohnen-Büchsen á 500 Gramm in dreistelliger Anzahl geöffnet? Ich ja! Als Küchendienst-Sprutz in einer Großküche der NVA, im Felde ungeschlagen. Man nimmt eine Axt und schlägt in die Büchsendeckel Schlitze in Form von drei Seiten eines Rechtecks und biegt dann die so entstandene Lasche auf, um den Inhalt der Büchse auszuschütten. Etwa bei Büchse 50 wird dann auch klar, warum die Dinger Brechbohnen heißen. Jahaha, auch der Humor kam nicht zu kurz in unserer sozialistischen Landesverteidigung! War nicht alles schlecht, echt!

Aber ich schweife ab, altersbedingt sowohl als auch störungsspezifisch. Hinter der Anrichte stehen vier oder fünf Staatsbürger türkischer Herkunft. Ich hoffe im Interesse der Verringerung des Verwaltungsaufwands des Verfassungsschutzes, dass diese Formulierung menschlich und politisch korrekt ist. Ein junges Mädchen mir gegenüber grient mich an. Ich bin halt ’n lustiger Typ!

Etwas Ähnliches ist mir schon einmal in Big B passiert. Ich wanderte wieder einmal durch X-Berg und fand alles Mögliche, nur nicht das Gesuchte. Allein an diesem ohne alle Ironie erstaunlichem Laden muss ich mehrfach vorbei getappt sein. Egal, jedenfalls lief ich da über einen größeren Platz und kreuzte den Weg eines etwa 20jährigen Mädchens mit Kopftuch und Migrationshintergrund, das mich über alle Backen angriente. Ein normaler Mann hätte jetzt angefangen zu baggern, dass die Hochbahn in der Skalitzer gebebt hätte. Schon wieder pulp fiktioniert, diese Formulierung, aber ich bin halt trivial, auch oder gerade als dilettantischer- bzw. onkelhafter Au-Tor. Ich war nach der Wahrnehmung dieses lieblichen Gegrienes sprachlos. Ein Zustand, in den ich innerhalb eines Jahrzehntes mehrfach gerate. Wunscherfüllung für Schizos – die Welt ist plötzlich freundlich! Da musste etwas dahinter stecken!

Übrigens habe ich damals mit einem Türken zusammen als Verkäufer auf seinen Marktständen gearbeitet. Seine Frau hat ihm jeden Tag riesige Fresspakete* und Thermoskannen voll des besten Kaffees mitgegeben, den ich je in meinen Gierschlund zu praktizieren Gelegenheit hatte. Der gute Mann, der auf mich wie eine Mischung aus dem Teilzeit-Chassiden Dr. R. und Papa Ernest wirkte, kredenzte mir das edle Gebräu regelmäßig in einem rotem Becher. Dies mit der Begründung, ich wäre doch Marxist. Sehr witzig! Der Job hatte aber echt was Unterhaltendes! Unter anderem haben wir auch auf dem Markt in Strausberg gestanden. Der Marktleiter hatte einmal erwähnt, dass wir nach dem Dönerwagen und dem Obst- und Gemüsestand den besten Umsatz hätten. Dort wohnten aber sozusagen in Schussweite unzählige Generäle und Stabsoffiziere der NVA, im Felde ungeschlagen. Viele ehemals landesverteidigend Werktätige und deren Familienangehörige haben schon gekiekt, wenn sie dachten, es kiekt Keiner, wenn mein Chef sich im November und Dezember an einem Wasserhahn hinter dem Markt seine Füße wusch und gen Mekka zu beten begann.

Sein Bruder hat Islamwissenschaft studiert und war Vertreter einer, sagen wir, etwas ernsteren Spielart dieses Glaubens. So weit wieder zu meiner Paranoia! Dr. Freudlos würde jetzt mühelos interpretieren, dass ich im Unbewussten wünsche, mit einem Sprengstoffgürtel um meine mageren Hüften das Kanzleramt zu stürmen. Voll korrekt, Mann!

Aber ich schweife ab, altersbedingt sowohl als auch störungsspezifisch. Auch das habe ich schon gesagt, altersbedi… – okay, okay!

In meinem Traum wird schnell klar, dass die in diesem Kebap-Haus arbeitenden Türken Stress haben, weil ein Mitarbeiter gekündigt hat. Ich bilde mir nun ein zu „springen“, indem ich sofort nachhake, ob ich den Job haben könnte. Ich merke aber schon im Traum, dass etwas nicht stimmt. Mein Vorpreschen ist nicht „echt“. Ich weiß ja, dass dieses „Springen“ gefordert wird auch oder gerade in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Nach einem Witz, den Einer der Türken reißt und den ich vergessen habe, obwohl ich im Traum darüber lachen muss, kippt die Atmosphäre abrupt ins Bedrohliche. Die Kebap-Hersteller blicken sich bedeutungsvoll in die Pupillen. Es läuft wieder diese Art nonverbale Verständigung, die ich nicht verstehe. Minuten lang herrscht Schweigen nach eben noch ausgelassener Stimmung. Ich spüre, dass ich unerwünscht bin und möglichst schnell verschwinden sollte. Dieser dinosäuerliche Typ von janz weit draußen wollte sich wieder in eine Gruppe mogeln. Geht gar nicht, voll schwules Ding, Mann! Prüfung nicht bestanden.

In einem weiterem Traum laufe ich einen Hügel hinauf, auf dem ein kleines Haus steht. Die Szene spielt in einer überaus belebten Landschaft, die an Eisenbahnbauszenen bei Mama Leone erinnert. Hunderte Leute hämmern, klopfen, graben auf einer etwa Fußballfeld großen Fläche ohne einen einzigen Baum. In dem Haus lege ich mich angekleidet in eine Wasser gefüllte Wanne und pinkle genüsslich in die Hosen. Eines der großen Themen überhaupt – Loslassen! In dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, habe ich jedoch keineswegs ins Lotterbett gestrullert. Mir ist auch keiner abgegangen. Ohnehin arbeiten meine Drüsen mittlerweile altersbedingt etwas behäbiger. Auch muss, was im Traum ist, nicht ausagiert werden. Eine Grundregel der Behandlung unserer gefährlichen Frühgestörten. Wussten Sie das, Herr Dr. Dr. Bartholdy? Kleiner Scherz am Rande, nicht wahr!

Ein Hinweis auf das Bestehen oder nicht Bestehen dieser Prüfung erübrigt sich wiederum. Aber diese paradoxe Prüfung im Kebaphaus erinnert mich an Rückmeldungen per Mental-Funk wie ‚Jetz spielta wieda Schizo!‘

Die Hoffnung stirbt zuletzt, ha! Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass ich irgendwann irgendwie heraus komme aus dieser „Schleife“ in Prüfungsträumen und in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Im Moment favorisiere ich den schon angedeuteten Erklärungsversuch, dass welche vertuschen wollen, was da 1986 abgegangen ist. Ich soll seit über 26 Jahren irgendwo zwangsgelandet werden, in einem Job und/oder einer Beziehung.

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass alle diese Filme und Serien, in denen ähnliche Manipulationen dargestellt werden, viele Jahre nach dem Beginn des Budenzaubers anliefen.

Wenn etwas dran ist, ist es dran. Außerdem ist es eine uralte Sehnsucht der Menschen, auf einer mentalen Ebene vernetzt zu sein. Ja ja, another Verschwörungstheorie, harharhar! Ich verstehe, dass Leute darüber lachen, ich würde es gern auch. Zudem habe ich das Problem, dass ich auf den ersten Blick pathologisch erscheinende Symptome häufig nicht mehr von den Zeichen der weltweiten geistigen Transformation zu unterscheiden vermag, die mit der so genannten Wende augenfällig wurde. Womöglich ist aber auch mein Gedanke nicht voll daneben, dass das, was Jahrhunderte lang als Psychose wahrgenommen wurde, gar keine Krankheit ist, sondern Ausdruck einer geistigen Situation, die eben erst in der Gegenwart adäquat dieser Transformation ist.

Wie auch immer, es wird noch schlimmer! Ich habe viele Jahre lang vielen Mitgliedern des Freudes-Kreises Anna Lyse Ohren ab gekaut in Versuchen nachvollziehbarer Darstellung des „Budenzaubers“ und das Ergebnis tendiert gegen Null. Demnach werde ich mich allein durch wursteln. Ich kann das, ich bin viel stärker, als ich dachte. Ganz abgesehen davon, dass Ottilie Normalverbraucherin an meiner Stelle schon Dutzende Male auf die Bretter gegangen wäre. Das ist keine Angeberei, zumal mir dieser Tatbestand erst in den letzten Jahren bewusst wurde. Außerdem und vor allem – was könnte ich mit der in diesen sinistren Abläufen gebundenen Energie alles schaffen! So muss oder sollte oder könnte man die Dinge doch sehen, fuck!

In diesem Sinne beende ich hier die neuesten Meldungen vom Nabel der Welt – häff fann

* Das Wort wird nicht als Fehler angezeigt, was ich mir wieder als interessant wahrzunehmen erlaube…

Knutschen auf dem Hof und Ballern im Camp

03.12.2012

Wieder einmal bin ich in Hütte, wie originell! Landen, Ankommen, nach Hause kommen. Ich stehe nach einer kurzen Story etwa hier auf dem Hof, und zwar in inniger Umarmung mit einer dunkelhaarigen Frau. Ich kenne sie weder im Traum noch in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Hatte aber was! Ich bin doch noch nicht völlig senil-schwul. Dennoch fehlt wieder etwas, um die Situation abzurunden, zu vollenden. Wie mehrfach gesagt, hat das ein bisschen was von der Vollendung der Gestalt in der Gestalttherapie. Nicht bestanden, logisch.

Der vorhergehende Traum ist ganz weg. Der nachfolgende spielt auf einem Kompanieflur. Ich bin Reservist, habe aber den Status eines Unsichtbaren. Ja ja, Wunscherfüllung! Eben sind Rekruten eingetroffen und sollen auf die Zimmer verteilt werden. Die Szene spielt sich aber entgegen allen Klischees ab, ohne Brüllen und Toben über „neues Material“ begeisterter Feldwebel usw. Wären nicht die Uniformen, könnte man annehmen, es handele sich um Einstellungen in einer neuen Filiale einer routiniert arbeitenden renommierten Firma.

Der Gang erinnert mich schon im Traum an ein reales Gebäude, das mir aber auch im Wachen nicht einfällt. An einem Ende sind Toiletten und Waschräume für Männer und Frauen, obwohl Frauen im Traum nicht vorkommen. Die Türen sind vollständig mit Aluminium verkleidet. Am anderen Ende des Ganges ist eine kleine Halle, offenbar eine Art Schießstand. Das riesige Fenster in der Richtung, in der geschossen wird, ist völlig verhängt mit Tarnnetzen, verklebt mit Stanniol und ausgefüllt von einem gewaltigem transparentem Touch-Pad, wie es in „Minority Reports“ benutzt wird oder in der FBI unterstützten Folge von „Castle“.

An dieser Traum typisch eigentlich nicht Vermischbares vermischenden Wand steht ein Feldwebel oder Offizier, der eine Waffe erproben will. Es handelt sich um eine Maschinenpistole etwa dieser Art, die aber noch bestückt ist mit zahlreichen High-Tech-Zusätzen. Womöglich ist die Halle eine Art Testlabor. Kurz bevor der Schütze abdrückt, betritt ein Offizier den Raum und fragt eher verwundert als verärgert, wieso ich in dem Raum wäre. Ich bin selbst im Traum belustigt von meiner spontan heraus platzenden Antwort, ich hätte mich angesprochen gefühlt. Nabel der Welt usw. Der Schütze wird von meiner Ansage förmlich geschüttelt vor Lachen. – Over and out!

Tja… Das wirkliche Leben ist im Traum. In den Träumen ist die atmosphärische Weltwahrnehmung, wie sie vor dem Großen Bruch 1986 war. Oft ist sogar die Wahrnehmung der Kindheitslandschaften intensiver als in der Kindheit, als wäre im Traum die Kindheit ohne Frustrationen, Defizite und Deprivationen. Der Bereich aber, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, ist ein peripherer Huschreiz und kann vernachlässigt werden.

Bürger, werdet aktiv, der Irre muss raus!

In diesem Sinne – häff fann!

Fällt er in den Graben, stressen ihn die Knaben

02.12.2012

Natürlich ist das ein beliebtes Motiv in Prüfungsträumen, ein Fahrzeug an ein Ziel führen zu müssen. Am deutlichsten erinnere ich mich an diese Geschichte, in der ich einen LKW über einen Waldweg lenke, mit dem ich auf die parallel verlaufende Hauptstraße fahren soll und es natürlich nicht packe. Das ist ja nun denkbar eindeutig, auf die Hauptstraße zurück kommen. Diese war aber nur eine von vielen Prüfungen mit Motorrädern, Autos, Booten und Flug-Geräten. Vermutlich werde ich tatsächlich mein Leben lang diese Prüfungsträume erleben und nie bestehen. Na, und? Nicht halb so schlimm wie MS oder Alzheimer! Das habe ich nicht zynisch gemeint.

Heute bin ich geritten. Ich sitze auf einem Tier und meine Fußspitzen erreichen aber immer wieder den Boden. Erst denke ich, ich sitze auf einem dieser Haflinger, auf denen ich tatsächlich aussehe wie Don Quichotte als reitendes Fragezeichen. Dann stelle ich fest, dass der Kopf der meines Katers ist. Das Reittier legt ebenso den Kopf nach hinten wie Herr Ramses Kabelbeißer, wenn er ein paar Streicheleinheiten extra wünscht. Diese Bewegung des Kopfes können Pferde wahrscheinlich gar nicht ausführen, aber im Traum geht alles.

Ich habe einen längeren Weg zu bewältigen und den Rückweg über dieselbe Strecke. Teilweise ist der Weg eine Vorstadtstraße, teilweise ein ländlicher Wald- und Wiesen-Weg. Ich schaffe es zwar hin und zurück, aber irgend eine Teilaufgabe habe ich nicht gelöst oder dergleichen. Prüfung nicht bestanden.

