… ich geh‘ kaputt – es muss aber keiner mitkommen…

Habe ich von da, boah. – Reden wir übers Wetter, gnihi! Auch zu der Einsicht habe ich lange gebraucht, dass über das Wetter reden eben nicht nur „spießiges“ über das Wetter reden ist, sondern immer auch Beziehungsklärung sein kann, immer erneuter Versuch, sich der Anwesenheit und nachhaltigen Zugewandtheit von Personen zu vergewissern usw.

Tja – der IQ der emotionalen Intelligenz wäre, wenn es ihn gäbe, in meinem hochnotpeinlichem Fall nach wie vor dicht über Zimmertemperaturwert… Bla.

Da nützen alle Talente überhaupt nichts! Selbst Kafka als sozusagen „Ur-Vater“ aller Schizoiden und Schizotypen hatte zumindest einen wirklich zugewandten Bekannten oder sogar, igitt, Freund, andernfalls man die gräulich grandiosen Texte heute nicht lesen könnte, weil Kafka im Testament verfügt hatte, dass nach seiner Abberufung in die ewige Großgruppe alle seine Texte vernichtet werden sollten. – „Das verstehe ich sehr gut!“; Textbaustein für Azubis von Anna Lyse, erstes Leerjahr.

Apropos Kafka! In der DaDaeR war Kafka verpönt, fast bis zuletzt – folgerichtig gab es in der DaDaeR besonders augenfällig und häufig kafkaeske Situationen. Die ausgeschlossene Wirklichkeit* hat die meist als unangenehm empfundene Eigenart, sich besonders dringlich bemerkbar zu machen, bis zum „Dammbruch“ und zur „Überflutung“, bla.

Darum geht es in „Das Leben der Anderen“, nicht um Stasi. Die ist allerdings eine besonders ausgeprägte „Materialisierung“ des eben persönlichkeitsspezifisch theoretisierend Angedeuteten und daher besonders attraktiv für die filmische Darstellung des Sachverhaltes. Filminszenierung ist immer auch ein Industrieunternehmen, das schwarze Zahlen schreiben muss, soviel hat Ost-Koske immerhin begriffen trotz „Wende verpennt!“, O-Ton vox populi.

Schließlich ist der Autor und Regisseur von Donnersmarck selbst ein prägnantes Beispiel für diese (Re-)Integration ausgeschlossener Wirklichkeit, denn er wird von Leuten, die ihn kennen, als barocke Figur geschildert. – Noch ein „Fossil“, wieder „Epochenverschleppung“, Zitat von Rezzori.

Indem er diesen Film gemacht hat, hat er auch oder gerade sich selbst einem sozusagen Areal der sogenannten Realität zugewandt, das im wörtlichem und im übertragenem Sinne besonders weit von dem Bereich entfernt ist, in dem er sozialisiert, wenn nicht konditioniert worden ist. Kunst immer auch als Versuch des Heilens im Sinne von heil Machen, ganz Machen, vorzüglich eben durch die eben angedeutete (Re-)Integration.

Meine Güte, bin ich schlau, *Knutschflecken vom Spiegel wisch*und wer hat was davon… Eben.**

„Meine Güte“ ist natürlich wieder nur symbolisch gemeint, denn mitnichten verfüge ich über Güte; andererseits habe ich die Rückstände der von mir gegrillten Witwen immer ökologisch einwandfrei entsorgt.

man muss das doch mal aussprechen dürfen… *hüstel*…

(… sie hörten fünf Minuten Selbstkritik von Ost-Koske; es handelt sich um sowohl persönlichkeits- als auch störungsspezifische, zwar bereits gerontopsychiatrisch relevante Ausfallserscheinungen im zerebralen Bereich, deren Ausprägung jedoch noch nicht den Grad erreicht hat, der Intervention durch Fachkräfte wie etwa Nachtschwestern, rothaarig angenehm, nötig erscheinen lässt… wir bitten um Verständnis, trallala…)

PS: Was ist das, was ich hier gerade gemacht habe? – Freies Assoziieren, alles aufschreiben, was Einem einfällt, „Sprechen Sie alles aus, was Ihnen eben durch Herz und Hirn geht!“ (Dr. Freudlos & Co.). Dies jedoch vor allem in genau den Augenblicken, in denen nichts da ist, in denen man überhaupt nichts raus kriegt; die Lücke ist augenfällig, seit ca. 14 Tagen habe ich beinahe nix geschrieben, ich armes, armes Ich! Diese Littratuhr ist doch so was von Beschiss, echt! Auch das allerdings haben, Überraschung, schon Leute vor mir erkannt und verbalisiert. „Bücher sind Lügen und höhere Wahrheiten.“, Lion Feuchtwanger. – Amen, Mein Herr und Doktor!

** Lyotard? – Ich weiß es nicht, aber ich liebe meine Achtelbildung, wir berichteten mehrfach!
** Jedes Mitglied des Freudeskreises Anna Lyse, das auf sich hält, veröffentlicht jetzt irgendwo einen Artikel über Narzissmus – das ist voll angesagt, Alta!

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