Man kann gar nicht vom Thema abweichen

Eigentlich! Alles, was man sagt, wobei hier „sagen“ auch im übertragenem Sinne gemeint ist, äußert man in einem Bezugsrahmen, in einem Kontext, in einem Geflecht von Kontakten, Beziehungen, Bindungen, Abhängigkeiten usw., kurzum, in einer, igitt, Gruppe.

Das gilt auch, wenn keiner da ist. Lange, bevor ich in therapeutischen Lebenswelten hospitiert habe, war mir klar, dass Leute, die mit sich selbst reden, dies eben eigentlich nicht tun. Vielmehr wenden sie sich an das innere Abbild einer zuletzt in der sogenannten Realität erreichbar gewesenen Bezugsperson. Es ist bekannt*, dass manche Leute monatelang die Stimmen ihrer verstorbenen Liebsten hören. Und so weiter. Milde formuliert, erscheint es mir unangebracht, hier von psychiatrischer Symptomatik zu sprechen.

Ich schweife ab – har har, siehe eben oben. Mir fällt jedoch wieder die 1985 gestellte Frage des Teilzeit-Chassiden Dr. R. ein, an wen man sich eigentlich wenden würde, wenn man im literarischem Sinne zu schreiben versuchen würde. Eigentlich kann ich die Frage immer noch nicht hinreichend gründlich beantworten, aber ich bin halt insgesamt sehr frühreif.

Mit anderen Worten ist man mit allem, was man in einer bestimmten Situation sagt, zwangsläufig immer in der Situation. Bla.

man muss das doch mal aussprechen dürfen

PS: Bin ich nich‘ ’n pfiffiges Kerlchen? – Ich würde schon gern mit mir gehen, aber ihre Eltern sind dagegen…

* „Ist bekannt!“ Sorry! – Ja ja, ’ne Szene mit so Frauen. Sehr bezeichnend wieder, Old Ron! Das Problem besteht darin, dass ich, selbst wenn ich das Geld für so was hätte, aus so Häusern rausgeschmissen werden würde, weil ich Lachanfälle kriegen würde.

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