Dann etwas mit einem Studentenheim. Ein fröhliches Frollein führt mich. Ich bin schon im Traum fasziniert vom Kontrast zwischen dem strohfarbenem Haar und den schönen großen braunen Augen. Irgendwie falle ich wieder aus dem Kontakt heraus, verliere gar den Sichtkontakt. Ich will wieder etwas „nachsehen“ oder „erledigen“. Ich stehe beim Verlassen des Hauses mit einem Mal in einer sich in weitem Bogen erstreckenden Straße mit Gründerzeitbauten. Die Atmosphäre erinnert mich an die Rheinsberger Straße in Berlin, in der ich einmal vertretungsweise Zeitungen zugestellt habe. – Prüfung nicht bestanden.

Dann eine Premiere – Frau Dr. Anna Lyse erscheint in meinem Traum. Zu spät! Ich soll ein Buch übergeben wollen. Die Szene spielt zum Teil in der Schule, an der ich von der Vierten bis zur Zehnten lernte. Gleichzeitig ist der Raum eine Art Lesesaal, an dessen einer Wand sich über Dutzende Meter ein Schreibpult erstreckt. An dem Pult stehen lauter junge Männer. Old Ron packt es natürlich nicht. Bei der „Zielperson“, der ich das Buch geben soll, steht Dr. Anna Lyse. Sie ist gleichzeitig erheitert, aber auch deutlich unbeeindruckt von meinem Gebaren. Ich brülle sie an, „knalle sie weg“. Ein Hinweis auf das Bestehen der Prüfung erübrigt sich.

Bla.

Häff fann!

Wie man Zeitungen nicht befördert, selbst aber trotzdem befördert wird. Und so weiter!

29.11.2012

Ein Stützpunkt für Zeitungszusteller, in für Träume typischer Weise gleichzeitig der in Hütte und noch ein weiteres, mir unbekanntes Gebäude. Frau Weltgeistin – das bringt doch aber nichts mehr! Ich habe vor neun Monaten als Briefkurier aufgehört und habe mich von diesem letztem Ringen um den Titel „Held des lumpenproletarischen Knuffens“ nicht erholt. Es schmerzen immer noch Gelenke und Muskeln an Stellen, wo ich keine Gelenke und Muskeln vermutet hätte. Der so genannte „Normalbürger“ wäre bei der Kur oder dgl., weswegen ich auch erst einmal das Joggen eingestellt habe. Aber wie gesagt, für Angehörige der Unterschicht ist dergleichen nicht relevant! „So ist das Leben!“ und man muss sich zusammen reißen usw. Bla bla bla!

Ich soll den Chef geben und unter anderem ein etwa 18jähriges Geschwisterpaar in den Zustelljob einweisen. Ich falle aber wieder aus der Situation heraus und entwickle nicht die offenbar jedermann außer mir geläufigen adäquaten Reaktionen usw. Es springt gar Herr Ramses Kabelbeißer in den Lagerraum für die Zeitungspakete, ha! Das geht ja nun gar nicht, Prüfung nicht bestanden! Das geht aber seit 26 Jahren und ich bin gespannt, wie lange das noch geht.

Davor bin ich in einem Schlafsaal mit zahlreichen Doppelstockbetten. Es könnte der ehemalige Saal in diesem Haus gewesen sein. Wie Francis richtig bemerkt, kann jederzeit alles über uns herein brechen. Wie ich mehrfach bemerkte, halte ich es für bezeichnend, dass diese im ursprünglichem Wortsinn Weltanschauung ausgerechnet in einem Unterhaltungsroman dargelegt wird.

Aber das nur wieder am Rande. Allein, auch ich rechne ständig mit allem und bin fast ständig unter Spannung. Halt ein Spanner, harhar! Ich bin aber vor allem, harhar, gespannt, wann es mir die Gefäße zerreißt, denn diese Spannung erlebe ich schon seit den letzten Jahren im Elternhaus. Allerdings war ich damals zumindest körperlich jung und hatte den freien Bereich des Lesens. Vom Schlag getroffen wird, wer anders nicht mehr aus der Spur zu werfen ist.

Plötzlich ändert sich dieses schwer in Worten zu erfassende Atmosphärische der Szenerie. Ich bin jetzt in einem Schlafsaal der israelischen Armee. Ich bin beim Betten bauen. Mein Bett ist das obere eines der vielen Doppelstockbetten. Schon im Traum bin ich positiv überrascht, das ich mich nach fast 30 Jahren an das auf messerscharfe Kante Legen der Bettwäsche usw. immer noch erinnere. Einer der umstehenden Soldaten, die mir zusehen, macht eine Bemerkung über entspannende, immer schneller ausgeführte rhythmische Handbewegungen, was natürlich hämisches Gelächter auslöst.

Erst viele Jahre danach ist mir klar geworden, was mein märchenhaftes Stiefmütterchen mit Anspielungen in dieser Richtung meinte. Die war offenbar überzeugt, ich würde mir einen nach dem anderem vom Kolben pumpen, rubbelnder Weise. Dabei habe ich erst bei der NVA, im Felde ungeschlagen, zufällig entdeckt, wie beim Manne richtig was abgeht. Ich bin halt in jeder Beziehung ein Frühentwickler! Zudem war das Erlernen auch dieser Übung männlich zupackender Alltagsgestaltung von Angst angeregt. Es gab einen Feldwebel mit der Spezialität, sich beim Stuben-Durchgang über die von Pollutionen hervor gerufenen Flecken in Laken zu amüsieren. Er nannte sie „Landkarten“, harhar.

Dann macht ein anderer der umstehenden Soldaten im Traum eine weitere Bemerkung, über die alle zwar nicht wieder hämisch, aber dennoch herzhaft lachen. Jetzt nehme ich auch wahr, dass die Männer Offiziere sind. Eine Prüfung! Der Prüfende bezeichnet mich als „Aluf“. Muahaha! Im Wachzustand ist mein Englisch bullshit und im Traum verwende ich nicht alltagssprachlich geläufige hebräische Vokabeln*. Gehirnforschung ist das große Ding, da kommt noch einiges zu auf die rezenten terrestrischen Hominiden! – Ich muss allerdings zugeben, dass ich es keineswegs ausschließen möchte, in einem der zahllosen Paralleluniversen Generalstabschef zu sein.

Ein Hinweis auf das Bestehen oder nicht Bestehen dieser Prüfung erübrigt sich…

So aber vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind, amen! Bzw. – häff fann!\

* Viele Insassen dieser unserer Postmoderne kennen und verwenden Worte zumindest hebräischen Ursprungs, meist, ohne dessen gewahr zu werden, wie etwa „Schlamassel“, „meschugge“, „Guten Rutsch!“

„Nicht bestanden“ wäre geschmeichelt…

26.11.2012

Zweimal bin ich an einen Ort zurück gekommen, an dem ich eine Aufgabe zu erledigen hatte und nicht nur, dass die Aufgabe hinfällig war, sondern auch sozusagen das „Szenenbild“ und die „Requisiten“ hatten sich völlig verändert. Einmal kam ich in einen rundum gekachelten Raum zurück, in dem ich etwas als Küchenhilfe und Tellerwäscher zu erledigen hatte. Ich sollte abwaschen oder gesäubertes Geschirr weg stellen oder etwas in dieser Art. Inzwischen war der Raum aber leer geräumt und eine kleine, mollige Frau wischte den Boden. Ich hatte Schuldgefühle und äußerte sie auch, weil ich wieder zu spät gekommen war und dementsprechend die Aufgabe nicht bewältigt und die Prüfung nicht bestanden hatte. Die Frau lächelte aber freundlich und bemerkte sinngemäß, dass das alles nicht so schlimm wäre usw.

Dieses mein Herausfallen aus der Situation, aus dem Kontakt, aus dem Geflecht der Beziehungen, Rücksichten und Abhängigkeiten ist überaus typisch für diese „Prüfungsträume“.

Vor allem aber entspricht es auch den Abläufen in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Ich schere aus auch oder gerade im wörtlichem Sinne, indem ich z. B. aus Angst, ich könnte etwas übersehen haben oder verpassen, an anderem Ort etwas überprüfe usw. Wenn ich dann in die Ausgangssituation zurück kehre, ist natürlich alles abgegessen. In der Nacht zu heute wurde dieses nervende Grundprinzip besonders deutlich.

In dieser von mir mehrfach erwähnten für Träume typischen Weise stellte auch dieser gekachelte Raum gleichzeitig mehrere Räume dar. Hier waren es eines dieser älteren Wartehäuschen des ÖPNV mit einem Zeitungs-, Tabakwaren- und Lotto-Kiosk, dann eine Gaststättenküche und ein Fleischerladen. Schließlich hatte der Raum auch irgend etwas mit einer WG oder dgl. zu tun, er stellte eine Teeküche oder etwas in dieser Art dar.

Es ging offensichtlich wieder einmal um das Erzeugen einer wenigstens ansatzweisen Bindung an einen Job wie Tellerwäscher oder dgl.

Davor wurde ich von einem vor Lebenslust und Energie geradezu sprühendem jungem Mädchen im wörtlichem und im übertragenem Sinne an die Hand genommen und sozusagen in Vollzug einer Konfrontations-Übung aus der Isolation in Menschenmassen hinein geführt. Ich erinnere mich an einen sehr großen Speisesaal mit etlichen Dutzend langen Tischen mit jeweils 20 bis 30 Gemeinschaftsessen Essenden. Ziemlich sicher handelte es sich um einen Kibbuz-Speisesaal, allerdings eher einen historischen aus der Hoch-Zeit dieses Gemeinschaftsversuchs.

Natürlich habe ich an dieser Stelle geradezu Panik entwickelt, und zwar bezeichnender Weise, trotzdem die Essenden, die mich wahrnahmen, dies deutlich freundlich taten. Ich flüchtete nicht nur aus der Situation, sondern durch Erwachen aus dem Traum.

Das Mädchen war übrigens rothaarig. – Vermutlich ein typisches Beispiel für symbolische Wunscherfüllung für Schizos…

Weibliche Wesen dieser Art haben mir schon zeitlebens Angst gemacht. Ich entsinne mich, bezeichnender Weise, an eine Episode der Begegnung mit einem derartigem Wesen, als ich mit etwas 12 auf dem Weg zur Kaufhalle war. Das etwa gleichaltrige Mädchen, dem ich in unregelmäßigen Abständen immer wieder unerwartet begegnete, sang mir unvermittelt ein eben von ihr gelerntes Lied vor. Am liebsten wäre ich im Boden versunken. Das ging doch nicht! In aller Öffentlichkeit einfach laut singen! Was sollten denn die Leute denken! „Kiek mal der Junge da, der hat ’ne kleine Freundin, die voll einen an der Klatsche hat!“

Gefühle, Gedanken, Neigungen, Kontakte, Bindungen usw. usf. mussten doch bitteschön geheim bleiben!

Kurzum, man sieht wieder einmal, dass auch ein Spießer nicht vom Himmel fällt. Aber trotz meines mindestens innerlichen Davonstehlens aus derartigen konkreten Situationen hatte ich auch oder gerade immer die Sehnsucht, derartige in Büchern und Filmen poetisch überhöht dargestellten Situationen erleben zu dürfen. Wahrscheinlich ist das wieder Dialektik! Wieder einmal wollte ich das Unmögliche möglich machen, indem ich gleichzeitig Betrachtender und Handelnder zu sein wünschte.

An dieser Stelle wird wieder klar, dass mein Bohren im Bauchnabel nicht nur solches ist, weil gerade diese kleinen, „banalen“ Erlebnisse nicht selten über meine Person hinaus weisen dürften. Einen eben getippten Satz wiederhole ich hier bewusst mit einer teilweisen Hervorhebung durch Fettdruck. „Gefühle, Gedanken, Neigungen, Kontakte, Bindungen usw. usf. mussten doch bitteschön geheim bleiben!“ Dies müsste doch im Kontext DaDaeR stutzig machen, geheim. Warum „mussten“ Gefühle, Gedanken, Neigungen, Kontakte, Bindungen usw. denn geheim bleiben? Wann und wo und wie hatte man es denn als zumindest schmerzhaft oder kränkend erlebt, Gefühle, Gedanken, Neigungen, Kontakte, Bindungen usw. offen und öffentlich zu äußern? Sich zu zeigen und gesehen zu werden?

Ja ja, das ist wieder „Psycho-Club“, schon klar – ich höre schon auf!

Beim Abiturball hat sich ein etwa 16jähriges Mädchen, das ich noch nie gesehen hatte, an meinen Tisch gesetzt und nach wenigen belanglosen Worten, mit denen sie sich aber keineswegs wirklich vorstellte oder dgl., mein Steak zu verzehren begonnen. Wie gesagt – das mit dieser Art weiblichen Wesen zieht sich als schrill bunter Faden durch mein Leben…

(… muahaha…)

So weit wieder der tägliche neun mal klug Schiss – häff fann!

Dörfer aufbauen mit Wettermachern

14.11.2012

Eine Spiellandschaft, wohl aus den Siedlern. Einer dieser Plätze, die mit einer Art Moos bewachsen sind. Fruchtbare Plätze, auf denen man Bauernhöfe errichten kann. Ein Auftrag, den ich wieder nicht erfülle, weil ich „ausschere“. Die Spannung entweicht ergebnislos, weil ich aus den Zusammenhängen heraus falle oder gehe.

Vor mir sind drei Herren, die wieder jeweils mehrere Personen verkörpern. Einmal handelt es sich um diese fantastischen Drei, dann ist einer der Männer Wilhelm Reich. Selbst als im Sinne Reichs schwer Gepanzerter muss ich schon im Traum grinsen.

Ansonsten alles „vergessen“. Und – natürlich alles nicht bestanden…

Fest steht jedoch natürlich, dass das Fossil im Unbewussten das Rathaus in Hütte zu besprayen wünscht. Oder so, chch. Ich habe ja schon damals um 1978 nach der Jugendweihe meiner Stief-Cousine, die immer so süße Höschen drunter hatte, die Fahnen vor dem Rathaus herunter zu holen versucht. Der ödipale Konflikt wurde nicht hinreichend bearbeitet! Im Auge behalten, den Mann!

