(… habe die semiotische Guerilla bezwungen – sie ist am Boden…)

Umberto Eco hat, wir berichteten durchaus, den Begriff in einem anderem Kontext geprägt, aber er scheint über diesen hinaus brauchbar. Bla…

Was ist neu?

Nichts… – Auch heute wieder wurde mir geträumt, dass ich etwas lesen täte, und man kann aber im Traum nicht lesen, und das erzählen Sie jetzt einmal einer Mitgliedin oder einem Mitglied des Freudeskreises Anna Lyse, mehr oder weniger geschätzte mehr oder weniger Abwesende meiner unübersehbaren Nichtleserschaft, heule heule heule…

Ein bisschen abweichend vom in den letzten 32 ½ Jahren im mehrfachem Sinne träumerisch erlebtem Schema ist jedoch, dass ich eine Traumszene sozusagen wiederhole. Das kenne ich aus meiner Zeit als Vierkäsebreit, aus meiner mehr oder weniger rhythmisch verhusteten Vorschulkindheit, in der die wesentliche Prägung erfolgte, dass mein Innenleben, insbesondere die Träume, das Wichtige, Wesentliche, Primäre usw. wären, während die Welt da draußen als lästige, aber unumgängliche Pflichtübung in der Art eines Huschreizes zu bewältigen wäre. Nicht typisch für unsere sozialistischen Menschen, schon gar nicht in der ersten sozialistischen Stadt, aber eigentlich auch oder vor allem nicht typisch für die abendländische Kultur überhaupt.

Ja ja, das alte Kind Ron ist wieder so was von überspannt, der braucht dringend… – ist ja schon gut, begattet Euch selbst! Immerhin bin ich beim Thema, ha!

„Ron“ wird als Fehler angezeigt, ich habe offensichtlich verschissen bei der Göttin, heule heule heule… – Ihr wisst ja, Gott ist tot, und ich habe auch dauernd diese Schwindelanfälle, und es lebe die Göttin!

Ein Zimmer mit drei oder vier Betten nebeneinander; es könnte die Herberge sein, in der ich vor neun Monaten (!) ganz knapp der Obdachlosigkeit entkommen bin. Ich fürchte, meine Tage in dem Haus, in dem ich gerade sitze und das hier Getippte tippte, sind gezählt, aber das wird wieder ganz überraschend kommen, „Wenn Du schon gar nicht mehr dran denkst!“, wie es bei dieser Ost-Band heißt, war nicht alles schlecht. Das ist schade, denn das Stübchen ist eigentlich cool, bla; allein, die Welt-Geistin ist unerbittlich.

Für Träume überhaupt typisch ist, dass ich sowohl eine Traumfigur bin, der ich aus der Beobachterposition zusehe, und gleichzeitig als Beobachter anwesend. In der Ecke ist eine nackte ältere Frau, und ich würde sagen, noch ganz knackig, aber das ist sexistisch-frauenfeindlich, weswegen ich diese Ansage unterlasse, sowie ein mittelalter Mann des Typs dynamisch dröhnender Polter-Proll, d. h. also, eigentlich zu mir passend, *hüstel*…

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Auch interessant… – Ich war es nicht, Pionierehrenwort!

… er spielt wieder den Simulanten…

Ich will versuchen zu erläutern, wieder einmal, was mit „Budenzauber“ gemeint ist; ich kann nicht anders, ich muss petzen, ich bin halt eine Charakterruine.

Dass ich irgendwo bin, wo ich etwas wollen soll, merke ich an der Stimmung, die tatsächlich, und im Wortsinn, aufgehellt ist. Letztens habe ich das wieder erlebt, als ich verstohlen durch Bogenhausen und den Arabella-Park getappt bin. Da wohnen die vornehmen Leute; genau, ich halte mich für was Besseres, und die Mutbürger, die dergleichen formulieren, merken nicht nur nicht, dass sie Wahrnehmungsmustern von 1912 folgen, sondern deuten allertiefstdieselben dann womöglich noch um in der Weise, dass sie erklären, ich hätte die Wende verpennt.

Wenn ich auch nur den Versuch unternehmen würde, diesen Vorgang vorsichtig als elende Projektion zu charakterisieren, hieße es, ich wolle Gruppentherapie machen, wobei sich hier die Frage aufdrängt, wo da gerade ’ne Gruppe is’… Wie eine Gruppe beschaffen ist, kann man, unter anderem, hier nachlesen, und dann kann jeder Leser im berühmtem stillen Kämmerlein darüber nachdenken, in welchem Stadium sich die Gruppen befinden, in denen er sich zu bewegen pflegt, inclusive der buckligen Verwandtschaft.

„Geben Sie es doch zu, Herr Koske, dass Sie das Martyrium genießen, sich immer wieder in derartigen Kommunikationsfallen häuslich einrichten zu müssen!“ Ja, klar, ich bin das gewohnt, schon aus meiner Zeit als Vierkäsebreit, das ist für mich normal, aber immerhin bemerke ich, nicht immer, aber immer öfter, die Relativität dieser Wahrnehmung.

