Von der Pharmazie zur Literatur – das leuchtet ein…

Ich habe einmal, ca. 1985, in der Apotheke am Hackeschem Markt in Big B eine Azubine nach dem „Kollegen Fontane“ gefragt; das arme Frollein hat offensichtlich angestrengt überlegt, in welcher Schublade delikate Smarties wie Perazin oder Risperidon gelagert wären*… – Ja, auch ein unrockbarer Buchhaltungsfeldwebel-Typ hat lichte Momente fürwahr!

Eigentlich hätte ich viel früher auf ihn kommen müssen, nicht nur, weil ich gerne „wandere“. Während meiner Zeit als Abiturentner sind mir sogar einmal zwei entfaltete sozialistische Persönlichkeiten in den Wald hinterher gefahren, auf Simson S 50; coole Schüsseln, war nich‘ alles schlecht, und im nächsten Leben geht’s anders lang! Sie wollten nachsehen, was ich da mache oder suche oder was. Das Blöde, weil unter anderem Persönlichkeits- und Störungsspezifische, war jedoch, dass ich es selbst nicht wusste… Wald ist hier natürlich symbolisch gemeint; korrekter könnte man etwa sagen, es habe sich um Ansammlungen von Bäumen gehandelt, die man in diesen Breitengraden als Wald zu bezeichnen geschwungen scheint.

*Hüstel*. Was wollte ich sagen? – Ich habe Angst vor Alzheimer, aber ich vergesse das immer wieder. Wenn ich das schon gesagt haben sollte – hab ich vergessen. Der Narrziss, kein Tippfehler, ist halt stolz auf seine Jokes; lasst ihn doch, an der Stelle ist er doch harmlos.

Es ist jetzt obrigkeitlicherseits ein Fontane-Jahr in die lesenden Teile der Massen dirigiert worden; Fontane wurde am 30. Dezember 1819 geboren und war demnach, wie Kollegin Hedwig courths mahlern würde, ein Kind zarter Frühlingsliebe, hach…

(… schreiben Sie erst mal über 200 Romane, Sie arroganter Ost-Koske… ist ja schon gut… mir fällt übrigens in diesem Zusammenhang ein, dass Goethe sozusagen heimlich seinen Schwager gelesen hat, hihihi, d. h. natürlich, dessen Bücher, um zu lernen, wie Roman geht… das ist kein Joke… es gab ja keine Fernkurse Creative Writing, Alta, schon gar nicht online… trotzdem ist aus Goethe was geworden… ich finde aber natürlich diese Nachricht in diesem Internet nicht wieder… das Alter… – habe ich schon gesagt…).

Natürlich fällt mir Thomas Mann ein, der gesagt, d. h., geschrieben hat, sinngemäß, Fontane hätte sich bemüht, schnell schön alt zu werden, um schön lange alt sein und richtig loslegen zu können. Fontane war längst, von der Kritik und vom Feuilleton, boah, insbesondere als Balladen-Dichter und literarischer Reporter eingeordnet, um dann mit 57 (!!! – Herr Koske, kommen Sie wieder runter!) mit Romanen richtig loszulegen.

Vermutlich nicht nur meiner unmaßgeblichen Meinung nach scheint er eigentlich der erste wirkliche deutsche Romancier zu sein; es gab vorher nur einzelne Würfe, etwa von Goethe, siehe oben. Auch muss ich hier wieder, falls Frauen mitlesen, mit meiner Achtel-Bildung glänzen, indem ich das Bonmot Oscar Wildes anbringe, sinngemäß, eine Literaturkritik wäre immer auch oder gerade eine Art Autobiografie. Natürlich hat Mann mit seiner Aussage über Fontane auch oder gerade existentiell Mannhaftes ausgesagt…

(… im nächstem Leben werde ich auf keinen Fall wieder Spießer – es kann jedoch sein, dass ich das schon gesagt habe…)

Nun habe ich, und was bin ich wieder kein Schelm, im Internet Zitate von Fontane gefunden, und die finde ich dermaßen grandios, dass ich hier einige poste. Selbst ich möchte hin und wieder nach Luft schnappend im Mainstream treiben, trotzdem ich nie in einen Club eintreten würde, der Leute wie mich als Mitglieder aufnimmt.

Natürlich suche ich mir das raus, was zu mir passt, aber das bleibt völlig im Unbewussten, ich habe da gar keinen Zugang zu. Böse, Gollum, böse! Und wie heißt es immer in Vor- und Nachworten? „Die Rechtschreibung wurde behutsam den aktuellen Regeln angeglichen.“ Auch ich bin ganz tief drin durchaus dienstleistungsorientiert!

Alle Genüsse sind schließlich Einbildung, und wer die beste Phantasie hat, hat den größten Genuss. Nur das Unwirkliche macht den Wert und ist eigentlich das einzig Reale.

Und das Jahrzehnte vor virtuellen Welten usw.! – Ich bin schon lange der Auffassung, aber die behalte ich vorsichtshalber für mich, dass es eigentlich schon immer „Internet“ gegeben hat, nämlich in Gestalt der Weltliteratur als einer Art Gespräch über Zeit-, Länder- und Sprachgrenzen hinweg.

