Die verstohlenen Anschaffungen des K. (neulich angedroht)*

Es gibt, zum Beispiel, auch bei booklooker.de sehr preisgünstige Bücher, und überhaupt, boah, Medien; manchmal echt nur für einige Cents, und in durchaus passablem Zustand, aber zuzüglich Porto. Man bezahlt dann etwa, als Beispiel, 80 Cent für das Buch und, als Beispiele, 1.70 oder 2.60 Euro für den Versand. Diese Gebühren fallen jetzt für mich weg, weil ich nicht nur Selbstabholer, sonder quasi auch Selbstsortierer bin, hihi. – Ich soll ja lernen, das Positive zu sehen!

Tja. Na ja… Und? Dichtet der Dichter? Er dichtet doch nicht. Er schreibt wieder seine Berichte. ‚Kuckuck!‘ kam übrigens gleich heute früh per Mental-Funk, als ich noch gar nicht angefangen habe, gar artig Schrift zu stellen. ‚Gar nicht mehr schreiben!‘ Geht ja auch nicht, habe ich ja -zig Mal ausprobiert. ‚Geh‘ wieder arbeiten!‘ Ja, aber mache ich doch! Gestern habe ich mit dem Chef telefoniert; ab April kann ich 20 Stunden die Woche arbeiten und das ist weiter steigerungsfähig bis zu 30 Stunden…

Das ist übrigens auch so ’n Ding – da bin ich letztens wieder ausgeholt worden und habe es gar nicht bemerkt, bzw., Überraschung, erst hinterher, Trepverter (Treppwörter) gar im Wortsinn, denn ich war tatsächlich auf der Treppe. Ja ja, ich bin Antisemit! Und, ach – ist nicht das ganze Leben Treppensteigen? Äh – zur Sache! Ich muss das jetzt loswerden, ich alter Anscheißer!

Eine Zeitgenossin, von der ich vermute, dass sie nebenan wohnt, ließ mich vor einigen Wochen nach meiner freundlichen Aufforderung auf besagter Treppe vorbei; ich hatte erklärt, dass ich es eilig hätte, und zwar musste ich aufs Amt, boah. Die Z. fragte „Zur Arbeit?“, und ich mit emotionaler Intelligenz Minderbemittelter platzte heraus: „Schön wärs!“ Und schon wusste die Z., nach neun Monaten (!) meiner Beherbergung in diesem Hause, was sie wissen wollte, und ich habe es wieder nicht geschnallt. Der Typ lernt nix dazu!

Das war echt schon immer so! Ich entsinne mich an eine Situation etwa in meinem 12. Lebensjahr, an die ich mich vermutlich deshalb gut erinnere, weil ich relativ zeitnah realisiert hatte, worum es wirklich ging; manchmal dauert es Jahre, bis ich dessen gewahr werde, und so was gehört doch in die Einrichtung. Wie ich schon mehrfach sagte – war ich ja, hat auch nichts gebracht.

Zwei Mädchen in meinem Alter bewunderten, scheinbar, meine Handstände. Tja – ich hatte ziemlich schlabbrige Turnhosen an, und nichts drunter… Aber dass die Mädchen ihre, ach so duftigen Kleidchen gelüpft hätten, oder mir gar, Gipfel frühmännlicher Erkenntnis, gezeigt hätten, was unter ihren Höschen war, VEB Malimo, Wahnsinn – nix, kannste vergessen! Aber so war es schon immer – scheiß Weiber! Ist doch wahr!

(… der Junge hat gar keinen Stolz, hätte Tante Paula gesagt, wenn es sie gegeben hätte… aber das sagte ich, glaube ich, schon… und übrigens habe ich Paula Kalenberg letztens in einem Film gesehen, von DVD – Hammer, Alter… ich meine ja nur… lasst Opa doch die kleine Freude, er tut doch niemandem was…)

Ich sitze jetzt den zweiten Tag ohne Ohropax in oder Kopfhörer auf den Ohren am PC und dresche in die Tastatur, aber ich fürchte, das werde ich nicht lange durchhalten. Ich penne jetzt jeden Morgen meinen Rausch aus, bekam ich vorhin zu „hören“; leider war nicht ganz klar, denn meist ist es klar, ob das real oder mental gefunkt war. Usw.

Zudem scheint es, wie ich auch erst ca. 50 Mal sagte, völlig unmöglich zu vermitteln, dass das die Lebensqualität bestimmt, nicht der Südbalkon, das bis zur Decke geflieste Bad, die Fußbodenheizung usw. usf.

Warum scheint das nicht zu vermitteln, und zwar weder eigentlich sehr verständigen Immobilienleuten noch auch Mitbewohnern oder Teamis in therapeutischen WGs usw.? Es geht mir gar nicht vorrangig darum, ins Internet zu jammern usw., obwohl ich das natürlich gern und genüsslich tue; es scheint sich vielmehr um etwas Überpersönliches zu handeln, das genauer zu betrachten ich als spannend erlebe, was Etliche wahrscheinlich leicht makaber finden dürften.

Meine Problematik bzw. „Problematik“ könnte an die grauenhafte, und massenhafte, Unbehaustheit im doppeltem Sinne rühren, die der deutsche Bürger des XX. Jahrhunderts verständlicher, aber unkonstruktiver Weise sozusagen in den untersten Seelenkeller gestopft hat. Den Gedanken habe ich schon seit Jahrzehnten, und hiermit hätte ich ihn nun ausgesprochen, und ich arbeite in den nächsten Stunden daran, ob dieser Premiere Befriedigung zu empfinden.

Bla.

Und – sonst? Nichts Neues – weiter voran auf bewährtem Kurs!

(… lieber so was schreiben als gar nichts…)

* „Neulich“ war gestern – das Alter; wir bitten um Verständnis! Ich bin dabei, für dieses Phänomen einen neuen Fachbegriff zu prägen; ich dachte etwa an „präsenile Pseudo-Zeitdilatation“. Oder so. – Ich arbeite dran!

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