Ich befürchte, dass dieses im Auge behalten im Zuge sich selbst erfüllender Prophezeiung bereits statt haben könnte. Des Öfteren habe ich vor mich hin gebrabbelt, ich würde die Montag umbringen wollen. Ich meinte natürlich die aus der Prignitzer Prärie, die mir 86 vor der Nase herum gehuscht wurde. Die hat wahrscheinlich bis heute nicht kapiert, dass es damals nicht ganz mit rechten Dingen zuging. Ottilie Normalverbraucherin aber könnte annehmen, der Irre würde Heidi Montag meinen! Von deren Existenz weiß ich aber erst seit einigen Monden, chch.

Ich erwähne das deshalb, weil es mir über meine dürftige Person hinaus von Belang erscheint. Offenbar sind tatsächlich viele Leute nicht mehr in der Lage, die Außenwelt sozusagen „unmittelbar“ wahrzunehmen. Die Wahrnehmung funktioniert nur noch mittels aus Medien, insbesondere dem Fernsehen, entnommenen Mustern. Dies scheint mir, wie eben oben gesagt, über meine Person und ihre Verstrickungen in den Wahnsinn hinaus mindestens interessant.

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

Manchmal frage ich mich doch noch, was der Budenzauber soll

05.11.2012

Vermutlich ist das sogar positiv, denn das heißt ja auch, dass ich noch nicht aufgegeben, mich noch nicht dem Budenzauber ergeben habe…

Zum Beispiel kam im Laufe der letzten Stunden mehrfach der „innere Zuruf“ per Mental-Funk ‚Jetzt will er wieder hier bleiben!‘ Dabei bin ich gerade heftig dabei, wieder einmal die Rahmenbedingungen meines Seins und Wesens zu ändern. Ich drücke das so verschwiemelt pseudo-poetisch aus, weil ich hier wieder in magisches Denken verfalle. Was ausgesprochen ist, ist erledigt auch im Sinne von kaputt. Das ist idiotisch, aber ich bleibe jetzt dabei. Ich darf das – ich bin schizotyp!

Dergleichen Rückmeldungen über ein immaterielles Internet haben etwas von Koans. Das berühmteste oder jedenfalls bekannteste Beispiel für einen Koan ist wohl diese Anekdote, in der der Meister den Schüler mit einem Stock zu schlagen droht, wenn der den Stock „Stock“ nennt und wenn er ihn nicht „Stock“ nennt. Die – ha! – Prüfung ist ein Dilemma, für das es keine direkte Lösung zu geben scheint, denn was der Schüler auch sagt, es ist immer falsch. Mehr noch, es setzt in jedem Fall Hiebe!

Die Lösung ist eine Lösung auf der Meta-Ebene, siehe Watzlawick et. al. Im konkreten Fall ist auf der Sachebene augenfällig keine Lösung möglich und die Meta-Ebene ist die Beziehungsebene. Das heißt, die Lösung könnte z. B. sein, dass der Schüler dem Meister den Stock weg nimmt und ihm vielleicht gar Prügel damit androht. Zugegebenermaßen ist Letzteres in den Schilderungen dieses Beispiels nicht direkt in dieser Weise ausgeführt, aber es wird hoffentlich klar, um was es geht. Auch finde ich, die Meister-Verprügel-Phantasie hat einfach was. Muahaha! Ganz tief drin bin halt auch ich ein gewalttätiges Männchen, Schwanz ab! Sorry!

Aber zurück zum Thema! Ein großer Teil meines „Budenzaubers“ besteht aus solchen Koans. ‚Will nich abeitinn, will nich abeitinn!‘. Würde ich jetzt auch nur die Site der ARGE-Jobbörse aufmachen, käme mit hoher Wahrscheinlichkeit die „Rückmeldung“ ‚Willa wieda arbeiten!‘ – Ich kann machen, was ich will, es ist immer falsch und wird fies abgewertet.

Der Ton, in dem dieses fortwährende runter Machen erfolgt, lässt sich schwer durch geschriebene Worte darstellen. Fest steht aber – das kenne ich! Und nicht nur ich! Viele Menschen dürften es als Kind erlebt haben, dass sie buchstäblich machen konnten, was sie wollten und es war eben immer falsch. Sie hatten für die Götter ihres Kinderhimmels nicht Fehler gemacht, sondern waren als Person grundsätzlich „falsch“, störend, fehl am Platz usw.

Das ist eben die Stelle, an der ich mich frage, ob diese mentalen Vorkommnisse tatsächlich nur mit Störungen der Hirnbiochemie zu tun haben. Man beachte bitte den Fettdruck! Ich streite ja gar nicht ab, dass derartige Störungen eine Rolle spielen. Aber ich stelle mir die Frage nach dem Primat. Diese Frage wird noch komplizierter durch den Kontext. In der Zeit der 68er war es schier Doktrin, dass solche geistigen Phänomene kulturell bedingt wären, durch Umwelteinflüsse in der Sozialisation usw. Heute scheint die Auffassung vorherrschend, dass diese Phänomene hauptsächlich „materiell“ verursacht werden, vor allem durch biochemische Fehlleistungen und Defekte. – Und was ist nun „richtig“?

(… alles… nur der Klient hat wieder die Arschkarte… sorry – es muss raus… ich muss es lernen, dergleichen in handhabbaren Portionen raus zu lassen… noch eine Entladung des Gefühlsstaus wie 2008 kann ich mir nicht erlauben… das war die Grenze…)

Immer wieder fallen mir auch diese „Prüfungen“ ein, die mein Vater mit mir als Vorschulkind veranstaltet hat. Die kamen immer aus heiterem Himmel, selbst, wenn ich mich bemühte, daran zu denken, dass sie kommen könnten und auf der Hut zu sein versuchte. Wir gingen in den Wald und urplötzlich wurde ich abgefragt, über die Namen von Vögeln, Bäumen usw. Die Fragen kamen in einem Ton, als wären diese Leistungskontrollen abgesprochen und als hätte ich Zeit zum Lernen gehabt. Das war natürlich mitnichten der Fall! Sehr häufig hatte ich auch das natürlich nicht formulierbare, aber deutliche Gefühl, mein Vater meine gar nicht mich, sondern produziere sich wieder einmal vor Abwesenden.

Egal! Warum aber werde ich seit 1986 von derartigen „Leistungskontrollen“ und „Prüfungen“ im Traum und in der so genannten Realität überflutet? Was habe ich getan, um in die Falle dieser endlosen Feedback-Schleife zu geraten?

(… is‘ nur ’ne rhetorische Frage… sieht so schön literarisch aus, wie sie da steht… chch…)

Tja… na ja… ich will es für heute hierbei belassen… ist eigentlich auch nur ein Ersatz für die Nacherzählung meiner Träume, die heute nicht erfolgt, weil ich wieder alle Träume „vergessen“ habe…

In diesem Sinne – häff fann!

Jede Menge Gänge durch jede Menge Gänge

04.11.2012

Tuuuuut! – Am Ende wieder dieses fast Verschwinden in einem Traumbild und geweckt werden durch Hupen… Wer hat sich das ausgedacht?

Aber war ja auch nett! Ich bin im Gang eines barackenartiges Gebäudes und plötzlich strömen aus den Räumen zahllose Leute um die 20 hervor. Einer der jungen Männer, den ich auf Studentenwohnheim anspreche, erzählt aber irgend etwas mit evangelischer Kirche. Vielleicht ist das Haus eine Jugendherberge. Das Merkwürdige ist, dass die jungen Leute mir alle offen und freundlich entgegen kommen. Davon kann in der so genannten Realität selten die Rede oder Schrift sein. Aber ich verstehe das, weises Fossil, das ich bin! Der Herr Dino sind ein wenig sonderbar. Eben schizotyp! Das Energieerhaltungsgesetz der Sozialökologie wirkt hier wieder. Als ich so alt war wie die Leute, die sich über Leute wie mich amüsieren, habe ich mich über Leute wie mich amüsiert.

Auch dieses Epimilligramm habe ich bereits mehrfach angebracht. Aber erstens finde ich es selbst ziemlich cool, Mann, und zweitens – merkt ja eh‘ Keiner. Höhö. Hoffentlich wird aber wenigstens hin und wieder klar, dass mein zynischer Schabernack immer auch seelischer Selbstrettungsversuch ist…

„Ach!“ (Prof. von Bülow).

Davor bin ich durch Räume geirrt, die in dieser für Träume typischen Weise gleichzeitig mehrere Räume aus der Realität darstellen. Hier ist es der Verwaltungstrakt der E-Städter Gaststätte „Club am Anger“, ein Treppenhaus der ehemaligen „Erich Weinert“-Oberschule und ein Treppenhaus des E-Städter Krankenhauses. Ich soll wieder irgendwohin und muss etwas erledigen. Ich packe es nicht, die Situation wird nicht vollendet und ich falle wieder aus ihr heraus. Prüfung nicht bestanden…

Davor ist eine junge Frau immer wieder an mir vorbei gestrichen, die halblaut gebrabbelte Selbstgespräche führt. Sie sucht einen Gang oder Ausgang oder hat etwas verloren. Das amüsiert mich schon im Traum ein bisschen, aber ich kann ihr auch nicht helfen, da sie sich im wörtlichem und im übertragenem Sinn dem Kontakt entzieht. Mehrfach versuche ich ihr zu folgen, aber dann ist sie verschwunden.

Und davor schließlich eine Szene in einem riesigem Einkaufszentrum, noch halb Baustelle. Wahrscheinlich ist das wieder eine Prüfung zum Herstellen einer emotionalen Bindung an den Job Bauarbeiter. Ich hangele mich an einem Kabel oder dergleichen herunter und das Kabel reißt. Zwar komme ich unten heil an, habe aber die Hülle und die Kabelseele in der Hand. Ich bin auch hier schon im Traum erheitert, weiß aber gleichfalls schon im Traum, dass ich die Prüfung nicht bestanden habe.

Dann noch allerlei, dass ich „vergessen“ habe.

Was ist ein erfolgreicher Künstler? – Ein erfolgreicher Künstler ist jemand, der das in diesen Träumen aufscheinende Rohmaterial in der so genannten Realität zu verwerten vermag. Alles andere ist nebensächlich! Ja, es scheint sogar, und ich hatte das schon mehrfach angesprochen, dass nach dem wie eben angedeutetem Durchbruch der Verwertung Erfolge auf anderen Ebenen sich geradezu zwangsläufig einstellen würden, auch oder gerade auf der materiellen Ebene. Wie auch schon gesagt, habe ich bei meinen Internettigkeiten mehrere Beispiele dafür gefunden.

So weit wieder die Theorie!

Bla.

(… ich bin unrockbar, aber durchaus fähig zur Teilhabe an der Steigerung des Bruttosozialprodukts… bitte warten – Sie werden platziert… aber wie lange dauert das nun noch… meine Güte, ist das ’ne schwere Geburt… aber ich gebe doch die Hoffnung nicht auf, noch vor meinem Ableben geboren zu werden…)

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

Beinahe hätte der Schreiber gelesen

02.11.2012

Ich bin in einem dieser wirklich alten Cafés oder Kneipen, die ich liebe. „Wirklich“, weil alles mit Holz verkleidet ist, das schon vor vielen Jahrzehnten angebracht wurde. Man sieht nirgends pflegeleichte Plastik, auf nostalgisch gemacht. Wieder ganz selbstverständlich habe ich „Plastik“ geschrieben, nicht „Plaste“. Anbiederung an die Wessis, wäh! Furchtbar! Chronische Chamäleonose (morbus zelig)„Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf!“, Christian Morgenstern. Ich bewege mich wie Truman Burbank durch inszenierte Wirklichkeit. Der hat aber am Ende den Studio-Ausgang gefunden.

Harhar. Lustich!

(… äh – der Film kam 1998 raus… mein Budenzauber läuft seit 1986… nur, um diagnostischen Schnellschüssen wieder einmal vorzubeugen… unser Histrionischer in seinem Rollenspiel usw….)

„Ich lass mich nicht vom Weg abbringen, deidideldumdei! Ich lass mich nicht vom Weg abbringen, deidideldumdei! Ich lass mich nicht vom Weg abbringen, deidideldumdei!“

Usw.

(… abseits des Weges wäre ich wieder der kleine Junge, der im Wald stehen gelassen wird vom Gott seines Kinderhimmels… ein übles frühes Muste, in der Tat… aber die rationale Einsicht nützt mir nichts… harharhar… lustich…)

Natürlich ist mir auch klar, dass es übliche Abwehr- und Widerstandsmechanismen sind, die mich wieder einmal Tage lang meine Träume haben „vergessen“ lassen. Ich wollte das hier nur am Rande erwähnt haben, falls da oben doch Einer sitzt mit dem Großem Klassenbuch.

(… eigentlich, im Unbewussten, war mir immer klar, dass ich nach dem Ende der Schulzeit abstürzen würde… von der Vierten bis zur Zehnten bin ich gewissermaßen mitgeschleift worden, obwohl ich eigentlich gar nicht mehr wirklich da war… „Wir waren doch damals schon Rentner“, sagte dieser Klassenkamerad… ich, nicht wir… in der Abiturstufe ging dann gar nichts mehr, bis auf Theater- und Singegruppen… demzufolge ich auch leistungsmäßig abgestürzt bin… die Army hat mich ein bisschen gerettet… Zauberwort „Gruppe“, wie üblich… hierauf ging es bergab… haha… Ende des im Bauchnabel Bohrens… es ist aber nicht nur solches… ich trage auch etwas aus, ich stehe für verbreitete Entwicklungen… in gewissem Sinn und Ausmaß bin ich ein Sozialcharakter… ob ich will oder nicht… ich kann aber gar nicht gesehen werden, nicht einmal in der besten Therapie, wenn ich ein Tabu-Thema verkörpere… wie zum Beispiel die Vertriebenen-Traumata in der DaDaeR… und damit wird auch klar, dass das keiner hören oder lesen will… bla…)

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

Neues aus den Höh(l)en und Tiefen

29.10.2012

Fürstenberg! Fürstenberg!!! Wie originell! Mal „nicht direkt“ Hütte, aber eben immer das Leitmotiv „Landen, Ankommen, nach Hause kommen“. Ich soll, will und muss zum Bahnhof. Wie oft in diesen seit einem Vierteljahrhundert gesendeten Prüfungsträumen kann ich mehrfach Anlauf nehmen, um einen Auftrag zu erledigen. Es klappt aber nicht, ich schere wieder aus, verfehle den Weg usw. Prüfung nicht bestanden.

