… und was sagt die Hauptverwaltung Budenzauber…

‚Geh‘ wieder arbeiten!‘, ‚Schreib als Hobby!‘, ‚… Bewerbungen schreibt…‘, ‚Er dichtet doch nich‘!‘… Und so weiter und so fort.

Das Übliche! Ich bringe ja auch die alte Leier; ich sollte wieder springen und richtig dichten, und habe es wieder nicht gepackt, Klappe, die sechshundertvierundsiebzigste…

Allein, man soll sich ja um die Dinge kümmern, die Einen zum Lachen bringen (Dr. B. in Judith Guests „Eine ganz normale Familie“, fast wörtlich), und über so was lacht der Herr K., gefunden natürlich im Frauenmagazin „Pinterest“…*

Aber – wenn es doch so ist, menno… – Im Auge behalten, den Mann!

* Das Bild wurde bei „Pinterest“ gefunden, nicht Herr K. (die nicht vorhandene Redaktion).

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Wird nun auch Herr K. von Ostalgie gebeutelt?

Mitnichten… Natürlich habe auch ich nach der Maueröffnung eine Art Kulturschock erlitten, und zwar konkret am Samstag nach der Öffnung, als ich mit einem Kumpel in der Wohltat’schen Buchhandlung am Bahnhof Zoo war. Es war… – erschütternd. Es gab von jedem Buch, das mir in den Kopf kam, nicht eine Ausgabe, sondern drei, vier und mehr, von verschiedenen Verlagen, in verschiedenen Preislagen und in unterschiedlichen Aufmachungen, und dann gab es noch stapelweise Taschenbücher. Schon am Eingang stand ein Rollcontainer mit einem großem Preisschild „10 DM“, darin fand ich bereits nach kurzem Wühlen etwa „Gesammelte Erzählungen“ zum Beispiel von Stefan Zweig oder Herrmann Hesse usw. Als ich einen Verkäufer darauf angesprochen habe, hat der abgewunken und gesagt, er würde pro Schuber nur 5 DM nehmen. Bekanntlich bin ich selten sprachlos, da war ich es, ohne Ironie oder dgl. gesagt.

Mir ist sofort die rührige Bibliothekarin bei der Fahne eingefallen, die auch einen Buchhandel betrieb; sie hatte übrigens einen typisch ostpreußischen Namen, aber das nun wirklich nebenbei. Sie schaffte es, fast jedes Buch zu organisieren, und wenn es auch Monate dauerte, war doch jeder happy, wenn er das bestellte Buch dann in den Händen hielt. Ich zum Beispiel hatte über ein Jahr lang auf eine fast Pracht-Ausgabe von Hesses „Unterm Rad“ gewartet; in Leinen gebunden, mit Lese-Bändchen und zu einem für DDR-Verhältnisse sehr hohem Preis. Ich glaube, der betrug 16 Mark, und ich trug das Buch begreiflicherweise wie einen Schatz in meine Kampfkemenate in der Kaserne.

Nun stand ich in dieser Buchhandlung wie in einer Art Zauberladen und hatte – ein komisches Gefühl… Natürlich war es Wahnsinn, jetzt auch in diesem Marktsegment immer und überall alles sofort kaufen zu können, aber… Irgend etwas war weg, das eigentlich nicht schlecht war; nein, auch das ist keine Ostalgie.

Die Pointe aber ist, dass ich wenige Wochen später, als die Verramschung und Verklappung der DDR-Literatur begonnen hatte, in einer Zeitung gelesen habe, einer westlichen wohlgemerkt, dass in den USA Germanistik-Studenten über Hans Webers Bücher, siehe oben, Dissertationen schrieben; entweder in Detroit oder in Chikago, genau weiß ich es nicht mehr, und es ist im hier verhandeltem Zusammenhang auch nebensächlich. Ich habe mir damals schon gestattet, dies mindestens merkwürdig zu finden. – Das ist Dialektik, Nossinnunnossen! Sorry.

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„Es ist ein – Kuchen…“

Was war sonst noch wichtig? – OB Reiter hat mit zwei Schlägen den Wiesnanstich getätigt, oder wie man da sagt, und Lena hat ’ne neue Friseur; sieht sogar gut aus, aber das behalte ich für mich…

(… ich bin gern Spießer… – ja, ich bin so was von eifersüchtig… ich auch Star sein wollen… ganz, ganz schlimm, echt… – kam wieder per Mental-Funk, genau… Ihr macht das schon, Ihr Budenzauberer…)

PPS: Ach ja, und Meister King ist heute 72 geworden – möge er sich noch lange graphomanisch entladen, echt… der packt es, Budenzauber „umzudeuten“, ach… jammer, jammer…
PPS: Der freudvolle Verschreiber ist eindeutig! Herr K. sieht sich als Lenas Friseur – alles klar, Frau Dr. Anna Lyse…

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… man w i l l von mir geführt werden (???)…

Heute war ich bei der Tafel, weil am Ende des Geldes wieder so viel Monat übrig ist; ja, das Ding hat ’n Bart, aber wenn es doch zutrifft… Das ist auch deshalb schier dialektisch, weil ich Mühe hatte, das viele Obst und Gemüse zu essen, das ich eingepackt bekam, als ich vor Jahren schon einmal bei einer Tafel war; jetzt, nach Einsetzen meiner veganymedizinischen Eigenbehandlung, ist das natürlich optimal, ha! Ich habe dann trotzdem, weil ich nach der Stunde Warten völlig durch den Wind war, Fleisch und Wurst und dergleichen einpacken lassen; die müssen jetzt mein Nachbar und seine Freundin essen, hähä.

