(… neuerlich zwingt K.’s Geltungsdrang ihn zur Wortmeldung…)

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Vor mittlerweile auch schon wieder etlichen Monden hat K. zum zweitem Mal Stasi-Einsicht bei der Aktenbehörde beantragt; es kommt keine Antwort und das ist natürlich kein Zufall. Einige Umkreisungen des dritten Planeten um das Zentralgestirn nach der Wende hat K. schon einmal nachgefragt und die Auskunft erhalten, man hätte nur eine DIN-A-5-Karteikarte mit dem Namen und dem Geburtsdatum K.’s gefunden.

(… K. gibt übrigens auch nicht auf, ermitteln zu wollen, wer wie warum seit 1986 den Budenzauber zelebriert… chch… süüüß…)

PS: K. kann „Guinness Draught Stout“ jederfrau und jedermann empfehlen; das ist zwar in der Büchse, nicht im Fass, aber in der Büchse ist ein Kügelchen mit Stickstoff, welches beim Öffnen der Büchse diesen sagenhaften Schaum erzeugt, Alter… Schaum schlagen kann K., ha!

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„Es kann Dir nix geschehen!“

K.’s ambitionierte Freudlektüre liegt schon sehr lange zurück. Etwa 1988 hat er seinen unmittelbar vorgesetzten Vorfahren unerwartet auf der Schönhauser in Berlin getroffen, wo er, der UVOVOFA, anachronistisch flanierend es wieder einmal genossen hat, für diesen und jenen Schauspieler gehalten zu werden usw.

Zu K.’s anhaltender Verwunderung aber gebärdete sich K.’s Vater, wie es K. nicht zu erwarten gewagt hätte, indem er K. einen Hunni in die Hand drückte. K. aber, wie sollte es anders sein, begab sich umgehendst in die nächste Buchhandlung*, um dort die nach langen Kämpfen unter anderen Franz Fühmanns endlich in der DaDaEr erschienene größere Ausgabe von Freuds Schriften zu erwerben. Gnihi. Ist das ein Ausagieren des ödipalen Konflikts! Dit hattn wa ooch noch nich‘, Keule. Es war wohl eine dreibändige Ausgabe und sie war gerade für DaDaeR-Verhältnisse sehr teuer; allein, K. hat stillvergnügt getrost nach Hause getragen, was er nun schwarz auf weiß besaß.

Freud hat, wenn K. sich recht entsinnt, dieses Zitat verwandt, um auf die typische Haltung eines Lesers oder Filmzuschauers zu verweisen; dabei und doch nicht dabei, durch heftigste Abläufe in höchste Erregung versetzt und doch immer in Sicherheit usw. Kurzum wird eine gewisse Spielart des Epoché-Menschen nach Sloterdijk nach Husserl in gewisser Ausprägung wirksam. Oder so ähnlich! Auch oder gerade K., das rezente Fossil, findet sich in beschwingter Hochform.

Aber – dieses Vögel-Gezwitscher! Wann hat K. dergleichen zum letztem Mal richtig wahrgenommen? Überhaupt ist für K. in diesen Videos das Atmosphärische von vor dem Wendepunkt in seinem persönlichem Präteritum 1986… „Ach.“ (Prof. von Bülow)

Die im Folgendem abgebildete Plastik aus Plastik** aber hat K. vorgestern auf den Straßen von M gefunden, ha! Da weit und breit keine Kleinmenschin und kein Kleinmensch zu sehen waren, hat K., *hüstel*, in einer Anwandlung von Raubtierkapitalismus sich das possierliche Püppchen gekrallt.

PS: Mittlerweile gibt es auf dem sozusagen zitierten YouTube-Kanal Dutzende derartiger Berliner Stadtspaziergänge.

** Grandiose freudige Fehlleistung, „Buchlandung“. Ha! Ha!!!
** Persönlichkeits- sowohl als auch störungsspezifisches Anbiedern an den gemeinen Wessi (homo sapiens kohlera), indem K. „Plastik“ schreibt und nicht „Plaste“.

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(… und nicht nur K. hatte gedacht, das wäre typisch DaDaeR…)

Quelle.