Dann etwas mit einem PC-Game, das in einem riesigen System unterirdischer Gänge spielt. Diese Szenerie erinnert mich schon im Traum an die sich selbst errichtenden Höhlensysteme der Tok’ra. Genau – chch.

Am Ende eines Ganges habe ich ein Rätsel zu lösen. In der in die Höhlenwand geritzten Zeichnung einer Art archetypischen Weltenbaums steckt eine Botschaft, deren Entschlüsselung mich im Leben entscheidend voran bringen könnte. Da der Baum mit hebräischen Buchstaben beschrieben ist, beinhaltet er wohl auch Aspekte des ebenfalls archetypischen Lebensbaumes.

Trotzdem ein junger Mann mit Schläfenlocken mir hilft, gelingt mir die Entschlüsselung nicht – Prüfung nicht bestanden.

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

PPS: Wo ist diese rege Phantasie in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre? – Es ist zum ruckartigem Umkehren der Transportrichtung der Speiseröhrenperistaltik! Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, geboren werden zu können, bevor ich sterbe.
PPS: Obwohl ich das Konzept der Archetypen kannte, habe ich nicht daran gedacht, als ich 1998 oder so einen Weltenbaum „gemalt“ habe. Da kam was von ganz unten hoch. Ach. Hat keiner gemerkt! Wie auch – ich war ja in Therapie. Harharhar.

Hintertreppenromantischer Traum-(Kolpor)Tagebucheintrag

28.10.2012

Genau, jetzt schreibt er wieder seine Träume auf! Gut, dass ich das rückgemeldet bekomme, ich würde sonst gar nicht wissen, was ich tue. Ich bitte meinen Zynismus zu entschuldigen. Auch ’n leerer Spruch, klingt aber gut! Aber ich sehe keine Möglichkeit, mich gegen den Budenzauber zu wehren. Wie gesagt, liebe diplomierte Im-Grunde-Gar-Nichts-Wisser, Neuroleptika und dgl. verspeist Ihr bitte selbst…

(… überhaupt wieder diese Sprüche kurz nach dem Aufwachen… per Mental-Funk, meine ich… normaler Weise wäre ich längst in der Geschlossenen usw…. ich bin in der Geschlossenen… die trage ich mit mir herum, die bin ich selbst… im Gegensatz zu Ottilie Normalverbraucherin kann ich nur die zahllosen Kompensationsmöglichkeiten nicht nutzen, die diese unsere Postmoderne bietet… so weit der virtuelle Morgen-Klugschiss…)

Die Leiche eines Kleinkindes schwimmt in einem Waschbecken. Es wird eine Zeitmaschine eingesetzt, um an den Punkt zurück zu kommen, an dem der Mord begangen wurde. Die Anwesenden, die alle irgend etwas mitnehmen dürfen, sollen und wollen, wandern durch die Zeiten und durch Wände usw., wie es von zahlreichen SF-Autoren beschrieben wird, vor allem von Lem. Die Erde dreht sich, während wir an einem Ort verharren, bis wir den angestrebten Zeitpunkt erreicht haben.

Ich halte den Kater in den Armen – den würde ich also auch auf die berühmte Insel mitnehmen. Um das zu erkennen, bedarf es wiederum keiner Mental-Gymnastik mit Anna Lyse. Plötzlich verwandelt er sich in eine bösartige Figur, in eine Art Teufel. Sein jetzt eher menschliches Gesicht ist mit dicken grünen Plättchen bedeckt, die wie Brocken einer nach dem Trocknen auf der Haut aufgerissenen Schlammschicht wirken. Schon im Traum denke ich an „Die Maske“ und „Das Ding“.

Der „Kater“ verhöhnt mich. Es stellt sich heraus, dass er der Mörder war. – Prüfung nicht bestanden, logisch…

Dieser Traum beinhaltet echte Horror-Elemente. Bei den bisher bloggender Weise von mir notierten Träumen könnte man sich ja immer fragen, was das denn solle, die wären doch alle recht nett, die Träume, und sogar lustich. Bla.

Natürlich ist mir klar, dass das tote Kind zumindest auch für das Kindliche, das Verspielte, das Kreative in mir steht. Ich trete es gerade wieder mit Füßen, indem ich z. B. sogar jetzt am Wochenende ehrenamtlich knuffen gehe… – Na ja: mucheln! Malochen! Dunnerlüttchen! Krieg ich ’n Küsschen?

(… das Bescheuerte ist – es macht ja auch Spaß… dieses nennen wir Dialektik… harhar…)

Und? Was habe ich nun von dieser Einsicht? Mir wird bei diesem Traum-Aufschreiben immer mehr klar, dass ich sehr wohl Phantasie habe. Nur – wo ist die im Wachzustand? Da schreibe ich nach wie vor Quasi-Spitzel-Berichte an den Großen Imaginären Führungsoffizier (GIF)!

Bla. Jammer, jammer…

Es ist noch viel „schlimmer“! Ich habe im Traum schon ganze Musikstücke komponiert. Wo ist das im Wachen? Nein, unser schizotypes Fossil spielt jetzt nicht klein Mozart, hahaha, süß! Es geht ums Prinzip – es geht um diesen kreativen Funken. Der ist das Wesentliche, nicht die Villa am Starnberger See bzw. die Edel-Proleten-Datscha in Wandlitz.

(… kann es sein, dass hier eine Quelle der Gewalt ist… nicht im Nicht-Besitz von irgendwas… harharhar – unser Arbeiterführer wieder, harharhar… außerdem gibt es auch hier diese vertrackte Dialektik, dass sich mit dem „Durchbruch im Kreativen“ in aller Regel auch anderweitiger Erfolg einstellt, auch materieller… durch meine Internettigkeiten habe ich jetzt schon ein Dutzend Beispiele dafür gefunden…)

(… vom Ansatz her ist das, was Dr. Bohlen & Co. mit ihrer Gruppentherapie machen, schon richtig und gut… nein, ich möchte nicht Star werden… ich möchte nur nicht als hochintelligenter und hochbegabter Hilfsarbeiter in die ewige Großgruppe abberufen werden… basta…)

Dann war noch etwas mit einer Treppe zum Dachboden. Diese Szene war „mit Örtlichkeiten überfrachtet“. Es war gleichzeitig die Dachtreppe in der letzten Wohnung in Eisenhüttenstadt, im Haus der ewigen Kindheit und in einer Großkommune im Süden, in der ich einmal eine Woche leibhaftig erschienen war. Einmal kommt der Hausmeister des Hauses der ewigen Kindheit herunter, dann eine Frau, die mich an ein Mitglied einer Gruppe erinnert.

Prüfungen nicht bestanden, logisch… Außerdem kann ich mich an höchstens ein Zehntel des Trauminhalts erinnern.

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

Kshefrtbrtkihdheruhkt? – Mjfeüdrfherööfnvdeüe!

27.10.2012

Was für ein bunter Unfug! Auch klar, dass ich immer mehr Traummaterial „vergesse“, desto mehr ich davon zu notieren versuche. Die Weltgeistin kann mich nicht ab! Er hat mich ausgespien! Usw. Das verstehe ich sehr gut! Ich rechne jederzeit mit allem…

Aber wieso „Travis“? Da kam was mit „Travis“… – Mache ich jetzt auch noch einen auf „Taxi-Driver“ oder was? Ich merke ja so was nicht, das muss mir gesagt werden. Dabei habe ich nicht einmal einen Führerschein.

Es ist jedenfalls einmal was Neues! Nicht der übliche Blödsinn, dass mir histrionisches Nachspielen von Rollen aus Filmen nachgesagt wird, die ich zu dem Zeitpunkt gar nicht gesehen habe. Harharhar. Allerdings habe ich „Taxidriver“ zwar gesehen, das ist aber lange her. Ich kann mich auch kaum noch an die angeblich kultige Handlung erinnern. Um ehrlich zu sein, fand ich das Teil auch nicht umwerfend. – Ich darf das, ich bin ein arroganter Fatzke!

Na ja, egal. – Etwas mit meiner letzten Ex. Wir liegen irgendwo herum, aber nur im Sinne der Nutzung eines Liegemöbels oder eines Badetuches. Mitnichten kommt es zu erotischen Auskultationen oder rhythmisch bewegten befruchtenden Begegnungen, die in anderen Umständen zur Arterhaltung beitragen. Sie erzählt etwas über ihr Buch und ich merke an, dass ich jetzt schon mehr als ein halbes Dutzend Leute kennen würde, die Bücher geschrieben hätten. Das trifft sogar zu in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Ich meine natürlich die schreibenden Blog-Freunde. Ich habe ja leider kein Talent, aber ich bewundere die Leute. Das behalte ich jedoch lieber für mich.

Dann erscheint ein nur mit einem Höschen bekleidetes junges Mädchen und steigt über uns drüber. Auch dies im allgemeinem Sinne, nicht im erotischen. Was das nun im Unbewussten zu bedeuten hat, will ich gar nicht wissen. Das Mädchen ist sexy und erinnert ein bisschen an die schöne Köchin Katrin. Ich gestatte mir, hierüber erheitert zu sein und hoffe, dies ist im Sinne europäischer Integration.

Dann eine grandiose Landschaft zwischen Fantasy und SF. Mein Vater wird erschossen. Wir liegen uns heulend in den Armen. Mit letzter Kraft rezitiert er ein offenbar selbst verfasstes längeres Gedicht. Den Inhalt habe ich vergessen bzw. „vergessen“. Ich weiß aber noch genau, dass ich im Traum das schier unheimliche Empfinden hatte, mein Vater hätte mich viel besser gesehen, als ich es je zu glauben gewagt hätte. Aber hier zeigt sich wohl wieder die berühmte Wunscherfüllungs-Funktion des Traums.

Haha.

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

Nach Tom Hanks nun auch noch Feuchtwanger in „Hütte“

24.10.2012

Ich bin auf dem Weg zum Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Gleichzeitig bin ich im idyllischen Wohnviertel- bzw. Achtel- oder Sechzehntel mit dem großem Haus am Hang. Das geht in Träumen, diese „Mehrfachbelichtung“. Ich hatte auch schon mehrfach darauf hingewiesen. In dem Haus habe ich 2008 einige Monde lang hospitiert. Schade, es hat nicht sollen sein. Ist ja eigentlich die Hütte in Hütte! Aber sie wurde beobachtet. Einmal wurde meine vermeintliche „Paranoia“ ad absurdum geführt. Ausgerechnet am Vorabend meines neuerlichen Auszugs in die böse kalte Welt hat mir ein Kollege die Story erzählt.

Da war ein im Dachgeschoss wohnender Mann mit irgend einer ihm nicht gehörenden Kasse durchgebrannt. Ich bin nachts aufgewacht und habe die security men, yeah, über das Haus und die Bewohner reden gehört. Wiederherstellung der Ausgangssituation der Störung. Lehrbuchreif! Ich bin mir jedenfalls sicher, dass die Leute, die 1986 in meiner Zeit in der Prenzlauer Berghütte unten standen, nicht vom Landwirtschaftsministerium waren. Damals aber habe ich mich lustig gemacht über Berichte von Telefon-Abhör-Aktionen der Stasi oder diese „Nachwuchspärchen“ in den Hauseingängen bei offiziellen Anlässen.

Habe ich die Geschichte erzählt?

Im Laufe eines Nachmittags ging mein Telefon nicht. Ich hatte ein Telefon, weil ich Schaltwart beim Fernsprechamt war! Ich war nicht beidastasi. Immer einmal wieder weiter sagen! Thx!

Ich habe dann etwas vor mich hin gebrabbelt wie „High-Tech, hähähä!“. Kurz vor Mitternacht erwachte ich in meinem unter dem Fenster stehenden Bett und musste unwillkürlich grinsen. Ich spürte eine Gegenwart oder etwas in der Art. Von konservativen Züchos würde das wieder als „typisches psychotisches Symptom“ gewertet werden.

In dem Augenblick, als ich meine heftige Erektion bemerke, kommt von unten vor der Tür heftiges übermütiges Gelächter einer Gruppe junger Männer. Einer ruft schier begeistert „High-Tech! Hähähä!“

Mit derartigen zunächst grotesken und dann zunehmend unheimlichen Erlebnissen hat der Budenzauber angefangen und nun laufe ich über ein Vierteljahrhundert ein bisschen wie Falschgeld durch die Gegend…

Das ist lustich! „Hat die Kennung verloren, der Typ, hähä!“, wurde denn auch von unseren sozialistischen Menschen rückgemeldet. Ach, war alles so kuschlig-menschlich! Auch kannten mich plötzlich alle möglichen mir völlig unbekannten Leute auf der Straße. Das lässt immer wieder den „irren“ Gedanken in mir aufkommen, dass diese ganze Aktion 1986 recht weit oben angebunden gewesen sein könnte.

Aber das alles nur wieder am Rande und nebenbei. ‚Es gibt kein Entkommen! Wir arbeiten weltweit! Das System ist perfekt!‘. Typische Rückmeldungen per Mentalfunk zu jener Zeit.

Im heutigen Traum begegne ich zunächst Dr. Lion Feuchtwanger. Wir umarmen uns innig. Schon im Traum habe ich das Gefühl, dass ich das wohl bloß träume. Dieser wäre ja dann wohl der Ritterschlag!

(… muahaha…)

Ich bin nicht der Erste, der den zunehmenden Wegfall von echten Initiationsritualen insbesondere an der Schwelle zum Erwachsenem beklagt. Das haben auch oder gerade universitätlich sozialisierte Soziologen bereits getan.