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… n i c h t  i m m e r  kurz, der Mann…

Der alte Ost-Koske kriegt sich ja wieder gar nicht mehr ein; er würde am liebsten ein wenig herum hüpfen, aber was sollen denn die Leute denken, *hüstel*…

(… Zeichen ist angekommen… eben war, wieder einmal, „der Monitor weg“… Ihr macht das sehr gut, liebe Vertreter der semiotischen Guerilla… mir ist sehr wohl klar, hoho, dass der Begriff von Umberto Eco in anderem Kontext gemeint war, aber er scheint auch oder gerade hier brauchbar, trallala… ja ja, Schizo… – schön wärs, ihr… äh… – Dings… )

Allein, mir ist durchaus klar, dass Musik, und auch und gerade meine Versuche, Geräusche gar artig zu gruppieren, immer etwas von Lullaby haben, und das wird hier besonders augen- bzw. ohrenfällig.

„Beschwörung“? – Hätte ich doch besser aufgepasst in the English lesson at school, yeah, aber ich musste ja immer diese russischen Frollein anschmachten, wir berichteten erst ca. vierzig Mal, die ich in meinem Hausaufgabenheft hatte, d. h., ich hatte da natürlich die Abbilder, hihi.

Musik scheint gewissermaßen die stammes- und individualgeschichtlich ganz frühe Kunst; die Kunst der frühen symbiotischen Verschmelzung, die in diesem Sinne gewissermaßen vor den Worten wirkt… Oder so. – Krieg ich ’n Bienchen ins große galaktische Klassenbuch?

… sehnse, bzw. hörnse, Herr Koske – d e r  fasst sich kurz…

(… den kann ich als sozusagen großen Bruder im Geiste ein bisschen akzeptieren, weil nix zurück kommt, denn er ist seit Längerem im ewigem Studio… ach ja… im nächsten Leben… – habe ich schon gesagt…)

… dermaßen notgeil bin ich nun doch nicht…

Er tut wieder so, als wenn er arbeiten geht… – Das „Lustige“ ist, dass mir wieder eingefallen wurde, kein Schreibfehler, dass mein unmittelbar vorgesetzter Vorfahre das gemacht hat; man nahm an, er würde in seiner leitenden Funktion zur immer besseren Befriedigung der Bedürfnisse der Bevölkerung beitragen, stattdessen er spazieren gegangen ist, hihi, was übrigens von zumindest in diesem Kontext in jedem Fall glaubwürdigen Zeugen bezeugt wurde. Ich muss zugeben, dass ich das dem Herrn gar nicht zugetraut hätte; man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können usw.; Nietzsche, wenn ich recht belichtet bin, was nicht immer, aber immer öfter der Fall zu sein scheint. Da hat er sich doch noch irgendwie als der Kerl erwiesen, den er in meiner Vorschulkindheit zu geben versuchte und von dem ich vergeblich erwartet habe, dass er endlich bleibend zum Vorschein kommen würde. Ich habe den Verdacht, dass ich nicht der Einzige bin, der heimlich derartige Erwartungen hegte und pflegte.

Das ist eine der Situationen, die tragikomisch typisch waren für unsere sozialistischen Menschen. Alles, was mit Psycho zu tun hatte, wurde noch mehr ausgeblendet, als es heute normal ist, und daher konnte niemand erkennen, dass der Mann verzweifelt versuchte, nachholende Ich-Entwicklung zu zelebrieren, obwohl er den Begriff nicht kannte, ein bisschen zu leben versuchte jenseits von Pflichterfüllung. Dies in seiner Torschlusspanik, die daraus resultierte, dass er nach seinem heftig geleugnetem Vierteljahrhundert in Uniform draußen war und klar kommen musste und durch eine schwere Erkrankung mit der Endlichkeit des Lebens brutal konfrontiert wurde.

Es wird da noch Einiges zukommen auf die Kameraden Volksschützer (Franz Fühmann), denn es zeichnet sich jetzt schon ab, dass auch oder gerade die Knackis immer älter werden, und ich kann und will mir nicht verkneifen anzumerken, dass auch und gerade das mit diesem scheußlichem Unbewusstem zu tun haben könnte, und zwar in der Weise, wie ich es eben anzudeuten versuchte mit der Schmonzette aus der Keimzelle der Gesellschaft, die die Familie laut Friedrich Engels angeblich ist. Es ist denkbar, jedenfalls für mich, und ich darf das, ich bin schizotyp, dass auf dem Gelände der ehemaligen DaDaeR eine Art „Coverversion“ von Holden Caulfield 71 sein könnte, und das habe ich nicht nur witzig gemeint, und es ist auch nich‘ lustich.