Mordsgaudi! Typischer Charakter in typischer Situation! – Wer hat das gesagt? Goethe? Is‘ egal, is‘ schnuppe! Erst habe ich gefroren wie ’n Schneider, weil ich nur ’n T-Shirt trug und die Lebensmittelausgabe auf einem hain- oder wäldchenähnlichem Terrain erfolgt. Wieso eigentlich „wie ’n Schneider“? Und was ist hain- oder wäldchenähnlich? Egal, is‘ schnuppe!

Dann gab es, natürlich, einen Kunden mit derselben Nummer wie ich; ich hätte mich eher gewundert, wenn dergleichen nicht passiert wäre. Da der Ausgeber, der mir auch die Wartemarke ausgegeben hatte, sich aber natürlich daran erinnern konnte, dass er mir eine Stunde zuvor diese Marke ausgegeben hatte, bin ich trotzdem versorgt worden.

Kurz bevor ich dran war aber, und ich komme jetzt gewissermaßen zum Thema, wir bitten um Verständnis, hat mich eine Frau angesprochen, die schon längere Zeit links von mir gestanden hat; räumlich gesehen, nicht politisch, versteht sich. Allein, sie hat mich nicht nur angesprochen, herbstmilde Erotik im Park usw. – sie hat gar nicht mehr aufgehört! Nach wenigen Minuten war ich endlich wieder einmal sprachlos – das schafft kein Therapeut derart schnell!

Es ging ihr um die Kinder einiger Mitbürgerinnen mit Migrationshintergrund, die herum tobten und auch gelegentlich um Grabsteine und Kunstschmiedearbeiten herum und auf ihnen turnten. Jedenfalls behauptete das die besorgte Bürgerin, wirklich gesehen habe ich dergleichen nicht, dazu war ich viel zu perplex, nachdem ich feststellen musste, dass die Frau mich offenbar wahrgenommen hatte, als vorhanden gesehen usw.

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… sag‘ ich doch – bin im Trend…

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… heißt nicht Bernd, ist aber recht dinkelhaft…

Ost-Koskes erstes veganes Brot

‚Gibta an, dissa ’n Brot backen kann!‘… Jedoch verblüfft mich die Reaktion meines bereits leicht lädierten Körpers auf meine veganymedizinische Eigenbehandlung, und das ohne Irokasmus usw. gesagt. Zunächst macht es mich misstrauisch, dass das derart leicht und unproblematisch vonstatten geht; da ist noch ein Haken, da rutscht noch etwas nach, da muss noch etwas kommen usw. Allein, ich laufe gerade wieder recht sehr heftig, nach wie vor zum Luitpoldhügel und diesen hinauf und wieder hinunter und zurück in diese treffliche Einrichtung, und nie treffe ich Luitpold; sie nannten ihn „Mr. Tolate“, yeah. Trotzdem habe ich keine Gelenkschmerzen, bis auf gelegentlich leichtes Ziehen an verschiedenen markanten Punkten des Bewegungsapparates, oder wie man da sagt, und die sind aber schnell wieder verschwunden, tandaradei!

Ich besitze die Arroganz zu vermuten, dass dieser erfreuliche Ablauf mit dem Fleischverzicht zu tun haben könnte, ha!

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Nachtmahl im Chemieraum. Sowie weitere Gruselgrotesken.

Ja ja – ‚Kabarett‘… Aber warum nicht wieder einmal Träume aufschreiben? Besser als nichts – und besser als nichts Schreiben. Zwar kommt nichts raus beim Schreiben, aber ohne Schreiben kann ich nicht, ich habe es -zig Male versucht, ich armes, armes Ich.

Das Besondere war, dass die Träume heute tatsächlich lustig waren, jedenfalls zum Teil. Ich entsinne mich an mehrere Szenen, die allerdings nur einen Bruchteil des Traumgeschehens darstellen. Zuerst stand ich vor einem Schrank wie dem, in dem ich in dem Bereich, über den man sich geeinigt hat, dass er die Realität wäre, meine Wäsche aufbewahre, und hatte nichts anzuziehen, was angeblich eine typisch weibliche Aussage ist. Das fand ich bereits im Traum ein bisschen komisch, obwohl der Schrank im Traum irgendwie im Freien stand. Allein – passt schon! „Frau Koske trägt die Post heut‘ aus/ ich hab‘ ihn schon gesehen.“

Ich bestehe die Prüfung, natürlich, nicht, ich finde vor allem keine Unterhosen, obwohl der Schrank weitaus „gefüllter“ ist als in der sogenannten Realität.