Das Problem besteht bei mir darin, dass diese Initiation von meinem unmittelbar vorgesetztem Vorfahren mit mir als Vorschulknaben „trainiert“ wurde. Das war, grotesk milde formuliert, der unpassende Zeitpunkt. Vor allem aber hat er das Ritual in denkbar inadäquater Weise vollzogen. Mit genau der seelischen Grausamkeit, die etwa Bode und Schmidbauer in ihren Büchern als typisch für die Kriegskinder ausführlich beschrieben haben. Er hat seine schwere Traumatisierung als Vertriebener und vermeintliche Vollwaise weiter gegeben. Er tat es unbewusst – und daher umso wirksamer.

Deshalb „das Kind“, geschätzter Teilzeit-Chasside Dr. R.! Ich kann nicht erwachsen werden, das wäre seelischer Tod. Aber das konnten auch Sie nicht wahrhaben. Das war außerhalb der Wahrnehmungsmuster. Der damalige Ober- und spätere Chefarzt hat dazu einige Worte gesagt.

Bla.

Dann treffe ich im heutigem Traum einen jungen Mann, blond und mit leichten pubertären Läsionen der Gesichtshaut. Er ist einer dieser Leute, gegen deren „magisch“-suggestive Kraft ich mich kaum wehren kann. Dieses mein sich nicht abgrenzen Können ist einer meiner bewussten Gründe für mein Extrem- Cocooning. Dann ist eben die Isolation meine Abgrenzung, basta!

Der junge Mann will mir offenbar zwei größere Münzen vermachen und feilscht heftig drauflos. Plötzlich verändern sich die Münzen und werden zu bei Nadelarbeiten verwendeten Fingerhüten.

Das könnte ein Tagesrest gewesen sein. Ich habe gestern an eine Bloggerin gedacht, die ihre Handarbeiten ins Netz gestellt hatte. Das hatte sich ergeben, weil ich nach neuen Bildern aus E-Stadt gegooglet habe. Eben aber stelle ich fest, dass die Bürgerin gestern Geburtstag hatte. Es liegt mir durchaus fern, jemandem zu nahe zu treten. Mitnichten fühle ich mich verpflichtet, die Bürgerin zu ehelichen usw.! Da sind sie nur wieder, die eingefaltenen Strukturen, die im Verborgenem kommunizieren. Wir nennen das Zufall oder Synchronizität. Yeah!

(… da hat er wieder was aufgeschnappt, der Achtel-Gebildete…)

Bla.

Prüfungen nicht bestanden – logisch…

In diesem Sinne: Guten Tag, fuck und häff fann!

PS: Ich kann kurz und knapp! Bisschen Papa Hemingway geben und so, chch. Mein Sternbild ist Chamäleon! Und? – Ist doch langweilig… Diese wohltönend schwingenden Satzperioden der Jean Paul, Fontane, Dickens, Thomas Mann aber dagegen! Ach! Aber wer will denn heute noch in diesem Sinne „Kunst machen“… Ich bin halt ein Fossil, das ist nicht therapierbar!

Von allerlei Kurven und Einfahrten

22.10.2012

Ausgezeichnet – Tram in E-Stadt. Das Übliche, Ankommen, nach Hause kommen, Landen! Vielleicht sollte man Herrn Mittal um die Herausgabe ausreichender Mengen gängiger Zahlungsmittel angehen, diesbezüglich. „So was Arrogantes, kleena Langzeitarbeitslosa, hattatattatattata!“

An dieser Kreuzung schert die Bahn zweimal aus, um in die Poststraße einbiegen zu können. Seltsamer Weise fährt die Bahn nicht auf Schienen, sondern auf der Straße. Ich hocke, kauere, klemme im letzten Wagen, der eigentlich nur aus einer Kabine besteht, in die gerade eine Person hinein passt. Noch kann ich ja als eher schmächtige Person gelten, trotz gewisser Wülstchen.

Der Wagen könnte eine freudvoll-träumerische Anspielung auf Tellkamps „Turm“ sein. „So was Arrogantes, kleena Langzeitarbeitslosa, hattatattatattata!“ Beim Schwenken um die Kurve wird meine Kabine, die bisher hinterher gezogen wurde, zur Spitze des Tram-Zuges. „Mehr, als ich zieh‘, werd‘ ich gezogen“ und „Mehr als gezogen, zieh‘ ich ins Land“; erste und letzte Zeilen eines Gedichtes von Mr. Mensching, der die Abkürzung „DaDaeR“ prägte.

Schon im Traum bin ich davon erheitert, dass ich eine Ziege in der Kabine mitführe. „Wir haben jetzt eine Ziege im Schlafzimmer!“ – „Und der Gestank?“ – „An den muss sich das Tier gewöhnen!“. Es könnte sich aber um diesen legendären Bock handeln, zudem ich auch an eine Anmerkung der Mitgliedin des Freudeskreises Anna Lyse M. denken muss, in den heilenden Hallen des Heiligen Josephs schier deklamiert. Frauen würden, was ihre körperliche Erscheinung anginge, ab einem bestimmten Alter entweder zu Kühen oder zu Ziegen. Dergleichen bekommt man nur im Freudeskreis Anna Lyse vermittelt, das gibt es nicht auf dem freien Markt!

Eine blonde Frau, die ich nicht kenne, die aber diese ruppig-burschikose Strenge einer Verantwortungsträgerin unverstanden allein auf verlorenem Posten draußen in der Provinz ausstrahlt, befreit mich aus der Kabine. Prüfung nicht bestanden, logisch! Die Frau entwickelt Mimik und Gebaren, die ausstrahlen sollen, dass es ja klar gewesen wäre, dass mein Ritt in der Kabine derart kläglich enden würde. Aber das wäre auch wieder nicht sooo schlimm! Mit anderen Worten die typische Feldwebelin, die wenig überzeugend das Ersatz-Muttchen zu geben versucht. Dazu scheine ich auch genau diese Art Frauen immer wieder zu animieren. „Das ist was ganz Altes, bringen Sie das in die Gruppe!“

Dann bemühe ich mich bei einem weiterem Ritt. In weit ausholenden, kraftvoll-genüsslichen Schwingungen hebe ich zweimal an, ein fröhliches Frauchen zu vögeln, einmal im Stehen neben einer Zimmertür und einmal im Zimmer auf einem Lotterbette. Es handelt sich um eine ehemalige Mitbewohnerin einer WG im Stammesreservat der Ammoniten, die mir einmal bei einem Spaziergang straff an den Arsch gefasst hat und dies ausgerechnet beim Passieren einer Baustelle. Es musste gleich in ganz M allen zupackenden Proletariern klar sein, dass der fossile Typ schwul sein muss, da er sich von Mordsbräuten an die Backen packen lässt und als einzige Reaktion die Brille zu putzen beginnt. Diese Interlecktuellen, halbes Jahr Tiefbau und Pumpe is‘ mit Fühlosophie, hohoho! – Wieder einmal aber sollten das Tier und der Superstecher in mir geweckt werden, der ich doch immer noch von heiter-sanften Mären mit melancholischen Maiden auf schottischen Hochebenen träume, ach…

Die befruchtende Begegnung ist mit einigen Schwierigkeiten verbunden, weil die Frau in allerlei Strickbekleidung eingepackt ist, in der ich mich verheddere. Auch trägt sie leider kein rosa Höschen, nicht einmal weißen Feinripp von VEB „Malimo“, sondern irgendein verwaschenes Teil. Dann steht das Bett, in dem wir zu Gange sind, plötzlich in einem großem Raum, der an eine Herberge erinnert. Auf dem Hof sind Leute unterwegs. Nur etwa zehn Meter gegenüber steht ein weiteres Herbergsgebäude, aus dessen Fenstern Leute unserer rhythmischen Arterhaltungs-Gymnastik zusehen können, was sie denn auch tun. Magisches Denken im Traum, indem alles, was ich als möglich denke, auch sofort geschehen kann. Da ich natürlich auch oder gerade im Traum ein Spießer bin, führt diese Feststellung zum Abschwellen aller Lust und beinahe spritzig angeschwollener Körperteile und die innige Verbindung wird getrennt und aus der Traum…

(… es wurden noch etliche weitere Traumszenen gesendet, von wem und wo auch immer, die ich aber vergessen habe, bis auf das Detail, wie üblich, dass ich alle Prüfungen nicht bestanden habe…)

Na ja, unrockbar! Aber ein paar rhythmisch schwingende Satzperioden sind doch immer machbar. „Diesbezüglich“, wie Frau Z. immer zu sagen pflegte. Rothaarig, wie erwähnt, aber doch auch mit diesen enorm ausladenden Hüften, die freudlos Freud-volle Kastrationsphantasien zwangsläufig generieren.

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

(… „Rote Rosen aus Athen“ is‘ ja wohl gerade nich‘ so der Hit…)

21.10.2012

Ich sage nicht, wer der Herr war, der mir mit einem Strauß roter Rosen entgegen kam. Im Traum, versteht sich, muahaha! Nein, nix mit schwul! Auch Männchen eigentlich ausgestorbener Gattungen wie der Schreiber dieser Niederschrift haben Probleme mit Nettigkeiten unter Männchen. Vielmehr ist das die einzige „Einstellung“ des Prüfungstraumfilmes, an die ich mich entsinnen kann. Ich habe zwar durchaus Papier und Stift neben meinem luderlosem Lotterbette liegen, aber breiten wir den Mantel der Eigenliebe darüber! Old Ron is‘ nich‘ mehr so elastisch. Langweiliger Vollständigkeit halber sei hier aber auch noch angemerkt, dass ich die Prüfung nicht bestanden habe…

Dann wieder EisenhüttenStadt. Das Übliche – Landen, Ankommen, nach Hause Kommen. Man muss, ich wiederhole das bewusst, keine mental-gymnastischen Übungen mit Anna Lyse von und zur Couch auf der Couch absolviert haben, um dieses „Bühnenbild“ zu deuten. Ich habe einen Arbeitsauftrag zu erledigen, der sowohl etwas mit der Tätigkeit eines Fernsprech-Schaltwartes zu tun hat, der ich ja tatsächlich einmal war, als auch mit Außendiensttätigkeit einer Versicherung oder dgl. Hier wieder diese traumtypische eigentlich unmögliche Gleichzeitigkeit! Ich hatte zudem letztens erwähnt, dass etwas mit Versicherung kommen würde. Es wäre, nebenbei bemerkt, eine realistische Möglichkeit, in diesem Leben noch irgendwie zu Potte zu kommen, wenn ich meinen Asseku-Ranzen schnallen und in die Welt hinaus ziehen würde als wie ein fescher Springinsfeld fürwahr.

Ich versage kläglich, erledige alle fünf Aufträge nicht. Am Ende sehe ich von einer Art Galerie herab auf einen Kollegen herunter, der seine hervorragend erledigten Aufträge abrechnet. Auch dieses Szenenbild hat etwas bestechend sowohl als auch bedrückend Realistisches. Ich bekomme nichts gebacken und sehe auf Leute herunter, die was packen. Andererseits könnte es sich bei dieser Galerie um die Frauenabteilung in der Schul gehandelt haben. Bisschen Spaß muss sein und keiner schunkelt mit!

Augenfällig bzw. brillenglasfällig ist, dass sich der Hinweis auf das nicht Bestehen der Prüfung hier allerdings erübrigt.

So geht das seit 26 Jahren! Und so geht das wahrscheinlich weiter. Achtung, es folgt eine dinosäuerliche Lieblingsformulierung, bitte verständigen Sie die Gemeindeschwester! Es geht so lange weiter, bis dieser knochige Geselle mit dem historischem Gras- und Getreide-Erntegerät zahnlos kichernd an meinem letztem Lotterbette lauernd kauert. Aber es gibt Schlimmeres und jeder hat sein Päckchen zu tragen und bla and out…

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

Über Sternenkriegs-Lichtschwerter-Lichtorgel-Lampen erleuchtete Hochzeitshöschen

20.10.2012

Wieder einmal volles Programm! Ich kann mich noch an höchstens 10% des Geschehens erinnern, aber natürlich ist es bezeichnend, was man sich merkt. „Man“, nicht nur ich, Frau Dr. Anna Lyse von und zur Couch, der ich „ich“ zu sagen hier nämlich keineswegs vermeiden will. Nun dilettiert der Dilettant- bzw. onkel hier wieder ein bisschen! Ich belle trist; bisschen Spaß muss sein, und keiner schunkelt mit.

Übrigens kam schon etliche Dutzend Male, seit ich in diesem tragikomisch-anachronistisch klischeemäßigem Dachstübchen mit dem cocooning begonnen habe, diese Rückmeldung per Mental-Funk: ‚Dilettant!‘. Jedenfalls lebe ich insofern dem digitalen Zeitalter adäquat, als ich im Speicher wohne… Bisschen Spaß muss sein und keiner schunkelt mit! Es is‘ ’ne einfache Übung zu vermuten, von wem in dieser Stadt dieses halluzinagogische Feedback kommen könnte. Er schreibt auch lange Sätze, und bei ihm hat man nur ’n Stein rein geworfen, nicht die mühsam erarbeiteten pseudo-antiken Möbel zerkloppt usw. Etliche sind, die machen was draus, Andere verblöden auf der Strecke.

Eine Silvester-Fete, die sich erst wie eine Hochzeit „anfühlt“. Womöglich trifft aber, wie es in Träumen möglich, ja, für Träume typisch ist, auch beides zu. Ein sehr älterer Bürger, also noch kompostiger als ich, als eine Art überwachende Vater-Figur im Hintergrund. Das erinnert mich an das Gebaren des G-Mans in „Half-Life“. Allerdings ist der Mann im Traum eher milde-heiter gestimmt. Zudem bietet er mir leider am Ende keinen Job an… – Bisschen Spaß muss sein und keiner schunkelt mit!

