(… ich übe weiterhin, das Positive zu sehen…)

(Quellenangabe entfällt – bin im Widerstand!
Irgendwo aus dem Frauenmagazin „Pinterest“)

Schier eben kam die Putzfrau, eine sehr sympathische Frau, denn auch Vertreter dieser Spezies sind mir bekannt, die sich freut, dass sie bei mir fast nichts zu putzen braucht, weil ich gelerntes Aschenputtel mit Schwanz selbst putze, hihi, und sie brachte mir Post vom Amt; die Verlängerung des Wohnungsantrags ist durch, und ich habe gleich Häkchen bei zwei Angeboten gesetzt…

Natürlich gibt es nicht mehr Wohnungen dadurch, aber die Maßnahme hat einen nicht zu unterschätzenden psychologischen Effekt. Ich bin nicht mehr Bittsteller oder Klient im Wartesaal, ich kann selbst aktiv werden, indem ich mich bei sowon.muenchen.de einlogge und aus dem Angebot, das bereits auf mich zugeschnitten ist, auswähle, und ich werde nicht abgelehnt, sondern nicht benannt.

*Hüstel*. Egal – ich klicke da weiter Wohnungsangebote an; ich bin von Anfang an dabei auf dem digitalem Marktplatz, und es wurde angekündigt, dass es dieses Mal mit der Freischaltung länger dauern könnte, obwohl ich rechtzeitig den Verlängerungsantrag gestellt hatte.

Womit erfüllt mich das? – Mit irrationaler Vorfreude! Zwar habe ich bereits 2007 einen Wohnungsantrag gestellt, zwischendurch jedoch mehrfach meiner liebsten Beschäftigung gefrönt, abhauen, und bin somit selbst schuld.

Auch bin ich zwar mental leicht lädiert, aber durchaus bereit und in der Lage zu akzeptieren, dass Eingeborene des Hauptversammlungsplatzes der Bajuwaren sowie Flüchtlinge Vorrang haben. Da sind 16jährige über weite Strecken zu Fuß von Syrien nach D gekommen; der Durchschnittsneurotiker kann bestenfalls ahnen, wie das geht und wie sich das anfühlt.

Bla. – Das würde das sozusagen Grundgefühl meines Lebens ändern, wenn ich eine karge Klause jenseits von Beherbergung und TWG usw. zugesprochen bekäme, oder wie man da sagt.

Ich weiß schon genau, was ich machen werde; abgesehen natürlich immer von dem, was ich gegessen habe, wie mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre anzumerken sich hämisch beeilt hätte. Erstens – Netz! Zweitens – Katzennetz (wenn Balkon)! Drittens – Tierheim! Hierauf aber werde ich dann die Wohnung einrichten, werde ich nicht?!

(… das ist natürlich Quatsch; ich werde dem Schnurrefix nicht zumuten, in eine halb eingerichtete Wohnung zu ziehen… dann verliere ich ja sofort die Festanstellung als Katzenbaumpfleger… siehe Abbildung…)

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