Ich darf das – ich bin schizotyp! Phantasie lerne ich noch! „Paschke, hör auf zu träumen, wir lernen Phantasie!“; aus einem Sketch der „Distel“ von v. d. W.* – War nich‘ alles schlecht!

An der guten Laune unserer Umgebung hängt unser Lebensglück.

(… dazu sage ich nichts weiter als diese hier mitgeteilte Mitteilung darüber, dass ich nichts dazu sage… la la la… mi mi mi…)

Das Herz bleibt ein Kind.

In diesem Sinne scheint es viele herzlose Menschen zu geben – und so sieht die Welt auch aus

Der Bücher- und Literaturwurm, und wenn er noch so gut und noch so gescheit ist, ist doch immer nur eine Freude für sich selbst, für sich und eine Handvoll Menschen. Die Welt geht darüber weg und lacht dem Leben und der Schönheit zu.

das verstehe ich nicht… da gehe ich einfach drüber weg…- „Schwestaaa!!!“… (… kommt seit Monaten auch per Mental-Funk: ‚Elender Bücherwurm!‘… ich heule dann immer ins Kissen, echt…)

Die Dinge beobachten gilt mir beinah mehr als sie besitzen, und so hat man schließlich seinen Glück- und Freudeertrag wie anscheinend Bevorzugtere.

Sloterdijk sagt aber, und ebenso überzeugend wie kunstvoll, dass die sozusagen Reanimation des Epoché-Menschen ein typisches Merkmal unserer Zeit wäre… Tja, was tun, wie wiederum Dr. Uljanow fragte? – Ich lege mich ’n bisschen hin.

Jedoch ist Sloterdijk ein grandioses Beispiel, und das meine ich nicht nur lustich, für die Einheit von Inhalt und Form, die Dr. Uljanow gefordert hat, und die bei den Nossinnunnossn, äh… – nicht wirklich oft zu finden war… Der Schizo spielt wieder Lenin, holt doch mal die Feuerwehr, uäääh! Passt schon – rote Wagen. Marx macht in Feuerlöschern, Heine in Klamotten; die stehen sich alle gut. Nur aus mir wird nix mehr, aber es gibt Schlimmeres. Außerdem habe ich nichts gemacht – Erich ist schuld!

Die Kunst der Lebensführung besteht bekanntlich darin, mit gerade so viel Dampf zu fahren, wie gerade da ist.

Eben! Und große Menschen scheinen solche, die ihre Grenzen erkannt haben und innerhalb dieser Grenzen alles rausgeholt, alles realisiert, alles umgesetzt haben. Oder so. Bla.

Ein guter Aphorismus ist die Weisheit eines ganzen Romans in einem einzigen Satz.

Und viele jüdische Witze sind gewissermaßen komprimierte Philosophie… – Ich bin Antisemit, wir berichteten.

Man kann in der Kunst ohne begeisterte Zustimmung der Mitlebenden, oder wenigstens eines bestimmten Kreises der Mitlebenden, nicht bestehen.

könnte was dran sein… „Herr Koske???!!!“

Wenige haben den Mut, zu essen, wenn sie hungert, noch wenigere den Mut, zu schlafen, wenn sie müde sind. Alle haben wir eine Neigung, uns zum Sklaven der Stunde und der Überlieferung zu machen.

Bleibt auch hier wieder die Frage, ob man das abstellen kann durch Entwicklung von Technik, Technik und nochmals Technik… Bla.

Wie die Eltern sind, wie sie durch ihr bloßes Dasein auf uns wirken – das entscheidet.

Eben! Und nicht die staatlich abgesegneten Exerzitien von Heerscharen hochschulisch gebildeter Pädagogen usw., die über alles Mögliche gründlich unterrichtet sind, nur nicht über ihr Unbewusstes. Bla. – Böse, Gollum, böse!

Wir stecken tief in der Dekadenz; das Sensationelle gilt, und nur einem strömt die Menge noch begeistert zu: dem baren Unsinn.

Nanu?! – Da haben die Online-Redakteure aber was falsch redigiert, das kann nicht jemand vor über 100 Jahren gesagt haben… *hüstel*

In gewissem Sinn und Maß zusammenfassend und abschließend gesagt – ich habe fast nichts von Fontane gelesenWarum? – Voll korrekt, Mann, er wurde behandelt. Dabei war ich ja schon als Schüler leidenschaftlicher Literatourist – viele Leute sind offenbar in ihrer Schulzeit mit Textbausteinen gesteinigt worden. Bla.

Nun denn – wandern wir mal!!!

** Das ist womöglich von Ost-Koske gequirlter Quatsch, denn das Zeugs gab es damals wahrscheinlich noch gar nicht, und, aua, mit Sicherheit nicht in der DaDaeR; man darf die Ausführungen des Ausführenden also nicht konkret nehmen, bitte recht sehr…
** „…vor der Wende…“, natürlich.

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