Dann eine Frau, die neuerlich in dieser für Träume typischen „Mehrfach-Besetzung“ gleichzeitig eine Person aus meiner jüngeren Vergangenheit darstellt und eine Mitgliedin meiner Hirschkindergarten-Gruppe, die ich 1985 auf dem Alex nach statt gehabter Gruppenfeierlichkeit widerrechtlich geknutscht habe. Das Pikante war, dass sie das zunächst nicht ohne Behagen über sich ergehen ließ, was ich allerdings vorsichtshalber nicht mitbekommen habe, weil ich ja von Natur aus senil-schwul* bin.

Plötzlich fällt der Frau ein, dass sie für unter dem Minirock, den sie zu der Party tragen will, noch einen sexy Slip braucht. Sie enteilt aus der Traumszenerie mit einer gewissen hektisch-nervös-zappligen Elastizität, die ich schon immer erotisierend fand und tuschelt dabei kichernd etwas wie, sie hätte noch nicht einmal die passende Schlüpper.

Kurz danach aber stehe ich vor einer älteren Frau, also einer Frau, die noch kompostiger ist als ich. Sie erinnert sehr an Christa Wolf. Dies ist eindeutig ein Tagesrest, denn ich habe gestern Abend nach Christa Wolf gegooglet. Die Meisterin sieht mich sehr eindringlich, ja, leise drohend an. Ich vermute schon im Traum in diesem Blick die Mitteilung, dass es verfrüht wäre, würde ich mich bemühen, die Schlüpfer-Blümchen auf den Blümchen-Schlüpfern der elastisch davon gefederten jüngeren Frau zählen zu wollen…

(… es scheint augenfällig bzw. brillenglasfällig, dass diese meine von wem und wo auch immer gesendeten Träume zuweilen etwas klebrig-unrein Pubertäres haben…)

Dann eine der Szenerien, wie ich sie auch in dem Bereich liebe, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre. Ein ehemals prächtiges Gebäude, das jetzt eine gewissermaßen bis zum Rohbau-Stadium verfallene, aber immer noch repräsentative Ruine darstellt. Das Gebäude steht gleichzeitig, siehe eben oben, an der Karl-Marx-Allee und aber noch irgendwo auf vergleichsweise freiem Gelände. Ich streiche durch die Gänge und Räume mit jenem leisen Kitzel der Entdecker-Lust, den ich auch im Wachzustand spüren würde. In einem der sehr großen Räume, die zehn und mehr Fenster zur Straße haben, finde ich zahlreiche kitschig-kunsthandwerkliche Produkte, die gleichzeitig, siehe eben oben, an Lava-Lampen und an die Lichtschwerter aus „Starwars“ erinnern. Das könnte eine Reminiszenz sein an, muahaha, die Verfilmung von „Herr Lehmann“, denn von „Starwars“ habe ich nur Fragmente gesehen und auch längst alles vergessen. Man ist im Alter mental nicht mehr so dynamisch, oder erwähnte ich es bereits?

Ich ergreife einen dieser mehrfach Sinn beladenen Gegenstände und er verändert, wenn ich ihn bewege, nicht nur Farbe und Form, sondern gibt auch hymnische, ja kraftvoll-dröhnend sphärische Klänge ab. Ich bin schon im Traum erheitert, als die Form der einer Banane gleicht. Ossi-Kossi Stino-Dino ist natürlich entzückt vom unerwartetem Angebot an Südfrüchten, har har…

Nach einer Weile des Herumspielens mit der „Lichtorgel“ wechselt die Szenerie schlagartig. Plötzlich ist der Raum heftig bevölkert in der Art eines Großraum-Büros. Eine zwar attraktive, aber streng-energische Sachbearbeiterin verlangt von mir die Unterschrift unter einen Kaufvertrag. Offenbar habe ich, ohne es zu merken (sehr realistisch!), die Absicht erkennen lassen, eine dieser albernen Lichtorgel-Sternenkriegs-Schwert-Lampen zu kaufen. Allerdings lässt mir an dieser Stelle die Weltgeistin die Gnade zuteil werden zu erwachen. Leider hatte ich auch im Traum keine Kohle, und wenn der Freud wüsste, was aus den Träumen geworden ist! Neben meinem Kopf schnurrt Herr Ramses Kabelbeißer, Fachkater. Bilde ich es mir ein, oder ist er erheitert? Wieder wartet ein Tag darauf, milde spießig-unterschichtig absolviert zu werden, und bla and out…

Prüfungen nicht bestanden, logisch. Aber zum Frühstück hatte ich zwei Muffins von der Tafel und ’n großen Pott Kaffee. Ist nicht alles schlecht bei unseren kapitalistischen Menschen!

In diesem Sinne – Guten Tag, fuck und häff fann!

PS: Die Rückmeldung per Mental-Funk der immateriell-kommunistisch vernetzten In-Vivo-Therapeuten zu diesem Textklumpen könnte nicht nur, sondern würde wahrscheinlich auch lauten: ‚Banal!‘ – Könnt Ihr das stecken lassen? Ich scheiß Beweid und ich mache das mit den Rückmeldungen gleich selbst, wie auch schon -zigfach erprobt bei Dr. Anna Lyse von und zur Couch. Danke, Ihr Superhirne und Ober-Genies! Neid und Eifersucht! Neid und Eifersucht – Grundgefühle des wild gewordenen Kleinbürgers! Aber ist nix mehr zu machen, ich bin unrockbar. Selbst Dr. Erickson würde bedauernd abwinken! Peace!!! häff fann!

* Des Merkens im hohem Maße würdig scheint, dass dieses mein koskatörichtes Neonym nicht als Fehler angezeigt wird und fehlt es denn in der Postmoderne fürwahr keineswegs an kleinen aufregenden Details, mehr oder weniger geschätzte Abwesende!

Die Zeit heilt alle Wunder*

19.10.2012

Hier wieder der aktuelle Spitzel-Bericht an den Großen Imaginären Führungsoffizier (GIF)! Da ich ein Problem mit Kontinuität habe, auch nochmals die Anmerkung, dass die 1985 vom Teilzeit-Chassiden Dr. R. gestellte Frage, an wen man sich als belletristisch Schreib-Werktätiger eigentlich richten würde, für mich nicht schlüssig beantwortet ist. Das liegt allerdings natürlich an mir! Ich bin schuld! Danke! Ich scheiße hier die Buden-Zauberer an, weil sie mich per gesteuerter experimenteller Psychose integrieren wollen. Ich habe keine Chance, also nutze ich sie…

Wieder einmal ganz dicht dran! – Wie gesagt, ist mein Lebenslauf eine Asymptote…

Wieder E-Stadt, Landen, Ankommen, nach Hause kommen. Dieses Mal bin ich in der Ladenstraße**, die ich von allen Straßen in Hütte nicht nur deshalb am besten kenne, weil sie der kürzesten eine sein dürfte. Hier das Sträßchen noch einmal histrionisch historisch betrachtet.

Es soll mir wieder einmal eine Arbeit ans Herz oder an die Hilfsarbeiterpranke gelegt werden. Wie gleichfalls mehrfach angemerkt, geht es bei diesen Traumprüfungen vorzüglich darum, eine Bindung an eine Person oder eine Werktätigkeit zumindest zu initiieren.

Ich stehe an einem Spülbecken voller Geschirr, in dem sich auf für Träume typische seltsame Weise auch ein Bodenstaubsauger befindet, muahaha. D. h., es ist den Buden-Zauberern darum zu tun, mich wieder einmal auf einen Job als Spüler, Putzi oder auch ambulanter Altenpfleger zu konditionieren. Im letzterem Job habe ich alles gemacht, von Einkaufen über Wohnung Putzen und Schach spielen und Spazieren gehen bis zu Katheter-Wechsel und subkutaner Injektion. Damit ist übrigens „kurioser Weise“ das Pensum des durchschnittlichen Medizinstudenten in den ersten Semestern bereits überschritten.

Ich habe die Prüfung nicht bestanden. Ich glaube, das Wasser im Becken ist übergelaufen. Ein derartiger Überlauf hatte vor einigen Monden bereits einmal in betrüblicher Weise im Traume statt…

Bla.

Dann bin ich in einer WG, aber nicht in einer der WGs, in denen ich tatsächlich leibhaftig erschienen bin. Allerdings ist dies wieder eine WG mit deutlich noch älteren Säcken als mir. Ich rechtfertige mich krampfig verbissen vor einer Frau, die wohl etwas wie die Stammessprecherin vorstellt. „Nur Stämme werden überleben!“ Auch deshalb habe ich keine Chance, würde aber aus eigenem Erleben schlussfolgernd statt „Stämme“ besser „Zielgruppen“ sagen, harhar.

Ich versuche ein Witzchen zu machen über meine Putzmacke, die man ohne Weiteres umdeuten könnte in der Weise, dass sie in einer WG durchaus konstruktiv ausgelebt werden könnte. Das ist übrigens realistisch! Einschlägige Studien haben ergeben, dass die Hauptgründe für das Kriseln oder gar Scheitern von Kommunen vom Kibbuz bis zur therapeutischen WG Probleme beim Einkauf mit der und/oder für die Gemeinschaft sowie mit der Sauberkeit der Küche wären. Leider kann ich wieder keine Quellen-Angaben machen, aber ich darf das, ich bin Unterschicht.

Prüfung nicht bestanden…

Guten Tag, fuck und häff fann!

PS: Während ich die hier vorliegenden sinistren Zeilen in die Tastatur gedroschen habe, erfolgten zahlreiche Rückmeldungen über Mental-Funk. Ich habe Ohropax in den Ohren, damit ich besser lauschen kann. Wie gesagt, erfolgen diese Rückmeldungen nicht in der Lautstärke normalen Sprechens, sondern geraunt, gemurmelt, ja, „gebrabbelt“. Immer wieder denke ich an den Chor in der antiken Tragödie. Hatte da nicht Christa Wolf etwas dazu geschrieben? Ich muss doch noch einmal kieken mitte Oogen im Kopp! Hier eine Auswahl: ‚Er will doch gar nicht richtig leben!‘, ‚Will nich“ arbeiten gehen!‘, ‚War nich‘ beidastasi!‘, ‚Willnich abeitinn, weila ’n Blog hat!‘, ‚Will berühmt werden mit Tagebuch schreiben!‘, ‚Wundakind!‘Halluzinagogik! Auch sind die Argumente bzw. „Argumente“, diese Symptome bzw. „Symptome“ hätten wesentlich mit meiner Isolation und dem Mangel an Tagesstruktur, sprich „Werktätigkeit“, zu tun, keineswegs zutreffend. Vielmehr habe ich diese „Rückmeldungen“ am stärksten erlebt, als ich in Big B von 1995 bis 1999 von ca. 01.00 Uhr bis ca. 06.30 Uhr quasi „im Dauerlauf“ Zeitungen zugestellt habe. „Richtige Hallus“ in normaler Lautstärke, siehe, bzw., harhar, höre „Das Weiße Rauschen“, habe ich unter anderem erlebt, als ich meiner letzten Freundin beilag. Wir haben uns ausgezogen, hingelegt und herum geruckt und herum gezuckt. Manchmal kommen dann Kinder – steht im Internet! Ich entsinne mich jedoch, dass der Vorgang mit einigem Behagen verbunden war. D. h. also, auch diese „Deutung“, mir würde Körper-Kontakt fehlen, ist mindestens milder Blödsinn…

* * Bis eben wusste ich gar nicht, dass dieser Spruch von „Wir sind Helden“ ist. Ich werde mir den Heldengesang aber gleich geben, nachdem dieser Quark hier breit getreten ist.
** Hier zeigt sich für mich wieder der Unterschied zwischen „normalem“, „laienhaftem“ usw. Schreiben und professionellem „Dichten“. Ein Profi könnte und würde die Szenerie und darin abgelaufene oder ablaufende Szenen so beschreiben, dass sie gewissermaßen mit Bedeutung aufgeladen würden. Ein Dilettant- bzw. Onkel wie ich erwähnt diese Straße in der Weise, dass sich Ottilie Normalverbraucherin etwas ratlos fragt, was das nun solle. Das wäre doch noch ’ne stinknormale, ja, schier nichtssagende Straße in der Provinz, wie es sie zu Tausenden gäbe usw.! Ich bin mir meiner Verfehlung bewusst und sehe meiner Zuführung gefasst entgegen, amen!

Hinterhöfling des Traums

18.10.2012

Ich bilde mir tatsächlich ein, und das auch schon über 25 Jahre lang, wenn es mir gelänge, den „Budenzauber“ so gründlich und genau wie möglich zu beschreiben, dann könnte ich aus ihm aussteigen. Dies dürfte zum Teil auf den wohlbekannten Gedanken zurück zu führen sein, die Hoffnung stürbe zuletzt. Gleichzeitig habe ich aber das Empfinden, ich werde da nie raus kommen und „die“ begleiten mich tatsächlich ein Leben lang. Andererseits denke ich aber auch immer wieder in Vollzug einer Abwandlung voraus eilenden Gehorsams, ich würde an dieser Stelle die berühmt berüchtigte „fanatische Bosheit des Spießers“ praktizieren, von der Marx geschrieben hat. Falls es jemanden irritiert, dass ich hier wieder mit dem klassischen Rauschebart und rotem Ober-Macho komme, so sei mir die allerdings leicht flach-banale Anmerkung erlaubt, dass ich wirklich nicht der Erste bin, der feststellt, dass Marx keineswegs in allen Dingen unrecht hatte. Man betrachte etwa die von ihm beschriebenen Mammut-Hochzeiten von Konzernen usw. Zweitens könnte der „reale Sozialismus“, milde formuliert, nicht ganz deckungsgleich gewesen sein mit Marxschen Zukunftsvorstellungen, *hüstel*…

Egal, drauf geschissen! Heute ging es wieder voll zur Sache, um den Sachverhalt derb-volkstümlich und zupackend-proletarisch auszudrücken, was die ewigen Traumprüfungen betrifft, und ewig grüßt der Kōan…

Wesentlich an diesen Träumen ist, und das wollte ich auch schon lange notieren, dass sie noch über luzide Träume hinaus gehen in der Weise, dass sie gewissermaßen realer scheinen als die Realität. Ich hatte auch schon sehr oft den Gedanken, und auch den wollte ich längst einmal niederschreiben- bzw. tippen, dass der am Tage erfolgende Budenzauber, insbesondere diese Halluzinagogik, auch Meinungen, Wahrnehmungen, Rückmeldungen usw. enthielten, die Leute äußern würden, wenn sie offen sprechen könnten und wollten. D. h., wenn sie nicht beeinträchtigt wären von neurotischen Hemmungen, gesellschaftlichen Konventionen, traumatischen Blockierungen usw. usf. Dies könnte mindestens ebenso merkwürdig erscheinen wie die schon mehrfach erwähnte Tatsache, dass diese Hallus sehr häufig nicht nur Sinn ergeben, sondern sogar erzieherische Impulse enthalten. ‚Hör auf zu rauchen!‘, extremes Beispiel. Es ist doch aber, und ich wiederhole auch das bewusst, für „Symptome“ äußerst ungewöhnlich, dass sie derartig Sinn machen…

(… „Wer hat sich das ausgedacht?“…)

Einer der sinnreichen Aspekte ist eben, dass durch diese Traumprüfungen immer wieder eine Bindung an eine Sache, insbesondere an eine berufliche Tätigkeit, oder an eine Person erzeugt werden soll. Schon hier muss selbst dem Laien klar sein, dass dieser Aspekt für psychotische Symptome jedenfalls „irgendwie komisch“ erscheinen dürfte. Bereits Freud hat als gewissermaßen grobe Ziele der Analyse die (Wieder-)Herstellung der Fähigkeit zum Arbeiten und zum Lieben genannt.