Warum schreibe ich das auf? – Um überhaupt zu schreiben, natürlich, und das ist jetzt natürlich wieder ein bisschen alá „Bajazzo“ von Thomas Mann, doch drohe ich wieder vom Hundertstem ins Tausendste zu kommen, weswegen ich das jetzt mal so stehen lasse. Ich habe die Materialsammlung zu meinem Lebensslalomlauf mitnichten aufgegeben, des seiest Du gewiss, herbe Dame Welt, es stockt „nur“ gerade wieder ein bisschen, diesbezüglich, ach…

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Eben hat die Hausfrau in mir  e i n  b i s s c h e n  geputzt

Aus Schuldgefühlen. Eigentlich will ich etwas Kreatiefes für meinen Kurs in kreativem Schreiben schreiben, aber ich muss erst meine Pflicht erfüllen, und ich wienere den Spiegel in meinem Pensionsstübchen und die Ablage darunter. – Wieso eigentlich „wienern“? Sollte man gelegentlich recherchieren; ich hatte, wir berichteten, gute Gespräche mit den Peters Hille und Altenberg, damals im „Central“ und so, *hüstel*.

Das lässt mich wieder an Fallada denken; nein, ich bin nicht größenwahnsinnig, jedenfalls nicht an dieser Stelle.

Leute, die man ohne Nachprüfung als glaubwürdig einschätzen kann, berichten, dass Fallada seine gewissermaßen dichtesten, stilistisch besten usw. Texte geschrieben hätte – im Knast. Vorher hätte er jedoch, so der Bericht, nicht die Sage, zur freudigen Überraschung der Vollzugsbeamten seine Zelle geputzt und geschrubbt und gewienert.

Das verstehe ich sehr gut, sorry!

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Das Stasi-Schwein schreibt wieder seine Berichte (vox populi, sinngemäß)

Diese seit Jahrzehnten von diversen Leuten entwickelte Überzeugung, deren Entwicklung ich oft persönlichkeitsspezifisch tragikomisch gar nicht bemerkt habe, ich wäre Einavonnastasi, hat wenig bis nichts mit Ideologie und DDR usw. zu tun, sondern mit dem von mir unter anderem im letztem Posting erwähntem Phänomen der von Sloterdijk postulierten Notwendigkeit einer gewissermaßen Reanimation des Epoché-Menschen, die zudem dran wäre, zeittypisch usw.

(… das is‘ ’n Satz, boah… den lasse ich jetzt aber stehen… „Das Thema unseres heutigen Marketing-Seminars ist ‚Wir üben Authentizität‘, anschließend After-Work-Party mit DJ USP“…)

In den letzten Wochen musste ich immer wieder an eine Episode denken, die ich etwa 1986 erlebt habe. Einer meiner Vorgesetzten im Fernsprechamt wollte mich für die Freiwillige Zusatzrentenversicherung der DaDaeR werben – erklärte er.

Er hat sich sehr seltsam gebärdet, was allein schon die Tatsache bestätigt, das ich mir die Episode gemerkt habe. Der Tisch war voller Papiere, die sich in wirrem Durcheinander gegenseitig überdeckten, was bereits sehr ungewöhnlich war für diese sozialistische Führungspersönlichkeit. Der Mann war völlig aufgedreht, redete wie ein Wasserfall, was mir natürlich auffallen musste, weil das bekanntlich mein Part ist, und er druckste und eierte herum, wie ich es noch nie von ihm erlebt habe.

Was habe ich da unterschrieben, chch? – Der ist sooo süß, der Ost-Koske, der merkt gar nichts!

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Schon mehrfach habe ich diese These bzw. „These“ im Blog gepostet

Natürlich könnte man sie als Ausdruck des typischen Symptoms „Theoriebildung bei Störungen des schizoformen Spektrums“ werten; „Wir sind ein freies Land!“, wie es in amerikanischen oder in den Staaten spielenden Filmen immer heißt. – Was Letztere angeht, ist mir nämlich eben „Out of Rosenheim“ eingefallen; das sind Assoziationen, mein lieber Freud, äh… Freund.

Vielleicht heißt es das aber beim gegenwärtigem vereinigtstaatlichem übergroßem Vorsitzenden eher nicht, *hüstel*. Immerhin, die Tochter ist der Hammer, und sie kommt die Tage nach M, Hauptversammlungsplatz der Bajuwaren, und ich bin gespannt, ob ich München-Verbot bekomme; ein bisschen Narzissmus muss sein! Wie gesagt – ich würde mich beobachten lassen! Lieber überwacht werden als gar nicht wahrgenommen, und das habe ich nicht nur lustich gemeint, und dazu komme ich auch noch in den nächsten fünfzig Jahren, neuerlich *hüstel*…

Ich schweife ab, und ist das nun freie Assoziation als Technik geistiger Arbeit oder bereits Gedankenflucht als Symptom geistiger Störung? – Wir bleiben dran, wir berichten, wie mehrfach berichtet.

Genug geblödelt! („Hört! Hört!“)*

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