Dann etwas mit einer Gaststätte oder dergleichen, die in der Weise, wie es in Träumen oder Filmen möglich ist, gleichzeitig das Chemie-Kabinett der Schule ist, in der ich von der vierten bis zur zehnten Klasse lerne bzw. hospitiere. Ein Kellner verweist auf zahlreiche gefüllte Teller und Platten und schwenkt einige schwungvoll in Richtung der Gäste, die hinter den Schulbänken sitzen. Unter anderen sitze ich dort, während ich gleichzeitig die Szene beobachte; auch dies eine typische Traumkonstellation. Der Kellner ruft in der Manier eines Marktschreiers sinngemäß, fast wörtlich: „Hier haben wir Schniesel, Schnusel und Schnösel, und dann auch noch Schnüselsuppe!“

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(… auch ’ne „kulturelle Umrahmung“… )

Ist hier gleich um die Ecke, was ein gutes Zeichen sein dürfte, denn der Klient nähert sich auch in dieser Weise dem je nach Standpunkt des Betrachters berühmten oder berüchtigtem Hier und Jetzt, bla…

Einen Text habe ich heftig überarbeitet, so dass er jetzt unter anderem dreimal so lang ist wie in der Erstfassung, und zwar diesen, und dann habe ich einen neuen Text geschrieben. Diese Geschichte habe ich allerdings schon einmal gepostet, aber wenn ich die Wahl habe, nichts oder so was zu schreiben, dann schreibe ich halt so was… Ich bin nicht zufrieden und das ist kein Kokettieren und jedenfalls wünsche ich meiner zu Recht unübersehbaren Nichtleserschaft einen sonnigen Restsonntag!

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… da war so eine Art Bild…

… heute früh, im Halbschlaf… Nach wie vor werde ich jedes Mal „aufgescheucht“ durch Hupen, Klingeln, Klopfen, Tröten, Pfeifen, Klatschen usw., wenn ich in meine inneren Bilder zu gleiten „drohe“; diese Bilder kennt ja wohl jeder als im Übergang vom Wach- zum Schlafzustand im Grübelkasten aufsteigende solche.

Wie soll das gehen – das geht doch gar nicht?!!! „Weil, so schließt er messerscharf/nicht sein kann, was nicht sein darf…“. – Wieder ein Zitat, hier von Christian Morgenstern, das im ursprünglichem Kontext ein bisschen anders gemeint gewesen sein dürfte und dennoch auch außerhalb dieses Kontextes zutrifft, ein bisschen, wie hier. Bla.

Eine sehr „ordentlich“, d. h., professionell gezimmerte, sehr kleine Blockhütte, mit quadratischem Grundriss von höchstens anderthalb Metern Kantenlänge, stand auf einer Art beräumten kleinen Lichtung in einem Wald. Die Hütte war etwa zwei Meter hoch und ich konnte von allen Seiten durch kleine Fenster, die wie ein Ring unter dem Dach um das ganze Häuschen herum eingepasst waren, in die Hütte hinein sehen. Ich sah keinen Boden, sondern konnte schon beim erstem Blick feststellen, dass die Hütte die Tarnung eines Labyrinthes unter der Erde war, wobei der Gang, in den ich hinein sehen konnte, ebenso fachmännisch angelegt war wie das Blockhäuschen. Er war sauber ausgekleidet und beleuchtet, und zwar nicht mit Fackeln oder dergleichen, sondern offenbar mit Leuchtstoffröhren.

Was ist das denn? Verarbeitung der mehreren Dutzend Folgen von „Stargate – Kommando SG-1“ sowie „Stargate Atlantis“, die ich mir in den letzten Wochen neuerlich reingezogen habe? Ja, natürlich ist das Eskapismus, aber nachdem mir 1986 quasi mein ohnehin immer fragil gewesener Innenraum demoliert wurde und ich mich seitdem frage, wer da wie und warum zugange war, brauche ich immer einmal wieder z. B. Serien als kleinen Familienersatz usw.; siehe entsprechende Aussagen von Medienwissenschaftlern. Außerdem durfte ich neuerlich feststellen, dass viele der erzählten Geschichten im mehrfachem Sinne phantastisch sind und viele der darin schauspielenden Schauspieler grandios, bla.

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Textchen (Um wieder einmal ostpreußisch zu suffixieren. Oder so.)

Eine Mini-Miniatur ist hier, und einen Beitrag habe ich bis auf mehr als die doppelte Länge überarbeitet. Mehr war nicht drin, bla.

Das Bild hat nichts mit dem Text zu tun, aber es ist zauberhaft; das Haus befindet sich in der Augustenstraße 105 und steht hoffentlich noch ’ne Weile. – Hatte ich gedacht, und jetzt habe ich, natürlich, etwas dazu gefunden.

(Genau, ich spiele den Urlauber; danke für die Rückmeldung, Ihr macht das schon, ihr Budenzauberer! Ja ja – ‚Einfacher Arbeiter!‘).

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