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(… des Galgenstrickmusterknaben tägliche Löffel Zynis-Mus…)

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(… nicht, dass das ungewöhnlich wäre, aber – K. ist selbst schuld…)

Als K. in P. über einer Suchthilfeeinrichtung wohnte, die übrigens ausgezogen scheint, womit sich K. wieder einmal selbst ein Ding gemacht haben könnte*, kam andauernd per Mental-Funk: ‚Komm runter!‘

D. h., K. sollte Kontakt aufnehmen wollen zu den im Hause sozialtherapeutisch beherbergten Menschinnen und Menschen, die in, ohne Ironie und dgl. gesagt, bemerkenswerter Intensität in Gruppen eingebunden waren. Natürlich hat K. diesem von wem und wo auch immer erfolgendem Anruf nicht Folge geleistet, denn er ist im Widerstand. Er macht den Budenzauber nicht mit. „Weil, so schließt er messerscharf/nicht sein kann, was nicht sein darf“, Christian Morgenstern. „Die fanatische Bosheit des Spießers“, Dr. K. Marx.

Auch hier im Hause kommt dieser Zuruf andauernd, und auch und erst recht hier folgt K. nicht der magisch-mystischen Anrufung. Dafür gibt es hier jedoch noch einen rationalen Grund – das coviderliche Virus. Die Bewohner der WG in drei Etagen sowie die Besucher des Werkstatt-Cafés im Hochparterre sind angehalten, außerhalb der Privaträume maskiert zu agieren, und es scheinen sich alle daran zu halten. K. hat bereits erwogen, sich mit Maske zu rasieren. Er wagt sich jedoch gar nicht auszumalen, was abgehen würde, wenn hier jemand infiziert würde; Visionen von durch Amazon-Drohnen abgeworfenen Care-Paketen sind eher lustich…

(… ja ja, alles Ausreden…)

Nun, im Boardinghaus in der Arcisstraße kam unzählige Male per Mental-Funk: ‚Komm‘ hoch!‘ Oben aber, im Quasi-Penthouse, oder wie man da sagt, wenn man voll der fitte Privat-Publizist ist, wohnten Studenten in einer WG.

Tja… – Siehe Überschrift Headline! K. scheint schon lange klar, dass es beim Budenzauber auch, wenn nicht sogar vorrangig, um Anbindung an eine Gruppe geht. Dies auch im Zusammenhang mit der Aussage des grandiosen Bonmots von Dr. Sch., dem vorvorigen Vorsteher des Hauses der ewigen Kindheit, Wirklichkeit wäre das, worüber sich die jeweilige Gruppe geeinigt hätte, dass es Wirklichkeit wäre. Natürlich hat K. diesem von wem und wo auch immer erfolgendem Anruf – siehe eben oben…

Bla.

* Erst nach einigen Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen in P. hat K. bemerkt, was natürlich wieder persönlichkeitsspezifisch tragikomisch war, was da abging. Man war bei der Wahrnehmung der von K. angegebenen Wohnadresse offenbar überzeugt, K. wäre Klient in der Suchthilfeeinrichtung, gnihi. „Durchgeknallter Junkie!“ kam als Rückmeldung, als K. eines der für Einstellungsgespräche genutzten Büros verlassen hat. K. hat sich dieses Feedback vor allem deshalb gemerkt, weil es bei einer der wenigen Erlebnisse erfolgte, bei denen er sich nicht darüber im Klaren war, ob das Gehörte wirklich gehört oder „gehört“ war; daher Anführungs-, keine Gedankenstriche. Bla.

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(… im Umfeld der Wohnung befindet sich viel Gegend…)

Wieder einmal hat sich eine Menschin in den Dunstkreis des K. gewagt. K. musste lachen, weil sie erklärtermaßen das getan hat, was er sich sozusagen in voraus eilendem mentalem Masochismus immer wieder zu tun vorwirft, indem sie erschienen ist, weil sie was wollte; konkret einige Kartons für ihren bevorstehenden Umzug.

Bereits der könnte für manche etwas leicht Humoristisches haben, denn die Frau hat nach vor wenigen Wochen erst erfolgtem Einzug in dieses alles andere als durchschnittliche Gebäude eben erst ihre letzten Kartons ausgeräumt. Herr K. hat Schuldgefühle, weil er unverdient das größte Zimmer im Haus hat und immer noch nicht happy ist. Allein, wie sollte er sein Leben bewältigen ohne Schuldgefühle? Alles klar!

Nun wurde der Streit-, Leid- und Zeitgenossin eine Wohnung zugesprochen und K. ist weniger neidisch und eifersüchtig, was er vorsichtshalber annimmt, dass es ihm vorgeworfen werden könnte, sondern geradezu angeregt, weil offenbar doch noch etwas geht, wohnungstechnisch; auch in M, über dessen Wohnungssituation hier etwas anzumerken eine Wagenladung Eulen nach Athen transportieren zu wollen bedeuten würde.