Schon vor einigen Monden kam da ein Traum, in dem, wieder einmal, die Bindung an Herrn Ramses Kabelbeißer überprüft werden sollte. Ich bin mir nicht sicher, wie ich diesen Traum bewerten soll, denn ich habe quasi bestanden. Der Kater ist mir am Ende des Traums in die Arme gesprungen, während ich stand. Das hat er in der Realität, glaube ich, noch nie getan, und übrigens wird hier klar, dass ich den Kater, siehe eben oben, eher als Person sehe denn als Sache.

Ja… Nun kamen aber schon des Öfteren, sowohl im Traum als auch in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die so genannte „Realität“ wäre, Rückmeldungen des Inhalts, ich solle mir doch einen Hund zulegen. Auch in diesem „Hinweis“ ist ein deutlich erzieherischer Aspekt. Ich müsste mit der Schniefnase regelmäßig Runden drehen, was sogar auch, wie jeder Hundebesitzer weiß, Möglichkeiten sozialen Kontakts beinhaltet.

Heute wurde nun wieder ein entsprechender Traum gesendet, von wem und wo auch immer. Eine typische, von umfassenden Rekonstruktions- und Sanierungsarbeiten betroffene Hinterhoflandschaft der Gründerzeit. Es könnte eines der von mir durchwanderten Quartiere in Berlin gewesen sein. Diese sind nach denen aus Eisenhüttenstadt die zweithäufigsten Traumlandschaften. Es geht, natürlich, auch bei denen um Ankommen, Landen, nach Hause kommen usw. Eine Clique von Maurern und Malern ist zugange, die sich vor Lachen ausschütten will über meine Bemühungen. Das irritiert mich selbst im Traum kaum noch. Ich habe eine Wohnung im Parterre in Aussicht, ziemlich groß sogar, mit zwei Zimmern sowie riesiger blau-weiß gekachelter Küche. Womöglich handelt es sich um einen ehemaligen Fleischerladen. Dann habe ich irgend etwas auf dem Hof zu erledigen, worin ich unterbrochen werde dadurch, dass ein Hund über den Hof streicht. Man hat ihm, und das waren nicht die Bauarbeiter, den Schwanz und das Rückenfell angezündet.

Jetzt passiert das überaus Typische, und diese Formulierung ist bereits wieder verräterisch, denn es passiert nicht, sondern ich tue es. Ich entwickle heftige Aktivitäten, schreie herum, versuche verzweifelt, den Tierrettungsdienst anzurufen, komme aber gar nicht auf den Gedanken, zunächst einmal das Feuer im Hundefell zu ersticken. Hierin aber bestand aber offensichtlich. Es zeigt sich, dass der Hund nicht nur ganz offensichtlich keine Schmerzen hat, sondern nach etlichen Minuten deutlich demonstrativen um mich herum Kreisens sich buchstäblich trollt. Er gräbt sich gar unter einen Zaun durch, nachdem die Flammen von selbst ausgegangen sind und das Fell aber offensichtlich unversehrt ist. Es ist, als wolle er „sagen“, das wäre ja klar, ich hätte es wieder einmal vermasselt, das wäre ja das Übliche, das würde man ja nicht anders kennen vom unrockbarem Koskator usw. usf.

Hier zeigt sich ein groteskes Grundprinzip aller dieser nicht bestandenen Prüfungen. Ich „erfülle meine Pflicht“, aber verfehle oder erkenne gar nicht das menschlich Naheliegende oder gar Notwendige…

Bla.

(… es hatten dann noch etliche Traumprüfungen statt, die ich aber alle „vergessen“ habe – aber natürlich nicht bestanden…)

So vergehen die Tage, die auf Erden mir gegeben sind…

Es hilft nichts, man muss leben; und wenn du Dich wehrst, ein Mensch der Aktion zu sein, und dich in die friedlichste Einöde zurückziehst, so werden die Wechselfälle des Daseins dich innerlich überfallen, und du wirst deinen Charakter in ihnen zu bewähren haben, seiest du nun ein Held oder ein Narr. Thomas Mann, „Der Bajazzo“ *

Was zu beweisen war…

(… ich werde nicht müde zu wiederholen, dass mir Mann, milde formuliert, „entgegen anders lautender Äußerungen“, als der aktuelle Autor erscheint… er hat ein Grunderlebnis des XX. Jahrhunderts, den Zusammenbruch von Lebenswelten und Kulturräumen, ausführlich geschildert mit kaum zu erreichender, geschweige denn zu überbietender Meisterschaft… lange bevor dieses Erlebnis und das damit verbundene Lebensgefühl Millionen Menschen betrafen… es kann gar keinen Nachfolger geben…)

Bla.

PS: Kafka hatte es gut, und das ist wieder einmal nicht nur „witzig“ gemeint, und ich bin nicht größenwahnsinnig. Es geht wieder einmal um das Prinzip geht. Kafka hatte ja noch dieses alternative Ich als anerkannt hochleistungsfähiger- und williger Versicherungsan- bzw. abgestellte… Nachdem ich das geschrieben habe, kommt in nächster Zeit, wenn ich schon gar nicht mehr dran denke, irgend etwas mit Versicherung. Auch dies ist ein Grundprinzip des Budenzaubers…

* Thomas Mann, „Erzählungen“, Deutsche Buchgemeinschaft, Bermann-Fischer Verlag A. B. Stockholm 194, Seite 134. Korrekt – die Billigausgaben für die Unterschicht, harharhar. Sorry!

„Kam ein Vogel…“ – gelogen (bzw. alles nur geträumt)

16.10.2012

Das im Folgende in Ansätzen Abgehandelte will natürlich gar keiner wissen, aber meine charakterlich verfestigte Bosheit zwingt mich dazu, dennoch in nicht ohne Anmut gruppierten Wortgruppen einer staunenden Öffentlichkeit den Tatbestand transparent machen zu wollen. „Das hat er von seiner Mutter!“ Es grüßt zwar nicht unbedingt täglich das Murmeltier, er geht allerdings in diese Richtung, mein Alltag. Aber was soll es, auch das vermittelt Sicherheit und Geborgenheit, gerade für den Kleinbürger im Stadium seelischer Verwüstung.

Ein erheiterndes Detail meines kargen Alltags besteht nämlich darin, dass allmorgendlich eine kämpferisch zuckende Schwanzspitze um mein Bett herum wandert. Dies ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass irgend ein Napf dringend nachgefüllt werden müsste. Deshalb setzt denn auch der Schreiber dieser Niederschrift seinen erschlaffenden Körper in Bewegung, um Herrn Ramses Kabelbeißer, Fachkater, seine ihm zustehende Mahlzeit zu kredenzen. Dies wird von dem Salonlöwen mit Lauten innigen Wohlbehagens durchaus gewürdigt.

Seit Monaten stehe ich jeden Morgen auf, als hätte ich nachts Stunden lang Holz gehackt. Aber, wie gesagt – „Burnout“ ist für die Unterschicht nicht zulässig. Ich kann mir dergleichen nicht leisten, also gibt es das auch nicht.

Heute aber nun wurde mir geträumt, dass nicht der Kater auf meinem Bett und auf mir herum sprang. Das tut Herr Kabelbeißer nämlich, wenn ich nicht nach wenigen Minuten seiner Bett umrundenden Demonstrationszüge mich „in die Welt hinein entwerfe“, wie Dr. K. zu sagen pflegte. Vielmehr hüpfte da auf meinem beschlafdecktem Körper – ein Spatz…

Was das nun im Unbewussten zu bedeuten hat, weiß ich nicht wirklich. „Lieber den Spatzen auf der Bettdecke als die Taube auf der Satellitenschüssel!“? An diverse Traumprüfungen aber kann ich mich, wie neuerdings üblich, nur insofern erinnern, als dass ich sie nicht bestanden habe. Was soll es, das geht seit über einem Vierteljahrhundert und man gewöhnt sich an alles. Womöglich ist es zur Klärung dieses Sachverhaltes vonnöten, eine neue Therapieschule zu gründen! Einstweilen aber ziehe ich mich wieder in meine Depression zurück und zwar allerdings mit dem postsozialistisch-kapitalrestaurativ dynamischen Gruß aller Möchtegern-Selbstüberwinder – häff fann!

„Immer weiter, immer weiter, immer höher auf der Leiter!“ (Dr. Rio Reiser)

14.10.2012

Es ist eine charakteristische Eigenheit von Träumen, dass man nicht nur an einem Ort sein kann, der mehrere reale Orte gleichzeitig verkörpert, sondern dass Traumpersonen mehrere reale Personen „vereinen“.

Heute nun habe ich eine Szene erlebt, in der ein ehemaliger Mitabitourist und Herr Tellkamp in einer Person „vereinigt“ waren. Das könnte allerdings insofern leicht blödsinnig erscheinen, als der Ex-Mitschüler mich immer ein bisschen an Wolzow denken ließ. Unser Gundulek wieder! Dies dürfte ja nun Kollegen T., Herr Dino, jetzt kommen Sie wieder runter, deutlich verfehlen! Womit ich den Tatbestand sonntäglich milde umschrieben hätte. Übrigens haben beide denselben Vornamen, was bei der „Vermischung“ auch eine Rolle gespielt haben dürfte…

Die Episode spielte in einem großen Raum, der gleichfalls mehrere Räume zu verkörpern schien. Es standen etwa ein Dutzend Betten darin, so dass es sich um eine Herberge oder dergleichen gehandelt haben könnte. Dagegen sprach aber andererseits die kostspielige Holztäfelung des Raumes, ebenso wie das Bettzeug, das man ohne anachronistische Sentimentalität als „edel“ bezeichnen könnte. Gleichzeitig aber, wie es ebenfalls nur in Träumen möglich ist, befand ich mich im Kaufhaus Magnet, wie es vor der Wende war. Nach Hause kommen, Landen, Ankommen usw. Schließlich aber war ich auch in irgendeinem Stasi-Gebäude. Es könnte dieses gewesen sein. Ich hatte mich, gehässig, wie ich als verhinderter Kundschafter bin, dort vor einigen Monden einmal nach einer Wohnung erkundigt. Es ging jedenfalls bei alldem um die Zuweisung einer Schlafstätte.

Mit diesem traumbildlich dargestelltem Mitschüler jedoch wohnte ich während der elften Klasse zusammen im Internat in einem Zimmer. Dieses Internat war eigentlich ein zur Unterbringung außereisenhüttenstädtisch beheimateter Abitouristen genutzter Hausaufgang in einem Plattenbau-Wohnblock. Ich war dort, obwohl in Hütte wohnend, leibhaftig erschienen, weil ich nach einem ödipalen Angriff auf meinen unmittelbar vorgesetzten Vorfahren von der Penne sollte. Dagegen hatten sich Klassen- und Schulleiter gewandt. Leider umsonst, denn das Kind lag längst im Brunnen, ach herrje…

Dieser Mitschüler erheiterte nicht nur mich mit dem allmorgendlichen Ritual, nach dem Aufwachen zunächst verstört in die Runde zu blicken und dann zu brüllen „Alles Scheiße!“, um dann fast immer zu fragen, was Koske dazu meinen würde. Besagter Koske stimmte ehrlich begeistert zu, insofern er nicht vor Lachen von der Liege zu fallen drohte.

Heute halte ich es für möglich, die Mittis mit ihrer Massenhysterie, harharhar, dass der auch solche Träume hatte wie ich und auch immer „nicht bestanden“ hatte und deswegen war alles Scheiße. Hinzugefügt werden sollte hier, dass der gute Mann, und der war insofern tatsächlich gut, als nicht nur meiner Meinung nach der geborene Offizier, unterschrieben hatte, als ich nicht unterschrieben hatte. D. h., er hatte sich spätestens in der elften Klasse, als man sich in der DaDaeR zum Studium bewarb, als Offizier der Stasi verpflichtet, was auch alle wussten.

Was die „Herberge“ angeht, so rechne ich, wie gesagt, ständig damit, dass meine Wohnung ausgeräumt wird oder dass ich die Kündigung bekomme. Das ist zwar, bei Lichte und mit klarem Verstand besehen, ziemlich idiotisch. Ich habe nur einen Rückstand in der Energie-Zahlung, den ich seit Monaten mitschleife und immer 14 Tage verspätet tilge. Ich vermag jedoch gegen derlei Anwandlungen nichts auzurichten, denn diese seelischen Mechanismen sind, wie es in der ammonitischen Sektion des Freudes-Kreises Anna Lyse heißt, „etwas ganz Altes“. Genauer müsste man „etwas ganz Frühes“ sagen. Daher spricht man ja auch „Frühstörung“. Es geht um etwas aus der Zeit von vor den Worten usw.