Oder so ähnlich… Diese Menschin aber bemerkte im naturgemäß von den manischen Monologen des K. bestimmtem Gespräch etwas, das jenen aufhören ließ, ja, gewissermaßen aufdenken. Sie könne nicht verstehen, so die Menschin sinngemäß, dass Leutinnen und Leute über die Beschränkungen des Lockdowns klagen würden, denn diese Beschränkungen wären für sie seit Längerem in gewissem Sinne der Normalzustand

K. war schier schnurstracks verblüfft! Ist das einmal ’ne paradoxe Intervention – Dr. Erickson wäre entzückt!

K. war immer überzeugt, dass Gedanken, Thesen, Hypothesen, Spekulationen usw. von ihm nur dann geäußert würden, und das auch nur im günstigstem Fall, wenn diese Gedanken usw. von einer Autorität bestätigt werden würden. Diese kleine Episode jedoch ermöglichte K. die erfreuliche Einsicht, dass er nicht ganz so untertänig-spießig sein könnte, wie Etliche, unter anderem er selbst, es ganz selbstverständlich zu glauben scheinen. „Diederich umwand sogar den Rohrstock.“ „Der Untertan“, zur Abwechslung Heinrich Mann.*

Damit scheint aber neuerlich erwiesen, dass auch das Alter noch subtile Entwicklungen ermöglicht, ha! – So weit wieder das Wort zum Sonntag aus der Unterschicht. – Häff fann!!!

* Es scheint sich zu erübrigen, erörtern zu wollen, warum K.’s Unbewusstes sozusagen hinter dessen Rücken ausgerechnet diese Passage gespeichert hat bei der über 40 Jahre zurück liegenden Lektüre des von vielen als opus magnum gesehenen Romans Heinrich Manns. Natürlich wurde Heinrich Mann durchgenommen, hatte er doch im Gegensatz zu seinem in bürgerlich-humanistischen Positionen verharrendem Bruder den Weg zur fortschrittlichen Arbeiterklasse gefunden, hurra! War nich‘ alles schlecht, *hüstel*…

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(… K. macht den Budenzauber nicht mit…)

PPS: Immerhin hat er den Scheiß fast 35 Jahre durchgehalten – das muss ihm erst einmal eine Menschin oder ein Mensch nachmachen, hoho…
PPS: Würzig-herb (oder so ähnlich)! Old Ron hat sich eben eine Büchse dieser sanft sättigenden Flüssignahrung eingedreht und ist denn sein Entzücken vollständig seinerseits, weshalb er erwägt, zur Intonation fröhlich-frischer Wanderlieder anzuheben. Oder so ähnlich. – Was es nicht alles gibt, ts ts ts…

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(… bescheidenes Statement, von unten geknurrt…)

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(… definitiefsinnig letztgültige Ansage zu diesem Thema…)

PS: Hier äußern sich Unwillen und Unfähigkeit des K. zu bewusster Wahl sowohl als auch störungsspezifisch aus seiner Isolation resultierende Größenideen. – Vielen Dank im Voraus, Frau Doktor Anna Lyse, für diese mit 89.543 % Wahrscheinlichkeit zu erwartende Interpretation!

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(… die Göttinnen- und Götter-Azubis tratschen wieder ’n bisschen…)

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A: Was macht’an?

B: Sitzt am PC mit rotem Basecape, chch…

A: Fängt er jetzt doch an zu trumpeln?

B: Na ja – das ist wieder die ausgeschlossene Wirklichkeit. Sobald man sich von etwas abgrenzt, ballt es sich im Hinter- oder Untergrund und bricht dann eventuell durch. Oder so.

A: Das weiß K. doch garantiert selbst. Wahrscheinlich ist er auch noch stolz drauf…

B: Ja ja, schon, aber eigentlich blendet ihn die Sonne und das Cape hat ’n schönen breiten Schirm…

A: Was? – Muaha.

C: Der is‘ fertich, der Typ, der is‘ fertich, der Typ…

B: Er hat seinen Schreibtisch so gestellt, dass vormittags die Sonne dergestalt blendet, dass er das auf dem Monitor Ausgegebene schwer erkennen kann…

A: Dieses „dergestalt“ würde er wohl cool finden…

B: Nö, wohl mehr dieses „Ausgegebene“. Das ist Informatikersprech – ein Text wird ausgegeben usw.

A: Aber wo ist das Problem? Dann soll er den Schreibtisch doch umstellen!

B: Das ist ihm schon wieder zu viel Veränderung. Da bräuchte er wieder drei Tage zum mentalen Umschalten. Außerdem hat er einen Grund mehr, nicht zu schreiben. Sie kennen doch seine Maxime, diesbezüglich. Ein wahrer Schriftsteller ist jemand, der jede Gelegenheit nutzt, nicht schreiben zu müssen. Und so. Chchch.

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