Im Übrigen sind Traumatisierte für „Normale“ lustig; bitte die Anführungsstriche beachten. Ich verstehe sogar, wenn etwa ein Veteran sein, inzwischen imaginäres, Gewehr in Anschlag nimmt, weil in seinem weitab vom Kriegsgebiet friedlich sich erstreckendem Heimatort irgendwo über ihm ein Fenster knallt. Aber für einen Außenstehenden ist das ebenso krass wie unverständlich wie eben auch unterhaltend.

Wie gesagt, als ich so alt war wie die Leute, die sich über Leute wie mich amüsieren, habe ich mich über Leute wie mich amüsiert. Man hat es hier offenbar mit einer Art Energieerhaltungssatz der Sozialökologie zu tun, ha!

(… „Wir haben es hier mit einem offensichtlichem Fall von so genanntem Blödsinn zu tun!“… Dr. med. Bulgakow in „Der Meister und Margarita“… eines der Bücher, in denen ein bisschen vom „Budenzauber“ angedeutet wird…)

Seit spätestens 1978 lebe ich zwar immer einmal wieder im Vollkomfort, aber im Grunde, was eben die wirkliche Wohnqualität ausmacht, wie im Belagerungszustand oder im dauernden Warten auf einen Evakuierungsbefehl. Leider, aber verständlicher Weise, scheint dies Kriegs- und Nachkriegskindern, unabhängig von Ost oder West, kaum oder gar nicht zu vermitteln, nicht einmal oder erst recht nicht Mitarbeitern des Freudes-Kreises Anna Lyse.

Gehetzt von tausend Ängsten und „betreut“ von einer ständig abwertend kommentierenden virtuellen Diensteinheit, was natürlich wiederum witzig und unterhaltend ist – unser Gundulek…

In diesem Sinne – häff fann!

PS: Der Budenzauber beinhaltet auch verborgene Kommunikation eingefaltener Strukturen, und wir nennen es „Zufall“. Außerdem auch immer wieder der Gedanke, dass der Schreibantrieb „aufgehoben“ wurde, indem das Jahrhunderte lang als oder in Dichtung Erzählte direkt in Realität umgesetzt wird, was aber nur für E-, nicht für U-Literatur zuzutreffen scheint. Wie das funktioniert, weiß ich nicht. Ich versuche ja, seit über 26 Jahren dahinter zu kommen. Das muss alles nicht unbedingt „irre“ klingen, wenn man bedenkt, dass dieser fließende Übergang von Dichtung und Wahrheit, das Verwischen oder gar Verschwinden der Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit allgemein und überall Zeichen der Zeit zu sein scheinen. Kurzum – ich habe keine Chance, also nutze ich sie…

Wir werden Ihnen das Dichten schon austreiben, Ihre Schonfrist ist um

13.10.2012

Und nun Hunde Bellen statt Tröte oder Pfeifen! Wie gesagt, ist dies das am wenigsten erklärliche Detail des Budenzaubers, dieses immer wieder aufgeschreckt Werden, wenn ich in ein eigenes Traumbild zu gleiten drohe. Jedenfalls ist es das Gegenstück zu dem „einen sicheren inneren Ort aufsuchen“ in der Trauma-Therapie.

Es bleibt unklar, was das soll. Eine Art Gleichschaltung, denke ich, aber das Wort kommt Einem doch bekannt vor, oder? Vielleicht wollen die gar nichts, und es ist nur ein Spiel. „Sie konnten oder durften als Kind nicht spielen!“, sagte der alte Weise K. nach meinem erstem „Werk“ in der Kunsttherapie im Haus der ewigen Kindheit. Ich hoffe, man amüsiert sich!

Drei nicht bestandene Situationen. Einmal wieder etwas mit Militär. Das kam schon sehr häufig, ich will zum Bund usw. Unheiteres Dienstgrade raten, „Maat“ war jedoch nicht zutreffend. Ich als Urophiler habe mich dialektischer Weise nie sonderlich für Seestreitkräfte interessiert, aharhar. Dann ein Gespräch mit der Häuptlingin der Ammoniten oder wie Häuptling „auf weiblich“ heißt, wie immer bei Klar-Träumen völlig realistisch auch im Inhaltlichen. Ich habe erklärt, im Traum, dass ich schon vor Jahren darauf hingewiesen hätte, dass ein CMS für die Klinik-Website besser wäre, was ich auch, in der Realität, tatsächlich getan habe und was eben auch voll zutrifft. Dann schließlich etwas mit irgendeinem Projekt in einem Abrisshaus, ziemlich wirr. Ich weiß nur, dass das Klo in einem mindestens zehn Meter hohem bzw. tiefem, völlig betonierten Keller-Raum war. Ein Bonker-Scheißhaus, harharhar! Dann kam noch etwas mit Zaun streichen. Ein Frollein, das mir irgend etwas zu erklären versuchte, aber ich habe es nicht verstanden…

Bla. – Ich bin gespannt, wie lange ich das noch durchhalte und ob ich, ich wiederhole mich, jemals dahinter komme, wer das wie und warum macht. Ich rechne aber mit allem, wie gesagt! Plötzliche Festnahme etwa. „Obwohl K. nichts Böses getan hatte, wurde er eines Tages geliebt“, frei nach Kafka. Bude ausgeräumt usw. – mehr desselben…

In diesem Sinne – häff fann!

Neuerliches dinosäuerliches Putzen des Wahn-Gebäudes

12.10.2012

Mir ist nicht hinreichend klar, was die Weltgeistin mir damit mitzuteilen beabsichtigt, dass sie Vögel auf das über meinem Bett angebrachte Fenster scheißen lässt. Wobei mir klar ist, dass die Annahme, es wären Vögel gewesen, die Vermutung des kleinsten Übels enthält. Immerhin wird mir an dieser Stelle des Weiteren klar, dass ich mir selbst ein Ding gemacht, indem ich anschaulich meine pseudo-autistisch egomanische Weltsicht eines Bauchnabelbohrers neuerlich verdeutlicht habe. Natürlich wurde das Fenster nicht über meinem Bett angebracht, sondern ich habe das Bett unter dieses Fenster gestellt! Ich erwähne das vorzüglich deshalb, um den mehr oder weniger geschätzten mehr oder weniger Abwesenden zu zeigen, dass meine Realitätsprüfung durchaus adäquat ist.

Bisschen plump, das, aber natürlich auch wiederum darauf verweisend, dass es den Anschein haben könnte, es gäbe ein Unbewusstes. Seit dem Beginn meiner verstohlenen Niederschriften in diesem meinem erst mittelkürzlich eröffneten Blog-Häuschen kann ich mich an meine Träume nicht erinnern, sehr wohl aber daran, dass ich alle Prüfungen nicht bestanden habe. Aber, wie gesagt, man gewöhnt sich an alles! Das geht jetzt seit über 26 Jahren, und es höret nimmer auf. „Wir begleiten Dich ein Leben lang!“, war einer der inneren Zurufe bereits 1986, bla…

Sieht man jedoch „psychotische Symptome“, und ich bitte die Anführungsstriche zu beachten, als „Verlängerung“ von Träumen in den Bereich hinein, über den sich die jeweilige Gruppe geeinigt hat, dass er die Realität wäre, sind diese „inneren Zurufe“ gewissermaßen auch Traumsequenzen. Seit ich „Das Weiße Rauschen“ gesehen habe, rede ich nicht so gern von Hallus, denn bei mir ist das „nur“ ein Raunen oder Flüstern, wozu mir allerdings Thomas Manns berühmte Formulierung aus dem „Zauberberg“ einfällt, der Erzähler wäre der „raunende Beschwörer des Imperfekts“. Nein, ich sehe mich nicht als „Nachfolger von Thomas Mann“, thx! Zumal es den auch gar nicht geben kann, was man auch wissen würde, wenn man ihn denn einmal wirklich lesen täte. Es geht mir vielmehr um das Prinzip, das durch die Größe des Beispiels hoffentlich besonders anschaulich wird.

Da gibt es dann manchmal etwas Neues. Heute früh kam zum Beispiel etwas wie, ich sähe mich als genialen Soziologen, was sich natürlich auf meine letzten Postings zu Tellkamps „Turm“ bezieht. Ansonsten sind diese „Rückmeldungen“ so langweilig, wie ich agiere. Seit Wochen kommt auch fast täglich ‚Elender Bücherwurm!‘usw.

Es erfolgen jedoch auch Rückmeldungen, und zwar auch bereits seit Wochen, wie ‚Kabarett!‘. Keineswegs also sind die inneren Zurufe nur bedrohlich oder gar nichtend. Der Höhepunkt in dieser Richtung war, wie gesagt, dass ich Monate lang zu „hören“ bekam: ‚Hör auf mit Rauchen!‘. Als ich aufgehört hatte, am 15.01. 2005 oder 2006, ich habe es schon wieder vergessen, von 100 auf 0 Zigaretten, war dieser „Zuruf“ dann weg. Störungen der Hirnbiochemie? Harhar – sorry! Immer wieder behagt mir hier mein Neonym „Halluzinagogik“. Erziehung durch eine gesteuerte experimentelle Psychose. Allein, „Wer hat sich das ausgedacht?“, Frau Dr. Nina Hagen. Ich bin mir gar nicht immer sicher, dass es„die Stasiii“, Frau Dr. Nina Hagen, war…

Bla.

Warum ich immer wieder damit anfange? – Nun, so abgedroschen das klingen mag, stirbt doch die Hoffnung zuletzt. Trotzdem ich viele Jahre lang etliche Mitglieder mehrerer Sektionen des Freudes-Kreises Anna Lyse viele Stunden zugetextet habe, diesbezüglich, und leider eben mit bestenfalls mäßigem Erfolg, gebe ich doch auch die Hoffnung nicht auf, dass dermaleinst Eine(r) mir erklären kann und will, wer da warum und wie zu Gange ist. Besonders freuen würde ich mich über eine rothaarige Psychologiestudentin im 21. Semester – bisschen Spaß muss sein und keiner schunkelt mit!

Ja… na ja… – in diesem Sinne: häff fann!

‚Will nich‘ nach Hellasdorf, will nich‘ nach Hellasdorf!‘

09.10.2012

Was soll ich denn nun wieder in Hellersdorf? Das war auch klar – nachdem ich nun gestern angefangen habe, Träume zu „veröffentlichen“, kann ich mich nicht mehr an Träume erinnern. Was man so Träume nennt! Es scheint, als würden da welche „Traumfabrik“ wörtlich nehmen. Es ging aber wieder zur Sache – und alle Prüfungen nicht bestanden…

Ansonsten das Übliche, ‚Einfacher Arbeiter!‘, ‚Müllabfuhr!‘ Das mit der Müllabfuhr war doch schon vor Wochen dran, Prüfung nicht bestanden. Was soll das?! ‚Hau hier ab!‘ Ja, wohin denn?! Usw. usf.

Immer wieder muss ich an die Frau denken, die etwa 1988 mitten im Gespräch, so dass alle irritiert waren, etwas einflocht wie „Die lassen Einem aber immer noch Spielraum!“ Ich habe das verstanden! Man muss diesen angebotenen Mustern nicht folgen, aber man wird unerbittlich und unabhängig vom eigenem Tun, denn es gibt keinen freien Willen und es gibt auch keine Freiheit, immer weiter mit den Mustern bedrängt. Zum Beispiel aber ein Häftling im Stasi-Knast, und ich wiederhole mich bewusst, konnte sich immer noch in seinen seelischen Innenraum zurückziehen.

Na ja…

So weit wieder der kleine Zwischenbericht des Schizos – häff fann!

Traumgrenze-, gipfel- und absturz: ein adäquater Einstieg

08.10.2012

Das war klar, das musste irgendwann kommen! Ich habe mich schon eine ganze Weile gewundert, dass es noch nicht gekommen ist, und ist mir denn die Elfenkönigin persönlich im Traum erschienen worden!

Irgend etwas mit Gebirgsschlucht oder künstlichem Erdloch, an dessen fast senkrecht abfallendem Hang eine Art „Rutschen“ befestigt waren, wie es sie auf Vergnügungsplätzen und dgl. gibt. Das war aber nicht eindeutig zu erkennen oder ich entsinne mich nicht mehr deutlich genug. Die Elfenkönigin stand links neben mir und schien erheitert, aber durchaus freundlich. Sie hatte einen Macker neben sich, worauf ich mich schon im Traum fragte, ob ich jetzt eigentlich eifersüchtig sein müsste. Ich war es aber nicht wirklich. – Bilde ich mir ein…

Neben mir stand ein Typ mit gewaltig dicker Horn-Brille, d. h., der Rahmen war gewaltig, nicht so sehr die Gläser. Er erinnerte mich an einen Typen aus A., welcher gleichfalls freudig mit Anna Lyse zu Gange war. Der sollte mich beim Springen und/oder Rutschen im Traum anleiten. Ich bin nicht gesprungen – Prüfung nicht bestanden.

(… Gott sei Dank – endlich Ruhe… das Schlimme bei allem ist nicht, dass es schief gehen, sondern dass es klappen könnte…)

Dann war da noch was mit dem Haus der ewigen Kindheit, das aber gleichzeitig ein anderes Gebäude darstellte. Dergleichen ist bekanntlich im Traum möglich. Das Haus stand wohl in meiner Geburtsstadt, was zu deuten wieder leicht sein dürfte – Landen, Ankommen, nach Hause kommen. Weitere Details sind mir entfallen, aber Prüfung nicht bestanden… -„Meine Geburtsstadt“ scheint mir irgendwie anmaßend… „Die Stadt, in der ich an das Licht dieser Welt in Gestalt etlicher Neon-Leuchten von VEB Narva gezerrt wurde“. Har har.

PS: Nicht, dass ich etwa erst jetzt mich aus meinen vierfach verhartztem Lotterbette erhoben hätte, vielmehr ich jetzt dieses neue Blog-Häuschen auszustatten beginne. Ich bitte um Verständnis und Nachsicht und bin für Geld- und Sachspenden offen.

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